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Monday, 6 Jun 2011

Nach US Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag stieg EUR/USD auf höchsten Stand seit einem Monat

Nachdem die Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag überraschenderweise einen Stillstand auf dem US Beschäftigungssektor aufwiesen, scheint es als würden sich Händler nur sehr zögerlich dem Dollar zuwenden, um Verluste in ihren Portfolios abzuwehren. Bislang hat die Eurozone von dieser Verlagerung profitieren können, da ein schwacher Dollar im Vergleich zur europäischen Haupt-Währung den Europäern in nächster Zeit mehr Kaufkraft bieten dürfte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnodowndownnoup
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.46771.646480.400.83601.07510.8919
1.46461.643880.300.83521.07300.8909
1.46271.642480.250.83491.07210.8903
Support1.45961.639980.150.83411.07010.8892
1.45841.638880.100.83361.06900.8888
1.45531.636380.000.83281.06700.8877

Wirtschafts News

USD - USD rückläufig da Beschäftigungsdaten die Flucht in Sicherheitsanlagen beschleunigen

Der US Dollar notiert seit Freitag erheblich rückläufige Ergebnisse, da Händler sich von ihm abwandten als Arbeitsmarktdaten auf einen Stillstand bei der Entwicklung der US Wirtschaft hinwiesen. So plumpste der Kurs des USD wie ein Stein zu seinen Währungsrivalen, wobei es so aussieht, als würde der Euro am meisten davon profitieren können.

Nachdem die Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag überraschenderweise einen Stillstand auf dem US Beschäftigungssektor aufwiesen, scheint es als würden sich Händler nur sehr zögerlich dem Dollar zuwenden, um Verluste in ihren Portfolios abzuwehren. Bislang hat die Eurozone von dieser Verlagerung profitieren können, da ein schwacher Dollar im Vergleich zur europäischen Haupt-Währung den Europäern in nächster Zeit mehr Kaufkraft bieten dürfte. Das Thema der unterschiedlichen Leitzinssätze hat in den letzten beiden Wochen für Spannungen am Markt gesorgt. So haben in der Tat die Kursänderungen bei den Safe-Hafen-Währungen und dem EUR es sehr schwierig gemacht verlässliche Prognosen zu erstellen.

Heute werden Händler ihr Hauptaugenmerk wohl auf Kanada richten, da aus der amerikanischen Wirtschaft keine wichtigen Wirtschaftsdaten erwartet werden. In Kanada werden der Bericht über neue Baugenehmigungen sowie der monatliche Ivey Einkaufsmanagerindex bekannt gegeben. Da seit Freitag eine zunehmende Abwendung vom USD zu beobachten ist, scheinen sich Händler auf eine weitere Rückläufigkeit beim USD einzurichten.

EUR - EUR verzeichnet Kursgewinne während Investoren die unterschiedlichen Leitzinssätze fest im Blick haben

Der Kurs des Euro zum Dollar stieg heute Morgen, und die Paarung notierte mit nahe 1,4650 den höchsten Stand seit einem Monat. Die schwachen US Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche führten zu einer Neubewertung durch viele Investoren, die zuvor aufgrund nebulöser Statements seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) und der griechischen Schuldenlage in den USD investiert hatten.

Die signifikant schwachen Grundlagendaten der amerikanischen Wirtschaft sind allerdings nur eine Seite der Medaille. Die Abwesenheit der Eurozone von den Märkten am vergangenen Donnerstag und die geringen Wirtschaftsdaten vom Freitag ließen den Euro, inmitten der USD Rückläufigkeit aufgrund enttäuschender Beschäftigungsdaten, attraktiver erscheinen.

Auch zeigten die wenigen Wirtschaftspublikationen aus der Eurozone stärker als erwartetes Wachstum. Die gemeinschaftliche Betrachtung der Daten dieser zwei Wirtschaftsrivalen führte zu verstärktem Bewusstsein was die unterschiedlichen Leitzinssätze betrifft. So setzten sich die Befürworter einer Leitzinsanhebung gegenüber den Ablehnern beim gestrigen Handel durch, was den EUR Kurs zum USD ansteigen ließ.

Heute werden in der Eurozone zwei nicht ganz so wichtige Wirtschaftspublikationen veröffentlicht. Die eine betrifft den Erzeugerpreisindex, wohingegen sich die andere mit der Zuversicht von Anlegern beschäftigt. Die meisten Investoren werden ihre Aufmerksamkeit auf die amerikanische Wirtschaft richten, da nach den schwachen Arbeitsmarktdaten (NFP) der vergangenen Woche der EUR im Laufe des heutigen Tages wahrscheinlich einen weiteren Anstieg zum Dollar verzeichnen dürfte.

JPY - Japanischer Yen mit unterschiedlichen Ergebnissen während Investoren die weltweite Risikostimmungslage bewerten

Der japanische Yen (JPY) handelt seit Freitag größtenteils mit positiven Ergebnissen, während Investoren ihr Hauptaugenmerk auf die Wirtschaftsnachrichten aus den USA richten. Nach einer sehr bewegten Woche sieht es so aus, als könne der japanische Yen heute wieder Kursgewinne verzeichnen, da Investoren sich von riskanteren Währungen abwenden. Die niedrigen Zinsen der japanischen Wirtschaft trugen dazu bei, dass sich viele Investoren, nach den schwachen Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag statt in den USD in die Sicherheit des Yen flüchteten.

Die USD/JPY-Paarung handelte heute Morgen geringfügig im Minus bei 80,20 und bewegte sich bei Eröffnung der asiatischen Märkte in Richtung 80,30. Wirtschaftsdaten aus Kanada werden heute höchstwahrscheinlich die Triebfeder hinter dem Geschehen an den Devisenmärkten sein, und Händler sind gut beraten die für 15:00 MGZ geplante Veröffentlichung des Ivey Einkaufsmanagerindexes zu beachten, da dieser in direkter Wechselwirkung zum globalen Wirtschaftswachstum steht.

Rohöl - Rohölpreis scheint sich bei $ 100 zu konsolidieren

Der Rohölpreis schloss am Freitag im Minus nachdem Händler ihre Investitionen von physischen Anlagewerten abzogen, da der US Dollar einen kräftigen Einbruch zu verzeichnen hatte. So zeigte der Rohölpreis in den vergangenen Tagen eine gleichmäßige Bewegung innerhalb der Preisspanne von $ 98 bis $ 103 pro Barrel.

Die jüngsten Ereignisse erschwerten Spekulationen hinsichtlich der Preisentwicklung beim Rohöl erheblich. Der Kursrückgang des US Dollar seit Freitag hätte eigentlich den Rohölpreis ansteigen lassen müssen, doch befindet sich der Rohstoffpreis jetzt bereits den vierten Tag infolge im Abschwung. Die gestiegenen US Rohöllagerbestände, wie am Donnerstag berichtet, können dazu beigetragen haben, dass man sich vom Rohöl abwendet, da steigende Bestandszahlen für gewöhnlich einen Preisanstieg unterdrücken. Heute dürfte die Rohölpreisbewegung eher schwach sein, da eine technische Unterstützung nahe dem Preis von unter $ 99,50 pro Barrel bereits in Sicht ist.

Technische News

EUR/USD

Der derzeitige Aufschwung trug dazu bei, dass diese Paarung über den 61,8% Fibonacci Rückführungswert des Abwärtstrends vom Mai bei 1,4570 anstieg. Während der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart anfängt sich zu bewegen, steigt er auf dem Wochen- und dem Tages-Chart kräftig an. Die Paarung könnte noch weiter ansteigen und auf Widerstand bei der vorherigen Trendlinie des Januar-Mai-Aufschwungs stoßen, der bei 1,4730 liegt. Dieser Wert ist insofern von Wichtigkeit, da er mit den Tiefs von Ende April bis Anfang Mai übereinstimmt. Ein weiterer Aufschwung könnte sich am Mai-Hoch von 1,4940 versuchen, während sich bei einem Abschwung Unterstützung beim Freitags-Tief von 1,4450 findet, gefolgt vom 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4390.

GBP/USD

Das Pfund Sterling zeigt zum Dollar leichte Anzeichen von Schwäche da der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart rückläufig ist und die Paarung die Woche nicht oberhalb des Widerstandswerts von 1,6515 schließen konnte. Eine Bewegung darüber hinaus würde sich dann am April-Hoch von 1,6745 versuchen, gefolgt vom Hoch von 2009 bei 1,0755. Andererseits dürfte sich Unterstützung beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6310 finden, sowie bei der steigenden Trendlinie vom Mai-Tief von 2010 bei 1,6150. Ein Durchbruch hier könnte das Mai-Tief von 2011 bei 1,6055 offen legen.

USD/JPY

Der Yen zeigt sich wieder von der starken Seite, und es sieht aus, als würde sich die Paarung am Post-Interventions-Tief von Anfang Mai bei 79,56 versuchen. Ein Durchbruch dieses Werts zeigt das Pre-Interventions-Tief von 76,11, da sich auf den Charts keine bedeutsamen Unterstützungswerte finden. Andererseits findet sich Widerstand bei 81,75, gefolgt vom Mai-Hoch von 82,15.

USD/CHF

Mit einem neuen Hoch für den Schweizer Franken handelt die USD/CHF-Paarung bei 0,8326. Rückläufigkeit beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart deutet auf einen möglichen weiteren Abschwung bei dieser Paarung hin. Händlern bietet sich die Gelegenheit bei einem solchen Abschwung einzusteigen. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 0,8550, gefolgt von der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8770.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Nachdem sie vom Mai-Hoch abgesunken war und vom 61,8% Wert der Februar-Mai-Bewegung zurückgeführt wurde ist diese Paarung den fünften Tag infolge kräftig angestiegen. Das Momentum hat sich ins Gegenteil gekehrt und so sollten Forex Händler in Erwägung ziehen beim Mai-Hoch von 0,9040 zu kaufen. Unterstützung findet sich bei 0,8845.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:40 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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