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Friday, 11 Jun 2010
Positive Konjunkturdaten aus China und Europa bringen EUR/USD Auftrieb
Das Währungspaar EUR/USD begab sich am gestrigen Donnerstag auf Erholungskurs. Dabei stützten unter anderem positive Konjunkturdaten aus China die Einheitswährung. Darüber hinaus beflügelten positive Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke, der mit einer weiteren US-Wirtschaftserholung in den kommenden Monaten rechnet, die Märkte.
Das britische Pfund Sterling sowie weitere Risiko-Währungen werteten im Laufe des Handelstages auf. Zuvor äußerte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf der Pressekonferenz zum EZB-Zinsentscheid insgesamt optimistisch. Ein Aufleben der Risikobereitschaft am Markt war deutlich zu spüren, so Händler. Trichet sei es gelungen, die Märkte zu beruhigen und zugleich keinen Anlass zur Sorge an der Sicherung der Preisstabilität zu geben.
Auch für den Ölpreis ging es am Donnerstag aufwärts. Die gestiegene Konjunkturzuversicht brachte das Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit +300 Punkten auf $75,48. Damit markierte der Rohstoff ein deutliches Wochen-Hoch, während sich der Kurs für eine Feinunze Gold um $15 Dollar auf $1,217 verbilligte, nachdem das Edelmetall noch zu Wochenbeginn bis auf ein neues Rekord-Hoch geklettert war.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2220 | 1.4815 | 92.35 | 1.1550 | 0.8600 | 0.8305 |
| 1.2175 | 1.4775 | 92.10 | 1.1525 | 0.8550 | 0.8280 | |
| 1.2150 | 1.4745 | 91.70 | 1.1485 | 0.8510 | 0.8255 | |
| Support | 1.2065 | 1.4610 | 91.25 | 1.1397 | 0.8385 | 0.8210 |
| 1.2010 | 1.4550 | 90.85 | 1.1350 | 0.8355 | 0.8170 | |
| 1.1970 | 1.4500 | 90.60 | 1.1300 | 0.8310 | 0.8148 |
Wirtschafts News
USD - Dollar gibt gegen Risiko-Währungen nach
Am Donnerstag gab der US-Dollar gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Händler verwiesen auf eine zunehmende Risikobereitschaft der Anleger als Beweggrund. Diese war die direkte Reaktion auf einen optimistisch gestimmten Ben Bernanke und einen zuversichtlichen Jean-Claude Trichet hinsichtlich der gegenwärtigen Konjunkturlage in den USA und der Eurozone. Darüber hinaus will sich der Internationale Währungsfond (IWF), nach Aussagen von IWF-Direktor Dominique Strauss- Kahn, ab sofort mit den Schuldenproblemen der Industrieländer und mit der Regulierung der Finanzmärkte auseinandersetzen. Kurz- und mittelfristig sehen die Notenbanken von einer Anhebung der Zinsraten, trotz niedriger Rekordlevel, ab, so die Einschätzung von Marktbeobachtern.
EUR/USD legte um über 100 Punkte zu, konnte eine wichtige Unterstützung überwinden und handelt aktuell um 1,2075. Zum CAD gab der USD ebenfalls nach und bewegt sich mittlerweile um die Marke von 1,0330. Auftrieb gaben dem Kanadischen Dollar unter anderem die anziehenden Ölpreise. GBP/USD legte gestern einen Sprung von 125 Punkten an den Tag. Das zwischenzeitliche Tages-Hoch wurde inzwischen leicht korrigiert, dennoch handelte das Währungspaar heute Morgen im asiatischen Handel noch bei $1,4700.
Heute sollten Händler ihr Augenmerk auf den zur Veröffentlichung ausstehenden US-Indikatoren „Einzelhandelsumsatz (Mai)“ sowie „Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan (Juni)“ richten, die um 14:30 Uhr, bzw. 15:55 Uhr veröffentlicht werden. Abzuwarten bleibt, ob diese Konjunkturdaten den USD gegen den Euro wieder stützen können.
EUR - EZB-Ratssitzung stützt EUR
Der Euro wurde gestern zum US-Dollar fester gehandelt. Auf Grundlage des erneuerten Währungsabkommens mit der Europäischen Zentralbank (EZB) bestätigte US-Notenbankchef Bernanke im Rahmen einer internationalen Kooperation „alles zu tun, um Stabilität und wirtschaftliche Erholung zu gewährleisten“. Einheimische Unterstützung erhielt die Gemeinschaftswährung ferner von EZB-Chef Jean-Claude Trichet, der sich auf der Pressekonferenz zum EZB-Zinsentscheid insgesamt optimistisch zeigte. Trichet verteidigte den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbank, betonte jedoch, dass die im Kampf gegen die Krise ergriffenen Maßnahmen zeitlich begrenzt seien. Im Anschluss an die Pressekonferenz stabilisierte sich der Eurokurs, so Händler. Ihren Leitzins belässt die Zentralbank weiterhin auf dem historischen Tiefstand von 1,0% und bestätigt damit ein niedriges Inflationsrisiko. Trichet erwartet in den kommenden Monaten eine insgesamt mäßige Erholung der Konjunktur im Euroraum. Dies konnte der längst fälligen Erholung der Einheitswährung jedoch am gestrigen Donnerstag nicht abtun.
Zum USD wertete der EUR um 100 Punkte auf. Eine deutliche Erholung an den Aktienmärkten sowie die Aussagen von EZB-Chef Trichet haben den Euro gestützt, beobachteten Anleger. Das Währungspaar EUR/JPY tendierte ebenfalls höher bei über 111. Des Weiteren befand sich die europäische Gemeinschaftswährung mithilfe der nachlassenden Sorgen um eine globale Ausweitung der europäischen Schuldenkrise gestern im Aufwind.
Trotz bisheriger Talfahrt entspreche der aktuelle Wechselkurs des Euro Experten zufolge dem langjährigen Durchschnitt. Während einige Analysten ein Scheitern der Währungsunion nicht mehr für ausgeschlossen halten, empfinden andere den Kursrückgang für weniger besorgniserregend. Zur Veröffentlichung ausstehende Indikatoren aus der Eurozone heute: Verbraucherpreise und Leistungsbilanz aus Frankreich sowie Erzeugerpreise und Industrieproduktion aus Großbritannien.
JPY - Aufkommender Risikoappetit drückt Japans Yen
Am Donnerstag erholte sich der Euro bis auf über 111 JPY. Der japanische Yen gab gestern gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Gestützt von guten US-Vorgaben und der Euro-Erholung zum Yen konnten am Freitagmorgen an der Börse in Tokio deutlichen Kursgewinnen beobachtet werden, so Börsianer. Die als sichere Anlage geltende fernöstliche Währung gab angesichts der wiederauflebenden Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft nach.
Japan bleibt auch heute wieder der Wirtschaftsagenda fern. Bleibt es bei einer aufgehellten Anlagestimmung an den Märkten, kann entsprechend mit weiteren Abwärtstendenzen für den Yen gerechnet werden. Die Zuversicht der Investoren wirkt sich oft negativ auf den Kurs des japanischen Yen aus. Die Kursschwäche des JPY kann somit nach Analysteneinschätzung zunächst anhalten. Abzuwarten bleiben jedoch nächste Entwicklungen in Zusammenhang mit dem noch nicht vollständig verabschiedeten Rettungsschirm für die Eurozone.
Rohöl - Steigende China-Exporte und EUR-Aufwertung bringen Rohöl Auftrieb
Viel versprechende Konjunkturdaten aus China und die gestrige Euro-Stärke haben die Ölpreise am Donnerstag beflügelt. Dabei kletterte das Schwarze Gold auf ein neues 4-Wochen-Rekord-Hoch bis über $75 pro Barrel. Laut Regierungsberichten der Volksrepublik wurde im Monat Mai ein deutlicher Anstieg der Exporte um nahezu 49% gemessen.
Ein neu auflebender Konjunkturoptimismus am Markt sei deutlich zu spüren, so Händler. Experten sind sich einig, das die USA und Asien auf dem Vormarsch sind. Entsprechend ging es für den Ölpreis am Donnerstag aufwärts. Die gestiegene Konjunkturzuversicht brachte das Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit +300 Punkten auf $75,48. Damit markierte der Rohstoff ein deutliches Wochen-Hoch.
Der Kurs für die Feinunze Gold verbilligte sich wiederum um $15 Dollar auf $1.217, nachdem das Edelmetall noch zu Wochenbeginn bis auf ein neues Rekord-Hoch bei $1.250 geklettert war. Die aktuell höhere Risikofreudigkeit stützte am Donnerstag die Aktienmärkte und führte gleichzeitig zu einer geringeren Nachfrage nach Gold. Seit Monaten flüchten sich Anleger verstärkt in den sicheren Gold-Hafen, nachdem sich die angespannte Lage an den Finanzmärkten zuspitzte. Die auflebende Risikobereitschaft veranlasst Händler wieder zum Verkauf von Gold und zu als riskanter geltende Investitionen in Industriemetalle sowie Öl.
Technische News
EUR/USD
Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass dieses Paar sich bereits im „überverkauften“ Bereich bewegt und sich die jüngsten Aufwärtstendenzen zunächst verstärken könnten. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart kreuzt jedoch abwärts, was ein Zeichen für eine Kurskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters sein könnte. Demnach ist es heute womöglich richtig, deutlichere Zeichen erst einmal abzuwarten.
GBP/USD
Dieses Währungspaar scheint sich ebenfalls im „überverkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart eingefunden zu haben. Im weiteren Handelsverlauf könnten sich somit Kurskorrekturen nach oben ergeben. Auf der 4-Stunden-Chart kreuzt der Slow Stochastic aufwärts und bestätigt somit diese Annahme. Auf der Stunden-Chart verdichten sich die Bollinger Bands - ein Hinweis auf eine mäßige Preisvolatilität. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Der Preis dieses Währungspaares bewegt sich mittlerweile an den oberen Bollinger Bands auf der Stunden-Chart, was Abwärtsdruck signalisiert. Dennoch verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart, dass die Kurskorrektur nach oben weiteres Potenzial in sich tragen könnte. Warten Sie auch hier deutlichere Signale ab, bevor Sie diesem Markt beitreten.
USD/CHF
Der Aufwärtstrend dieses Paares gibt langsam nach. USD/CHF scheint sich mittlerweile um die 1,1440-Marke zu konsolidieren. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeutet, dass der jüngste Aufwärtstrend tatsächlich ein Ende finden könnte und eine abwärts gerichtete Preiskorrektur bevorsteht. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
Die Wild-Card
USD/CAD
Die deutliche Überwindung des unteren Bereichs der Bollinger Bands auf der Tages-Chart signalisiert starken Aufwärtsdruck für USD/CAD. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages- und 4-Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz. Der RSI der 4-Stunden-Chart verdeutlicht ebenfalls, dass das Paar bereits im „überverkauften“ Bereich schwankt. Forex -Anleger könnten von dieser Entwicklung profitieren, indem sie früh kaufen und den sich ankündigenden Aufwärtstrend aussitzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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