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Friday, 4 Jun 2010

NFP-Bericht kann USD weiter aufwerten lassen

Im Vorfeld des für heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden NFP-Berichts befindet sich der US-Dollar zunächst weiter im Aufwind. Der bereits gestern vom Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) ausgegebene Arbeitsmarktbericht fiel besser als erwartet aus und indiziert für die USA eine positive Entwicklung bei der Stellenschaffung sowie einen Rückgang der Arbeitslosenquote im Land. Laut Prognosen soll der NFP-Bericht (Beschäftigung exklusive Agrarsektor) für den letzten Monat ein Plus von über 500.000 geschaffenen Stellen verdeutlichen. Entspricht das Ergebnis den Erwartungen, können sich Händler auf eine weitere kräftige Kursaufwertung beim USD einstellen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupnonodown
Wochentendenzdownupupupnodown
Resistance1.22601.472093.501.16150.85250.8400
1.22401.470093.301.15950.85050.8380
1.22101.467093.001.15650.84750.8350
Support1.21501.461092.401.15050.84150.8290
1.21201.458092.101.14750.83850.8260
1.21001.456091.901.14550.83650.8240

Wirtschafts News

USD - USD hängt Hauptwährungen ab und NFP-Bericht kann weiteren Auftrieb bringen

Am gestrigen Donnerstag wurde der USD erneut fester gegen die Hauptwährungen gehandelt. Dabei ergaben sich Kursgewinne in erster Linie zu EUR, JPY, GBP, AUD und NZD. Auslöser für die Kursentwicklung waren die Aktienkurse an der Wall Street, die zu Handelsschluss mit einer schwächeren Tendenz schlossen und die Risikoaversion unter den Anlegern wieder verstärkten, erklären Händler. Investoren flüchten sich seit Wochen angesichts der durch die europäische Schuldenkrise ausgelösten unruhigen Zeiten in den „sicherer Hafen“ der US-Währung.

Zum EUR handelte der Dollar am Donnerstag zwischenzeitlich bei 1,2155 und notierte zu Handelsschluss bei 1,2175. Zum japanischen Yen macht der USD erneut Boden gut und handelte deutlich über 92,50. Für USD/JPY erwarten Marktbeobachter eine Konsolidierung zwischen 89,10 und 93,65.

Im Vorfeld des für heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden NFP-Berichts befindet sich der US-Dollar kontinuierlich im Aufwind. Der bereits gestern vom Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) ausgegebene Arbeitsmarktbericht fiel besser als erwartet aus und indiziert für die USA eine positive Entwicklung bei der Stellenschaffung sowie einen Rückgang der Arbeitslosenquote im Land. Laut Prognosen soll der NFP-Bericht (Beschäftigung exklusive Agrarsektor) für den letzten Monat ein Plus von über 500.000 geschaffenen Stellen verdeutlichen. Entspricht das Ergebnis den Erwartungen, können sich Händler auf eine weitere kräftige Kursaufwertung beim USD einstellen.

EUR - Erneute EUR-Verluste nach heutigem NFP-Bericht?

Bis zum Donnerstagmorgen erholte sich der Euro spürbar und kletterte bis über die Marke von $1,23. Im weiteren Handelsverlauf scheiterte EUR/USD schließlich am Widerstand um $1,2328-36, geriet im Anschluss deutlich unter Druck und rutschte auf $1,2152 zurück.

Nach diesem Tagestief wurden Erholungstendenzen ersichtlich, die sich jedoch eher zögerlich vollziehen. Aktuell handelt die Gemeinschaftswährung um $1,2175. EUR/GBP ist mittlerweile aus seiner gestrigen Handelsspanne zwischen 0,8380 und 0,8345 nach unten ausgebrochen und handelt aktuell knapp über 0,8300. Zum japanischen Yen scheint der EUR gegenwärtig behauptet. Händler verweisen auf die jüngste Regierungskrise in Japan als alleinigen Beweggrund. EUR/JPY wertete erneut in den letzten Handelsstunden auf und schwankt aktuell von zuvor 112,05 nun um 112,75.

Der Fokus der Marktteilnehmer liegt heute weniger auf der Eurozone als auf das Geschehen in Nord-Amerika. Sowohl Kanada als auch die USA veröffentlichen wichtige Arbeitsmarktdaten. Somit werden Arbeitslosenquoten sowie Arbeitsmarktberichte von Übersee die heutigen Tendenzen an den Devisenmärkten vorgeben. Die Prognosen der Experten fallen insgesamt positiv aus. Marktbeobachter erwarten neue Anzeichen einer fortschreitenden Konjunkturerholung, zumindest auf dieser Seite des Globus. Gute Konjunkturdaten werden den US-Dollar gegenüber den Hauptwährungen, insbesondere EUR, voraussichtlich erneut stützen.

JPY - Yen gibt weiter nach

Der Rücktritt des japanischen Ministerpräsidenten Yukio Hatoyama führte gestern zu Impulsen, die Anleger dazu veranlassten, sich gegen den Yen zu entscheiden. Zu den politischen Faktoren kommen aktuelle Daten vom japanischen Finanzministerium hinzu, aus denen hervorgeht, dass japanische Händler verstärkt in ausländische Anleihen investieren. Dadurch hoffen sie, sich Vorteile im Vergleich mit den niedrigen Renditen im Binnenmarkt zu erzielen. Deutliche Verluste ergaben sich insbesondere gegenüber Pfund Sterling und US-Dollar. Zu Großbritanniens Pfund stürzte der JPY in die Tiefe und handelt aktuell bei 135,75. In den frühen Handelsstunden heute Morgen markierte das entsprechende Währungspaar mit 136,50 ein 3-Wochen-Hoch.

Im Gegensatz zur Negativstimmung im Land, haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag nach einigen verlustreichen Tagen wieder Gewinne verbucht. Als Haupttriebfeder für diese Markterholung waren die positiven Vorgaben an den US-Börsen, so Händler. Mittel- bis längerfristig erwarten Experten aktuell, dass der Kurs des Yen weiterhin unter Druck gerät. Dem Yen Auftrieb könnte wiederum eine Steigerung der Risikoaversion am Markt bringen.

Rohöl - Ölpreis aufgrund Ölmarktbericht erholt

Trotz USD-Aufwärtstrend herrschte am Donnerstag an den Ölmärkten Kauflaune. An der Nymex in New York notierte leichtes US-Öl im Juli-Kontrakt gestern mit +$0,22 bei $73,08 pro Barrel. Darüber hinaus veröffentlichte die Energy Information Administration (EIA) am gestrigen Donnerstagnachmittag den wöchentlichen Ölmarktbericht zur US-amerikanischen Lagerhaltung. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 1,9 Mio. Barrel zurückgegangen sind.

In der Vorwoche sind die Lagerbestände noch um 2,46 Mio. Barrel gestiegen. Im weiteren Handelsverlauf tendierte der Ölpreis mit Aufschlägen gegenüber dem Vortag. Als Begründung für die Entwicklung an den Ölmärkten nennen Händler die steigenden Aktienkurse. Darüber hinaus haben überraschend positive US-Konjunkturdaten zu Immobilien und Autoabsatz die Anlegerstimmung merklich aufgehellt.

Mit dem Beginn der Sommersaison in den USA und dem damit einhergehenden Anziehen der Benzinnachfrage dürften die Benzinvorräte in den kommenden Wochen weiter zurückgehen, so die Anleger.

Technische News

EUR/USD

Gestern ergaben sich für dieses Währungspaar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch mittlerweile darauf schließen, dass sich möglicherweise bereits in naher Zukunft eine Trendwende einstellt. Beispielsweise deutet der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart auf einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein heutiger Aufwärtstrend wird ebenfalls vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar jetzt auszahlen.

GBP/USD

Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch kreuzt der Slow Stochastic auf der Wochen-Chart aufwärts, was wiederum bedeutet, dass schon bald eine Kurskorrektur nach oben einsetzen kann. Kaufen ist bei GBP/USD möglicherweise eine gute Wahl für heute.

USD/JPY

Aktuell bewegt sich dieses Paar auf der 4-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich des RSI, was eine bevorstehende Abwärtsausrichtung vermuten lässt. Auch das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald die Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.

USD/CHF

Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Währungspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

Die Wild-Card

Gold

Gold rutschte gestern in seinem Kurswert deutlich ab und erreichte die Marke von $1206,90 pro Feinunze. Dennoch ist der im „überverkauften“ Bereich schwankende RSI der 4-Stunden-Chart ein Zeichen dafür, dass ein Preiskorrektur nach oben ansteht. Hier könnte sich
Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend jetzt, zu einem äußerst frühen Zeitpunkt, einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:47 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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