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Monday, 31 Jan 2011

Politische Unruhen in Ägypten lassen den Rohölpreis auf $ 90.80 steigen

Die jüngsten Entwicklungen in Ägypten haben erheblichen Einfluss auf die Rohstoffpreise und den Kurs der Hauptwährungen. Kurz vor dem Wochenende, als die Proteste in Ägypten zu eskalieren begannen, stieg der Rohölpreis um 500 Pips auf $ 90,800 pro Barrel. Zusätzlich erhielten Safe-Hafen-Währungen wie der Yen in hohem Maße Unterstützung, und die japanische Währung verzeichnete Kursgewinne zu all seinen Haupt-Währungsrivalen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.36631.616684.210.95740.99751.2862
1.36271.602583.270.95010.99381.2830
1.36091.594382.680.94600.99141.2810
Support1.35731.580281.740.93880.98771.2778
1.35541.574281.390.93570.98651.2767
1.35171.560180.450.92840.98281.2736

Wirtschafts News

USD - Dollar beendet eine volatile Handelswoche mit Aufwärtstendenz

Der Dollar hatte in der vergangenen Woche einen recht volatilen Börsengang. Er begann die Woche mit fallender Tendenz zum Euro und zum britischen Pfund Sterling. Die EUR/USD-Paarung stieg bis auf 1,3755 und GBP/USD hatte seinen Höchststand bei 1,6015. Letztlich kehrte sich dieser Trend jedoch um, und EUR/USD handelt jetzt nahe dem Wert von 1,3585 und GBP/USD nahe dem Wert von 1,5830,

Der Dollar erholte sich zu den Hauptwährungen aus zweierlei Gründen. Zum einen erhielt der Dollar Stärkung durch die positiven Signale aus der US amerikanischen Wirtschaft. Das Verbrauchervertrauen stieg in den USA im Januar auf den höchsten Stand seit 8 Monaten, da die Amerikaner hinsichtlich der Arbeitsmarktaussichten sehr viel optimistischer waren. Außerdem stiegen die Verkäufe von Hausneubauten in den USA im Dezember weit mehr als prognostiziert auf 329.000.

Der zweite Grund für den Kursanstieg des Dollar ist in den politischen Unruhen in Ägypten zu finden, die die Nachfrage nach sichereren Anlagewerten ankurbelten. Es wird befürchtet, dass die Unruhen auf die Öl produzierenden Länder des Mittleren Osten übergreifen, was den Ölnachschub aus dieser Region gefährden würde.

In dieser Woche wird die wichtigste wirtschaftliche Publikation am Freitag mit der Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) erwartet. Derzeit wird angenommen, dass sich der US Arbeitsmarkt im Januar weiter erholen wird. Händler sollten bereits am Mittwoch auf die Prognose zum ADP-Bericht achten, die dann wahrscheinlich bereits für große Volatilität an den Märkten sorgen wird.

EUR - Euro verzeichnet Kursverluste zu den Hauptwährungen

Der Euro begann die vergangene Handelswoche mit steigender Tendenz zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Zum Wochenende hin jedoch kehrte sich dieser Trend um, und der Euro verlor etwa 170 Pips zum US Dollar und etwa 200 Pips zum britischen Pfund Sterling.

Die Stärkung des Euro erfolgte letzte Woche nach den kämpferischen Bemerkungen von Jean-Claude Trichet, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB). Trichet gelobte den Inflationsdruck zu bekämpfen und betonte, dass die EZB entschlossen sei insbesondere gegen steigende Rohstoff- und Lebensmittelpreise vorzugehen. Er sähe auch nicht die Gefahr eines Wirtschaftsabschwungs aufgrund von Haushaltskürzungen. Das kurbelte den Optimismus hinsichtlich der Aussichten der Eurozone an, was dem Euro den Rücken stärkte.

Zum Wochenende hin begann der Euro jedoch die Kursgewinne zu den meisten der Hauptwährungen zu korrigieren, da die Unruhen in Ägypten Risikovermeidung an den Märkten in den Vordergrund zu rückten und die Nachfrage nach sichereren Anlagen wie dem Dollar und dem Yen erhöhten. Die Nachfrage nach dem Euro, der als relativ unsichere Anlage betrachtet wird, ging folglich zurück.

In der vor uns liegenden Woche werden aus der Eurozone eine ganze Reihe interessanter Wirtschaftspublikationen erwartet. Die wichtigste dürfte die Bekanntgabe des Mindestbietungssatzes am Donnerstag sein. Der Mindestbietungssatz ist nichts anderes als der Zinssatz der Eurozone für den Monat Februar, und Experten sind der Ansicht, dass die EZB den Zinssatz bei dem Rekordtief von 1,00% belassen wird. Händler sollten insbesondere die mit der Bekanntgabe einhergehende Pressekonferenz beachten, da sie voraussichtlich große Volatilität an den Märkten verursachen dürfte.

JPY - Yen im Aufschwung da Unruhen in Ägypten die Nachfrage nach Safe-Hafen-Währungen ankurbeln

Der japanische Yen erfuhr in der vergangenen Handelswoche äußerst heftige Volatilität. Nach diversen Auf und Nieder zu seinen Haupt-Währungsrivalen schloss der Yen die Woche mit kräftiger Aufwärtstendenz, einschließlich Anstiege um 120 Pips zum US Dollar, 250 Pips zum Euro und 270 Pips zum britischen Pfund Sterling.

Der Handel mit dem Yen wurde von zwei wichtigen Ereignissen beeinflusst. Das erste war die unerwartete Herabsetzung des japanischen Kredit-Ratings von AA- auf AA durch die Rating-Agentur Standard & Poor's. Grund für die Herabsetzung des Ratings sind die andauernde Deflation und die festgefahrene politische Situation hinsichtlich der Reduzierung der $ 11 Bio. Schuldenlast. Sofort nach Bekanntgabe der Herabsetzung begann der Yen-Kurs zu sinken.

Am Freitag begannen jedoch die Proteste in Ägypten zu eskalieren, was die Befürchtungen, die politischen Unruhen würden zunehmen, verstärkten. Das hat die Risikovermeidung an den Märkten verstärkt und die Nachfrage nach Safe-Hafen-Währungen, wie dem japanischen Yen, angekurbelt.

In dieser Woche werden einige interessante Wirtschaftspublikationen aus Japan erwartet, doch dürfte in nächster Zeit die politische Entwicklung im Mittleren Osten größeren Einfluss auf den Yen-Handel haben. Händler sollten bedenken, dass ein Anwachsen der Unruhen in der Region den Yen weiter stärken dürfte.

Rohöl - Befürchtungen für ein Ausweiten der Unruhen in Ägypten lassen den Rohölpreis auf $ 90.80 steigen

Nach einer Woche des rückläufigen Handels erholt sich der Rohölpreis derzeit wieder. Bei Handelsbeginn der vergangenen Woche lag der Rohölpreis bei $ 89,20 pro Barrel und fiel dann bis auf $ 85,00. Kurz vor dem Wochenende erholte sich der Rohölpreis jedoch wieder und stieg bis auf $ 90,80 pro Barrel.

Der Rohölpreis stieg an nachdem die Proteste in Ägypten zu Befürchtungen führten, die Unruhen könnten auf die Erdöl fördernden Länder des Mittleren Ostens übergreifen. Die Demonstranten fordern ein Ende des 30-jährigen Regimes des ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak und sind auch nicht bereit den neuen Premierminister und Vizepräsidenten zu akzeptieren. Die Märkte befürchten, dass die Unruhen in Ägypten, die ihren Ursprung in Tunesien haben, sich auf Öl fördernde Länder ausweiten und somit den Rohölnachschub aus der Region gefährden werden.

In der vor uns liegenden Woche sollten Händler der Entwicklung im Mittleren Osten große Beachtung schenken, da diese sehr wahrscheinlich eine führende Rolle beim Rohstoffhandel spielen werden. Händler sollten auch bedenken, dass, solange die Unruhen in der Region anhalten, der Rohölpreis weiter ansteigen dürfte.

Technische News

EUR/USD

Nach diversen Fehlversuchen den Wert von 1,3800 zu durchbrechen erfuhr die EUR/USD-Paarung eine rückläufige Korrektur, die sie bis zum Wert von 1,3570 sinken ließ. Derzeit weisen MACD und RSI auf dem 4-Stunden-Chart weiterhin abwärts, und das Paar könnte weitere Rückläufigkeit erfahren und potentiell den Wert von 1,3500 erreichen.

GBP/USD

Diese Paarung hat in den vergangenen drei Wochen innerhalb einer begrenzten Handelsspanne zwischen 1,5750 und 1,6050 gehandelt. Ein rückläufiger Cross beim MACD und Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deuten darauf hin, dass die heutige Bewegung rückläufig sein dürfte. Zu verkaufen dürfte heute die richtige Entscheidung sein.

USD/JPY

Nachdem sie beim Handel am Donnerstag um 100 Pips gestiegen war hat die USD/JPY-Paarung seine Kursgewinne korrigiert und handelt derzeit wieder nahe dem Wert von 82,00. Sollte es dem Paar gelingen den Unterstützungswert von 81,85 zu durchbrechen könnte der Kurs heute sogar bis nahe dem Wert von 81,00 sinken.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung setzt seinen schwachen Handel um den Wert von 0,9420 fort. Das Paar bewegt sich seit dem 25. Januar um diesen Wert. Da die Tages-Charts derzeit gemischte Signale vermitteln, scheint es ratsam für Händler heute die Hände von dieser Paarung zu lassen und sich für andere Investments zu entscheiden.

Die Wild-Card

Rohöl

Nachdem der Rohölpreis über einen Zeitraum von 12 Tagen um etwa 800 Pips gesunken ist, legte er an einem einzigen Tag um 500 Pips zu und handelt momentan um den Wert von $ 90 pro Barrel. Da auch alle Oszillatoren auf dem Tages-Chart aufwärts weisen, scheint es, als würde neuerlicher zinsbullischer Handel bevorstehen. Hier könnte sich forex Händlern die großartige Gelegenheit bieten sich einem äußerst populären Trend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:54 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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