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Tuesday, 21 Apr 2009
Rezession entfacht erneut Safe-Haven-Käufe
Verluste an den US-Aktienmärkten bringen Investoren aus dem Konzept. Gewinner dabei sind Dollar und Yen, die vom Widerwillen der Händler, weitere Risiken einzugehen, profitieren. Die Rohölpreise fielen ebenfalls erneut, nachdem gestern deutlich wurde, dass die US-amerikanische Wirtschaft noch nicht über den Berg ist.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3030 | 1.4635 | 99.15 | 1.1765 | 0.7105 | 0.8965 |
| 1.3010 | 1.4615 | 98.95 | 1.1745 | 0.7085 | 0.8945 | |
| 1.2980 | 1.4585 | 98.65 | 1.1715 | 0.7055 | 0.8915 | |
| Support | 1.2920 | 1.4525 | 98.05 | 1.1625 | 0.6995 | 0.8855 |
| 1.2890 | 1.4495 | 97.75 | 1.1595 | 0.6965 | 0.8825 | |
| 1.2870 | 1.4475 | 97.55 | 1.1575 | 0.6945 | 0.8805 |
Wirtschafts News
USD - Verluste an den Aktienmärkten stärken Dollar
Der US-Dollar konnte seinen Aufwärtstrend gestern fortsetzen und verbuchte zum sechsten Tag infolge einen Zugewinn gegenüber dem EUR. Das Kurspaar erreichte einen einmonatigen Tiefstand. Verluste an den US-Aktienmärkten trieben die Kursgewinne des Dollars an. Diese rührten von wiederholt aufkeimenden Sorgen innerhalb des Bankwesens um eine sich verzögernde Erholung der US-Wirtschaft. Zum Tagesende am Montag lag der EUR bei $1,2907, von zuvor 1,3008. Das Britische Pfund notierte bei $1,4482 nachdem es den Handelstag bei 1,4470 gestartet hatte.
Während des Tageshandels konnte der Dollar überwiegend Gewinne verbuchen. Diese nahmen nach Veröffentlichung der Bilanz des Auftaktquartals der Bank of America zu. Es zeigte sich zwar, dass sich die Bankenbranche langsam auf Erholungskurs begibt, die Marktteilnehmer hatten jedoch offensichtlich mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Neue Spannungen waren zu spüren und heftige Verluste folglich an den US-Aktienmärkten zu beobachten. Der Dow-Jones-Index fiel bis auf 3,56%. Dies veranlasste Händler wiederum, ihre Positionen von Währungen, die höhere Erträge abwerfen, auf sichere Investitionen, wie US-Dollar und japanischer Yen, zu verlagern.
Die Verluste, die sich für den Dollar zunächst nach Einführung des Programms "Quantitative Easing" der US-Notenbank ergaben, haben sich mittlerweile in Luft aufgelöst. Eine neue zinsbullische Bewegung bei reduzierter Risikobereitschaft hat dementsprechend für die US-amerikanische Währung eingesetzt. Hohe Verluste an den Aktienmärkten haben die Bereitschaft der Marktteilnehmer, auf risikoreiche Währungen zu setzen, reduziert und somit den Dollar gestärkt. Dieser Trend könnte heute jedoch bereits einen ersten Umschwung erleben, sobald US-Finanzminister Geithner um 14:00 Uhr WEZ seine geplante Ansprache hält. Geithners Aussagen führen häufig zu Phasen hoher Volatilität an den Devisenmärkten. Das Paar EUR/USD könnte infolge dessen im heutigen Tagesverlauf bis auf 1,3000 klettern.
EUR - EUR weiterhin auf Talfahrt gegenüber Pfund und Dollar
Der EUR verliert aufgrund zusätzlicher Verluste an den Aktienmärkten und einer geminderten Risikobereitschaft an den Währungsmärkten weiterhin an Stärke. Seit Beginn des US-Notenbank Programms "Quantitative Easing" vor einem Monat, hat EUR/USD seine zuvor erreichten Gewinne wieder verloren. Einige Marktanalysten sind davon überzeugt, dass der Wertverlust des EUR in Zusammenhang mit der Stärkung der Anleihenmärkte vor drei Wochen steht. In diesen vergangenen drei Wochen verlor der EUR zum US-Dollar bereits 4%, zum GBP 2%.
Der rückläufige Trend des EUR gegenüber dem Britischen Pfund könnte sich heute wieder fortsetzen. Entscheidende Wirtschaftsdaten werden sowohl aus der Eurozone als auch aus Großbritannien erwartet. Die ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland sollen Prognosen zufolge eine deutliche Verbesserung zur Vormessung ausweisen. Aus dem Vereinigten Königreich werden ebenfalls wichtige Konjunkturdaten erwartet. Diese umfassen die Verbraucherpreise des Monats März sowie den Richtsatz der Inflationsrate, bestimmt durch die Bank of England (BoE). Die BoE scheint derzeit anderen Zentralbanken hinsichtlich ihrer Geld- und Währungspolitik voraus zu sein. Die erwarteten Daten könnten dementsprechend positiv ausfallen und das Britische Pfund stärken. Eventuell erreicht die britische Währung heute die 0,8825-Marke.
JPY - Geminderte Risikobereitschaft lässt Yen auf ganzer Linie anziehen
Großer Gewinner des gestrigen Kampfes im Sicherungsgeschäft war der japanische Yen, der deutliche Gewinne gegenüber den Hauptkurspaaren verbuchen konnte. Verluste an den US-Aktienmärkten veranlassten die Marktteilnehmer dazu, ihre Positionen neu anzupassen. Gewinnbringende Währungen wurden gegen den sicheren japanischen Yen eingetauscht. Somit erreichte USD/JPY 97,78 von zuvor 99,30. Auch GBP/JPY fiel von 146,69 auf 141,64 sowie EUR/JPY von 129,29 auf 126,21.
Für den Yen könnten sich heute folgende Entwicklungen ergeben: Sollten sich die Verluste an den Aktienmärkten zum zweiten Tag infolge fortsetzen, könnte dies die Bereitschaft der Händler zu risikoreichen Währungen erneut senken und den Yen antreiben. Die gestern erreichten Kursgewinne könnten jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn die Veröffentlichung der japanischen Handelsbilanz steht bevor. Dieser Wirtschaftsindikator könnte schlechter als seine Prognose ausfallen. Japans Export ist von der Finanzkrise stark getroffen. Zuvor veröffentlichte Zahlen hatten dramatische Verluste im Exportbereich verdeutlicht. Auf kurze Sicht könnte dies den Yen zunächst wieder schwächen.
Rohöl - Rohölpreise fallen weiter aufgrund Sorgen über Konjunkturlage
Anhaltende Rezessionsängste in den USA ließen die Ölpreise heute erneut fallen. Dramatische Verkäufe ergaben sich nach Veröffentlichung der Bilanz des Auftaktquartals der Bank of America. Der gestrige Handelstag endete mit einem Ölpreis bei $48,64 pro Barrel, was 7% unter dem Ausgangspreis des Tages lag.
Wie gewöhnlich lagerten Händler ihre risikoreichen Positionen in sichere Investitionen um. Demnach ergaben sich gestern deutliche Gewinne für Währungen wie US-Dollar und Japans Yen sowie für die Rohstoffe Gold und Silber. Der heftige Preissturz könnte Rohöl in eine überkaufte Position bringen. Die $50-Marke lässt noch einige Gewinne im Ölhandel zu.
Technische News
EUR/USD
Aktuell bewegt dieses Paar im "überkauften" Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Eine gute Strategie könnte sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
GBP/USD
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im "überkauftem" Bereich, was bedeuten könnte, dass sich eine Berichtigung nach oben ergibt. Auch hier könnte die richtige Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald der aufwärts gerichteter Durchbruch erfolgt.
USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf Stunden-Chart setzen sich fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Aktuell bewegt sich dieses Kurspaar im unteren Bereich des RSI der 4-Stunden-Chart. Hier steht eine Aufwärtsberichtigung ebenfalls bevor. Wieder einmal könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
USD/CHF
Ein neues Cross, Tendenz fallend, hat sich für den Slow Stochastic auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die fallende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. In diesem Fall gilt: sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Rohölpreise fielen gestern deutlich und erreichten $48,60 pro Barrel. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich im "überkauften" Bereich und deutet auf eine bevorstehende zinsbullische Berichtigung hin. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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