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Tuesday, 14 Jul 2009
Risikobereitschaft belebt Handel
Der Yen ging im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern kräftig zurück, und der Dollar verzeichnete geringe Verluste zu allen Währungspartnern mit Ausnahme des Yen, nachdem an den weltweiten Aktienmärkten eine Erholung eingetreten war. Diese Erholung veranlasste Investoren sich riskanteren, höhere Erträge erzielenden Anlagewerten zuzuwenden und der Sicherheit des USD und JPY den Rücken zuzukehren. Da Risikobereitschaft beim heutigen Handel den Ton angeben wird und die Marktbedingungen weiterhin durchwachsen sind, sollten Händler sich auf die wichtigen Wirtschaftsdaten konzentrieren, die heute in den USA und Europa veröffentlicht werden, da diese maßgeblich für die Entwicklung des Marktes sein dürften.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4085 | 1.6345 | 94.05 | 1.0925 | 0.7945 | 0.8700 |
| 1.4045 | 1.6315 | 93.75 | 1.0895 | 0.7917 | 0.8665 | |
| 1.4015 | 1.6285 | 93.45 | 1.0864 | 0.7887 | 0.8636 | |
| Support | 1.3950 | 1.6220 | 92.85 | 1.0800 | 0.7823 | 0.8572 |
| 1.3920 | 1.6190 | 92.55 | 1.0770 | 0.7855 | 0.8540 | |
| 1.3890 | 1.6160 | 92.25 | 1.0740 | 0.7885 | 0.8510 |
Wirtschafts News
USD - Erholung an der Wall Street lässt Dollar abstürzen
Am Montag erlebte der Dollar einen Absturz im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner. Die Erholung an der Wall Street wurde durch positive Kommentare hinsichtlich des Finanzsektors seitens der Analystin Meredith Whitney ausgelöst. Sie gab ihre Kommentare beim Fernsehsender CNBC (Business Channel) ab, wo sie sagte, Bankaktien würden kurzfristige Gewinne von 15% erzielen und Finanz-Unternehmen werden in den kommenden Wochen besser als erwartete Ergebnisse vorlegen. Ab diesem Zeitpunkt ging es an der Wall Street aufwärts, was sich in erhöhter Risikobereitschaft bei US-Aktien und Rohstoffen widerspiegelte. Das Ergebnis war ein schwacher Dollar während des gesamten gestrigen Handels.
Der USD verlor gestern 50 Pips zum EUR und schloss bei 1,3974. Hauptsächlich war das auf die erhöhte Risikobereitschaft der Investoren zurückzuführen. Die GBP/USD-Paarung kletterte um dramatische 120 Pips bis auf 1,6244. Hier lag der Grund auch darin, dass der britische Immobilienmarkt jüngst die Talsohle überwunden hat. Allerdings stieg der Dollar um 50 Pips zum JPY und verzeichnete damit den ersten Anstieg innerhalb eines Tages seit 2 Wochen. Das lag auch daran, dass Händler sich vom Yen abwandten, der sich in letzter Zeit zur Nummer 1 der Safe-Hafen-Währungen entwickelt hatte.
Für heute werden einige wichtige Daten hinsichtlich der US-Wirtschaft erwartet. Da sind beispielsweise die Kernrate der Einzelhandelsumsätze, der Erzeugerpreisindex (PPI) und die Einzelhandelsumsätze, die alle um 12:30 MGZ veröffentlicht werden. Falls die Ergebnisse schlechter als vorhergesagt ausfallen werden, dürfte der USD auch am heutigen Tag rückläufig sein. Sollten sie jedoch den Vorhersagen entsprechen oder gar besser ausfallen, dürfte der Dollar zur Wochenmitte hin eine Aufwärtstendenz aufweisen.
EUR - EUR/USD-Kurs steigt angesichts der ZEW-Konjunkturerwartungen
Im Vorfeld der heutigen Bekanntgabe der deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen stieg am Montag der Kurs des EUR zum Dollar. Dieser Index ist ein wichtiger Maßstab für den Gesundheitszustand der Wirtschaft in Deutschland und der Eurozone. Experten sagen einen Wert von 48,0 vorher, der damit erheblich höher liegt als der vorangegangene Wert von 44,8. Das verhalf dem EUR gestern zu seinem Anstieg zum USD. Die Erholung an den Aktienmärkten in den USA und der Eurozone trug allerdings ebenfalls dazu bei. Folglich wandten sich Investoren vom USD ab und investierten in die höhere Erträge erzielenden Währungen, wie den EUR und das GBP.
Die EUR/USD-Paarung kletterte um 50 Pips auf 1,3974, da der EUR einen recht zinsbullischen Handel im Vergleich zu einer Anzahl seiner Haupt-Währungspartner verzeichnete. Der EUR/GBP-Kurs ging allerdings um 35 Pips auf 0,8601 zurück. Das lag daran, dass die Stimmung auf dem britischen Immobiliensektor sich auf dem höchsten Stand seit 2007 befindet. Zum ersten Mal seit etlichen Tagen verzeichnete der EUR Gewinne zum JPY, und die Paarung kletterte um 120 Pips auf 129,98, da Händler sich in höhere Erträge erzielende Währungen einkauften. Obendrein erkannten Händler wohl, dass diese Paarung in den vergangenen 2 Wochen unterbewertet war.
Für heute stehen die Veröffentlichungen vieler wichtiger Wirtschaftsdaten in Großbritannien und der Eurozone an. Um 08:30 MGZ erfolgen die Bekanntgaben des Verbraucherpreisindexes und des Einzelhandelspreisindexes für Großbritannien. Um 09:00 MGZ erwarten wir dann die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen und die Zahlen der Industrieproduktion für die Eurozone. Diese Daten sind wichtig beim heutigen Handel für die Wertbestimmung des EUR und des GBP im Vergleich zu ihren Haupt-Währungspaarungen.
JPY - Yen auf Talfahrt im Vergleich zu anderen Haupt-Währungen
Beim Handel am Montag ging der Yen im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen auf Talfahrt. Grund dafür war die Erholung an den Aktienmärkten, allen voran die Bankenaktien. Folglich ließen Händler den Yen für höhere Erträge erzielende Anlagewerte fallen. Das betraf unter anderem Währungen wie das GBP und den EUR, sowie Rohstoffe wie beispielsweise Rohöl. Ein weiterer Grund für den Rückgang der japanischen Währung war die Expertenansicht, dass dem Yen bald eine Abwärtskorrektur bevorstehen werde.
Die USD/JPY-Paarung fiel um etwa 50 Pips auf 92,89. Die Paarung GBP/JPY hingegen stieg drastisch um 180 Pips auf 150,89. Das rückläufige Verhalten des Yen könnte sich auch beim heutigen Handel fortsetzen, da die pessimistischen Daten vom Montag für die japanische Industrieproduktion sich weiterhin auswirken dürften. Das gilt umso mehr, da für heute keine wichtigen neuen Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet werden. Folglich dürfte der der JPY-Handel von heftiger Volatilität bestimmt werden.
Rohöl - Positive Grundstimmung verleiht Rohölpreis leichten Aufschwung
Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Grundstimmung stieg der Rohölpreis gestern wieder auf über $60 pro Barrel an. Der Rohölpreis profitierte gestern ebenfalls davon, dass Händler sich bei riskanteren Anlagewerten einkauften. Auch ließ der schwache Dollar vorhersehbar den Rohölpreis ansteigen. Weitere Gründe für die Aufwärtsbewegung beim Rohölpreis waren die Erholung an der Wall Street und die Aussage des US-Finanzministers, Timothy Geithner, der verlauten ließ, die US-Rezession sein innerhalb weniger Monate überstanden.
Für heute dürften zwei Faktoren dafür ausschlaggebend sein den Rohölpreis über dem Wert von $60,50 zu halten. Zum einen ist da der schwache Dollar, und da das schwarze Gold in Dollar bewertet wird, führt ein rückläufiger Dollar für gewöhnlich zu einem Anstieg beim Ölpreis. Zum anderen könnten positive Wirtschaftsdaten aus den USA zu erhöhter Risikobereitschaft führen, was seinerseits einen Anstieg beim Rohölpreis nach sich zieht. Die Frage ist nur, kann der lang erwartete Rohölpreisanstieg sich weiter ausdehnen?
Technische News
EUR/USD
Das Tages-Chart zeigt, dass diese Paarung derzeit dem Range Trading innerhalb einer begrenzten Handelsspanne unterliegt. Da der RSI auf dem Tages-Chart jedoch unter die 70 Linie gesunken ist, scheint es, als könne sich bald ein rückläufiges Momentum abzeichnen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute als die richtige Wahl erweisen.
GBP/USD
Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Stunden-Chart bewegt sich jedoch schon im überkauften Bereich, was auf eine in naher Zukunft bevorstehende rückläufige Korrektur schließen lässt. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Der zinsbullische Trend verliert an Kraft, und das Paar scheint sich um den Wert von 93 zu konsolidieren. Der RSI auf dem Stunden-Chart bewegt sich bereits im überkauften Bereich, was darauf schließen lässt, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen scheint hier eine bevorzugte Strategie zu sein.
USD/CHF
Bei dieser Paarung ging es in den letzten beiden Tagen recht holprig zu, doch eine klare Ausrichtung zeichnete sich nicht ab. Das 4-Stunden-Chart vermittelt zinsbullische Signale, wohingegen der Trend beim Tages-Chart rückläufig zu sein scheint. Händlern wird geraten auf klarere Signale bei den Stunden-Charts zu warten, bevor sie in den Markt einsteigen.
Die Wild-Card
EUR/GBP
Die Paarung steckt inmitten einer sehr starken rückläufigen Korrekturbewegung, die noch viel Kraft in sich trägt. Der Slow Stochastic Oszillator auf den Stunden-Chart vermittelt ebenfalls ein Abwärtssignal. Hier bietet sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit sich einer recht viel versprechenden rückläufigen Korrektur anzuschließen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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