close
| |

Wednesday, 16 Nov 2011

Nachlassende europäische Anleihemärkte setzen EUR unter Druck

Die Stimmungslage in Europa verschlechtert sich während spanische und italienische Staatsanleihen weiterhin unter Druck sind. Sowohl der USD als auch deutsche Anleihen zeigen sich in diesem Handelsumfeld von ihrer besten Seite während Rohstoffe generell abwärts tendieren. Eine Ausnahme bildet hier das Rohöl, dessen Preis sich an dem psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel versucht.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownnodowndown
Wochentendenzdowndowndownupupup
Resistance1.38601.645079.300.94501.07500.8830
1.36501.610077.85 0.93301.04500.8655
1.34801.585077.500.93101.03400.8600
Support1.34101.571576.80 0.9080 1.00500.8485
1.32501.568076.10 0.87600.99250.8360
1.31451.527075.630.85700.98600.8285

Wirtschafts News

USD - US Wirtschaft weiterhin im Aufschwung

Die gestrigen Wirtschaftsdaten zeigen, dass sich die US Wirtschaft weiter im Aufschwung befindet. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 0,5% gegenüber einer Erwartung von 0,3%. Der Anstieg der Kernrate der Einzelhandelsumsätze um 0,6% im Oktober gegenüber der Analysten-Prognose von 0,5% erwies sich ebenfalls als positiv für die US Wirtschaft. Auch lässt der regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York auf weiteres Wachstum schließen.

Die aus der gestrigen Wirtschaftsdatenmenge herausragende Einzelinformation ist der größer als erwartete Rückgang bei den Erzeugerpreisen. Der Erzeugerpreisindex für den Monat Oktober fiel um 0,3%. Allgemein hatte man mit einem Rückgang um nur 0,1% gerechnet. Wie der US Notenbankchef Ben Bernanke bei verschieden Gelegenheiten geäußert hat gibt das Nachlassen inflationären Drucks zu Bedenken Anlass. Das lässt die heutige Bekanntgabe des Verbraucherpreisindexes umso wichtiger erscheinen. Sollte der Verbraucherpreisindex einen Rückgang bei den Inflationszahlen aufweisen, könnte das dem Argument der US Notenbank (Fed) einer deflationären Bedrohung Nahrung verleihen und die Wahrscheinlichkeit verstärken, dass die Fed zu weiteren geldmarktpolitischen Lockerungsmaßnahmen greifen wird (QE3). Eine solche Maßnahme dürfte sehr wahrscheinlich den Kurs des USD zu den anderen Haupt-Währungen schwächen.

EUR - Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage in Europa zeigen die Märkte Anzeichen von Stress

Etliche Indikatoren deuten auf erhöhte Spannungswerte an den Finanzmärkten hin. Die Rendite für italienische 10-Jahres-Staatsanleihen liegt wieder nahe dem gefährlichen Wert von 7%. Spanische 10-Jahres-Staatsanleihen liegen ebenfalls weit über 6%. Zudem ist der Spread zwischen deutschen 10-Jahres-Anlagen und ihren französischen Equivalenten um 185 Basispunkte in die Höhe geschossen. Das zeigt, dass der Stress nicht nur bei den Staatsanleihen der Randstaaten gespürt wird sondern auch im Herzen Europas. Zur Anspannung am europäischen Anleihemarkt trug auch das Gerede über erhöhte Sicherheitsleistungsanforderungen bei spanischen Staatsanleihen bei. Vergangene Woche führten solche Anforderungen für italienische Anleihen zu massenhaften Verkäufen solcher Positionen, was den Verkaufsdruck auf den EUR erhöhte.

Wirtschaftliche Probleme machen sich auch in der Eurozone breit. Daten vom Montag belegen, dass sowohl die französische wie auch die deutsche Wirtschaft mäßig expandieren. Allerdings sinkt die wirtschaftliche Stimmungslage, da die deutschen ZEW Konjunkturerwartungen auf -55,2 gefallen sind, den niedrigsten Wert für diese Erhebung seit dem Herbst 2008.

Die Kombination finanzieller Probleme und nachlassender Wirtschaft verheißen nicht Gutes für den EUR, so dass weitere Rückgänge bei der 17-Nationen-Währung zu erwarten sind. Kurzfristige Unterstützung findet sich nach wie vor bei 1,3480, dem Tief vom 10. November, wobei ein Durchbruch hier die Tür zum Oktober-Tief von 1,3150 öffnen dürfte. Widerstand findet sich nahe dem Montags-Hoch von 1,3800.

JPY - Seitens der BoJ werden keine Veränderungen erwartet

Die Bank of Japan beschließt ihre zweitägige Strategiebesprechung ohne dass ein Kurswechsel erwartet wird. Angesichts der im Oktober durch die BoJ beschlossenen geldmarktpolitischen Lockerungsmaßnahmen, mit Anhebung seines Anlagen-Aufkauf-Programms und den besser als erwarteten Bruttoinlandsproduktzahlen des 3. Quartals, wird die BoJ sehr wahrscheinlich fortfahren die japanische Wirtschaft zu unterstützen und gegen die Stärke des JPY anzugehen.

Der JPY verzeichnet weiterhin Kursanstiege zum USD und den anderen Währungen, während Händler sich angesichts der europäischen Schuldenkrise nach Safe-Hafen umsehen. Die jüngsten COT IMM Daten zeigten eine spektakuläre Zunahme ihrer JPY Long-Positionen zum USD, trotz der Gefahr einer Intervention durch das japanische Finanzministerium. Unterstützung für die USD/JPY-Paarung findet sich beim Montags-Tief von 76,80, gefolgt vom Allzeit-Tief von 75,55. Widerstand findet sich beim Montags-Hoch von 77,50.

Rohöl - Trotz stärker werdendem USD steigt der Rohölpreis an

Trotz Kursgewinnen beim USD konnte der Rohölpreis gestern ansteigen. Auslöser für diesen Anstieg waren die positiven Wirtschaftsdaten aus den USA. Sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch der regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York lagen über den übereinstimmenden Prognosen. Ein weiterer Impuls für Gewinne bei Rohstoffen dürfte in den Erwartungen für neuerliche geldmarktpolitische Maßnahmen der US Notenbank (QE3) zu finden sein. Seit seinem Tiefstand im Oktober ist der Rohölpreis um fast 33% gestiegen. Rechnet der Rohölmarkt vielleicht mit einer verbesserten US Konjunktur?

Es ist recht selten, dass der Rohölpreis steigt wenn gleichzeitig der USD an Stärke zulegt, da gemeinhin eine negative Korrelation zwischen den beiden Anlagewerten besteht. Händler sollten den psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel im Auge behalten. Rohöl wurde seit Juli nicht zu einem so hohen Preis gehandelt. Weitere technische Analysen finden Sie im Wild Card Bereich der heutigen FOREXYARD Tagesanalyse.

Technische News

EUR/USD

Die Belastbarkeit des EUR ließ viele Händler die Strategie verfolgen die EUR/USD-Paarung immer dann zu verkaufen wenn eine Markterholung vorlag. Der Haupt-Widerstandswert liegt bei 1,3860, dem Konsolidierungswert von Anfang November. Dieser Wert entspricht auch der 50% Rückführung des Abwärtstrends von Ende Oktober bis Anfang November (1,4246 - 1,3483). Bei einer Annäherung an diesen Schlüsselwert könnte die Paarung unter Verkaufsdruck geraten. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und Wochen-Chart deutet weiterhin abwärts, und erste Unterstützung dürfte sich bei 1,3650 finden, gefolgt vom Tief der vergangenen Woche bei 1,3480. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4105.

GBP/USD

Das Pfund Sterling ist unter Verkaufsdruck geraten und nähert sich dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140. Dieser Bewegungsdurchschnitt liegt knapp über einer ansteigenden Flaggen-Formation auf dem Tages-Chart. Die Unterstützungslinie auf den Charts sinkt unter das Tief vom 26. Oktober und weist eine potentielle maßvolle Bewegung um 480 Pips auf, die das August-Hoch von 1,6615 als vorteilhaftes Ziel erscheinen lässt. Sollte es der Paarung nicht gelingen aus diesem Konsolidierungsmuster auszubrechen, dürfte sich Unterstützung bei 1,5850 und bei 1,5680 finden.

USD/JPY

Nach einem Zeitraum relativer Unbeweglichkeit hat der Yen wieder an Stärke zugelegt. Die USD/JPY-Paarung dürfte Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 76,96 finden, gleichwohl diese Einbahnstraßenbewegung auf weitere Kursrückgänge bei dem Paar hindeutet. Zusätzliche Unterstützung dürfte sich bei 76,10 finden, dem unteren Grenzwert der Konsolidierung vom September, mit einer finalen Zielsetzung von zumindest dem Rekordtief von 75,63. Widerstand dürfte sich beim September-Hoch von 77,85 finden, während der langfristige Abwärtstrend vom Hoch in 2007 bei 79,30 liegt.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung konnte zwar einen Durchbruch verzeichnen, war jedoch nicht in der Lage erheblich über den Widerstandswert vom 20. Oktober von 0,9080 anzusteigen. Ein neuerlicher Anstieg dürfte wahrscheinlich das Oktober-Hoch von 0,9310 zum Ziel haben. Händler sollten auch ein Auge auf den 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt halten, der bei 0,9450 liegt. Erste Unterstützung findet sich nahe 0,8950, gefolgt vom November-Tief von 0,8760.

Die Wild-Card

Rohöl

Seit seinem Tiefstand im Oktober ist der Rohölpreis um nahezu 33% angestiegen und stoppte den Anstieg knapp vor dem psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel. Forex-Händler sollten beachten, dass diesem Preis zusätzliche Bedeutung zukommt, da er nahe der 61% Fibonacci Rückführung ($ 99,50) liegt, die von der Abwärtsbewegung vom Mai-Hoch zum Oktober-Tief abstammt. Widerstand findet sich bei $ 103,40 und $ 104,50 von der Mitte Mai Konsolidierung. Unterstützung findet sich wieder bei $ 94,50 von dem Oktober-Hoch. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:41 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen