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Tuesday, 5 Jul 2011
Nachfrage nach US Dollar kann sich aufgrund des Safe-Hafen-Anreizes verstärken
Beim asiatischen Handel verzeichnete der US Dollar Kursanstiege zu den anderen Haupt-Währungen. Die verkürzte Handelswoche könnte sich als kritisch für die Fortsetzung der Risikobereitschaft erweisen, die vergangene Woche durch die Verabschiedung des griechischen Sparhaushalts und die besser als erwarteten ISM Daten ausgelöst wurde. Laut einem Artikel der Financial Times zeigt sich scharfer Gegenwind bereits dadurch, dass S&P die Verlängerung des griechischen Schuldenplans ablehnt und dass es bei einigen Rohstoffen zu Preiseinbrüchen gekommen ist.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4701 | 1.6261 | 81.48 | 0.8560 | 1.0890 | 0.9161 |
| 1.4618 | 1.6175 | 81.11 | 0.8519 | 1.0816 | 0.9098 | |
| 1.4577 | 1.6125 | 80.94 | 0.8496 | 1.0772 | 0.9067 | |
| Support | 1.4495 | 1.6039 | 80.57 | 0.8456 | 1.0698 | 0.9004 |
| 1.4453 | 1.6003 | 80.36 | 0.8439 | 1.0667 | 0.8973 | |
| 1.4371 | 1.5917 | 79.99 | 0.8398 | 1.0593 | 0.8910 |
Wirtschafts News
USD - Nachfrage nach US Dollar kann sich aufgrund des Safe-Hafen-Anreizes verstärken
Nach dem gestrigen Feiertag in den USA (Unabhängigkeitstag) beginnen die Demokraten und die Republikaner eine Debatte über die US Schuldenlage. Die beiden Parteien sind sich uneins darüber, inwieweit die derzeitige Schuldengrenze von $ 14,3 Bio. Angehoben werden soll. Die Republikaner halten standhaft an ihrer Ablehnung von Steuererhöhungen fest, es sei denn das Anheben der Schuldengrenze geht Hand in Hand mit Ausgabenkürzungen. Eine vorübergehende Lösung ließe sich finden, sollte man sich auf eine niedrigere als erhoffte Schuldengrenze einigen können und auf Ausgabenkürzungen die die Parteien zuvor schon vereinbart hatten. Das Könnte dem Kongress die Möglichkeit geben die Entscheidung zu vertagen und sich des Themas erst nach der nächsten Wahl anzunehmen. Die Rating-Agentur Fitch hat bereits verlauten lassen, dass sie das AAA Kredit-Rating für die USA herabsetzen werde, sollte man den Stichtag 2. August für eine Kreditrückzahlungsrate nicht einhalten können.
Der besser als erwartete ISM-Einkaufsmanagerindex vom vergangenen Freitag kurbelte die Risikobereitschaft an den Devisenmärkten an während gleichzeitig der USD an Reiz verlor. Allerdings stehen die Märkte in einem heftigen Gegenwind in Form von Griechenland, einem raschen Preisrückgang bei Rohstoffen wie Mais und Weizen, sowie einem Aufschwung an den US Aktienmärkten mit merklich schwächerem Volumen in der vergangenen Woche. Das könnte den USD aufgrund seines Safe-Hafen-Status für Händler attraktiver machen. Da beim heutigen asiatischen Handel der Aufschwung der EUR/USD-Paarung auf dem Höhepunkt ihres Konsolidierungsmusters zum Stillstand gekommen ist, fragt man sich, ob der Dollar wohl einen Tiefstand erreicht hat.
EUR - S&P sagt Nein zur Verlängerung des griechischen Schuldenplans
Genauso schnell wie EU Offizielle geglaubt haben sie hätten sich des Problems Griechenland entledigt, wurden sie von Rating-Agenturen wieder mit ihm konfrontiert. Am frühen Morgen gaben S&P bekannt, dass die von Frankreich angeführte Verlängerung des griechischen Schuldenplans als ein neuerlicher Kredit betrachtet werde, der EU Offizielle veranlassen sollte das ganze noch mal neu zu bedenken.
In der Bekanntgabe am gestrigen Morgen gab S&P bekannt, man würde beide französischen Banking-Vorschläge als „selektiven Zahlungsverzug“ betrachten. Die Sichtweise von S&P ist entmutigend, da sie die erste von den drei Haupt-Rating-Agenturen ist, die sich zu dem Verlängerungsplan äußern. S&P ist der Ansicht, beide Vorschläge würden Inhabern griechischer Schuldverschreibungen geringere Renditen gewähren, als unter der ursprünglichen Schuldenregelung erwartet. Laut EZB Richtlinien darf die Europäische Zentralbank nach einem Zahlungsverzug griechische Schuldverschreibungen nicht als Sicherheit im Austausch für EZB Liquidität verwenden. Obwohl die Maßnahme von S&P sich zweifelsohne negativ auf den Euro auswirkt, verzeichnete die 17-Nationen-Währung einen Rückgang nach seinem frühen Hoch zum Dollar, konnte sich allerdings über dem Wert von 1,4500 halten. Vielleicht lag das aber auch an den Erwartungen für eine Leitzinsanhebung durch die EZB noch in dieser Woche. Erster Widerstand findet sich an der Spitze des Konsolidierungsmusters bei 1,4520, wobei ein Handelsschluss über diesem Wert wahrscheinlich 1,4700 zum Ziel haben dürfte. Andererseits ist der Wert von 1,4440 vom Hoch vom 22. Juni erste Unterstützung, gefolgt vom unteren Wert des Konsolidierungsmusters bei 1,4130.
AUD - RBA hält am Leitzinssatz fest während AUD Kurs sinkt
Übereinstimmend mit allgemeinen Prognosen hält die Reserve Bank of Australia an seinem Leitzinssatz von 4,75% fest. Allerdings verzeichnete der australische Dollar einen Kursrückgang da die RBA sich hinsichtlich der australischen Konjunkturaussichten negativer als erwartet äußerte und eine Leitzinsanhebung in nächster Zeit sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt. Nach der Leitzinsentscheidung sank der Kurs des AUD sowohl zum Dollar als auch zum Yen. Die negativen Konjunkturaussichten für die australische Wirtschaft sind angesichts der 0,6% Schrumpfung der Einzelhandelsumsätze im Mai keine große Überraschung. Die Leitzinsentscheidung überschattete allerdings die besser als erwarteten Daten der Handelsbilanz, die für den Monat Mai eine Zunahme des Handelsüberschusses aufgrund eines 3%igen Exportanstiegs aufwiesen.
Gerüchte über eine mögliche Anhebung des chinesischen Leitzinssatzes wirkten sich ebenfalls auf den Kurs des AUD aus. Äußerungen seitens der Peoples Bank of China deuteten darauf hin, dass der inflationäre Druck ansteigt, während die chinesische Wirtschaft weiter expandiert. Obwohl der schwächer als erwartete Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe vom vergangenen Freitag die Wachstumserwartungen nicht zu Fall bringen konnte, hat das Gerede über eine mögliche Bauchlandung der chinesischen Wirtschaft zugenommen.
Rohöl - OFTC Daten deuten auf Rückgang beim Rohöl hin
Der Rohölpreis blieb zum Preis von Freitag relativ unverändert, da viele Marktteilnehmer wegen des Feiertags zum 4. Juli in den USA nicht am Marktgeschehen teilnahmen. Es werden diese Woche jedoch verschiedene wichtige Wirtschaftspublikationen erwartet, die die nächsten Bewegungen beim Rohölpreis bestimmen dürften. Der Arbeitsmarktbericht am Freitag dürfte sich dabei als wichtigster Bericht für Ölhändler erweisen, da die Beschäftigungslage in den USA weiterhin trübe ist und gegenüber vorigen Berichten nicht mit einer dramatischen Verbesserung zu rechnen ist.
Ölhändler sollten sich über einen fortgesetzten Rückgang bei den Kauf-Positionen der NYMEX Öl-Terminkontrakte bewusst sein, wie in dem jüngsten Bericht des CFTC Commitment of Traders nachgewiesen. Obwohl der Markt weiterhin kauflastig ist haben Verkäufe zugenommen, obwohl die Bestände, seit sie Mitte Mai ihren Höchststand erreicht hatten, stetig abgenommen. All das deutet auf einen weiteren Rückgang beim Rohölpreis hin.
Technische News
EUR/USD
Das zinsbullische Muster auf dem Wochen-Chart verheißt nichts Gutes für weitere Kursgewinne dieser Paarung. Zusammen mit dem Anstieg des Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Tages-Chart spricht allerdings vieles dafür, dass es zu Kursgewinnen bei der EUR/USD-Paarung kommen wird. Der erste Widerstandswert der Paarung findet sich bei 1,4700 vom Juni-Hoch, wohingegen bei einem Anstieg darüber hinaus die Paarung beim Mai-Hoch von 1,4940 unter Verkaufsdruck geraten könnte. Andererseits dürfte sich der obere Grenzwert des Dreiecks-Konsolidierungsmusters bei 1,4515 als unterstützend erweisen, und zusätzliche Unterstützung findet sich bei 1,4440 und dem unteren Winkel des Dreiecks, der bei 1,4125 liegt.
GBP/USD
Das Monats-Chart zeigt einen möglichen Abschwung beim Pfund Sterling. Ein rückläufiger Stochastic deutet auf weitere Kursverluste bei dieser Paarung hin. Händler sollten darauf achten, ob die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5650 absinkt, einem Wert, der langfristige Unterstützung bietet. Der 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt liegt nahe diesem Wert, allerdings ist viel wichtiger, dass dieser Wert auch der fallenden Trendlinie von den Hochs 2007/2008 entspricht und das Pfund Sterling in diesem Bereich einen technischen Aufschwung erfahren könnte. Diesem Wert kommt weitere Bedeutung zu, da er mit den Tiefs von Oktober 2010 auf dem Tages-Chart übereinstimmt. Andererseits findet sich Widerstand bei 1,6150, dem Spitzenwert des derzeitigen Konsolidierungsmusters, sowie der vorigen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6280.
USD/JPY
Auf dem Tages-Chart hat sich ein Dreiecks-Konsolidierungsmuster gebildet, dessen Schenkel aus dem Mai-Hoch und dem Juni-Tief bestehen. Dem langfristigen Trend nach zu urteilen dürfte die USD/JPY-Paarung nach unten durchbrechen, wo sich Unterstützung bei 80,25 findet. Bei einem Durchbruch hier wird sich die Paarung sehr wahrscheinlich bei den Werten von 79,70 und 79,55 versuchen. Allerdings könnte es auch zu einer Aufwärtsbewegung kommen, und ein Durchbruch über dem ursprünglichen Widerstandswert von 81,10 könnte 81,75 zum Ziel haben.
USD/CHF
Nachdem ein Basiswert von 0,8300 gebildet wurde versuchte sich die Paarung an seiner fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch, welches bei 0,8535 liegt, nicht weit vom Widerstandswert von 0,8550. Weiterer Widerstand erwartet die Paarung beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung sich in Richtung des Tiefs von Mitte Mai bei 0,8750 entwickeln.
Die Wild-Card
Rohöl
Nach einer 38% Rückführung der Bewegung von Mitte April 2009 bis April 2011 erfuhr der Rohölpreis einen Aufschwung zu einem technischen Wert, der bei $ 88,75 pro Barrel liegt. Der rückläufige Stochastic auf dem Wochen- und Tages-Chart deutet allerdings auf einen weiteren Abschwung bei diesem Rohstoff hin. Forex-Händler sollten sich das Tief von Mitte Februar nahe $ 84 zum Ziel setzen. Das würde mit der 38% Rückführung des Tiefs von 2009 sowie der steigenden Trendlinie vom Tief in 2010 übereinstimmen.
forex
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| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
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| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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