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Friday, 29 Jul 2011

Positive Wirtschaftsdaten unterstützen kurzzeitige Risikobereitschaft an den Devisenmärkten

Eine Reihe von Wirtschaftsdaten die gestern veröffentlicht wurden, zeichnete ein relativ positives Bild des US amerikanischen Wirtschaftswachstums. Die wöchentlichen Arbeitslosenansprüche verzeichneten mit 398.000 einen besser als vorhergesagten Anstieg. Ein Bericht über Eigenheimverkäufe zeigte einen kräftigen Aufwärtsknick und übertraf die Erwartungen in erheblicher Weise. Diese Nachrichten trugen dazu bei den Kurs des USD zu senken, während Händler zum Wochenschluss hin mit kleineren Beträgen ins Risiko gingen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownupno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.674581.500.85500.9075
1.45401.655079.600.8385 0.8880
1.44001.644078.500.82701.10800.8840
Support1.42501.626077.500.80001.10100.8700
1.40701.600076.111.08900.8650
1.37401.57801.05250.8610

Wirtschafts News

USD - Positive Arbeitsmarktdaten setzen US Dollar unter Druck

Der US Dollar handelte gestern leicht rückläufig, während Händler anfingen den jüngsten Aufschwung bei den USD Kursen neu zu bewerten. Die EUR/USD-Paarung fand gestern Widerstand nahe 1,4500 und sank beim späten Handel bis auf 1,4430. Zu den meisten anderen Währungspaarungen verhielt sich der Dollar in ähnlicher Weise.

Eine Reihe von Wirtschaftsdaten die gestern veröffentlicht wurden, zeichnete ein relativ positives Bild des US amerikanischen Wirtschaftswachstums. Die wöchentlichen Arbeitslosenansprüche verzeichneten mit 398.000 einen besser als vorhergesagten Anstieg. Ein Bericht über Eigenheimverkäufe zeigte einen kräftigen Aufwärtsknick und übertraf die Erwartungen in erheblicher Weise. Diese Nachrichten trugen dazu bei den Kurs des USD zu senken, während Händler zum Wochenschluss hin mit kleineren Beträgen ins Risiko gingen.

Da am heutigen Freitag wieder viele Wirtschaftspublikationen erwartet werden, können Dollar-Händler sich aufgrund erhöhter Liquidität auf erhebliche Währungsbewegungen einstellen. Allerdings wird sich der Wirtschaftskalender hauptsächlich auf Japan und die USA konzentrieren, mit mehreren Berichten zu Inflation und Bruttoinlandsprodukt. Angesichts des kräftigen Auf und Ab das er in den letzten Tagen durchgemacht hat, sowie der Tatsache, dass am kommenden Dienstag der Stichtag für das Anheben der US Schuldenobergrenze bevorsteht, steht der Dollar zum Wochenschluss im Mittelpunkt des Interesses.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse während Verkäufe italienischer Anlagen durchfallen

Angesichts der gestrigen Bekanntgabe von Daten, die nahe legten, dass auf dem deutschen Beschäftigungssektor eine Flaute eingetreten ist, handelte der Euro im Minus. Darüber hinaus schürten Verkäufe von italienischen Staatsanleihen die Befürchtungen, dass die Schuldenseuche wieder ins Rampenlicht rückt. Der geringe Erfolg dieser Verkaufsaktion führte dazu, dass sich viele regionale Investoren vom EUR abwandten, trotz der Aussicht auf Kursgewinne, sollten die USA in ihrem Bemühen die Schuldenobergrenze anzuheben keinen Erfolg haben.

Während die unterschiedlichen Wirtschaftswachstumsraten in den USA und Europa in dieser Woche im Mittelpunkt des Interesses standen, scheint es, als würden höhere Erträge erzielende Anlagen wie das GBP und der EUR, trotz eines Anstiegs der Risikofreudigkeit zur Wochenmitte hin, an Reiz verlieren. Zunehmende Risikovermeidung dürfte viele Investoren veranlassen in geringere Erträge erzielende Währungen, wie den USD und den JPY, zu investieren, während sich die Woche dem Ende neigt.

Am heutigen Freitag dürfte der Euro eine Bewertung seines jüngsten Abschwungs zu den anderen Haupt-Währungen erfahren, wobei eine schwache Abwärtstendenz vorzuherrschen scheint. Aus der Eurozone werden heute einige Wirtschaftspublikationen erwartet. Darüber hinaus sollten Händler auch die wichtigen Berichte aus den japanischen, US amerikanischen und kanadischen Volkswirtschaften beachten, die den ganzen Tag über veröffentlicht werden.

JPY - JPY im Abschwung während Händler sich nach Wertedepots umsehen

Der japanische Yen (JPY) handelte diese Woche im Plus zu den meisten anderen Währungen, als die Wirtschaftsnachrichten viele Händler dazu veranlassten sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuzuwenden. Der Yen erwies sich in den vergangenen Monaten als Top Performer wenn man bedenkt, dass in Zeiten verstärkter Risikofreudigkeit viele Händler auf japanische Carry Trades setzen und sie sich in Zeiten der Risikovermeidung dem JPY zuwenden. Angesichts des Gerede über die Schuldenlage in jüngster Zeit macht das den Yen zu einer attraktiven Währung.

Der JPY konnte gestern erhebliche Kursgewinne verzeichnen, nachdem die Verkäufe italienischer Staatsanleihen bewirkten, dass viele Investoren sich von der Eurozone abwandten und Zuflucht bei sichereren Anlagewerten suchten. Die Zuwendung zu riskanteren Währungen fand jedoch nicht statt, da Pessimismus um sich griff und dafür sorgte, dass ein Großteil der Handelsliquidität in traditionelle Wertedepots floss.
Demzufolge erwarten Händler noch vor Wochenschluss einen leichten Aufwärtsknick beim JPY.

Rohöl - Rohölpreis bewegt sich um die $ 98 pro Barrel

Der Rohölpreis fiel gestern beim späten Handel bis auf $ 97,50 pro Barrel. Wachstumsunterschiede zwischen den atlantischen Staaten wurden diese Woche ins Licht gerückt, da die Fertigungs- und Dienstleistungsdaten für Europa leichte Schwächen aufwiesen. Das führte bislang dazu, dass etliche Großinvestoren und Analysten eine Abwendung von EUR und anderen riskanten Anlagen, im Austausch für die Sicherheit des USD und JPY, in Erwägung zogen.

Während Investoren die Sicherheit suchten, verzeichnete der Preis für Rohöl, der den größten Teil der Woche über relativ stabil gewesen war, einen leichten Rückgang bis auf $ 97,50 pro Barrel. Der plötzliche Anstieg der Dollarkurse aufgrund der Risikostimmungslage in dieser Woche führte dazu, dass sich viele Investoren zögerlich von Anlagen wie Gold und Silber abwandten, allerdings schien Rohöl davon unberührt. Sollte der Rohölpreis den Rest der Woche noch unverändert bleiben, könnte es sein, dass sich der Preis wieder aufwärts bewegt.

Technische News

EUR/USD

Der EUR/USD-Paarung gelang es nicht den Handel unterhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen, und der Kurs versucht sich nun an der fallenden Trendlinie von den Hochs in Mai und Juli, das bei 1,4450 liegt. Das Kurzzeit-Momentum steigt derzeit an, und ein Durchbruch oberhalb dieses Widerstandswerts könnte Widerstand bei den Spitzenwerten von Juli, Juni und Mai bei 1,4580, 1,4700 und 1,4940 finden. Jedoch hat sich nach den Hochs vom Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche auf dem Tages-Chart ein rückläufiges Kerzen-Muster gebildet, was die Annahme unterstützt, dass der 3-Monats-Widerstandswert standhalten wird. Unterstützung findet sich bei 1,4015, 1,3835 und 1,3780 von der steigenden Trendlinie vom Juni-Tief in 2010.

GBP/USD

Nachdem er bis auf 1,5780, den 38% Fibonacci Rückführungswert der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011, abgesunken war, hat die Paarung einen Durchbruch oberhalb der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation und der fallenden Widerstandslinie von den April- und Mai-Hochs erzielt. Die Paarung fand jetzt Widerstand bei der zuvor durchbrochenen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010, was jetzt bei 1,6360 als Anfangswiderstand dient. Eine Bewegung oberhalb dieser Linie dürfte sich am Mai-Hoch bei 1,6545 versuchen, obwohl Rückläufigkeit beim Pfund Sterling Widerstand vor dem April-Hoch von 1,6745 leisten dürfte. Andererseits findet sich Unterstützung bei dem Kreuzungswert der Halslinie und des vorigen Widerstandswert der April- und Mai-Hochs von 1,6190. Zusätzliche Unterstützung findet sich bei 1,6000 und dem Juli-Tief von 1,5780.

USD/JPY

Das Wiedererstarken des Yen brachte die USD/JPY-Paarung einen Schritt näher an das Rekordtief von 76,11. Ein fallender Slow Stochastic auf dem Monats-, Wochen- und Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit bei dieser Paarung hin. Anfängliche Unterstützung findet sich bei 78,20, gefolgt von der unteren Linie der fallenden Keil-Formation vom Dezember 2008, deren Wert bei 77,50 liegt. Eine Bewegung darüber hinaus dürfte Widerstand bei 79,60 und 81,50 finden.

USD/CHF

Ein Versuch die USD/CHF-Paarung nach oben zu drücken traf beim Wert von 0,8270 auf Widerstand. Da sie nicht in der Lage ist die Kursgewinne zu halten, sieht es so aus, als würde sich die Paarung am jüngsten Rekordtief von 0,8080 versuchen. Ein jeglicher Versuch die Paarung nach oben zu drücken dürfte sehr wahrscheinlich bei 0,8270 und 0,8385 von der fallenden Trendlinie von dem Februar-Hoch auf Widerstand stoßen. Entsprechende Wertverkäufe der Paarung dürften auch bei 0,8550 ins Spiel kommen.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Eine Kombination der Schwäche des Euro und der Stärke des Yen drückte die EUR/JPY-Paarung kräftig nach unten. Die Paarung brach aus einem rückläufigen Flaggen-Muster aus und fand Unterstützung beim gestrigen Tief von 110,80, gefolgt von 109,55. Ein Durchbruch hier würde das Tief von Mitte März von 106,30 freilegen. Forex-Händler werden Widerstand bei 111,50 finden, gleichwohl könnte eine solche Aufwärtsbewegung bis zu 113,00 führen ohne das rückläufige Chart-Muster zu gefährden. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:01 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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