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Wednesday, 14 Dec 2011

Mindestkurs für den CHF unter Beobachtung

Während die Bewertung der jüngsten SNB Geldmarktpolitik näher rückt, mehren sich die Spekulationen, dass die SNB in Kürze den Mindestkurs für die EUR/CHF-Paarung von seinem gegenwärtigen Wert von 1,20 auf 1,25 oder vielleicht sogar auf 1,30 anheben wird. Da jedoch die EUR/CHF-Paarung in einer engen 300 Pips Spanne handelt, dürfte die SNB erst einmal abwarten wie sich der Markt entwickelt, bevor sie weitere Schritte unternimmt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.33751.600080.201.00601.04500.8660
1.32401.578079.500.97801.03400.8620
1.31601.556078.500.94801.00500.8460
Support1.30201.542077.150.93400.99800.8400
1.28701.527076.550.90650.96600.8355
1.25901.510075.560.87600.93850.8300

Wirtschafts News

CHF - SNB Leitzinsentscheidung

Während die Bewertung der jüngsten SNB Geldmarktpolitik am Donnerstag näher rückt, mehren sich die Spekulationen, dass die SNB in Kürze den Mindestkurs für die EUR/CHF-Paarung von seinem gegenwärtigen Wert von 1,20 auf 1,25 oder vielleicht sogar auf 1,30 anheben wird. Die Spekulationen verhärteten sich letzte Woche nach der Veröffentlichung des schweizer Verbraucherpreisindexes, der auf den Monat gerechnet im Oktober um 0,2% rückläufig war. Im September fiel der Index um 0,1%. Zudem gibt es weitere Anzeichen für Risse in der schweizer Wirtschaft. Der Einkaufmanagerindex sank im November von 46,9 auf 44,8. Die Exporte im 3. Quartal sind aufs Quartal gerechnet um 1,2% gesunken, und das Bruttoinlandsprodukt stieg um schwache 0,2%. Diese Daten deuten auf weitere Schwierigkeiten für die exportlastige Wirtschaft hin.

Trotz der dunklen Wolken am Konjunktur-Himmel kann es durchaus sein, dass die SNB den Mindestkurs für die EUR/CHF-Paarung nicht angleichen wird, wie es von vielen Marktteilnehmern erwartet wird. Die jüngsten CFTC IMM Daten weisen aus, dass sich der Markt beim CHF rückläufig entwickelt hat, wobei spekulative Baissegeschäfte auf den höchsten Wert seit Juni angestiegen sind.

Die Schweizer Zentralbank hat in ihrer Handhabung der Stärke des CHF eine sehr konservative Vorgehensweise an den Tag gelegt. Während die EUR/CHF-Paarung sich in den vergangenen zwei Monaten innerhalb einer Spanne von 1,2130-1,2470 bewegte hat die SNB nichts unternommen, um von einer Anhebung des Mindestkurses zu profitieren. So könnte die SNB sich auch am Donnerstag wieder konservativ verhalten und den Märkten das Ruder überlassen.


EUR - EUR fängt an sich zu stabilisieren

Nach dem gestrigen heftigen Rückgang halfen Wirtschaftsdaten aus Europa dem EUR sich zu stabilisieren. Staatsanleihen-Auktionen in Spanien und der EFSF wurden gut gezeichnet. Sowohl die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland als auch das europäische Konjunkturbarometer zeigten Verbesserungen, was für gesteigerte Stimmung an den Märkten sorgte.

Nichtsdestotrotz ist die Bedrohung durch neuerliche Senkungen der Kredit-Ratings für Staaten und spanische Banken nicht unbemerkt geblieben. Außerdem gibt es Berichte darüber, dass die Commerzbank AG sich in Gesprächen mit der Bundesregierung über staatliche Hilfe befindet.

Vergangene Woche kaufte die EZB Staatsanleihen für lediglich EUR 0,6 Mrd. gegenüber EUR 3,7 Mrd. in der Woche davor. Dieses war einer der geringsten Käufe seit der Einführung des Staatsanleihen-Aufkaufprogramms in 2010.

Da die EZB der Behebung der europäischen Schuldenkrise nur begrenzte Unterstützung zukommen lässt liegt wird die Hauptlast wohl den Politikern zufallen. Da jedoch das Ergebnis des jüngsten EU Wirtschaftsgipfels von den Finanzmärkten nicht sonderlich gut aufgenommen wurde, verheißt das in nächster Zeit nichts Gutes für den EUR. Die EUR/USD-Paarung findet Unterstützung bei 1,3145, wobei einige Marktteilnehmer sich bereits in Richtung 1,3050 orientieren, der 61% Fibonacci Rückführung des Anstiegs in 2010-2011 von 1,1875 auf 1,4940. Widerstand findet sich wieder beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3380

GBP -

Nachdem die Inflationsdaten aufzeigten, dass die Verbraucherpreise in Großbritannien im November rückläufig waren schwächelte das Pfund Sterling ein wenig. Der Verbraucherpreisindex für den Monat November fiel aufs Jahr gerechnet von 5,0% auf 4,8%, was den allgemeinen Erwartungen entsprach. Der Rückgang der Verbraucherpreise stützt die Erwartungen der BoE für eine rückläufige Inflation, was sich in eine deflationäre Bedrohung der britischen Wirtschaft umkehren könnte. Die BoE prognostiziert, dass die Inflation in 2012 unter ihre Inflations-Zielvorgabe von 2,0% absinken wird. Die gestrigen Verbraucherpreisindex-Daten werden wahrscheinlich die Erwartungen für zusätzliche Staatsanleihen-Ankäufe verstärken und könnten sich negativ auf das Pfund Sterling auswirken.

Die GBP/USD-Paarung hat sich zwar in den letzten 10 Tagen konsolidiert, doch könnte ein Börsenschluss unter dem Dezember-Tief die Tür zum November-Tief von 1,5420 und dem Oktober-Tief von 1,5270 öffnen. Widerstand findet sich bei 1,5740-80, bei dem der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt.

Rohöl - Die OPEC tagt, wird aber voraussichtlich die Förderquoten unverändert belassen

Heute tagen die Mitglieder der OPEC in Wien auf ihrer ersten Konferenz seit Juni, bei der die Teilnehmer sich nicht über Förderquoten einigen konnten. Der Hauptkonflikt bestand zwischen saudiarabischen und iranischen Offiziellen. Es gibt jedoch viele Unbekannte in der Gleichung, da die gegenwärtigen Fördermengen in Libyen unbekannt sind und aus dem Irak steigende Liefermengen berichtet werden. Die Drohung eines europäischen Embargos für Käufe iranischen Öls haben die Spannungen im Iran steigen lassen. Während der Rohölpreis weiterhin nahe dem Wert von $ 100 pro Barrel liegt, wird nicht erwartet, dass sich an der derzeitigen Förderquote von 30 Millionen Barrel pro Tag etwas ändern wird. Eine solche Entscheidung könnte dazu beitragen, dass der Rohölpreis in nächster Zeit ein wenig nachgeben wird.


Technische News

EUR/USD

Der 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt derzeit bei 1,3420 und diente als bedeutsamer Widerstandswert als die EUR/USD-Paarung zuletzt am 3. November über diesem Wert zum Abschluss kam. Während der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich im überverkauften Bereich bewegt hat er auf dem Monats-Chart noch Raum für Abwärtsbewegung. Da der Abwärtstrend fest verankert zu sein scheint liegen die Unterstützungswerte von 1,3280 des November-Tiefs und von 1,3145 des Oktober-Tiefs in greifbarer Nähe. Bei einer Aufwärtsbewegung dürften sich bereitwillige Verkäufer beim Dezember-Hoch von 1,3550 und bei 1,3610, dem Hoch vom 18. November, finden.

GBP/USD

Das Pfund Sterling handelt in einem Range-Trading Umfeld zwischen den Werten von 1,5780 und 1,5660, wo sich der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet. Da der Slow Stochastic auf dem Tages- und dem Monats-Chart rückläufig ist scheinen die November- und Oktober-Tiefs von 1,5420 und 1,5270 in Reichweite zu sein. Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich bei 1,5890, dem Hoch vom 18. November, gefolgt von der vom August-Hoch abfallenden Trendlinie bei 1,5925.


USD/JPY

Die Doji-Kerze vom 8. Dezember sticht hervor, während das Tages-Tief mit dem 55- und 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Das dürfte der Beginn der Bildung einer neuen Basis sein, die die Trendlinie vom Juni 2007 bei 78,50 testen wird. Ein Durchbruch hier wird das Post-Interventions-Hoch von 79,50 freilegen. Andererseits bildet das Tief vom 18. November bei 76,55 die letzte Unterstützung vor dem Allzeit-Tief der Paarung bei 75,56.

USD/CHF

Trotz vielfacher Versuche einen Anstieg zu verzeichnen müht sich die Paarung weiterhin ab den Widerstandswert von 0,9330 zu überwinden. Eine konzertierte Aufwärtsbewegung dürfte Widerstand beim 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9380 finden, gefolgt vom Jahres-Hoch von 0,9780. Andererseits findet sich Unterstützung beim Wert von 0,9065, welcher mit dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung übereinstimmt. Zusätzliche Unterstützung findet sich beim November-Tief von 0,8760.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Mit 0,8450 drückt das Pfund Sterling auf den unteren Grenzwert des Konsolidierungs-Patterns, welches sich seit dem 2. Quartal gebildet hat. Forex-Händler sollten bedenken, dass bei einem Schlusskurs unterhalb der Unterstützungslinie der Wert von 0,8400, der vom Tief in 2009 abfallenden Trendlinie, zum tragen kommt. Widerstand findet sich bei 0,8665, dem Hoch vom 22. November.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:31 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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