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Tuesday, 12 Jan 2010

Neues Vertrauen in die globale Konjunkturerholung drückt USD

Am Montag gab der USD deutlich gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach, als sich an den Märkten neues Vertrauen in eine globale Konjunkturerholung einstellte. Der abermalige Optimismus steigerte die Nachfrage nach EUR sowie nach Währungen rohstoffreicher Länder wie AUD und NZD.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzdowndownupupnodown
Resistance1.46301.625093.101.02900.94050.9100
1.45901.622592.701.02600.93700.9070
1.45601.618092.401.02250.93350.9045
Support1.44801.607091.801.01250.92650.8975
1.44401.603591.501.00750.92200.8945
1.44151.598591.251.00250.91750.8920

Wirtschafts News

USD - USD fällt aufgrund gesteigertem Konjunkturoptimismus

Am Montag schloss der US-Dollar leichter und markierte das niedrigste Level in 3 Wochen gegen den EUR. Die Marktteilnehmer mutmaßten, dass sich die Konjunktur in den USA womöglich langsamer erholte als in weiteren Wirtschaftsnationen. Einen Teil der gesteigerten Risikobereitschaft an den Märkten führen Experten auf die jüngsten Entwicklungen in der Volksrepublik China zurück. Diese hat mit heimischer Nachfrage, Investitionen und Außenhandel erfolgreich gegen den Abschwung gekämpft und macht Mut. Nach chinesischen Angaben konnte China seine Ausfuhren soweit heraufsetzen, dass die Volksrepublik Deutschland als Exportweltmeister bereits überholt. Experten zufolge wird China 2010 Japan als zweitgrößte Wirtschaftsnation ablösen und hinter den USA aufsteigen. Des Weiteren geriet der USD infolge der am Sonntag veröffentlichten Erklärung des Präsidenten der St. Louis Federal Reserve Bank, James Bullard, unter Druck. Entsprechend den Aussagen des Vertreters der US-Notenbank werden die Leitzinsen in den USA aller Voraussicht nach noch „für eine ganze Weile niedrig bleiben“.
Am frühen Dienstagmorgen handelte der USD bei $1,4490 pro EUR. Die US-Währung schloss gestern im New Yorker Handel mit $1,4513 pro EUR und markierte bei einem Tagestief von $1,4557 das niedrigste Level seit dem 16. Dezember. Zum JPY handelt der USD bei 92,00 Yen von zuvor 92,09 Yen.
Der Abwärtstrend des USD wurde vergangenen Freitag bereits ausgelöst, nachdem enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten (NFP) die Händler in Aufruhr versetzten. Der entsprechende Bericht verdeutlichte, dass in den USA im Monat Dezember 85.000 Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt wurden. Dies bestätigte ein weiteres Mal die Erwartungen der Experten, nach denen die US-Notenbank ihren Leitzins über einen längeren Zeitraum niedrig halten werde. Während die negative Stimmung an den US-Märkten anhält, rechtfertigen übrige globale Konjunkturaussichten den jüngsten Nachfrageanstieg nach gewinnträchtigen Währungen.
Heute werden nur einige wenige Konjunkturdaten aus den USA erwartet. Möglicherweise wird die US-Handelsbilanz (November), die um 14:30 Uhr ausgegeben wird, die pessimistische Stimmungslage der USD-Händler intensivieren und einige Kursschwankungen bei der US-Währung auslösen.

EUR - Gesteigerte Nachfrage nach Risikowährungen stützt EUR

Der EUR setzte seinen Aufwärtstrend vom vergangenen Freitag gegen den USD gestern fort. Auslöser waren in der letzten Woche entmutigende US-Arbeitsmarktdaten (NFP) für den Monat Dezember. Am Montag schloss der EUR im New Yorker Handel bei $1,4524 von $1,4414 am Freitag. Zum Yen handelte der EUR bei Y133,78 von zuvor Y133,48. Das Pfund Sterling notierte wiederum bei $1,6112 von zuvor $1,6034.
Die USD-Abwärtstendenzen zum EUR verstärkten sich im Montagshandel. Händler berichteten, dass Investoren es beabsichtigen, ihre Carry Trades mit dem USD als Finanzierungswährung zu steigern. Beim Carry Trade nehmen Investoren einen Kredit in einer Währung mit vergleichsweise niedrigen Zinsen auf, um diesen anschließend in einer Währung mit vergleichsweise hohen Zinsen zu investieren. Der momentan geltende US-Zinssatz zwischen 0 und 0,25% macht den USD neben dem japanischen Yen zur Vorzugswährung für Carry Trades. Angesichts einer gesteigerten Nachfrage nach Risikowährungen an den Devisenmärkten, werten EUR und Währungen wie der Australische und Neuseeländische Dollar auf Kosten des USD derzeit auf.
Da die Eurozone heute keine Indikatoren veröffentlicht, werden die kurzfristigen Tendenzen des EUR voraussichtlich von den Aktienmärkten sowie von Konjunkturdaten aus den USA und Großbritannien bestimmt werden. Beide Wirtschaftsnationen geben heute das Ergebnis ihrer Handelsbilanz für den Monat November aus (GB 10:30 Uhr, USA 14:30 Uhr). In Anbetracht der negativen Stimmung in Bezug auf den USD-Handel, könnte das Pfund Sterling heute Boden gegen die US-Währung gut machen.

JPY - Yen schließt wieder fester gegen Hauptwährungen

Bereits im frühen Morgenhandel heute wertete der japanische Yen gegen übrige Hauptgegenwährungen auf. Der JPY notiert aktuell mit 133,48 zum EUR und 92,10 zum USD. Zum Pfund Sterling werden ebenfalls Aufwärtstendenzen deutlich. Hier handelt die Inselstaatwährung um 148,20. Dennoch scheinen die Aussichten angesichts der Aussagen des neuen japanischen Finanzministers, Naoko Kan, in der letzten Woche nicht positiv auszufallen. Kan betonte, dass er eine weitere Abwertung des Yen bevorzuge. Auch Japan bleibt dem Wirtschaftskalender heute fern. Entsprechend wird der Yen-Handel vorübergehend von den Bewegungen des USD und EUR bestimmt.

Rohöl - Ölpreise steigen in Erwartungen wärmerer Wetterverhältnisse

Die Ölpreise notierten am Montag leichter. Nach Einschätzungen der Rohstoffexperten brachte die positive Wettervorhersage in den USA am Wochenende die Preise unter Druck und bremste die Heizölnachfrage. Im New Yorker Börsenhandel kostete das Barrel US-Rohöl somit am Montag im Februar-Kontrakt $82,52, 23 US-Cents, bzw. 0,3% weniger als zuvor, nachdem im untertägigen Handel ein Tageshoch von $83,95 pro Barrel ausgegeben wurde.
Die kalten Witterungsverhältnisse der letzten Wochen in den USA, Europa und Teilen Asiens gelten am Markt als Hauptursache für das 15-monatige Rekordhoch für Rohöl und die gesteigerte Energienachfrage. Mittlerweile wird jedoch nach dem anhaltenden Kälteeinbruch der vergangenen Wochen von steigenden Temperaturen im Nordosten und Mittleren Westen der USA ausgegangen. Auch in Shanghai und Peking sollen sich die Temperaturen normalisieren. Die USA und China gelten als größte Energie verbrauchende Nationen weltweit. Ein milderes Klima könnte die bisherigen Sorgen um den globalen Energiebedarf wieder aufleben lassen. Es stellt sich die Frage, was könnte dem Ölpreis in den kommenden Handelstagen stützen?

Technische News

EUR/USD

Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert EUR/USD um die 1,4490-Marke. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Sobald die Überwindung des unteren Bereichs der Handelsspanne vollzogen ist, könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart auch hier im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass die nächste Bewegung für GBP/USD eine zinsbullische sein könnte. Eine gute Strategie lautet möglicherweise: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/JPY

USD/JPY unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

USD/CHF

Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends, der bereits vor einer Woche eingesetzt hat. Ein Momentum ist deutlich zu erkennen und scheint auf lange Sicht weiteres Potential in sich zu tragen. Gegenwärtig sind alle Oszillatoren auf der Tages-Chart abwärts gerichtet. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

Die Wild-Card

Platin

Der Slow Stochastic weist auf der 4-Stunden-Chart in Richtung zinsbullisches Momentum. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt diese Tendenz. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei einem viel versprechenden Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:46 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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