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Thursday, 26 May 2011

Rückkehr zu risikofreudigem Handel in Asien verleiht den „Kiwi“ und Rohstoffen Auftrieb

Beim asiatischen Handel notierten die Dollar-Block-Währungen und die Rohstoffe merklich höher, während der Anstieg an den asiatischen Börsen auf eine mögliche Rückkehr zu risikofreudigem Handel schließen lässt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupdowndowndown
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.42821.655582.730.89581.07510.8836
1.41771.639382.350.88531.06300.8751
1.41321.633382.150.87891.05800.8703
Support1.40271.617181.770.86841.04590.8619
1.39671.607081.590.86431.03890.8583
1.38621.590981.200.85391.02680.8499

Wirtschafts News

USD - Dollar mit unterschiedlichen Ergebnissen nach dem Bericht über die Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter

Nachdem der Bericht über die Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter mit -1,5% weit unter den Erwartungen für einen 0,7% Zuwachs lag, verzeichnete der Dollar gestern unterschiedliche Ergebnisse. Das März-Ergebnis wurde allerdings von zuvor 1,3% auf 2,5% nach oben revidiert. Ursprünglich leitete der Bericht eine Reihe von USD Käufen ein, doch die negative Stimmung beim Euro sorgte dafür dass der Dollar bis auf 1,4117 anstieg, um dann den Handel bei 1,4081 zu schließen. Früher am Tag war die EUR/USD-Paarung aufgrund enttäuschender deutscher Verbraucherdaten sogar bis auf 1,4013 abgesunken. Interessanterweise stimmt das gestrige Tief mit der Halslinie eines potentiellen Kopf- und Schulter-Muster überein.

Heute Morgen hatte der Dollar wieder das Nachsehen, da die Rückkehr zu risikofreudigem Handel an den asiatischen Börsen für kräftige Gewinne sorgte. Der Nikkei stieg um 1,2%, und auch Rohstoffe wie Silber und Rohöl notierten erhebliche Gewinne. Die Gewinne beim asiatischen Handel könnten auf einen Bericht in der Financial Times zurückzuführen sein, der besagt, dass China angeblich interessiert sei sich an der Auktion portugiesischer Anleihen durch die European Financial Stability Facility zu beteiligen. Ein anderer Bericht besagt, dass China vorhabe 1,5% seiner Devisenreserven in neuseeländische und 2% in australische Anlagen zu investieren.

Heute dürften Händler bei den Zahlen des US Bruttoinlandsprodukts etwas positivere Ergebnisse erwarten. Die zweite der drei US Bruttoinlandsprodukt-Bekanntgaben wird wohl einen Anstieg von 2,2% verzeichnen, gegenüber der ursprünglichen Prognose von 1,8% für das 1. Quartal. Auch bei den wöchentlichen Zahlen der US Arbeitslosenansprüche wird eine leichte Verbesserung erwartet. Sollten die heutigen US Wirtschaftsdaten tatsächlich über den Markterwartungen liegen, könnte das dazu beitragen auf den Gewinnen beim asiatischen Handel von heute Morgen aufzubauen.

EUR - Nachfrage nach dem Euro in Asien steigt

Gestern handelte der Euro relativ schwach zum Dollar und verzeichnete merkliche Einbrüche zum Schweizer Franken und zum britischen Pfund Sterling. Die Auswirkungen der griechischen Schuldenkrise werden in den Währungspaarungen immer augenscheinlicher, während die Stärke des Dollar angesichts der anhaltenden lockeren Geldmarktpolitik der US Notenbank nur vorübergehend sein dürfte. Gestern fiel die EUR/CHF-Paarung auf ein Rekord-Tief von 1,2269, und die EUR/GBP-Paarung sank auf ein 10-Wochen-Tief von 0,8632.

Nach den Berichten über beabsichtigte chinesische Devisendiversifikationen erhielt der Euro dringend benötigte Unterstützung und die 17-Nationen-Währung verzeichnete Kursanstiege auf breiter Front. Es wird angenommen, dass die deutschen Importpreise steigen werden, allerdings in geringerem Maße als in den zurückliegenden Monaten. Weitere Preisanstiege in der deutschen Wirtschaft aufgrund der steigenden Rohstoffpreise dürfte das Thema Inflation wieder in die Schlagzeilen an den Devisenmärkten bringen. Überraschungen bei der Bekanntgabe neuer Wirtschaftsdaten könnten Händler in die Situation bringen sich wieder auf die Leitzinssatzunterschiede zwischen Europa und den USA zu fokussieren und die Thematik der europäischen Schuldenkrise auf kleiner Flamme zu halten.

JPY - Asiatische Börsen im Aufschwung während „Kiwi“-Kurs steigt

Der asiatische Handel erwischte heute einen guten Start vor dem Hintergrund erneuter staatlicher Kaufinteressen. Sowohl der neuseeländische als auch der australische Dollar verzeichneten kräftige Kursanstiege nachdem berichtet wurde, dass China vorhabe 1,5% seiner Devisenreserven in neuseeländische und 2% in australische Anlagen zu investieren. Das trug dazu bei, dass die NZD/USD-Paarung heute einen kräftigen Anstieg verzeichnete und sich an den Devisenmärkten außerhalb der G-10 Währungen als stärkster Performer erwies.

Zum australischen Dollar hat der neuseeländische Dollar erheblichen technischen Schaden angerichtet. Die AUD/NZD-Paarung sank von 1,3700, dem Hoch von Anfang Mai, heute Morgen unter den psychologischen Unterstützungswert von 1,3100. Beim Übernachthandel sank die Paarung immer tiefer und durchbrach den vorigen Unterstützungswert von 1,3190, der jetzt als vorläufiger Widerstandswert dient. Weitere Unterstützung findet sich bei 1,3100. Eine langfristigere Zielsetzung für die AUD/NZD-Paarung findet sich zwischen dem Januar-Tief von 1,2775 und dem 61,8% Rückführungswert des Tiefs von 2010 zum Mai-Hoch von 2011 bei 1,2740.

Rohöl - Rohölpreis steigt weiter an

Der Rohölpreis erholte sich wieder nachdem die Rohstoffpreise nach den Ausverkäufen von Anfang Mai sich recht gedämpft verhielten. Nachdem der wöchentliche Bericht über die US Rohöllagerbestände gestiegene Nachfrage von den Ölraffinerien auswies stieg der Rohölpreis an und schloss den Handel bei über $ 101 pro Barrel. Da die Bestandsdaten größer als erwartet ausgefallen sind und auch die Raffineriedaten sich positiv zeigten, kam es zu einem Aufschwung an den Ölmärkten. Die kräftige Nachfrage beim New Yorker Handel ließ den Ölpreis von $ 98,77 auf $ 101,54 pro Barrel ansteigen.

Seit den Ausverkäufen von Anfang Mai hat sich der Rohölpreis konsolidiert und auf dem Tages-Chart ein Dreiecksmuster gebildet. Obwohl der Preis gestern um fast $ 3 anstieg, waren die Preisrückgänge im Mai doch so heftig, dass der Preis noch bis auf $ 102,60 ansteigen müsste, bevor er sich an einem Aufwärtsdurchbruch versucht. Unterstützung findet sich nahe dem gestrigen Tief von $ 97,80.

Technische News

EUR/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sinkt das Momentum weiterhin kräftig ab. Erste Unterstützung findet sich beim 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt, und die nächsten Hauptwerte die ins Spiel kommen liegen zwischen 1,3910 und 1,3860. Der erste ist der 50% Rückführungswert der Januar-Mai-Bewegung. Der zweite ist der vorherige Unterstützungswert von Mitte März. Ein Durchbruch hier könnte den Wert von 1,3675 zum Ziel haben, bei dem der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt mit dem 61,8% Rückführungswert übereinstimmen. Heute Morgen entfernte sich die EUR/USD-Paarung vom Widerstandswert von 1,4130 und neuer Widerstand findet sich bei 1,4290 gefolgt vom 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4350.

GBP/USD

Diese Paarung hat in den letzten beiden Tagen einen Aufschwung von der steigenden Trendlinie des Mai-Tiefs von 2010 erhalten und traf auf Widerstand bei 1,6320 von der durchbrochenen Trendlinie vom Januar-Tief. Eine Bewegung darüber hinaus würde den Wert von 1,6151 testen. Unterstützung findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5935, der mit dem März-Tief übereinstimmt.

USD/JPY

Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart weist aufwärts, was auf einen Anstieg bei dieser Paarung schließen lässt. Der 14-RSI auf dem Tages-Chart steigt stetig an und bestätigt den kurzfristigen zinsbullischen Lauf. Die USD/JPY-Paarung hat bereits den 38% Rückführungswert der April-Mai-Bewegung erreicht und der Aufwärtsschwung könnte sich weiter fortsetzen. Die 50% und 61,8% Rückführungswerte erweisen sich als potentielle Ziele, die bei 82,55 und 83,25 liegen. Vor diesen Rückführungszielen findet sich erster Widerstand bei 82,20, gefolgt von 82,80. Die steigende Trendlinie von dem Mai-Tief sollte sich als Unterstützung beim dieswöchigen Tief von 81,30 erweisen.

USD/CHF

Das Wochen-Hoch von 0,8890 stimmte mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch überein. Seitdem verzeichnet die USD/CHF-Paarung einen Aufschwung und könnte als Ziel 0,8660 von der zuvor durchbrochenen unteren Trendlinie des Oktober-Tiefs von 2010 haben. Ein Durchbruch hier könnte als Ziel einen Abwärtsschwung bis 0,8553 haben.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Die AUD/NZD-Paarung sank von 1,3700, dem Hoch von Anfang Mai, heute Morgen unter den psychologischen Unterstützungswert von 1,3100. Beim Übernachthandel sank die Paarung immer tiefer und durchbrach den vorigen Unterstützungswert von 1,3190, der jetzt als vorläufiger Widerstandswert dient. Weitere Unterstützung findet sich bei 1,3040. forex Händler dürften eine langfristigere Zielsetzung für die AUD/NZD-Paarung ins Auge fassen, die sich zwischen dem Januar-Tief von 1,2775 und dem 61,8% Rückführungswert des Tiefs von 2010 zum Mai-Hoch von 2011 bei 1,2740 findet.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:03 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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