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Wednesday, 18 May 2011

Rückgang des USD hält zweiten Tag in Folge an

Der US Dollar eröffnete die Woche am Montag etwas stärker zum Euro, als Händler, wie schon in der Vorwoche, sich sichereren Anlagewerten zuwandten. Ab Montagabend richteten Händler ihren Fokus allerdings wieder auf die Unterschiede bei den Leitzinssätzen zwischen den USA und Europa, was die EUR/USD-Paarung wieder ansteigen ließ. Nachdem die Paarung bis auf 1,4050 abgesunken war fand sie Unterstützung und bewegt sich derzeit Richtung 1,4300.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupdownupno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.43071.629281.330.88091.06730.8785
1.42921.628281.220.88011.06610.8778
1.42831.627881.180.87981.06540.8774
Support1.42671.626881.070.87901.06420.8767
1.42601.626281.000.87861.06360.8764
1.42441.625280.880.87781.06240.8758

Wirtschafts News

USD - US Dollar setzt gestrigen Abschwung fort

Der US Dollar eröffnete die Woche am Montag etwas stärker zum Euro, als Händler, wie schon in der Vorwoche, sich sichereren Anlagewerten zuwandten. Ab Montagabend richteten Händler ihren Fokus allerdings wieder auf die Unterschiede bei den Leitzinssätzen zwischen den USA und Europa, was die EUR/USD-Paarung wieder ansteigen ließ. Nachdem die Paarung bis auf 1,4050 abgesunken war fand sie Unterstützung und bewegt sich derzeit Richtung 1,4300.

Die schwachen US Wirtschaftsdaten von gestern ließen Investoren anderweitig nach Marktdirektiven suchen. Die Aprildaten des US Immobilien- und Industriesektors lagen unter den Erwartungen, was auch auf die Kapazitätsauslastungsquote zutrifft. Demgegenüber zeigte der Verbraucherpreisindex (CPI) der Eurozone am Montag stetiges Wachstum. Diese Daten trugen dazu bei, dass Investoren ihr Interesse wieder auf die Unterschiede bei den Leitzinssätzen zwischen den USA und Europa richteten, was eine Abwendung vom Dollar zur Folge hatte.

Heute werden aus der Eurozone kaum Wirtschaftspublikationen erwartet, da die Finanzminister beim Treffen des Economic and Financial Affairs Council (ECOFIN) tagen um die Finanzlage der Eurozone zu besprechen. In den USA hingegen werden die Daten der Rohöllagerbestände und der Bericht zu den Schatzpapieren veröffentlicht. Sollten sich die entsprechenden Daten als negativ erweisen, könnte sich die jüngste Schwäche des USD verschlimmern, da immer mehr Händler ihr Interesse auf den höhere Erträge erzielenden Euro verlagern.

EUR - Trotz schwacher Nachrichtenlage verzeichnet der EUR weitere Aufwärtstendenz

Der Euro stieg gestern den zweiten Tag in Folge zum US Dollar und die Paarung näherte sich bis heute Morgen dem Wert von 1,4280. Die schwachen amerikanischen Wirtschaftsdaten von Montag und von gestern veranlassten viele Investoren, die noch vor zwei Wochen aufgrund nebulöser Leitzins-Statements seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) auf den USD gesetzt hatten, ihr Verhalten zu überdenken

Die gestrigen schwachen US Wirtschaftsdaten sind jedoch nur ein Teil des Gesamtbilds. Der Verbraucherpreisindex (CPI) der Eurozone, zeigte aufs Jahr gerechnet einen soliden, gleichmäßigen Inflationsanstieg. Die Kerndaten wiesen außerdem besser als erwartetes Wachstum auf. Die Kombination der Daten dieser zwei Volkswirtschaften rückten die unterschiedlichen Leitzinssätze in Amerika und Europa in den Vordergrund des Interesses, da sich die Stimmungslage am Markt verlagert. So gewannen gestern die die Befürworter eine Leitzinsanhebung die Oberhand, was den EUR zum USD steigen ließ.

Heute wird die Eurozone auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten sein, da die Finanzminister beim Treffen des Economic and Financial Affairs Council (ECOFIN) tagen um die Finanzlage der Eurozone zu besprechen. Kämpferische Statements könnten auf eine Verschärfung der Geldmarktpolitik in nächster Zeit hinweisen, jedoch sollten Händler sich bewusst sein, dass es wieder zu Risikovermeidung kommen dürfte, sollte die Statements nicht so stark ausfallen. In diesem Fall wird der EUR wohl wieder in Rückläufigkeit verfallen, insbesondere da er auch die Stärke seines regionalen Rivalen, dem Schweizer Franken (CHF), ausstechen muss.

JPY - JPY verharrt im Konsolidierungsmuster

Der japanische Yen (JPY) verzeichnete seit Anfang vergangener Woche unterschiedliche Ergebnisse, mit Kursgewinnen einerseits und Kursverlusten andererseits. Nach dem Auf und Nieder der letzten Woche könnte der japanische Yen jetzt einen Aufschwung verzeichnen, da Investoren nach Sicherheit streben und die Bank of Japan (BOJ) gestern Morgen diverse Berichte veröffentlichte, die helfen könnten die japanische Währung zu stützen. Die vorherrschende Grundhaltung zur Risikovermeidung überschattete den Handel der vergangenen Woche, da sich viele Händler dem Yen zuwandten und sich von höhere Erträge erzielenden Währungen, wie dem Euro und dem britischen Pfund Sterling, verabschiedeten.

Die USD/JPY-Paarung handelte heute Morgen mit leichter Aufwärtstendenz, fand Unterstützung nahe 80,70 und bewegte sich bei Öffnung des asiatischen Handels Richtung 80,90. Heute Morgen wurde der Bericht über die japanische monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen veröffentlicht, die einen moderaten Anstieg verzeichnete, was die japanische Währung beim heutigen Handel unterstützen dürfte. Allerdings werden die bestimmenden Faktoren für den Kurs des JPY heute eher die Wirtschaftsnachrichten aus den USA sein, und Händler sind gut beraten sich auf die Daten der US Rohöllagerbestände zu konzentrieren, da in letzter Zeit die Wechselwirkung zu Investmentzunahme immer stärker geworden ist.

Rohöl - Rohölpreis stabil nahe $ 98 pro Barrel

Der Rohölpreis war gestern überraschenderweise unter $ 98 pro Barrel gesunken, nachdem der Euro einen Kursanstieg zu seinem Hauptrivalen, dem US Dollar, verzeichnen konnte. Die US Rohöllagerbestände stiegen vergangene Woche die zweite Woche in Folge um 3 Mio. Barrel, und es wird erwartet, dass der heutige Bericht einen weiteren Anstieg der Lagerbestände um etwa 1,4 Mio. Barrel aufweisen wird. Der plötzliche Kursrückgang des Dollar ließ viele Analysten annehmen, dass der Ölpreis beim heutigen Handel Unterstützung finden werde, doch bislang zeigt sich lediglich Stabilität nach dem gestrigen Einbruch.

Ob Ölhändler versuchen werden den Ölpreis nach dem jüngsten Einbruch wieder anzuheben, bleibt abzuwarten, insbesondere wenn man die gestrige merkwürdige reziproke Beziehung zum USD bedenkt. Der Kursrückgang des Dollar könnte allerdings heute verspätete Wirkung zeigen was den Rohölpreis wieder ansteigen lassen dürfte.

Technische News

EUR/USD

Die EUR/USD-Paarung verhielt sich gestern zinsbullisch und steht derzeit bei 1,4280. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bestätigt die Annahme, dass die Paarung heute einen weiteren Anstieg verzeichnen dürfte. Andererseits zeigt der Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart, dass heute eine rückläufige Umkehr erfolgen könnte. Bei dieser Paarung erst dann einzusteigen wenn sich eindeutigere Signale ergeben dürfte heute eine kluge Entscheidung sein.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bildet sich ein zinsbullischer Cross, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur erfolgen dürfte. Die Aufwärtsrichtung wird auch vom RSI bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen dürfte heute die richtige Vorgehensweise sein.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/CHF

Diese Paarung verhielt sich in den letzten beiden Tagen rückläufig und steht derzeit bei 0,8790. Der Relative Strength Index (RSI) auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich bereits im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur einsetzen dürfte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen dürfte sich heute als richtige Wahl erweisen.

Die Wild-Card

CAD/CHF

Diese Paarung verzeichnete in den letzten beiden Tagen erhebliche Rückläufigkeit und fiel bis auf 0,9050. Allerdings bewegt sich der RSI auf dem 8-Stunden-Chart im überverkauften, was vermuten lässt, dass eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Hier könnte sich forex -Händlern die großartige Gelegenheit bieten sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:02 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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