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Wednesday, 14 Jul 2010
Risikoappetit kehrt an Märkte zurück
Am Dienstag kehrte der Risikoappetit der Händler an die Märkte zurück. Der Euro markierte ein 2-Monats-Hoch gegen den US-Dollar. Investoren testen sich langsam wieder an riskantere Anlagen heran. Die globalen Aktienmärkte befanden sich im Aufwind und die Auktion griechischer Geldmarktpapiere verlief am gestrigen Handelstag positiv. Händler stoßen ihre Save-Haven-Währungen ab und konzentrieren sich auf gewinnträchtige und risikoreiche Anlagen, wie volatile Währungen und Rohstoffe.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2945 | 1.5305 | 89.95 | 1.0662 | 0.8889 | 0.8422 |
| 1.2878 | 1.5275 | 89.62 | 1.0630 | 0.8866 | 0.8399 | |
| 1.2799 | 1.5245 | 89.30 | 1.0601 | 0.8845 | 0.8376 | |
| Support | 1.2581 | 1.5215 | 88.61 | 1.0540 | 0.8801 | 0.8334 |
| 1.2449 | 1.5184 | 88.30 | 1.0509 | 0.8778 | 0.8311 | |
| 1.2240 | 1.5151 | 87.99 | 1.0481 | 0.8756 | 0.8287 |
Wirtschafts News
USD - USD verliert erneut gegen europäische Währungen
Mit der gestrigen Rückkehr der Risikobereitschaft erlitt der Dollar erneut Rückschläge. Dabei verzeichnete die US-Währung Kursverluste gegen die Hauptwährungen, insbesondere britisches Pfund Sterling und Euro. Händler verweisen auf steigende globale Aktienkurse als ein Beweggrund für die jüngste Dollar-Abwertung. Ferner stieg das Handelsbilanzdefizit der USA im Mai laut US-Handelsministerium überraschend auf den höchsten Stand seit November 2008. Das Defizit kletterte um 4,8% auf $42,27 Mrd. von zuvor $40,32 Mrd. im April. Hinzu kamen positive Konjunkturdaten aus dem Euroraum wie beispielsweise Verbraucherpreise in Großbritannien sowie ZEW-Konjunkturindex für Deutschland.
GBP/USD ist in den letzten 24 Stunden um nahezu 200 Punkte in die Höhe geklettert. Trotz der moderaten Kurskorrektur, scheint sich das Währungspaar mittlerweile um die Marke von 1,5200 zu stabilisieren. EUR/USD markierte am Dienstag ein neues 2-Monats-Hoch. Im Laufe des gestrigen Handelstages legte das Cross um 175 Punkte zu und wird aktuell um die Marke von 1,2720 gehandelt.
Heute erwarten Händler wichtige, kursbewegende Konjunkturdaten aus den USA, die voraussichtlich Kursschwankungen am Markt auslösen werden: Um 14:30 Uhr wird der US-Einzelhandelsumsatz ausgegeben. Die Prognosen belaufen sich auf einen Rückgang im Vormonatsvergleich um 0,3%. Ein Ergebnis über den Erwartungen der Marktbeobachter, könnte den USD stützen. Weiter auf der heutigen US-Agenda steht das Protokoll der Sitzung vom 22./23. Juni des Offenmarktausschusses der Notenbank (FOMC) um 20:00 Uhr. Händler erhalten hier aktuelle Hinweise zum Thema Projektionen zu Wachstum, Inflation und Arbeitslosenquote. Für den USD könnten sich zum Zeitpunkt des Protokolls kräftige Kursschwankungen einstellen.
EUR - Euro wertet wieder zu Safe-Haven Dollar und Yen auf
Deutlich steigende globale Aktienkurse stützten die europäische Gemeinschaftswährung EUR am Dienstagnachmittag gegen übrige Hauptwährungen. EUR/USD kletterte im Laufe des Handelstages bis auf ein 2-monatiges Rekordhoch, bevor sich leichte Kurskorrekturen nach unten einstellten. Aktuell handelt das Paar bei 1,2720. Zum japanischen Yen wertete der Euro in den vergangenen 24 Stunden um über 200 Punkte auf. Das Cross EUR/JPY bewegt sich konstant um die Marke von 113,10.
EUR-Händler sollten heute sowohl in Bezug auf Konjunkturdaten aus der Eurozone, als auch aus den USA aufmerksam bleiben, die voraussichtlich verstärkt Einfluss auf die Finanzmärkte nehmen werden. Um 11:00 Uhr stehen aktuelle Zahlen zu den Verbraucherpreisen (Juni) sowie zur Industrieproduktion (Mai) in der Eurozone zur Veröffentlichung aus. Positive Ergebnisse können die Anlegerstimmung im Euroraum weiter steigern. Insbesondere zum US-Dollar, Yen sowie Pfund Sterling könnte die Einheitswährung Kursgewinne verbuchen. Gleichzeitig fallen die Prognosen für zur Veröffentlichung ausstehende Konjunkturindikatoren aus den USA heute negativ aus. Sollten die Daten aus den Vereinigten Staaten nach wie vor enttäuschen, wird der Dollar voraussichtlich erneut Boden gegen den Euro abgeben müssen.
JPY - Yen fällt angesichts steigender Aktienkurse
JPY verzeichnete im Overnight-Geschäft überwiegend Kursverluste gegen die Hauptwährungen. Das Währungspaar USD/JPY legte in den vergangenen Handelstagen um mehr als 80 Punkte zu. GBP/JPY schoss in den letzten 24 Stunden um erstaunliche 270 Punkte in die Höhe. Steigende Aktienkurse belasteten die unter Investoren als Save-Haven geltende japanische Währung, so Händler. Der sich verbreitende Marktoptimismus mindert die Nachfrage nach „sicheren“ Währungen wie USD und JPY. Solange die US-amerikanischen und asiatischen Börsen fester schließen, wird sich der Abwärtstrend für JPY voraussichtlich fortsetzen.
Da Japan heute keine bedeutenden Indizes veröffentlicht, werden die kurzfristigen Tendenzen des Yen voraussichtlich von Konjunkturdaten aus der Eurozone und Großbritannien bestimmt werden. JPY-Händler sollten dabei den um 10:30 Uhr erwarteten Arbeitsmarktdaten (Juni) aus Großbritannien Aufmerksamkeit schenken. Hier werden aktuelle Zahlen zu Arbeitslosengeldbezieher sowie Arbeitslosenquote ausgegeben. Darüber hinaus ist ebenso das Ergebnis zur Industrieproduktion (Mai) in der Eurozone um 11:00 Uhr von Bedeutung. Für beide Indizes soll sich das Endergebnis laut Experten im Vergleich zur Vormessung verbessern. Entsprechend kann der Yen erneut unter Druck geraten.
Rohöl - Ölpreise steigen einstimmig mit wachsendem Anlegervertrauen
Mit einer aufgehellten Anlegerstimmung am Markt, haben auch die internationalen Ölpreise in den vergangenen Handelstagen angezogen. In den letzten 24 Stunden ist der Rohöl-Kurs im Vorfeld des wöchentlichen Berichts zu den US-Rohöllagerbeständen um 265 Punkte gestiegen. Entsprechend der Prognose des American Petroleum Institute (API) sollen sich die US-Lagervorräte in der vorangegangenen Woche erhöht haben. Entsprechend ist die Nachfrage schwach, die Preise könnten erneut unter Druck geraten.
Analysten zufolge ist die Kurserholung der letzten Tage auf den schwächeren Dollar und nicht auf den tatsächlichen Bedarf zurückzuführen. Am Dienstagnachmittag tendierten die Ölpreise zunächst mit deutlichen Aufschlägen gegenüber dem Vortag. Ein Barrel US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostete $75,90 und damit 1,27% mehr als am Vortag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent handelte mit $75,55. Zur Veröffentlichung ausstehende Konjunkturdaten aus dem Euroraum und den USA sollte heute Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die globale Anlegerstimmung nimmt derzeit verstärkt Einfluss auch auf die Ölmärkte. Optimismus versprechende Konjunkturdaten aus Europa können die Ölpreise unterstützen.
Technische News
EUR/USD
Die gestrige Aufwertung hatte die Überwindung der langfristigen, abwärts gerichteten Trendlinie auf der Tages-Chart, die bereits im Dezember 2009 einsetzte, zur Folge. Eine Trendwende bestätigt die positiv geneigte Trendlinie des 20- und 50-Tage Simple-Moving-Average (SMA). Es werden Aussichten auf Aufwärtstendenzen deutlich. Entsprechend sollten Händler diesen Trend für sich nutzen und auf steigende Kurse setzen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart ist ein False-Break-Out (Fehlausbruch) zu erkennen. Das Paar ist über die Aufwärtstrendlinie ausgebrochen, die sich am 8. Juni bildete. Gestern erreichte GBP/USD den Widerstand bei 1,5240 und kehrte in seine Handelsspanne zurück. Dies bestätigt den Fehlausbruch. Der nächste bedeutende Widerstand liegt bei 1,5380 und 1,5520.
USD/JPY
Dieses Paar testet derzeit den Widerstand bei 89,15. Das Momentum ist stark aufwärts geneigt. Der RSI tendiert deutlich höher. Ein Durchbruch über die Widerstandmarke könnte den Preis bis auf 89,75 drücken. Bei dieser Marke könnte sich eine Trendwende einstellen.
USD/CHF
Nach dem deutlichen Abwärtstrend, der Anfang Juni einsetzte, werden ersten Anzeichen einer Konsolidierung nahe des 61,8%- Fibonacci-Retracement-Level ersichtlich. Hier ergeben sich gute Einstiegschancen zurück in den Abwärtstrend. Bislang lag das Tageshoch am heutigen Mittwoch bei der 10-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA). Der nächste Richtpreis könnte sich um das Wochen-Tief um 1,0480 befinden.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Ölpreis am Spotmarkt steig in Folge der Kaufsignale auf der Tages-Chart. Der 5-Tage-Durchschnitt hat oberhalb des 20-Tage-Durchschnitt gekreuzt, was ein Zeichen für den Beginn eines neuen Aufwärtstrends sein könnte. CFD-
Forex -Händler sollten bei diesem Rohstoff auf steigende Kurse bei einem kurzfristigen Richtpreis um $80 setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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