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Thursday, 26 Jan 2012

Negative japanische Wirtschaftsnachrichten versetzen Yen in Abschwung

Die Nachricht, dass Japan zum ersten Mal seit über 30 Jahren ein Handelsbilanzdefizit verzeichnete, versetzte beim gestrigen Handel den JPY kräftig in Abschwung. Die USD/JPY-Paarung stieg um weit über 100 Pips bis über den Wert von 78,00. Derweil konnte die EUR/JPY-Paarung ihre Aufwärtstendenz ausweiten, bevor gegen Ende des europäischen Handels eine Abwärtskorrektur einsetzte. Heute dürfte eine ganze Reihe von US Wirtschaftsnachrichten für Volatilität an den Märkten sorgen. Händler sollten besonderes Augenmerk auf den Bericht über die US Anträge auf Arbeitslosenunterstützung legen, da dieser ein wichtiger Gradmesser für die Erholung der US Wirtschaft ist.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupupdownupup
Resistance1.32001.574078.450.92951.07050.8455
1.31801.572078.250.92751.06850.8435
1.31501.569077.950.92451.06550.8405
Support1.30901.563077.350.91851.05950.8345
1.30601.560077.050.91551.05650.8315
1.30301.558076.850.91351.05450.8295

Wirtschafts News

USD - EU Wirtschaftsnachrichten versetzen USD in Aufwärtstendenz

Nach den negativen Wirtschaftsnachrichten aus Japan und aus der Eurozone verzeichnete der US Dollar gestern einen ganz besonders starken Tag. Die Nachricht, dass Japan zum ersten Mal seit 1980 ein Handelsbilanzdefizit verzeichnete, ließ die USD/JPY-Paarung den Tag über um mehr als 100 Pips ansteigen. Allerdings sorgten neuerliche Bedenken hinsichtlich der griechischen Staatsschulden für einen Abschwung der EUR/USD-Paarung, was praktisch alle Kursgewinne vom Anfang der Woche auslöschte.

Derweil wurde die Nachricht, dass die US Notenbank den Leitzinssatz bis Anfang 2014 wahrscheinlich nicht anheben wird, von Investoren größtenteils gelassen hingenommen. Der Dollar fand in letzter Zeit erhebliche Unterstützung, größtenteils aufgrund der negativen internationalen Indikatoren. Investoren sehen im USD nach wie vor eine Safe-Hafen-Anlage. Da sich die Eurozone weiterhin in einem recht gebrechlichen Zustand befindet, können Händler darauf rechnen, dass der US Dollar sich auch in nächster Zeit um seinen derzeitigen Wert bewegt.

Heute dürfte eine ganze Reihe von US Wirtschaftsnachrichten für Volatilität an den Märkten sorgen. Händler sollten besonderes Augenmerk auf den wöchentlichen Bericht über die US Anträge auf Arbeitslosenunterstützung und den Bericht über Verkäufe von Hausneubauten legen, um daraus Hinweise auf den Stand der konjunkturellen Erholung der USA ablesen zu können. Da für beide Indikatoren positive Ergebnisse prognostiziert werden, dürfte der Dollar in der Lage sein seine derzeitige Aufwärtstendenz auszuweiten, während wir uns langsam dem Wochenschluss nähern.

EUR - EUR verliert seine Kursgewinne zum USD

Der EUR verlor beim gestrigen Handel die meisten seiner jüngsten Kursgewinne zum US Dollar, als negative Nachrichten aus Griechenland Investoren wieder einmal in die Sicherheit von Safe-Hafen-Anlagen trieben. Die Unfähigkeit Griechenlands, sich mit seinen Gläubigern auf einen Schuldenschnitt zu einigen, überschattete die ansonsten positiven Wirtschaftsindikatoren aus der Eurozone. So sank die EUR/USD-Paarung wieder einmal unter den Wert von 1,3000, und Analysten geben zu bedenken, dass es für die Paarung schwer werden wird in nächster Zeit den Widerstandswert von 1,3080 zu durchbrechen.

Heute sollten Händler wieder einmal auf Bekanntgaben aus der Eurozone hinsichtlich der griechischen Schuldensituation achten. Zudem könnten Nachrichten aus Portugal, welches allgemein als das Land betrachtet wird, welches nach Griechenland am ehesten in Zahlungsverzug geraten dürfte, die Euro-Paarungen beeinflussen. US Wirtschaftsnachrichten dürften ebenfalls für Volatilität an den Märkten sorgen, wobei die EUR/USD-Paarung wahrscheinlich am meisten von den wöchentlichen Daten der US Anträge auf Arbeitslosenunterstützung beeinflusst werden wird.

JPY - Japanisches Handelsdefizit sorgt für Rückläufigkeit beim JPY

Investoren wandten sich beim gestrigen Handel größtenteils von JPY ab, nachdem Japan zum ersten Mal seit über 30 Jahren ein Handelsbilanzdefizit verzeichnete. Gestiegene Nachfrage nach japanischen Exporten spielte beim Verkauf des Yen eine entscheidende Rolle. Die Frage danach, wie lange das Land wohl in der Lage sein wird seine großen Staatsschulden zu erhalten, verursachte ebenfalls einen Abschwung der Währung. Während die USD/JPY-Paarung über den Wert von 78,00 anstieg, näherte sich die EUR/JPY-Paarung beim europäischen Handel dem Wert von 102,00, bevor dann eine leichte Umkehr einsetzte.

Für heute wird keine bedeutsame Erholung des Yen vorausgesagt. Gleichwohl Japans Status als Gläubiger-Staat momentan nicht gefährdet ist, bedarf es doch eines erheblichen Politikwandels, um sich der derzeitigen Situation anzunehmen. In der Zwischenzeit scheint sich am Horizont ein rückläufiger Yen abzuzeichnen.

Rohöl - Weltweite Wirtschaftsnachrichten lassen Rohölpreis weiter sinken

Der Rohölpreis setzte gestern seinen Abschwung fort, nachdem negative Wirtschaftsdaten aus Europa und Japan dafür sorgten, dass Investoren sich Safe-Hafen-Anlagen, wie dem US Dollar, zuwandten. Normalerweise sinkt der Preis riskanterer Anlagewerte, wie dem Rohöl, wenn der Kurs des USD steigt und Rohstoffe für internationale Investoren weniger erschwinglich werden. Folglich sank der Rohölpreis beim europäischen Handel unter den Wert von $ 98 pro Barrel.

Heute sollten Händler ihre Aufmerksamkeit auf die vielfältigen US Wirtschaftsnachrichten legen, die die USD-Paarungen beeinflussen könnten. Sollten einige Daten unter den Erwartungen liegen, könnte das in einer Abwärtstendenz des Dollar resultieren, was wiederum sehr wahrscheinlich den Rohölpreis unterstützen würde, während wir uns dem Handelsschluss zum Wochenende nähern.

Technische News

EUR/USD

Die technischen Indikatoren zeigen, dass sich diese Paarung im überverkauften Bereich bewegt und dass eine Abwärtskorrektur stattfinden dürfte. Der Williams Percent Range auf dem Tages-Chart hat den Wert von -20 erreicht, was darauf hindeutet, dass ein Durchbruch nach unten erfolgen könnte. Händler dürften in Erwägung ziehen bei dieser Paarung eine Short-Position einzunehmen.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass demnächst eine Abwärtskorrektur stattfinden dürfte. Zudem ist der Williams Percent Range auf den gleichen Chart weit über den Wert von -20 angestiegen und weist nun abwärts. Zu verkaufen dürfte sich als kluge Vorgehensweise herausstellen.

USD/JPY

Nach dem Anstieg, den diese Paarung beim jüngsten Handel verzeichnen konnte, deuten die technischen Indikatoren nunmehr darauf hin, dass in naher Zukunft eine Abwärtskorrektur erfolgen könnte. Der relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart bewegt sich bereits tief im überkauften Bereich, während sich beim Slow Stochastic ein rückläufiger Cross gebildet hat. Eine Short-Position einzunehmen dürfte die bevorzugte Vorgehensweise sein.

USD/CHF

Die meisten technischen Indikatoren zeigen, dass diese Paarung dem Range-Trading unterliegt, was bedeutet, dass momentan keine klare Ausrichtung ersichtlich ist. Händler sollten ihre Aufmerksamkeit auf die technischen Indikatoren auf dem Tages-Chart richten, da sich dort wahrscheinlich in nächster Zeit ein besseres Bild abzeichnen dürfte. Es wird empfohlen bei dieser Paarung eine abwartende Haltung einzunehmen.

Die Wild-Card

NASDAQ 100

Nach der gleichmäßigen Aufwärtstendenz, den der NASDAQ in den vergangenen Tagen verzeichnen konnte, zeigen die technischen Indikatoren nun, dass demnächst eine rückläufige Korrektur einsetzen dürfte. Sowohl der Williams Percent Range als auch der Relative Strength Index auf dem Tages-Chart sind in den überkauften Bereich abgedriftet. Forex-Händler dürften in Erwägung ziehen, noch vor einer Abwärtskorrektur, eine Short-Position einzunehmen. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:41 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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