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Wednesday, 25 May 2011
Rückkehr der Risikofreudigkeit lässt Dollar- und Yen-Kurs sinken
Ein Wiederaufleben der Risikofreudigkeit, ausgelöst durch stärkere US Wirtschaftsdaten, sorgte für Rückläufigkeit bei Safe-Hafen-Währungen wie dem US Dollar und dem Yen. Die Dollar-Block-Währungen erholten sich von den Tiefs am Montag, die vom Wiederaufflackern der griechischen Schuldenkrise und den schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten ausgelöst wurden.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4340 | 1.6452 | 83.11 | 0.9046 | 1.0746 | 0.8816 |
| 1.4209 | 1.6300 | 82.52 | 0.8935 | 1.0643 | 0.8769 | |
| 1.4154 | 1.6240 | 82.23 | 0.8867 | 1.0600 | 0.8741 | |
| Support | 1.4022 | 1.6088 | 81.63 | 0.8756 | 1.0496 | 0.8694 |
| 1.3945 | 1.5996 | 81.32 | 0.8713 | 1.0436 | 0.8675 | |
| 1.3814 | 1.5844 | 80.72 | 0.8602 | 1.0332 | 0.8628 |
Wirtschafts News
USD - US Immobiliendaten unterstützen Risikofreudigkeit
Nach der Bekanntgabe der besser als erwarteten Verkäufe von Hausneubauten in den USA zeigte sich der Dollar geschwächt. Die April-Zahlen wiesen einen Anstieg um 7,3% auf 323.000 gegenüber den März-Zahlen auf, die nach oben revidiert wurden mit einem 8,3% Anstieg auf 301.000. Die Zahl der auf dem Markt zum Verkauf stehenden Eigenheime fiel auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr.
Vor dem Hintergrund stärkerer US Daten verzeichnete der Dollar gestern Kursrückgänge zum Euro und anderen Dollar-Block-Währungen. Die EUR/USD-Paarung stieg bis auf den Höchstwert von 1,4132, nachdem sie zuvor beim tiefsten Tageskurs von 1,4033 gehandelt hatte und schloss den Handel bei 1,4057. Die AUD/USD-Paarung stieg bis auf 1,0581 und schloss letztlich bei 1,4096. Aufgrund der Erwartungen für steigende Inflationszahlen sprang die NZD/USD-Paarung über den Wert von 0,8000, kletterte bis auf 0,8014 und fiel letztlich zum Handelsschluss auf 0,7932 zurück. Der nächste Widerstandswert für diese Paarung findet sich beim Mai-Hoch von 0,8120. Die weltweiten Aktienbörsen reagierten unterschiedlich, wobei der Nikkei um 0,2% stieg, der britische FTSE um 0,4%, der S&P jedoch um 0,8% sank. Nach einem sehr positiven Bericht von Goldman Sachs notierten Rohstoffe Preisanstiege, der allein beim Rohölpreis fast 2% betrug.
Heute werden sich Händler wieder einmal ganz besonders auf die US Wirtschaftsdaten fokussieren und hier insbesondere auf die für 12:30 MGZ vorgesehene Bekanntgabe der US Kernrate der Umsätze langlebige Wirtschaftsgüter. Allgemeinhin wird hier ein Anstieg um 0,7% erwartet. Sollte das überschritten werden, könnte das wegen steigender Risikofreudigkeit zu neuerlichen Dollar-Verkäufen führen. Jedoch sollten Händler Vorsicht walten lassen, da sich die wieder belebte Risikofreudigkeit als kurzlebig erweisen könnte, da die griechische Schuldenkrise an den Devisenmärkten eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.
EUR - Deutsche Wirtschaftsdaten trugen zum Aufschwung des Euro bei, Pfund Sterling erhielt Auftrieb an der Trendlinie
Aufgrund besser als erwarteter deutscher Wirtschaftsdaten verzeichnete der Euro einen Aufschwung. Der Ifo Geschäftsklimaindex verharrte bei 114,2 gegenüber den allgemeinen Erwartungen von 113,9. Aufgrund der enttäuschenden europäischen Auftragseingänge der Industrie. -1,8% gegenüber den allgemeinen Erwartungen von -1,2%, verzeichnete der Euro kurzfristig einen Einbruch. Die 17-Nationen-Währung sank auch nachdem die griechische politische Opposition erklärte, sich weiteren Sparmaßnahmen zu widersetzen. Allerdings zeigte sich die Oppositionspartei auch offen für weitere Verkäufe von Staatsanlagen, was ein richtiger Schritt in Richtung Sicherung weiterer EU/IWF Hilfe sei.
Die gestrige Zunahme der Risikofreudigkeit reichte zwar aus den Euro zum Dollar positiv dastehen zu lassen, zu den anderen Währungen konnte der Euro allerdings keine Fortschritte verzeichnen. Die EUR/GBP-Paarung stieg zwar bis auf 0,8750, schloss den Handel allerdings im Minus bei 0,8690. Die EUR/CHF-Paarung schloss ebenfalls im Minus bei 1,2358 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,2449.
Das britische Pfund Sterling zeigte sich gestern gestärkt und fand Käufer aufgrund gestiegener Risikofreudigkeit und attraktiver technischer Werte. Die GBP/USD-Paarung fiel ursprünglich auf 1,6070 zurück, erhielt dann allerdings einen Auftrieb als der Kurs mit der steigenden Trendlinie von den Mai-Tiefs von 2010 übereinstimmte. Aufgrund des bevorstehenden revidierten Bruttoinlandsprodukts könnte das Pfund Sterling heute weitere Unterstützung finden. Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich bei 1,6320 von der unterbrochenen Trendlinie vom Januar-Tief.
JPY - Yen-Kurs sinkt aufgrund verringerter Safe-Hafen-Käufe
Aufgrund der Zunahme der Risikofreudigkeit hatte der Yen gestern das Nachsehen, da auch die japanischen Grundlagen auf eine weitere Verschlechterung der Konjunkturlage hindeuteten. Die Wachstumsaussichten für die japanische Wirtschaft schwinden, was auch dadurch unterstrichen wurde, dass die Rating-Agentur Moody's eine Warnung für das japanische Kredit-Rating aussprach. Die wirtschaftliche Einschätzung für den Monat Mai vom Beginn der Woche trug wenig dazu bei das Vertrauen von Investoren in die japanische Wirtschaft zu steigern, die wahrscheinlich schon vor dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März in eine Rezession gesunken ist. So wird der Yen auch weiterhin das Nachsehen haben, falls nicht etwas eintritt, was zu einer Rückkehr zu geringere Erträge erzielenden Safe-Hafen-Anlagen führen könnte.
Gestern stieg die USD/JPY-Paarung bis auf 82,21 gegenüber dem Eröffnungskurs von 81,79, um dann den Handel bei 81,92. zu schließen. Weitere Zielsetzungen für die USD/JPY-Paarung dürften die Rückführungswerte der April-Mai-Bewegung von 82,50 sein, gefolgt von 83,25.
Rohöl - Optimistischer Bericht lässt Rohölpreis ansteigen
Ein optimistischer Forschungsbericht der Investmentbank Goldman Sachs trug dazu bei, dass der Rohölpreis einen Anstieg verzeichnete. Die Bank ist bekannt dafür Empfehlungen für den Rohstoffmarkt auszusprechen, wie beispielsweise ein optimistischer Bericht im Jahr 2008, der einen Ölpreis von $ 200 pro Barrel vorhersagte, was zu einem Kaufrausch an den Rohstoffmärkten geführt hatte.
Goldman erhöhte seine Prognose für den West Texas Intermediate Rohölpreis von $ 100 auf $ 108 pro Barrel. Das führte zu einem allgemeinen Anstieg beim Rohölpreis. So stieg der Preis gestern bis auf $ 100 pro Barrel bevor er dann zum Handelsschluss wieder auf $ 98,77 zurückfiel.
Die gestrige Zunahme der Risikofreudigkeit in Verbindung mit dem optimistischen Rohölbericht führte zwar zum Anstieg des Rohölpreises, allerdings sollten Händler weiterhin auf der Hut sein, da zukünftige Preise von der europäischen Schuldenkrise und deren Auswirkung auf weltweite Wachstumserwartungen beeinflusst werden dürften.
Technische News
EUR/USD
Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sinkt das Momentum weiterhin kräftig ab. Erste Unterstützung findet sich beim 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt, und die nächsten Hauptwerte die ins Spiel kommen liegen zwischen 1,3910 und 1,3860. Der erste ist der 50% Rückführungswert der Januar-Mai-Bewegung. Der zweite ist der vorherige Unterstützungswert von Mitte März. Ein Durchbruch hier könnte den Wert von 1,3675 zum Ziel haben, bei dem der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt mit dem 61,8% Rückführungswert übereinstimmen. Widerstand findet sich bei 1,4130 gefolgt vom 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4340.
GBP/USD
Diese Paarung hat in den letzten beiden Tagen einen Aufschwung von der steigenden Trendlinie des Mai-Tiefs von 2010 erhalten. Bei einem Rückschritt auf diesen Haupt-Unterstützungswert empfiehlt sich die Einnahme einer Kauf-Position mit eng gesetzten Stopps unterhalb der Trendlinie. Unterstützung findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5935, der mit dem März-Tief übereinstimmt. Erster Widerstand findet sich bei 1,6320 von der durchbrochenen Trendlinie vom Januar-Tief.
USD/JPY
Der Yen zeigt sich weiter rückläufig nachdem er bereits Anfang Mai ein Tief zu verzeichnen hatte. Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart weist aufwärts, was auf einen Anstieg bei dieser Paarung schließen lässt. Ein Anstieg könnte den Rückführungswert der April-Mai-Bewegung von 82,50 zum Ziel haben, gefolgt von 83,25. Unterstützung findet sich bei 81,30 und dem Mai-Tief von 79,50.
USD/CHF
Das Wochen-Hoch von 0,8890 stimmt mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch überein. Händler sollten jedoch noch vorsichtig sein, da beide, Momentum und Slow Stochastic auf dem Tages-Chart auf weitere potentielle Kursgewinne hindeuten. Die Paarung könnte Widerstand nahe dem 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8930 finden. Das letzte Mal, dass die USD/CHF-Paarung nahe diesem Wert handelte, war zu Beginn des Jahres. Unterstützung findet sich bei 0.8745.
Die Wild-Card
Silber
Der gestrige Anstieg beim Silberpreis um $ 1,50 trug dazu bei, dass der Rohstoff den Handel nahe dem kurzzeitigen Widerstandswert von $ 36,50 pro Feinunze schloss. Forex-Händler sollten den nächsten Haupt-Widerstandswert von $ 39,50 ins Auge fassen. Stopps sollten unter dem Wert von $ 34 gesetzt werden. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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