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Monday, 19 Jul 2010

Neues Rekordtief 2010 für US-Dollar gegen Yen

Zum Wochenende markierte der US-Dollar ein neues Rekordtief für 2010 gegen den japanischen Yen. Das Erholungstempo der US-Konjunktur scheint sich zunehmend zu verlangsamen. Händler gehen davon aus, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins bis zum Ende des Jahres niedrig halten wird. Auch zum Euro gab der USD erneut nach. Negative Impulse liefern Konjunkturdaten aus den USA bereits seit Wochen. Am Freitag enttäuschte wieder einmal ein US-Konjunkturindikator: Der vor dem Wochenende ausgegebene US-Verbraucherpreisindex lag unter den Erwartungen der Experten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupdowndown
Wochentendenznononononono
Resistance1.30101.541587.651.05800.87750.8530
1.29751.538087.301.05450.87400.8495
1.29401.534587.001.05100.87100.8460
Support1.28701.527586.351.04400.86350.8390
1.28401.524086.001.04000.86000.8360
1.28001.520585.701.03700.85700.8325

Wirtschafts News

USD - Dollar schwächelt angesichts Konjunkturflaute

Die höchsten Kursverluste in 14 Monaten gegen den EUR verzeichnete der Dollar vor dem Wochenende, während die US-Währung gegen den japanischen Yen ein neues Rekordtief für 2010 markierte. Die jüngsten Konjunkturdaten deuten zunehmend auf ein verlangsamtes Erholungstempo der US-Wirtschaft.

Dabei rutschte der Greenback gegen die europäische Gemeinschaftswährung bis unter die Marke von $1,30. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Federal Reserve revidierten bereits am vergangenen Mittwoch ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in 2010 nach unten.

Am Freitag veröffentlichte die Universität Michigan ihren Index der Verbraucherstimmung in der ersten Umfrage. Dabei lag das Ergebnis von 66,5 Punkten weit unter den Erwartungen von 74,0 Punkten sowie dem Vormonatsergebnis von 76,0 Zählern.

Viele Händler richten ihr Augenmerk gegenwärtig auf das Kurspaar USD/JPY. Wird der US-Dollar die kritische Marke von 84,00 Yen durchbrechen und ein neues Rekordtief markieren? Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Dollar bereits in den kommenden Tagen unter die Unterstützung bei 86,25 Yen fallen könnte.

EUR - Können Stresstest-Ergebniss EUR-Gewinne aufheben?

Die europäische Einheitswährung EUR wertet mittlerweile den 3. Handelstag in Folge gegen den US-Dollar auf. Am 23. Juli sollen die Stresstest-Ergebnisse zum beim letzten EU-Gipfel beschlossenen Bankentest in Europa veröffentlicht werden, bei dem 91 Geldhäuser auf ihre Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten getestet wurden. Am Freitag scheiterte die Währung der 16 Nationen seit Mai zum ersten Mal nicht an der bedeutenden Marke von $1,30, konnte diese zwischenzeitlich überwinden und handelte im weiteren Tagesverlauf um $1,2950.

Seitdem der Euro am 7. Juni ein Rekordtief innerhalb der letzten 4 Jahre bei $1,1877 erreicht hatte, wertet die Gemeinschaftswährung bereits um insgesamt 8,9% zum USD auf. Sorgen um eine Ausbreitung der Kreditkrise innerhalb der Eurozone hatten in den Monaten zuvor jeglichen Konjunkturoptimismus in Europa gedämpft.

Im Vorfeld der Krisentest-Ergebnisse für europäische Großbanken ist die Lage an Europas ohnehin nervösen Finanzmärkten wieder angespannt, so Marktbeobachter. Experten gehen jedoch davon aus, dass alle Banken den Test bestehen werden. Die Veröffentlichung wird für 18:00 Uhr nach Schließung der Börsen erwartet. Die europäische Bankenregulierungsbehörde CEBS wird im Anschluss eine Zusammenfassung der Ergebnisse ausgeben. Analysten erwarten nicht, dass die europäische Einheitswährung kurzfristig wieder unter die Marke von $1,20 fallen wird und gehen von weiterer EUR-Stabilität aus.

JPY - Yen bewegt sich auf neues Jahreshoch zu

Der japanische Yen bewegt sich zum US-Dollar auf ein neues Rekordhoch zu. Dabei profitiert der JPY insbesondere vom nachlassenden Erholungstempo der Konjunktur in den USA. Händler gehen davon aus, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins bis zum Ende des Jahres niedrig halten wird. Darüber hinaus schüren geringe US-Renditen und ein sich steigerndes US-Haushaltsdefizit den Dollar-Abstoß. Investoren seien von einer Erholung der Wirtschaft in den USA nicht vollständig überzeugt, berichten Händler, die sich erneut in den sicheren Hafen JPY retten und bei USD/JPY Stopp-Loss Order unterhalb 87,00 platzieren.

Zum Wochenende verzeichnete Japans Währung gegenüber einem Großteil der meistgehandelten Währungen Kursgewinne. Dabei handelte der japanische Yen bei 87,20 zum USD von zuvor 87,40, nachdem das Tageshoch mit 87,17 ausgegeben wurde. Damit nähert sich die Inselstaatwährung wieder ihrem höchsten Stand seit dem 1. Juli bei 86,97.

Rohöl - Schwache US-Indikatoren lassen Rohöl bis unter $76 fallen

Auch in die neue Handelswoche starten die internationalen Ölpreise erneut mit leichten Verlusten. Im frühen asiatischen Handel kostete ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August mit $75,78 $0,23 weniger als am Freitag. Die europäische Rohöl-Sorte Brent notierte am Montagmorgen bei $75,22 und somit um $0,15 weniger als noch vor dem Wochenende.

Die Stimmung an den Ölmärkten leidet nach wie vor unter der Sorge um einen deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums, insbesondere in den USA, dem weltweit größten Energieverbraucher, so Händler.

Technische News

EUR/USD

Nach dem anhaltendem Aufwärtstrend, der sich für EUR/USD jüngst einstellte, scheint eine leichte Kurskorrektur nach unten unmittelbar bevorzustehen. Der RSI der 8-Stunden-Chart hat sich mittlerweile im überkauften Bereich eingefunden. Gleiches gilt für den Slow Stochastic der Tages-Chart. Händler könnten heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse setzen.

GBP/USD

Unterschiedliche technische Signale lassen keine eindeutige Ausrichtung für GBP/USD erkennen. Während der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich für das Paar im weiteren Tagesverlauf Aufwärtstendenzen ergeben könnten, signalisiert der RSI der 8-Stunden-Chart das genaue Gegenteil. Anleger sollten weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY

Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt das Paar im überverkauften Bereich an. Eine Kurskorrektur nach oben ist für heute wahrscheinlich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart kreuzt abwärts. Der RSI der 8-Stunden-Chart bestätigt eine mögliche Aufwärtsbewegung, die unmittelbar bevorsteht. Kaufen könnte heute die zu bevorzugende Strategie sein.

USD/CHF

Fast alle technischen Indikatoren zeigen dieses Währungspaar aktuell in neutralen Bereichen ohne erkennbare Ausrichtung an. Dazu zählen Slow Stochastic und RSI der 8-Stunden- sowie Tages-Chart. Händler könnten hier ebenfalls weiterhin abwarten, bevor sie ihre Handelsstrategien für USD/CHF bestimmen.

Die Wild-Card

Hang Seng Index

Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart kreuzt aktuell abwärts, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass die nächste Bewegung hier eine aufwärts gerichtete sein könnte. Der RSI der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Theorie. Forex-CFD-Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen. Forex -CFD-Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:45 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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