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Tuesday, 9 Aug 2011
Moody's verteidigt sein AAA Kredit-Rating für die USA
Moody's Investor Services verteidigte gestern sein AAA Kredit-Rating für die USA und versuchte so einem heftigeren Einbruch an der Wall Street zuvorzukommen und bestätigte gleichzeitig den USD und US Staatsanleihen als stabile Wertedepots an den unsicheren Weltmärkten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4700 | 1.6750 | 82.00 | 0.8270 | 1.0800 | 0.9080 |
| 1.4540 | 1.6550 | 80.20 | 0.8080 | 1.0525 | 0.8880 | |
| 1.4400 | 1.6475 | 79.50 | 0.7800 | 1.0350 | 0.8780 | |
| Support | 1.4050 | 1.6220 | 76.25 | 0.7480 | 0.9930 | 0.8640 |
| 1.3940 | 1.6085 | 0.9700 | 0.8610 | |||
| 1.3840 | 1.5780 | 0.9530 | 0.8530 |
Wirtschafts News
USD - Gegen die starke Rückläufigkeit an den Märkten hält der USD seinen Kurs
Der US Dollar (USD) mühte sich gestern inmitten ernsthaftem Marktpessimismus aufgrund der Herabsetzung des US Kredit-Ratings durch die Rating-Agentur S&P's seinen Kurs zu halten. Die Kurse von Safe-Hafen-Anlagen wie dem Schweizer Franken (CHF) und dem japanischen Yen (JPY) erhielten durch Abwendungen von höhere Erträge erzielenden Anlagewerten Unterstützung, wobei allerdings der CHF nur geringfügige Kursgewinne verzeichnen konnte und der JPY wegen der Intervention durch die japanische Zentralbank bis an die Rückläufigkeit gebracht wurde. Der Dollar konnte trotz der Bonitäts-Herabsetzung seine Stärke halten, da er für die meisten Investoren immer noch ein zentrales Wertedepot darstellt.
Als Reaktion auf den historischen Schritt seitens S&P's verfiel China, anlässlich eines kurzfristig einberufenen G20 Gipfels, in heftige Kritik an den USA. Diese richtete sich gegen die finanzielle Verantwortungslosigkeit des amerikanischen Kongress', was aus Chinas Sicht zu heftigen Kursverlusten führen wird. Moody's Investor Services verteidigte gestern sein AAA Kredit-Rating für die USA und versuchte so einem heftigeren Einbruch an der Wall Street zuvorzukommen und bestätigte gleichzeitig den USD und US Staatsanleihen als stabile Wertedepots an den unsicheren Weltmärkten.
Da heute eine große Anzahl Wirtschaftspublikationen veröffentlicht werden können Händler sich, auch unter dem Eindruck der Abstürze an den Aktienmärkten, auf verstärkte Volatilität mit möglicherweise kräftigen Kursschwankungen einstellen. Aus der US Wirtschaft werden etliche Berichte zu Produktivität, Arbeitskosten und zu den Leitzinsen veröffentlicht. Der Bekanntgabe des Leitzinssatzes der US-Zentralbank dürfte angesichts der derzeitigen historischen Ereignisse dabei die größte Bedeutung zukommen. Für die Richtungsbestimmung des USD Kurses in den kommenden Wochen und Monaten dürfte es von ausschlaggebender Bedeutung sein, wie sich die US Notenbank in dieser Woche selbst darstellt.
GBP - Britische Industrie- und Fertigungsdaten stehen heute auf dem Prüfstand
Das britische Pfund Sterling (GBP) handelte diese Woche bislang mit größtenteils positiven Ergebnissen, während Händler sich große Mühe geben, die Risikostimmungslage in der Region einzuschätzen. Nach der historischen Herabsetzung der US Bonität durch S&P verzeichnete das GBP einen bullischen Handel, da sich wegen der Unsicherheit an den US Märkten viele vom USD ab- und dem GBP zuwandten.
Nachrichten über ein Ausbreiten der Schuldenseuche über den gesamten Euro-Raum führten jedoch dazu, dass viele Wirtschaftswissenschaftler besorgt darüber sind, dass als nächstes das Verbrauchervertrauen kippen könnte. Es kann darüber spekuliert werden, ob Großbritannien derzeit davon auch betroffen ist, doch sollte man den allgemeinen Überlauf-Effekt, der sich diese Woche an den Weltmärkten breit macht, nicht außer Acht lassen. Sollten die heutigen Industrie- und Fertigungsdaten einen Rückgang bei der Produktivität und somit auch beim Wachstum aufweisen, könnte es sein, dass Händler das als Zeichen dafür interpretieren, dass das Pfund Sterling in nächster Zeit auf Widerstand stoßen wird.
Heute erfolgt um 9:30 MGZ die Bekanntgabe des äußerst bedeutsamen Berichts über die Industrieproduktion in Großbritannien statt, zusammen mit den Daten der britischen Handelsbilanz. Sollten die Daten Stillstand bei Fertigung und industriellem Wachstum aufweisen, könnten wir in den vor uns liegenden Tagen und Wochen verstärkte Flucht in Richtung Sicherheit beobachten. Das wiederum dürfte den Kurs des GBP langfristig nach unten drücken, da immer mehr Händler das Risiko scheuen werden.
AUD - In Erwartung der Immobilienmarktdaten handelt der AUD rückläufig
Der australische Dollar (AUD) handelte gestern größtenteils rückläufig zu seinen Währungsrivalen, als Händler sich aufgrund verschiedener Wirtschaftsdaten verstärkt wieder in Richtung Sicherheit orientierten. Der AUD hatte in den vergangenen Wochen ohnehin schon an Momentum verloren, da an den Weltmärkten mehr und mehr Risikovermeidung vorherrschte. Die Befürchtungen, die aus der jüngsten Herabsetzung der US Bonität erwuchsen, sorgten bislang in dieser Woche für Nervosität an den Devisenmärkten, weshalb viele die Sicherheit suchten.
Das führte dazu, dass der AUD zu all seinen Währungsrivalen Kursverluste zu verzeichnen hatte, dabei ganz besonders zu den Safe-Hafen-Währungen wie dem Schweizer Franken (CHF) und dem japanischen Yen (JPY). Der Bekanntgabe weiterer Immobilienmarktdaten heute Vormittag dürfte kräftige Bewegung beim australischen Dollar während des heutigen Handels folgen. Auch wird erwartet, dass Nachrichten aus China in den Pazifikstaaten Japan, Neuseeland und Australien einen Anstieg der Volatilität bewirken werden. Demzufolge sollten Pazifik-Händler heute sehr vorsichtig zu Werke gehen.
Rohöl - Einbruch bei Termingeschäften lässt Rohölpreis kräftig sinken
Nach der Herabsetzung der US Bonität durch die Rating-Agentur S&P's am Wochenende schlug die Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten kräftig um, was zu einem heftigen Einbruch beim Rohölpreis führte. Die Wirtschaftdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA lassen immer noch viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, allerdings sind die vorherrschenden Themen dieser Woche die Herabsetzung der US Bonität, Zunahme bei Verkäufen spanischer und italienischer Staatsanleihen, sowie ein kräftiger Rückgang bei Aktien und Termingeschäften aufgrund von Portfolio-Umschichtungen und pessimistischer Prognosen.
Ein erwarteter Rückgang der Dollarkurse sorgte für einen Einbruch bei Rohöl-Termingeschäften, was dazu führte, dass sich viele Investoren von solch physischen Anlagewerten abwandten. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche noch weiter verschlechtern, könnte der Rohölpreis gar bis in die $ 80 Preisspanne sinken. Händler scheinen derzeit des Rohöls überdrüssig zu sein, da seine Volatilität in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hat. Sollten sich die Aktienmärkte in den nächsten Tagen nicht merklich beruhigen, könnten sich Rohöl-Termingeschäfte weiter rückläufig entwickeln, was den Rohölpreis in den kommenden Tagen noch weiter senken dürfte.
Technische News
EUR/USD
Eine sich nach oben öffnende Lücke hob das Paar am Montagmorgen über den derzeitigen abwärts weisenden Channel, in dem sich die EUR/USD-Paarung seit Ende Juli befindet. Verkäufe der EUR/USD-Paarung könnten sich als richtige Vorgehensweise herausstellen, da das Paar nicht in der Lage gewesen ist, sich über dem Wert von 1,45 zu halten. Erster Widerstand findet sich bei 1,4540, obwohl ein Durchbruch über dem Juni-Hoch von 1,4700 höchstwahrscheinlich den negativen technischen Ton umkehren dürfte. Andererseits findet sich erste Unterstützung beim Tief des vergangenen Freitag von 1,4050, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3940 und der steigenden Trendlinie vom Juni 2010, welches bei 1,3840 liegt.
GBP/USD
Nachdem sie gesunken war und dann einen Aufschwung bis 1,6220 erfuhr, sieht es so aus, als hätte diese Paarung Unterstützung gefunden. Der Wert hält sich beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt und einer 38% Rückführung vom Mitte-Juli-Tief bis zum Hoch vom Ende Juli. Widerstand findet sich bei 1,6475, gefolgt von 1,6550. Bei einem Durchbruch hier könnte das Pfund Sterling sich am April-Hoch 1,6750 versuchen. Erste Unterstützung findet sich bei 1,6220, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6085, 1,600 und dem Juli-Tief von 1,5780.
USD/JPY
Der Kursanstieg der USD/JPY-Paarung aufgrund der Intervention der japanischen Regierung war nur von kurzer Dauer, da beim Kurs von 80 Yen kräftig verkauft wurde. Die Paarung verzeichnete eine 68% Rückführung vom August-Tief zum Post-Interventions-Hoch und dürfte sich noch weiter abwärts bewegen. Eine zuvor durchbrochene Trendlinie von der Abwärtsbewegung von Ende Juli dürfte sich als unterstützend erweisen, wobei es eher wahrscheinlich ist, dass auf dem Weg zum Rekordtief von 76,25 nur ein kleiner Zwischenstopp eingelegt wird. Widerstand findet sich bei 79,50 und dem Post-Interventions-Hoch von 80,22. Weitere Interventionen an den Devisenmärkten könnten die Paarung zur langfristigen Trendlinie vom Hoch in 2007 führen, welches sich bei 82,00 findet.
USD/CHF
Gleichartige Maßnahmen die von der Schweizer Nationalbank eingeleitet worden waren um den Schweizer Franken zu schwächen führten nicht dazu, dass sich die Nachfrage nach USD/CHF verstärkt. Am Montagmorgen sank die Paarung auf ein neues Rekordtief. Das Momentum fällt beständig ab und Händler dürften auch weiterhin an ihren Short-Positionen festhalten. Erster Widerstand findet sich bei 0,7800, gefolgt von 0,8080 sowie der abwärts weisenden Trendlinie von Februar-Tief von 0,8270.
Die Wild-Card
S&P 500
Gestern war ein schlimmer Tag für die Aktienbörsen, und der S&P 500 fiel um 6,66%. Der US Aktienindex sank unter die 1.131 Zielsetzung einer Kopf-Schulter-Formation. Forex-Händler sollten vermerken, dass der nächste Unterstützungswert auf dem Tages-Chart bei 1.037 liegt. Diesen Wert gab es zuletzt im August des vergangenen Jahres. Ein Durchbruch hier könnte zum Tief vom Juli 2010 bei 1.004 führen. Widerstand findet sich bei 1.170. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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