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Friday, 8 Apr 2011

Nach Leitzinsanhebung verzeichnet EUR/USD höchsten Stand seit 15 Monaten

Nach der allgemein erwarteten gestrigen Leitzinsanhebung für die Eurozone verzeichnete der Euro mit $ 1,4400 den höchsten Stand seit 15 Monaten zum Dollar. Derweil nahm der Yen beim vorbörslichen Handel sein rückläufiges Verhalten wieder auf und verlor über 50 Pips zum Dollar, bevor eine leichte Korrektur einsetzte. Derzeit steht die USD/JPY-Paarung bei 85,02.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupupdownupdown
Resistance1.44751.646085.900.91901.06000.8860
1.44551.644085.700.91701.05800.8840
1.44251.641085.400.91401.05500.8810
Support1.43651.635084.800.90801.04900.8750
1.43351.632084.500.90501.04600.8720
1.43151.630084.300.90301.04400.8700

Wirtschafts News

USD - Erneute Risikofreudigkeit lässt Dollarkurs sinken

Während Gewinne bei den Rohstoffen Investoren dazu veranlasste in riskantere Währungshandel zu investieren, verzeichnete der US Dollar gestern Kursrückgänge zu den meisten seiner Währungsrivalen und fiel auf den niedrigsten Wert seit einer Woche zum EUR. Zum gestrigen Börsenschluss war der USD zum EUR gesunken, und die oft gehandelte Paarung stand bei 1,4400. Ein ähnliches Verhalten zeigte der Dollar zum GBP und schloss bei 1,6385.

Der Dollar hatte fast an jedem Tag in dieser Woche Kursrückgänge zum Euro und zum britischen Pfund Sterling zu verzeichnen und war gestern den zweiten Tag infolge zum japanischen Yen gesunken. Experten schreiben den Kursverlust beim Dollar, der als Safe-Hafen-Investment betrachtet wurde, dem zunehmenden Optimismus zu, dass das Schlimmste in der Finanzkrise überwunden sei. Das veranlasste Investoren sich von der US Währung zu trennen, die gehortet wurde als Ängste weit verbreitet, Kredite eingefroren waren und die Aktienmärkte sich im freien Fall befanden.

Ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der gestern veröffentlicht wurde, war der Bericht über die US Arbeitslosenansprüche. Die Daten fielen durchweg besser aus als die der vergangenen Woche, jedoch brachten sie dem Dollar keine Stärke, da Investoren auf die neuen Arbeitsmarktdaten warteten, die heute veröffentlicht werden, um ihre Handelsstrategie festzulegen.

Anleger können sich darauf einstellen, dass sich die ungewöhnliche Kurs-Volatilität bei der EUR/USD-Paarung fortsetzen dürfte, da das Paar versucht sich zu stabilisieren und neue Unterstützungs- und Widerstandswerte zu finden. Große Kurssprünge, wie die gesehenen, sind nicht alltäglich und bieten exzellente Gelegenheiten von den Kursschwüngen erheblich zu profitieren.

EUR - Der EUR nimmt zum USD weiter an Stärke zu

Vor dem Hintergrund einer leicht gefestigten Risikoumgebung mit gefestigten Aktienmärkten und steigendem Rohölpreis stieg der Euro zum Dollar auf den höchsten Stand seit 15 Monaten. Der Euro stieg bis auf $ 1,4400, den höchsten Wert seit Mitte Januar 2010, was einem Anstieg in diesem Jahr von 7% entspricht.

In ihrem Bemühen die Inflation einzudämmen erhöhte die Europäische Zentralbank gestern den Leitzinssatz und festigte die Erwartungen für mindestens zwei weitere Anhebungen noch in diesem Jahr. Die allgemein erwartete Anhebung des Leitzinssatzes auf 1,25% durch die EUB war die erste seit Juli 2008. Im Gegensatz dazu beließ die Bank of England ihren Leitzinssatz bei 0,5%, da die Bedenken hinsichtlich des heimischen Wirtschaftswachstums, zumindest derzeit, die Sorgen über die unangenehm hohe Inflationsrate von 5% übertrumpften.

Devisenhändler haben begonnen sich mehr auf Grundlegendes wie Wirtschaftswachstum und kurzzeitige Zinssätze zu konzentrieren. Diese Umkehr, die eben erst eingesetzt hat, könnte in den kommenden Monaten den Glanz vom steigenden EUR nehmen.

Aus der Eurozone werden heute eine Reihe von Wirtschaftspublikationen erwartet, jedoch dürfte die größte Aufmerksamkeit auf dem ECOFIN Treffen liegen. Je nach dem welches Statement von dem Treffen der Staaten der Europäischen Union veröffentlicht wird, dürfte es schwierig sein die Richtung des EUR vorherzusagen. Händler sollten sich jedoch heute der erhöhten Volatilität an den Märkten bewusst sein.

JPY - Der Yen verliert auf breiter Front an Boden

Der Yen verzeichnete gestern einen rückläufigen Börsengang und verlor zu den meisten seiner Währungspartner an Boden. Der JPY fiel zum britischen Pfund Sterling und drückte die oft gehandelte Währungspaarung auf 139,50. Ähnlich verhielt sich die japanische Währung zum EUR und schloss bei 122,55.

Die Entwicklung des JPY dürfte heute von seinen Haupt-Währungspartnern beeinflusst werden. So wie es aussieht dürften USD und EUR heute ihren volatilen Handel fortsetzen, insbesondere auch zur japanischen Währung. Händler sollten heute den Wirtschaftspublikationen aus den USA und Europa Aufmerksamkeit zollen, da diese Wirtschaften die maßgeblichen Faktoren für die Bewegungen des JPY sein dürften. Händler sollten auch auf unerwartete Äußerungen seitens japanischer Regierungsstellen achten, da diese sehr wahrscheinlich zu weiterer Volatilität beim JPY führen könnten.

Rohöl - Rohölpreis steigt weiter an

Inmitten der Sorgen über die Kampfhandlungen in Libyen und der Schwächung des Dollar zum Euro überstieg der Rohölpreis am Donnerstag zum ersten Mal in 2 ½ Jahren den Wert von $ 111 pro Barrel.

Am Donnerstag berichtete AFP dass in Libyen ein Ölfeld zerstört wurde. Außerdem verließen libysche Aufständische und Zivilisten fluchtartig die östliche Stadt Ajdabiya nachdem ein Luftangriff auf Verteidigungsstellungen der Aufständischen erfolgte und Gerüchte die Runde machten, dass Gaddafi-Truppen vor den Toren der Stadt seien.

Ein schwacher US Dollar lässt für gewöhnlich den Preis für Dollar-gebundene Rohstoffe ansteigen, da er den Geldwert den Ölproduzenten für ihr Produkt erhalten mindert.

Technische News

EUR/USD

Die meisten technischen Indikatoren zeigen, dass sich diese Paarung im überkauften Bereich bewegt und dass heute eine Abwärtskorrektur erfolgen könnte. Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart scheint sich ein rückläufiger Cross zu bilden, während der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart derzeit bei -10 steht. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Wahl sein.

GBP/USD

Sowohl der Relative Strength Index als auch der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart sind in den überkauften Bereich eingetreten, was darauf hindeutet, dass für diese Paarung Abwärtsdruck besteht. Händler sollten heute erwägen bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, da eine rückläufige Korrektur erfolgen dürfte.

USD/JPY

Während die technischen Indikatoren auf dem Tages-Chart anzeigen, dass sich die Paarung im überkauften Bereich bewegt sind die Stunden-Charts nicht ganz so eindeutig. Da hier die meisten Indikatoren die Paarung im neutralen Bereich zeigen, scheint es heute ratsam zu sein erst einmal abzuwarten.

USD/CHF

Der Relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart ist in den überverkauften Bereich eingetreten, was besagt, dass heute eine zinsbullische Korrektur erfolgen könnte. Diese Annahme wird vom Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt, bei dem es kurz vor der Bildung eines zinsbullischen Cross steht. Wenn das eintritt, dürfte es ein guter Zeitpunkt sein um eine Kauf-Position einzunehmen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart bewegt sich derzeit knapp oberhalb des überverkauften Bereichs, was besagt, dass die Paarung heute Aufwärtsdruck ausgesetzt sein dürfte. Ähnlich ist es beim Relative Strength Index auf dem 4-Stunden-Chart, der zeigt, dass eine zinsbullische Bewegung erfolgen dürfte. Hier bietet sich Forex Händlern die gute Gelegenheit, noch vor der zu erwartenden Welle, Kaufpositionen zu beziehen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:39 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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