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Wednesday, 7 Dec 2011

Positionierung für die EZB Pressekonferenz und den Wirtschaftsgipfel ist angesagt

Die jüngsten CFCT IMM Daten zeigen, dass nicht kommerzielle Händler ihre größten EUR Käufe seit Juni vergangenen Jahres auf dem Devisenterminmarkt getätigt haben. Diese einseitige Positionierung könnte eine Short Squeeze Situation herbeiführen, falls die europäischen Führungskräfte anfangen Investoren bis zum Jahresende ein wenig Vertrauen einzuflößen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzdowndowndowndowndowndown
Resistance1.36101.600080.200.97751.07500.8830
1.35301.589079.500.94601.04500.8760
1.34901.578078.700.93301.03400.8660
Support1.33501.552576.550.90651.00500.8515
1.32601.542075.560.89200.96600.8485
1.31451.52700.87600.93850.8355

Wirtschafts News

EUR - Positionierung für die EZB Pressekonferenz und den Wirtschaftsgipfel ist angesagt

Der EUR nimmt die jüngsten negativen Schlagzeilen gelassen hin, während Investoren, im Vorfeld der EZB Richtlinien Konferenz am Donnerstag und dem 2-tägigen EU Wirtschaftsgipfel, anfangen ihre Positionen zu beziehen. An den Märkten wird mit einer Leitzinssenkung seitens der EZB von mindestens 25 Basispunkten gerechnet, wobei manch einer gar eine Senkung um 50 Basispunkte fordert. Die Entscheidung wird 45 Minuten vor dem Hauptereignis, der EZB Pressekonferenz, bekannt gegeben. Investoren werden darauf achten, ob die EZB ihre Grundhaltung abschwächen wird und würden es gerne sehen, wenn Draghi Hinweise darauf gäbe, dass die EZB seine „Panzerfaust“ herausholt, um die finanziell angeschlagenen Staaten mit zusätzlichen Anleihe-Käufen zu unterstützen.

Vergangene Woche ließ Draghi durchblicken, dass, falls die politischen Führungskräfte sich zu strikterer Haushaltsdisziplin verpflichten, weitere Maßnahmen folgen würden, „worauf es allerdings ankommt ist die Ablaufplanung“. Eingedenk der vorangegangenen Statements dürfte die EZB jedoch das Ergebnis des 2-tägigen EU Wirtschaftsgipfels abwarten, bevor sie sich zu einer offensiveren Unterstützungspolitik für Staaten wie Italien und Spanien verpflichtet.

Marktteilnehmer dürften sich bereits für ein positives Ergebnis des EU Wirtschaftsgipfels positionieren. Die jüngsten CFCT IMM Daten zeigen, dass nicht kommerzielle Händler ihre größten EUR Käufe seit Juni vergangenen Jahres auf dem Devisenterminmarkt getätigt haben. Diese einseitige Positionierung könnte eine Short Squeeze Situation herbeiführen, falls die europäischen Führungskräfte anfangen Investoren bis zum Jahresende ein wenig Vertrauen einzuflößen. Widerstand für die EUR/USD-Paarung findet sich beim Montags-Hoch von 1,3490 und beim Freitags-Hoch von 1,3550. Unterstützung findet sich beim Tief vom 30. November bei 1,3260, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,3145.

CHF - Schweizer Verbraucherpreisindex weist auf Deflation hin

Gestern veröffentlichte die Schweiz ihren Verbraucherpreisindex, dessen Daten besorgniserregend sind, Verbraucherpreise sanken auf den Monat gerechnet um 0,2%, und die jährliche Inflationsrate steht derzeit bei -0,5%. Während sich Deflation in der schweizer Wirtschaft breit macht wird zunehmend darüber diskutiert, dass die SNB den Mindestkurs für die EUR/CHF-Paarung von 1,20 auf 1,25 oder gar auf 1,30 anheben könnte. Bislang war die SNB in ihren Bemühungen erfolgreich. Es waren Investoren, die die EUR/CHF-Paarung näher an den Wert von 1,25 drückten, nachdem die SNB erklärte, sie würde keinen Kurs unter 1,20 tolerieren. Folglich dürfen wir keine zusätzlichen Maßnahmen seitens der SNB zur Schwächung des CHF erwarten, solange die Märkte keinen Versuch unternehmen den Wechselkurs unter den von der SNB festgelegten Wert zu drücken. Die EUR/CHF-Paarung findet Unterstützung beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,2220 und Widerstand bei 1,2500.

AUD - RBA geht 3 für 3 bei Leitzinssenkungen

Wie erwartet hat die Reserve Bank of Australia (RBA) gestern seinen Leitzinssatz um 25 Basispunkte gesenkt. Das ist schon die zweite Senkung in Folge innerhalb kurzer Zeit. Das nächste Treffen der Bank findet im Februar statt, und es besteht die Möglichkeit, dass die RBA 3 für 3 gehen wird. Derzeit steht der australische Leitzinssatz bei 4,25% und liegt damit weit über denen der anderen Haupt-Weltwirtschaften, was den AUD zu einer äußerst attraktiven Währung macht. Händler sollten allerdings über das nachlassende Wirtschaftswachstum in China besorgt sein, da China Australiens größter Handelspartner ist. Der jüngste HSBC Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen fiel im November von 54,1 auf 52,5. Das ist die langsamste Wachstumsrate dieser Erhebung in den vergangenen 3 Monaten. Der Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes lag mit 49 unter dem 50-Boom-Bust-Level und damit auf dem niedrigsten Wert seit November 2008. Allerdings scheint es, dass aufgrund der Reduzierung des chinesischen Reservesollsatzes in der vergangenen Woche chinesische Offizielle einer Richtlinienwandlung voraus sind und die Möglichkeit eines geringeren Wirtschaftswachstums anerkennen. Die AUD/USD-Paarung findet Widerstand bei 1,0350, dem Hoch vom 14. November,

Gold - Der Aufwärtstrend des Goldes kann den Widerstandswert nicht durchbrechen

Dem Goldpreis gelang es nicht über den wichtigen kurzzeitigen Widerstandswert anzusteigen, was zu einer Abwärtsbewegung führte. Der ursprüngliche Grund für den Preisrückgang liegt in der Stärke des USD, da der USD-Kurs im Vergleich zu den G10-Währungen weiterhin ansteigt. Der Goldpreis verzeichnete einen Spitzenwert von $ 1.761 pro Feinunze, dem von der von den September- und November-Hochs abfallenden Trendlinie, bevor er sich wieder nach unten zum ursprünglichen Unterstützungswert von 1.700 bewegte. Zusätzliche Unterstützung findet sich bei $ 1.666, dem Umkehrwert vom 21. November.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt, dass die Paarung in einer symmetrischen Dreiecksformation handelt, wobei die Widerstandslinie vom Mai-Hoch abfällt und die Unterstützungslinie vom Jahres-Tief. Erste Unterstützung dieses Chart-Musters findet sich diese Woche bei 1,3200. Ein Durchbruch hier dürfte wahrscheinlich nicht nur die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen, sondern ebenfalls zu 1,3050, der 61,8% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung von 2010 zu 2011. Das Januar-Tief von 1,2875 könnte eine zeitnahe Kurs-Aktion enthalten. Andererseits bildet das Hoch vom 18. November bei 1,3610 ersten Widerstand, gefolgt von der Mitte-November-Konsolidierung von 1,3860, bei der auch der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt. Der Spitzenwert der Dreiecksformation dürfte wahrscheinlich Aufwärtsbewegungen in Richtung 1,4230-1,2350 enthalten.

GBP/USD

Vergangene Woche fand die Paarung Widerstand bei 1,5780, einem Wert, der sich schon in der Vergangenheit als Widerstandswert erwiesen hat. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Oktober-Hoch von 1,6165. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart ist weiterhin rückläufig und so bildet das November-Tief von 1,5435 ersten Widerstand, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Die letzte Bastion der Unterstützung für die GBP/USD-Paarung findet sich bei der von den Tiefs in 2009 und 2010 ansteigenden Trendlinie deren Wert bei 1,0590 liegt.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung dehnt sich über die langfristige Trendlinie des Hochs in 2007 aus, deren Wert bei 78,70 liegt. Es bedarf eines Durchbruchs dieses Werts um den jüngsten Kursanstieg zu bestätigen. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart zeigt Aufwärtstendenz, so dass Händler weiteren Widerstand bei 79,50 vom Post-Interventions-Hoch finden dürften. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt ebenfalls knapp unter diesem Wert. Sollte die Paarung die langfristige Trendlinie nicht erreichen, dürfte sich der Stau zwischen 77,50-77,60 als unterstützend erweisen, während das Allzeit-Tief nahe 75,60 sich als letzte Unterstützung zeigt.

USD/CHF

Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt sich bereits rückläufig und auch der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart beginnt sich zu wenden. Das geschieht nachdem es der Paarung nicht gelungen ist einen Durchbruch oberhalb des Widerstandswerts von 0,9330 zu vollziehen. Folglich findet das Paar Unterstützungen bei 0,9065, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom November-Tief von 0,8760 und dem Oktober-Tief von 0,8565. Ein Durchbruch oberhalb des 0,9330 Widerstandswerts könnte Kursgewinne in Richtung des Jahres-Hochs von 0,9780 auslösen.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis traf bei der Trendlinie der September- und November-Hochs von $ 1.754 pro Feinunze auf Widerstand. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim November-Hoch von $ 1.708. Forex-Händler sollten beachten, dass, sollte die Trendlinie standhalten, der Goldpreis bei $ 1.700, dem Tief vom 30. November Unterstützung findet, gefolgt von $ 1.666, dem Umkehrwert vom 21. November.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:55 GMT
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05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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