| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Friday, 22 Jan 2010
Monatstief für Rohöl aufgrund globaler Nachfragesorgen
Zum zweiten Handelstag in Folge gaben die Ölpreise am Donnerstag um 2% nach. Rohöl handelte gestern trotz Rückgang der US-Lagerbestände um $76 pro Barrel. Als Ursache hierfür gelten die jüngsten Zahlen zum Wirtschaftswachstum in China für das Jahr 2009. Händler berichteten gestern von einer schwachen Nachfrage nach Risikowährungen und Rohstoff-Anlagen am Markt.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4213 | 1.6295 | 90.89 | 1.0501 | 0.9091 | 0.8773 |
| 1.4182 | 1.6263 | 90.56 | 1.0470 | 0.9070 | 0.8751 | |
| 1.4151 | 1.6232 | 90.25 | 1.0440 | 0.9050 | 0.8730 | |
| Support | 1.4120 | 1.6181 | 89.65 | 1.0381 | 0.9009 | 0.8689 |
| 1.4120 | 1.6150 | 89.34 | 1.0350 | 0.8988 | 0.8667 | |
| 1.4120 | 1.6119 | 89.02 | 1.0320 | 0.8966 | 0.8633 |
Wirtschafts News
USD - Obama-Bankenregulierung drückt USD-Kurs
Am Donnerstag gab der USD deutlich gegen den japanischen Yen nach. Marktbeobachter führten diese jüngsten Kursbewegungen auf diverse Faktoren zurück, darunter: zunehmende Bedenken in Bezug auf das Erholungstempo der Konjunktur in den USA, neueste BIP-Daten aus China sowie die anhaltende Besorgnis um Griechenlands hohe Staatsschulden. Darüber hinaus verunsichert Obamas jüngste Entschlossenheit, „risikoreiche Aktivitäten der Finanzkonzerne zu zügeln“, die Anleger. Der Dollar-Index notierte gestern bei 78,395 von zuvor 78,369. Das Tageshoch wurde mit 78,814, dem höchsten Stand seit dem 2. September 2009, ausgegeben.
Diese Entwicklung spiegelt sich in den Tendenzen zum EUR wieder. Hier erreichte der USD im frühen Donnerstaghandel ein Rekordniveau, fiel jedoch aktuell fast bis auf das Level vom Mittwoch, nach der Ankündigung der geplanten Bankenregulierung durch die Obama-Regierung. Der Regulationsplan soll im Grunde die Größe der Banken begrenzen, das Ausmaß risikoreicher Geschäfte einschränken und insbesondere das Investmentbanking stärker von den restlichen Geschäften trennen. Der Dow Jones Index schloss nach Bekanntgabe Obamas Vorhaben mit 2% im Minus und zehrte zusätzlich an den Anlegern und ihrer Risikobereitschaft.
Da die USA dem Wirtschaftskalender heute fern bleiben, wird der USD-Handel entsprechend von Konjunkturdaten aus Europa und den Entwicklungen an den Aktienmärkten bestimmt werden.
EUR - EUR leidet weiter unter Griechenland-Sorgen
Der EUR verzeichnete am Donnerstag zum sechsten Tag in Folge Kursverluste gegen den Dollar mit einem Rekordtief bei $1,4029, dem niedrigsten Stand seit dem 30. Juli vergangenen Jahres. Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone belasteten die Gemeinschaftswährung im gestrigen Handel. Darüber hinaus setzten die anhaltenden Sorgen um Griechenlands Schuldenberg dem Euro zu. Im Laufe des Nachmittags konnte der EUR einen Teil der Verluste ausgleichen, wertete jedoch um über 1% zum Yen ab. Zu später Handelsstunde am Donnerstag an der New Yorker Börse handelte der EUR bei $1,4129 von zuvor $1,4097. Des Weiteren notierte der EUR bei Y127,27 von zuvor Y128,69. Das Pfund Sterling notiert aktuell bei $1,6212 von zuvor $1,6195 zu gestrigem Handelsschluss.
Wachstumsempfindliche Währungen wie der EUR gerieten auch heute wieder unter Druck. Vermehrt zweifeln die Marktteilnehmer an einem erfolgreichen Schuldenabbau durch die griechische Regierung. Auch viele Experten halten die von Athen angekündigte Absicht, die Neuverschuldung bis in zwei Jahren wieder unter den vom Maastricht-Vertrag definierten Höchstwert von 3% des BIP zu senken, für unmöglich.
Angesichts einer trägen Nachrichtenlage am heutigen Freitag, könnte der von Eurostat ausgegebene Auftragseingang der Industrie in der Eurozone für den Monat November um 11:00 Uhr den EUR-Kurs beeinflussen. Als weitere wichtige Veröffentlichung, die für das Pfund Sterling Kursschwankungen bedeuten könnte, gilt der Einzelhandelsumsatz in Großbritannien für den Monat Dezember um 11:30 Uhr.
JPY - Yen wertet aufgrund erhöhter Risikoaversion deutlich auf
Der japanische Yen erreichte gestern ein neues 9-Monatshoch gegen den EUR, nachdem Obamas angekündigte Bankenregulation die Nachfrage nach höher rentierlichen Währung dämpfte. Bereits in den vergangene zwei Wochen wertete Japans Yen gegen die europäische Gemeinschaftswährung auf. Zum USD kletterte der JPY aufgrund fallender Aktienkurse bis auf ein Rekordniveau der letzten 3 Wochen.
Gegen den EUR handelte der Yen gestern Abend in New York bei 126,89 pro EUR von zuvor 127,37. Das Tageshoch wurde bei 126,56 ausgegeben, dem höchste Level seit dem 28. April. Des Weiteren handelte der Yen pro USD mit 89,93 Yen, von zuvor 90,43, nachdem das Tageshoch hier bei 89,87, dem höchsten Niveau seit dem 18. Dezember, lag.
Rohöl - Rohölpreise fallen um 2%
US-Rohöl im März-Kontrakt fiel am Donnerstag im New Yorker Börsenhandel um $1,66, bzw. 2,1% auf $76,08 pro Barrel. Aktuell handelt der Rohstoff bei $75,84 pro Barrel.
Die Preise fielen trotz Rückgang der US-Rohöllagerbestände in der Woche zum 15. Januar um rund 500.000 Barrel. Die leichte Abnahme reichte jedoch nicht aus, um dem Ölpreis Unterstützung zu verleihen. Dieser reagierte mit Kursverlusten, während die Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien aufgrund schleppender Anzeichen einer Erholung der Energienachfrage leicht rückgängig war. Ein nachhaltig erhöhter Energiebedarf innerhalb der größten Energie verbrauchenden Nation halten Marktbeobachter jedoch für maßgeblich. Trotz viel versprechender US-Konjunkturdaten in den vergangenen Monaten, bleibt die Nachfrage schwach.
Der Ölpreis geriet darüber hinaus durch umfassende Kurseinbrüche an den US-Börsen unter Abwärtsdruck, die im Anschluss an US-Präsident Obamas angekündigten Bankenregulierungspläne sowie an aufgrund Chinas fortschreitender Straffung der Währungspolitik in China einsetzten.
Technische News
EUR/USD
Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass dieses Paar seit der vergangenen Woche den 20-Tages-Durchschnitt der Bollinger Bands nicht überwinden konnte. Dies bedeutet möglicherweise, dass ein starker Abwärtstrend einsetzen wird. Händler könnten sich den bevorstehenden Trend zu Nutze machen, indem sie diesem Markt bei einem vorteilhaften Einstiegslevel um die Mittellinie mit Short-Positionen beitreten.
GBP/USD
Laut Tages-Chart besteht Potential für weitere abwärts gerichtete Tendenzen. Die gestrige Notierung unter dem 10-Tages Moving-Average könnte ein Signal dafür sein, bei GBP/USD auf fallende Kurse zu setzen. Das MACD-Histogramm tendiert ebenfalls abwärts und deutet somit auf einen zukünftigen Preisabfall. Die MACD-Linien bilden aktuell ein potentiell rückläufiges Cross, was einer weiteren Kurskorrektur nach unten gleichkommen könnte. Händler sollten auch bei diesem Währungspaar bevorzugt auf fallende Kurse setzen.
USD/JPY
Der langfristige Abwärtstrend dieses Paares setzt sich in vollem Umfang fort. Auf der Wochen-Chart hat USD/JPY mittlerweile die Mittellinie der Bollinger Bands überwunden. Entsprechend könnte das Paar wieder bis zur unteren Grenze der Bollinger Bands fallen. Für Händler ist es möglicherweise von Vorteil, eine Limit-Order bei 87,20 anzustreben und auf fallende Kurse zu setzen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart wird ein bärisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators deutlich. Dies könnte bedeuten, dass eine rückläufige Preisbewegung bevorsteht. Die Wochen-Chart zeigt eine mögliche Double-Top-Anordnung des RSI im „überkauften“ Bereich an. Eventuell ergibt sich hier schon bald ein Kursrückgang. Händler könnten eine Überwindung der Mittellinie abwarten, um anschließend eine Entry-Sell-Position zu eröffnen.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Ölpreise sind wieder einmal am Fallen und handeln aktuell um $76,10 pro Barrel. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich jedoch im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Abwärtstrend nachlässt und eine Preiskorrektur nach oben bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







