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Monday, 16 Jan 2012

Nach dem Herabsetzen von Kredit-Ratings verzeichnet Euro kräftigen Abschwung

Die Kombination aus einer schlechter als erwarteten italienischen Anleihen-Auktion und dem Herabsetzen von Kredit-Ratings für verschiedene Staaten der Eurozone am Freitag ließ den Euro zum Wochenschluss auf ein neuerliches Tief sinken. Da heute die US Märkte wegen eines gesetzlichen Feiertags geschlossen bleiben, wird sich der Handel auf die Nachrichten aus der Eurozone konzentrieren und hierbei insbesondere auf die für 18:00 MGZ vorgesehene Rede des EZB Präsidenten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdownupupdown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.30051.555577.290.95101.03840.8401
1.29331.549077.130.94591.03500.8358
1.28751.544176.990.94171.02950.8326
Support1.28151.539276.840.93761.02440.8290
1.27441.533276.720.93251.02030.8254
1.26261.523576.540.92421.01630.8222

Wirtschafts News

USD - USD erholte sich zum Wochenschluss

Nachdem er den größten Teil der vergangenen Woche über leichte Kursverluste zu seinen Haupt-Währungsrivalen hinnehmen musste, konnte sich der USD am Freitag erholen, da negative Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone Händler dazu veranlassten ihre Mittel in Safe-Hafen-Währungen anzulegen. Die EUR/USD-Paarung sank auf ein neuerliches 16-Monats-Tief nachdem die Kredit-Ratings für eine Anzahl von Staaten der Eurozone herabgesetzt worden waren. Zusätzlich zu den Kursgewinnen zum Euro verzeichnete der Dollar auch Aufwärtstendenz zum japanischen Yen und zum Schweizer Franken.

Händler sollten beachten, dass die US Märkte heute wegen eines gesetzlichen Feiertags geschlossen bleiben und dass die Richtung des Dollar sehr wahrscheinlich von Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone bestimmt wird. Am späteren Nachmittag sollten Händler heute besondere Aufmerksamkeit auf die Rede des EZB Präsidenten legen. Da von der Rede keine dramatischen Bekanntgaben erwartet werden, dürften Investoren wohl dafür sorgen, dass sich die Aufwärtstendenz beim Safe-Hafen-Dollar fortsetzt.

Man erwartet, dass später in der Woche die Nachrichten über den US Immobilienmarkt den Dollarkurs beeinflussen werden. Die Krise des US Immobilienmarkts war eines der größten Hindernisse zur konjunkturellen Erholung. Sollten die Daten dieser Woche diese Stimmung untermauern, dürfte der USD Rückschläge zu den anderen Safe-Hafen-Währungen erleiden, insbesondere zum CHF und zum JPY.

EUR - Nach dem Herabsetzen von Kredit-Ratings fällt der Euro auf ein neues Tief

Nach dem Herabsetzen der Kredit-Ratings für verschiedene Staaten der Eurozone schloss der EUR die Woche entschieden rückläufig. Die Gemeinschaftswährung sank auf ein neuerliches 11-Jahres-Tief zum Yen und fiel auf ein 16-Monats-Tief zum US Dollar. Zusätzlich zu den Herabsetzungen der Kredit-Ratings erfuhr der Pessimismus von Investoren in die Eurozone Täuschung durch den offensichtlichen Zusammenbruch der Gespräche über einen griechischen Schulden-Swap und eine schlechter als erwartete italienische Anleihen-Auktion am Freitag.

In dieser Woche bleiben alle Augen auf die Eurozone gerichtet, um zu sehen, ob eine brauchbare Lösung zur Klärung der derzeitigen Krise bekannt gegeben wird. Heute dürfte der Euro beim morgendlichen Handel leichte Kursgewinne verzeichnen, da Händler den Dollar als überbewertet betrachten und sich einem Teil ihrer EUR/USD-Positionen entledigen könnten. Später am Tag dürfte dann die Rede des EZB Präsidenten für den Abend- und Übernacht-Handel der Gemeinschaftswährung bestimmend sein. Händler sollten auch auf Bekanntgabe am Dienstag der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland achten. Da Deutschland die größte Wirtschaftsmacht der Eurozone ist, üben die deutschen Indikatoren einen erheblichen Einfluss auf den Euro aus.

JPY - EUR/JPY-Paarung sinkt auf ein neues 11-Jahres-Tief

Der japanische Yen schloss die vergangene Woche mit Aufwärtstendenz, und die Währung verzeichnete ein neuerliches 11-Jahres-Hoch zum Euro. Die EUR/JPY-Paarung sank aufgrund schwacher Grundlagendaten der Eurozone, die aufzeigten, wie anfällig die derzeitige europäische Krise ist. Investoren reagierten auf die Daten indem sie ihre Mittel auf den Safe-Hafen-Yen umschichteten. Unter den Haupt-Währungen wird der JPY oft als stabil und am geringsten Risiko behaftet betrachtet. Zum US Dollar war der Yen nicht ganz so glücklich, da die USD/JPY-Paarung zum Wochenschluss bis auf 76,95 hochschoss.

In dieser Woche dürfte der Yen wieder einmal von den Grundlagendaten der Eurozone und der USA bestimmt werden. Weitere negative Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone dürften zu weiteren Kursgewinnen des JPY zur europäischen Gemeinschaftswährung führen. Interessanter dürfte allerdings sein, wie der Yen auf die US Immobilien- und Fertigungs-Daten reagiert, die später in der Woche veröffentlicht werden. In der vergangenen Woche lagen die US Daten allerdings unter den Erwartungen. Sollte sich der Trend in dieser Woche fortsetzen dürfte der JPY in der Lage sein einige seiner jüngsten Verluste zum Dollar wieder wettmachen.

Rohöl - Nachrichten über ein Öl-Embargo der EU lassen Rohölpreis weiter sinken

Rohöl schloss den Handel der vergangenen Woche rückläufig, nachdem bekannt wurde, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die EU in den nächsten Monaten einen Bann auf importiertes iranisches Erdöl einleiten wird. Diese Nachricht beruhigte Investoren, die befürchteten, dass Ölimporte nach Europa in nächster Zeit nicht unterbrochen würden. Der Rohölpreis schloss die Woche unter dem psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel, nachdem er aufgrund der Spannungen im Mittleren Osten in den vergangenen Wochen Aufwärtstendenz verzeichnet hatte.

In dieser Woche sollten Händler besondere Aufmerksamkeit auf die Entwicklungen im Mittleren Osten richten. Weitere Eskalationen zwischen dem Iran und dem Westen dürften den Rohölpreis wahrscheinlich erheblich in die Höhe treiben. Zudem dürften Nachrichten hinsichtlich der Schuldenkrise der Eurozone den Rohölpreis ebenfalls beeinflussen. Der Preis für Rohöl neigt dazu analog zum Euro zu steigen und zu fallen. Sollte die Gemeinschaftswährung ihren rückläufigen Trend beibehalten dürfte Rohöl entsprechend folgen.

Technische News

EUR/USD

Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur möglich ist. Der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart bewegt sich um den Wert von -95, während es den Relative Strength Index auf dem Wochen-Chart unter den Wert von 30 trieb. Zu kaufen dürfte sich diese Woche als kluge Entscheidung herausstellen.

GBP/USD

Nach dem rückläufigen Trend der vergangenen Woche zeigen die technischen Indikatoren nun, dass sich diese Paarung im neutralen Bereich bewegt. Der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart liegt derzeit bei 40, was normalerweise darauf hinweist, dass in nächster Zeit nicht mit einer bedeutsamen Bewegung zu rechnen ist. Händler sind gut beraten bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen.

USD/JPY

Bei den meisten technischen Indikatoren bewegt sich diese Paarung im neutralen Bereich, was bedeutet, dass der derzeitige Trend noch weiter fortbestehen wird. Davon abgesehen scheinen sich die Bollinger Bands auf dem Tages-Chart zu verengen. Falls sich das fortsetzt könnte eine Kursänderung einsetzen. Händler sollten bei dieser Paarung erst einmal eine abwartende Haltung einnehmen.

USD/CHF

Die technischen Indikatoren auf dem Tages- und auf dem Wochen-Chart zeigen diese Paarung im überkauften Bereich, was bedeutet, dass eine Abwärtskorrektur stattfinden dürfte. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart scheint sich ein rückläufiger Cross zu bilden, während der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart den Wert von -20 überschritten hat. Händler dürften in Erwägung ziehen eine Short-Position einzunehmen.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Nach dem rückläufigen Lauf vom vergangenen Freitag deuten die technischen Indikatoren nun auf eine Aufwärtskorrektur dieser Paarung hin. Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart bewegt sich derzeit unter dem Wert von -80, während sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet hat. Forex-Händler dürften heute in Erwägung ziehen eine Long-Position einzunehmen.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:32 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
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07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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