close
| |

Tuesday, 5 Aug 2008

Neue Rekordhöhen für den USD vor anstehender FOMC-Erklärung

EUR/USD nähert sich einem 6-Wochen-Tief und erreichte die 1,5515-Marke, konnte jedoch das Momentum, angesichts der anstehenden Erklärung des FOMC, bei der es unter anderem um den Leitzins Federal Funds Rate geht, nicht halten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdownup
Wochentendenzdowndownupupdownno
Resistance1.56101.9680108.951.05950.93250.8000
1.55901.9660108.751.05750.93050.7980
1.55601.9630108.451.05350.92750.7950
Support1.55001.9570107.851.04750.92150.7890
1.54701.9540107.551.04450.91850.7860
1.54501.9520107.351.04250.91650.7840

Wirtschafts News

USD - US-Notenbank wird die Zinssätze voraussichtlich unverändert lassen

Gestern konnte der Dollar einen Aufwärtstrend gegenüber den meisten seiner Währungsgegner verzeichnen, nur dem EUR gegenüber gelang es ihm nicht im Wesentlichen an Wert zu gewinnen. Das oft gehandelte Währungspaar kam somit einem Rekordtief der letzten sechs Wochen näher und erreichte die 1,5515-Marke, konnte dieses Momentum jedoch nicht halten. Der GBP verlor ca. 150 Pips gegen den USD. Dieses Paar fiel auf die 1,9599-Marke zurück.


Die Erholung des USD hatte ihren Ursprung sowohl in positiv geprägten Wirtschaftsdaten, die aus den USA veröffentlicht wurden, sowie stürzenden Ölpreisen, die unter $120 pro Barrel fielen. Dies ist der tiefste Stand für den Rohstoff innerhalb der letzten drei Monate. Die Kernrate der privaten Konsumausgaben (PCE), die die persönlichen Ausgaben der US-Bürger misst (ohne Lebensmittel und Energie), stieg um 0,3% im Juni an, erwartet wurde ein Anstieg um 0,2%. Auch die US-Verbraucherausgaben für Juni fielen besser als prognostiziert aus und stiegen um 0,6% an. Schlussendlich wiesen sogar die Auftragseingänge der Industrie (Factory Orders) positive Daten aus, die um 1,7% zulegten, wieder einmal ausgelöst von den erhöhten Lebensmittel- und Energiepreisen. Für diesen Index wurde ein Anstieg von nur 0,7% erwartet.


Der USD blieb gegenüber dem EUR stabil, was überwiegend auf das Abwarten der Anleger zurück zu führen ist, die vorerst die Entscheidung zu den Zinssätzen zusehen wollen. Dieser Beschluss wird heute von der US-Notenbank sowie am Donnerstag von der EZB getroffen werden. Nach dem jüngsten Anstieg des USD, der gegenüber dem EUR ein Rekordhoch innerhalb der letzten fünf Wochen verzeichnen konnte, bleiben die Anleger eher vorsichtig in Bezug auf das Währungspaar EUR/ USD und halten sich derzeit zurück.


Für heute stehen auf dem US-amerikanischen Wirtschaftkalender folgende Veröffentlichungen an: Für den ISM-Index (basierend auf einer monatlichen Umfrage des „Institute for Supply Management“ bei Einkaufsmanagern) erwarten Experten einen Anstieg von 48,2 auf 48,6. Sollten die ISM-Zahlen die 50-Marke überwinden, könnte dies dem USD eine deutliche Preiserhöhung bringen. Um 18:15 GMT wird das FOMC (Federal Open Market Committee) eine Erklärung abgeben, bei der es unter anderem um den Leitzins „Federal Funds Rate“ geht. Dieser soll nach wie vor bei 2,00% verbleiben - es gibt keine gegenteiligen Anzeichen. Nach dieser Erklärung werden die Märkte voraussichtlich größeren Kursschwankungen ausgesetzt sein. Jegliche Wendung der Prognosen wird der US-Notenbank noch mehr Einfluss als gewöhnlich verleihen, und eine zinsbullisch geprägt Ansprache könnte einen weiteren Aufwärtstrend des Dollars in Bewegung setzen. Somit würde das EUR/USD-Paar neue Tiefstände erproben.

EUR - Monatliche Einzelhandelsumsätze könnten EUR weiter drücken

Am gestrigen Handelstag erfuhr der EUR eine Aufwärtstendenz gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Der bemerkenswerteste Anstieg war der gegen den JPY. Das Paar stieg bei einem Zugewinn von 140 Pips bis auf die 168,80-Marke an.


Lediglich zwei Wirtschaftszahlen wurden gestern aus der Eurozone veröffentlicht. Der Sentix Investor Confidence, der das Anlegervertrauen in die Wirtschaft der Eurozone misst, fiel auf -15,3 im August von vorangegangenen -9.3 im Juli. Damit erreichte der Index seinen Tiefstand seit Juli 2003 und setzte den derzeitigen Trend negativer Wirtschaftsdaten aus der Eurozone fort. Der europäische Erzeugerpreisindex änderte sein Momentum ein wenig und stieg im Monat Juni, verglichen mit dem Vormonat Mai, um 0,9% an. Im Vergleich zur Vorjahresmessung in 2007 steigerte er sich um 0,8%. Diese Entwicklung konnte den EUR etwas anschieben. Dessen ungeachtet, scheint der EUR dem USD gegenüber zu stagnieren, da diese gestern veröffentlichten Daten für Anleger nur von zweitrangiger Bedeutung waren. Alle warten die Entscheidung der EZB ab, die sich im späteren Wochenverlauf zu den aktuellen Zinssätzen äußern wird.


Für heute stellt der wichtigste zu veröffentlichende Indikator die Zahlen der Einzelhandelsumsätze dar, die laut Experten um 0,6% fallen sollen. Ein Fortbestehen negativer Wirtschaftsdaten aus der Eurozone wird den EUR auf lange Sicht gegenüber dem USD weiterhin schwächen. Das wohl richtungsweisendste Ereignis für das EUR/USD-Paar am heutigen Handelstag wird die Ansprache der US-Notenbank bezüglich der US-Zinssätze sein. Hier bietet sich Anlegern eine gute Gelegenheit, von einer drastischen Preisbewegung zu profitieren, die sich binnen kurzer Zeit nach der Erklärung einstellen könnte.

JPY - Fallende Aktienmärkte in Japan schwächen den JPY

Gestern ergab sich für den JPY ein Tag voller Abwärtstendenzen. Gegenüber dem EUR und dem USD verlor er stark an Boden. Dabei erreichte der Yen gegenüber dem USD seinen Tiefstand innerhalb der letzten sieben Wochen.


Der einzige Indikator, der gestern aus Japan veröffentlicht wurde, war die jährliche Geldbasis Monetary Base, die im Vergleich zur Vorjahreserhebung um 0,7% auf 87,85 Billionen Yen im Juli abfiel. Diese Zahl war die erste rückläufige innerhalb von zwei Monaten und trug weiter zum aktuellen Rückgang des JPY bei. Jüngsten Berichten zufolge, soll die Die Kuwait Investment Authority (KIA), die zentrale Behörde der kuwaitischen Regierung, welche die Oberaufsicht über verschiedene Staatsfonds hat, angekündigt haben, ihre Investitionen für Japan auf $48 Mrd. zu verdreifachen, um die Anteile ihrer Dollar-Besitze zu reduzieren. Eine solche Investitionsmaßnahme kann die japanische Wirtschaft nur in die Höhe treiben und den JPY verstärken.


Für heute stehen auf dem japanischen Wirtschaftskalender keine bedeutenden Veröffentlichungen an. Daher sollten Anleger die globalen Entwicklungen beobachten, um den JPY einschätzen zu können. Insbesondere sollte das Augenmerk auf die Ölpreise gerichtet werden. Wie sich gestern zeigte: fallende Ölpreise führen tendenziell zu einem USD-Anstieg, der wiederum den JPY in rückläufiges Territorium drängen kann.

Rohöl - Geminderte Nachfrage lockert endlich Ölpreise

Die Ölpreise fielen am gestrigen Handelstag bis auf $120 pro Barrel, nachdem deutlich wurde, dass der Tropensturm Eduardo am Großteil der küstennahen Produktionsanlagen an der US-amerikanischen Golfküste vorbeiziehen würde und sich in Richtung Texas bewegt.

Zuvor waren die Ölpreise bereits aufgrund des Handelsministeriumsberichts gesunken, aus dem herausging, dass die US-Verbraucherausgaben im Monat Juni zurückgegangen waren, da die US-Bürger mit einem Preisanstieg für Benzin-, Lebensmittel und weitere Warenposten konfrontiert sind. Dies wiederum stärkte die Behauptung von Experten, dass der US-wirtschaftliche Rückgang, die Amerikaner dazu veranlasste, ihren Energieverbrauch zurückzuschrauben. Als Ergebnis dessen, verlor das Rohöl 3% während des Innertagesgeschäfts am gestrigen Handelstag.

Technische News

EUR/USD

Die 4-Stunden- und Tages-Charts zeigen an, dass für dieses Paar weiterhin Potential besteht, zu fallen, insbesondere, nachdem EUR/USD gestern die 1,5580-Schlüsselmarke erreicht haben. Sowohl RSI als auch Momentum sind negativ geneigt, was darauf hindeutet, dass dieses Paar seinen Abwärtstrend voraussichtlich fortsetzen wird. Dennoch weisen die Stunden-Charts darauf hin, dass sich das Paar auf „überkauftem“ Territorium bewegt. Somit könnte dies ein guter Zeitpunkt sein, sich von einer Short-Position abzuwenden.

GBP/USD

Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends, der Mittel Juli begann. Nun wird ein bedeutsames Momentum deutlich - für dieses Paar besteht auf lange Sicht noch Potential. Innerhalb des kürzeren Zeitrahmens der 4-Stunden-Chart zeichnet sich ein zinsbullischer Kreuzkurs ab, was bedeutet, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor der Abwärtstrend wieder einsetzt. Die bevorzugte Strategie könnte hier also lauten: Bei Höchstständen zu verkaufen.

USD/JPY

Auf der Tages-Chart durchbricht der RSI die 50-Marke und lässt somit weiteres Aufwärtstrendpotential für das Paar erkennen. Die 4-Stunden- sowie die Stunden-Chart bestätigen diese Tendenz, während das Paar mittlerweile die 108,30-Marke anpeilt. Sollte diese durchbrochen werden, kann ein umso schärferer Aufwärtstrend erwartet werden.

USD/CHF

Dieses Paar bewegt sich momentan in der Mitte eines steten Aufwärtstrends, der bislang nicht erkennen lässt, dass er sich in absehbarer Zeit einpendeln wird. RSI und Momentum sind weiterhin positiv geneigt und weisen ebenfalls auf weiteres zinsbullisches Potential. Sobald dieses Paar die 1,0560-Marke überwindet, wird sich ein zusätzlicher starker Aufwärtstrend einstellen.

Die Wild-Card

Gold

Auf der Tages-Chart ist nach wie vor ist eine rückläufige Anordnung zu erkennen, die verdeutlicht, dass das Momentum weiterhin abwärts gerichtet ist. Der Slow Stochastic schwankt um die 50-Marke und bestätigt die Andeutung, dass dies noch nicht das Ende der aktuellen Tendenz sei. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der Stunden-Chart, bildet sich ein zinsbullischer Kreuzkurs heraus und verdeutlicht, dass dies eine leichte Korrigierung, Tendenz steigend, ergeben könnte, bevor sich der rückläufige Trend fortsetzt. Forex -Anleger könnten ihre Gewinne eventuell maximieren, in dem sie bei Höchstständen verkaufen und sich den derzeitigen Abwärtstrend zu Nutze machen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:42 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen