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Monday, 14 Sep 2009

Obama-Rede wirkt auf US-Dollar

Für den US-Dollar wird heute im Anschluss an die Grundsatzrede zur Finanzkrise von US-Präsident Obama um 18:00 Uhr in New York hohe Volatilität erwartet. In der Zwischenzeit wird Forex-Anlegern dazu geraten, ihre Positionen zu eröffnen. Einige wichtige Fundamentaldaten aus der Eurozone und Großbritannien werden auf die Währungs-Crosse des Dollar voraussichtlich Einfluss nehmen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdownno
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.46251.665591.301.04850.86400.8840
1.46051.663591.101.04650.86200.8820
1.45751.660590.801.04350.85900.8790
Support1.45051.654590.201.03750.85300.8730
1.44751.651589.901.03450.85000.8700
1.44551.649589.701.03250.84800.8680

Wirtschafts News

USD - US-Dollar beendet Handelswoche rückläufiger Trends

In der vergangenen Woche verbuchten Händler, die beim US-Dollar auf fallende Kurse setzten, Gewinne. Der Dollar rutschte um mehr als 300 Punkte zum Euro ab, verlor 400 Punkte gegenüber dem Britischen Pfund und nahezu 350 Punkte zum Yen.

Die letzte Woche war von einigen negativen Wirtschaftsdaten aus den USA geprägt. Die US-amerikanische Handelsbilanz weist für Juli ein Defizit in Höhe von $32 Mrd. aus. Im Vormonat hatte dieses noch bei $27,5 Mrd. gelegen. Der Handelsbilanzüberschuss ist um insgesamt 16% angestiegen und markiert damit die größte Zunahme seit 1999. Des Weiteren war ein deutlicher Rückgang der US-Verbraucherkredite („Consumer Credit“), Kredite an Private für die Anschaffung von dauerhaften Konsumgütern, im Monat Juli zu beobachten. Dieser Rückgang beläuft sich auf $21,6 Mrd.
So stark fiel der Indikator noch nie. Zum sechsten Mal in Folge haben die Amerikaner deutlich weniger Kredite aufgenommen als im Vormonat.

Auch die Arbeitsmarktdaten der USA bleiben trüb. Zur 35. Woche in Folge gingen über 500.000 Arbeitslosenerstanträge am vergangenen Freitag ein. Allem Anschein nach wird sich der Dollar-Kurs so lange nicht nachhaltig erholen, bis sich die Arbeitslage in den Vereinigten Staaten spürbar verbessert.

Eine Reihe wichtiger Indikatoren stehen in dieser Woche auf der US-Agenda: Einzelhandelsumsätze, Erzeugerpreisindex, Verbraucherpreise, TIC-Langzeit-Anschaffungen, Baugenehmigungen sowie die wöchentliche Arbeitslosenrate. Händler sollten diese Indizes gut im Auge behalten, die bereits in der Vergangenheit dem US-Dollar Trendwenden beschert haben.

EUR - Gemischte Ergebnisse aus der Eurozone lösen EUR-Volatilität aus

In der vergangenen Woche ergab sich für den EUR ein äußerst volatiler Handel. Eine deutliche Kurssteigerung verzeichnete die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar. Das Währungspaar EUR/USD kletterte bis über die Marke von 1,4600. Zum Yen wiederum verlor der Euro an Boden. Zum Britischen Pfund wurden Kursschwankungen beobachtet.

Die vergangene Handelswoche startete der EUR bei insgesamt steigenden Tendenzen gegenüber den Hauptwährungen, die sich nach dem positiven Ergebnis des deutschen Auftragseingangs der Industrie einstellten. Die Veröffentlichung der Industrieaufträge misst den Gesamtwert der Auftragseingänge, Auslieferungen und Lagerbestände heimischer Hersteller. Analysten prognostizierten einen Anstieg um 2,0% für den Monat Juli. Das Ergebnis belief sich letztendlich auf 3,5% und verdeutlichte zum fünften Monat in Folge einen Anstieg.

Im weiteren Wochenverlauf kam der EUR-Aufwärtstrend zum Ende, nachdem sowohl Deutschland als auch Frankreich enttäuschende Industrieproduktionsdaten ausgaben. Der entsprechende Indikator misst die Leistungsveränderungen im verarbeitenden Gewerbe der USA. Entsprechend dieser Ergebnisse könnte es womöglich doch etwas verfrüht sein, zu behaupten, dass die Rezession in der Eurozone ihre Talsohle erreicht hat. Führende Wirtschaftsnationen in Europa befinden sich möglicherweise noch immer nicht auf dem Erholungspfad.

Auch die Eurozone veröffentlicht in dieser Woche einige bedeutende Fundamentaldaten. Größten Einfluss auf den Euro wird voraussichtlich Deutschlands Bericht zu den ZEW-Konjunkturerwartungen nehmen, der um 11:00 Uhr am Dienstag ausgegeben wird. Die Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Ein positives Ergebnis kann hier die Hoffnung auf eine schnellstmögliche Erholung der Wirtschaft und gleichzeitig den EUR-Kurs stärken.

JPY - USD mit Kursgewinnen gegenüber Gegenwährungen

In der letzten Woche verzeichnete der Yen Kursgewinne gegenüber jeder Hauptwährung. Dabei kletterte Japans Währung zum US-Dollar um nahezu 350 Punkte in die Höhe und brachte das Währungspaar USD/JPY bis auf die Marke von 90,16. Darüber hinaus steigerte der Yen seinen Wert zum EUR um nahezu 200 Punkte. Mehr als 350 Punkte machte Japans Währung gegenüber dem Britischen Pfund gut und markierte eine insgesamt zinsbullische Handelswoche.

Die deutlichen Aufwärtsbewegungen des JPY lassen sich überwiegend auf einen übermäßig schwachen Yen zurückführen. Es ist allgemein bekannt, dass die Bank of Japan (BoJ) einen schwachen Yen als Hauptinstrument zur Unterstützung des japanischen Exports im Rahmen einer konjunkturellen Erholung erachtet. Japans Leitzins ist nach wie vor einer der niedrigsten unter den Industrienationen, während Japan den Kurswert des Yen minimal halten will. USD/JPY wird derzeit bereits bei 94,50 gehandelt. Sollte die Zinsrate weiter heruntergesetzt werden, könnte dies schwerwiegende Folgen für die japanische Wirtschaft haben. Momentan scheint der Yen in den Augen der Investoren immer noch „sicherer“ zu sein, als ein Großteil der übrigen Währungen. Dementsprechend gestützt geht der JPY aus diesem Zusammenhang hervor.

Am Donnerstag erwarten die Marktteilnehmer Japans Leitzinsentscheid für den Monat September. Die BoJ wird die Zinsrate, auch Overnight Call Rate genannt, aller Voraussicht nach bei 0,10% unverändert belassen. Sollte die BoJ jedoch mit einer Zinsänderung überraschen und ihre Zinsrate anheben, würde dies großen Einfluss auf den Yen-Kurs nehmen, der sich wiederum auf die übrigen Hauptwährungen auswirkt. So oder so sollten Händler die im Anschluss an den Beschluss angesetzte Pressekonferenz aufmerksam verfolgen, die Aufschluss über zukünftige währungspolitische Maßnahmen in Japan geben kann.

Rohöl - Ölpreis bewegt sich auf $68 pro Barrel zu

Der deutliche Kursanstieg zum vergangenen Wochenstart setzte sich bis Freitag fort. Den höchsten Stand in diesem Zeitraum erreichte der Rohstoff mit 72,50 pro Barrel. Zum Ende der Woche ergab sich jedoch eine plötzliche Trendwende. Der Rohölpreis rutschte bis auf $68 ab.

Allem Anschein reagierte der Ölpreis auf den Aufwärtstrend des US-Dollars am Freitag sowie auf die Sorge der Investoren, dass Rohöl infolge einer durchgehend zinsbullischen Handelswoche überbewertet ist. Darüber hinaus drückten negativ ausgefallene Indikatoren aus den Industrieländern die Anlegerstimmung und somit die Nachfrage nach Öl.

In dieser Woche sollten Händler auf die Trends des US-Dollar und die US-Aktienmärkte achten, nach denen sich der Rohöl-Handel richten wird. Zusätzlich ist und bleibt der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch von Bedeutung, der stets seinen Einfluss auf die Ölpreise nimmt.

Technische News

EUR/USD

Ein Cross des Slow Stochastic, Tendenz fallend, bildet sich aktuell auf der Tages-Chart und deutet auf eine rückläufige Preiskorrektur in unmittelbarer Zukunft hin. Die fallende Tendenz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. In diesem Fall gilt: Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

Dieses Paar verhielt sich in den vergangenen zwei Wochen äußerst zinsbullisch. Der momentane Trend könnte jedoch noch heute ein Ende finden. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich GBP/USD inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

USD/JPY

In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Daten lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen könnte. Beispielsweise verdeutlicht der Stochastic Slow der Tages-Chart ein sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein Aufwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

USD/CHF

Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat der Slow Stochastic ein zinsbullisches Cross auf der der Tages-Chart gebildet, das bereits in unmittelbarer Zukunft eine zinsbullische Korrektur vermuten lässt. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis ist innerhalb der letzten Woche erneut deutlich angestiegen und steht nun bei $1003,45 pro Feinunze. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeutet, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine Abwärtspreiskorrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:47 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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