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Wednesday, 7 Jul 2010
Risikobereitschaft der letzten Woche kehrt an die Märkte zurück
Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Rallye der letzten Handelswoche auch am Dienstag fort. Nach dem langen US-Feiertagswochenende waren die Märkte in den Vereinigten Staaten gestern wieder geöffnet. Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Tagesverlauf gegen den USD auf, während der ISM-Index für das nicht-verarbeitende US-Gewerbe im Juni mit 53,8 Punkten unter den Erwartungen der Experten lag. Somit wurde ein weiterer Konjunkturindikator aus den USA veröffentlicht, der enttäuschte und die Sorge um ein ablassendes Wirtschaftswachstum in Übersee verstärkte. EUR/USD verbuchte am Dienstag überwiegend Kursgewinne, gab jedoch einen Teil dieser bis Handelsschluss wieder ab, nachdem Marktbeobachter erneuten Druck auf den Euro prophezeiten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2670 | 1.5210 | 88.25 | 1.0700 | 0.8470 | 0.8405 |
| 1.2650 | 1.5190 | 88.05 | 1.0680 | 0.8450 | 0.8385 | |
| 1.2620 | 1.5160 | 87.75 | 1.0650 | 0.8420 | 0.8355 | |
| Support | 1.2560 | 1.5100 | 87.15 | 1.0590 | 0.8460 | 0.8295 |
| 1.2530 | 1.5070 | 86.85 | 1.0560 | 0.8430 | 0.8265 | |
| 1.2510 | 1.5050 | 86.65 | 1.0540 | 0.8410 | 0.8245 |
Wirtschafts News
USD - ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe enttäuscht Erwartungen
Am Dienstag verzeichnete der US-Dollar gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursverluste, nachdem das Ergebnis zum ISM-Index für das nicht-verarbeitende in den USA die Erwartungen der Experten enttäuschte. Laut Institute for Supply Management, ISM am Dienstag ist der Indikator von 55,4 auf 53,8 Zähler gefallen. Der Servicesektor umfasst rund 75% der US-Wirtschaft. Sowohl im nicht-verarbeitenden als auch im verarbeitenden Gewerbe hat sich die Stimmung im Juni somit eingetrübt. Wie Volkswirte bereits voraussagten, lässt das Erholungstempo der US-Wirtschaft nach dem deutlichen Wachstum in der ersten Jahreshälfte 2010 nun nach.
Das Cross EUR/USD legte um insgesamt 60 Punkte zu und handelt mittlerweile bei 1,2600. Zum Yen rutschte der US-Dollar um nahezu 30 Punkte ab und handelt hier um die Marke von 87,50, die als wichtige Unterstützung gilt. AUD und CAD zählten am gestrigen Dienstag zu den großen Gewinnern und notierten bei $0,8488, bzw. 1,0560.
Aus der US-Wirtschaft bleibt es heute überwiegend ruhig, da keine Konjunkturdaten auf der US-amerikanischen Wirtschaftsagenda stehen. Das Gegenteil gilt für Japan und die Eurozone, die jeweils eine Reihe von wichtigen Indikatoren ausgeben werden. Dementsprechend erwartet die Marktteilnehmer ein Handelstag mit erhöhter Volatilität bei einer geringen Liquidität. Tageshändler könnten ihren Vorteil aus den kommenden intensiven Handelstagen mit außergewöhnlich hohen Kursschwankungen ziehen.
EUR - Aufwärtstrend setzt sich aufgrund schwacher US-ISM-Daten fort
Die europäische Einheitswährung setzte ihren Aufwärtstrend gegen den USD am gestrigen Dienstag fort. Gestützt wurde der EUR von neuen US-Konjunkturdaten, die die Erwartungen der Experten enttäuschten. Dieses Mal war es der ISM-Index für das nicht-verarbeitende US-Gewerbe, der im Juni mit 53,8 Punkten deutlich unter den Prognosen lag. Im Handelsverlauf wertete der Euro zum USD bis auf $1,2661 auf. Volkswirte hatten ein Nachlassen des Erholungstempos in der US-Wirtschaft nach dem deutlichen Wachstum in der ersten Jahreshälfte 2010 bereits vorausgesagt. Leichte Kurskorrekturen nach unten ergaben sich für den Euro dennoch vor Handelsschluss, nachdem Analysten erneuten Druck auf den Euro prophezeiten. Der leichte Wertverlust des EUR gegen den USD setzte ein, als Investoren ihre Profite aus dem jüngsten EUR-Aufwärtstrend festschlossen, dabei jedoch darauf achteten, das Kurspaar nicht weiter nach unten zu drücken. Ferner spekulieren Marktteilnehmer über EUR-Käufe seitens der Volksrepublik China, die damit den chinesischen Export im Euroraum stützen will.
EUR-Kursgewinne konnten außerdem gegenüber dem britischen Pfund Sterling beobachtet werden. Das Cross EUR/GBP handelt aktuell um die Marke 0,8330 und markiert damit ein neues 2-Wochen-Hoch, nachdem das Paar zuvor mit 0,8065 das tiefste Niveau in den letzten 19 Monaten erreicht hatte.
Wichtigster Indikator aus der Eurozone heute ist das für 12:00 Uhr erwartete, saisonbereinigte Ergebnis zum Auftragseingang in der deutschen Industrie (Mai), ausgegeben vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Experten erwarten rückläufige Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diese Veröffentlichung richten. Sollte das Ergebnis die Erwartungen übertreffen, könnte dies dem EUR Unterstützung verleihen.
JPY - Yen weiterhin als Safe-Haven-Währung gefragt
Der JPY wertete am Dienstag leicht gegen den US-Dollar auf, während in den USA die Angst vor einem Double-Dip, dem Rückfall in die Rezession, wächst. Insgesamt handelte der Yen uneinheitlich gegen die Hauptwährungen. Zum britischen Pfund Sterling konnten Kursgewinne beobachtet werden. Gegen EUR und AUD verzeichnete der Yen leichte Verluste.
An den Finanzmärkten bleibt es auch heute wieder spannend. Anleger sollten heute zur Veröffentlichung ausstehende Indikatoren aus Japan gut im Auge behalten. Diese sind: Auftragseingang Maschinenbau (Mai) sowie Zahlungsbilanz (Mai). Beide Indizes werden heute Nacht um 01:50 Uhr ausgegeben. Im Bezug auf das Cross USD/JPY bleibt abzuwarten, ob das Paar die Unterstützung bei 87,33 noch heute unterschreitet. Eventuell wird der Yen nach den jüngsten Aufwärtstendenzen wieder leicht an Boden gegen den USD abgeben, so Händler.
Rohöl - Sorgen um Rezessionsrückfall belasten Ölpreise
Reihenweise enttäuschende US-Konjunkturdaten in den letzten Handelstagen und ein ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor am Dienstag, der weit unter den Erwartungen der Analysten lag, belasten die internationalen Ölpreise gegenwärtig und drückten diese innerhalb einer Woche um mehr als 8%. Im asiatischen Handel am Mittwoch haben sich die Ölpreise heute Morgen leicht von ihren Kursverlusten am Vortag erholt: Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostete im frühen Handel $72,04 und damit $0,06 mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um $0,10 $71,55. Am Dienstag erreichten die Ölpreise mit $71 den tiefsten Stand innerhalb eines Monats.
Nach einem Rekord-Hoch in der vergangenen Handelswoche sackten auch die Goldpreise heute Morgen deutlich ab. Angesichts der Unsicherheit an den Märkten ist Gold in den vergangenen Monaten von Investoren wiederholt als sicherer Hafen genutzt worden. Mit der anhaltenden EUR-Erholung seit der letzten Handelswoche, setzte eine Rückläufigkeit für den zur Krisenabsicherung dienenden Rohstoff ein. Zum ersten Mal seit über 4 Wochen unterschreitet die Notierung die psychologisch wichtige Marke von 1.200 Punkten. Der Preis für die Feinunze Gold fiel gestern um insgesamt 1,3% auf $1.194. In den frühen Handelsstunden am Mittwoch notierte das Edelmetall bei $1.189,15 pro Feinunze.
Technische News
EUR/USD
Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich EUR/USD um die Marke von 1,2585. Es ist nicht zu übersehen, dass der Slow Stochastic auf der Tages-Chart abwärts kreuzt. Entsprechend ist eine Kurskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters wahrscheinlich. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der abwärts gerichtete Durchbruch erfolgt.
GBP/USD
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Währungspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
USD/JPY
Dieses Währungspaar verzeichnete im letzten Monat kontinuierlich Kursverluste und handelt aktuell um die 87,50-Marke. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im überverkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass sich hier bald eine Kurskorrektur nach oben ergibt. Heute bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Kurspaar eine gute Wahl sein.
USD/CHF
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren signalisieren jedoch, dass sich möglicherweise schon bald eine Trendwende einstellt. Entsprechend der Signale, die der Slow Stochastic auf der Tages-Chart liefert, steht ein zinsbullischer Umschwung unmittelbar bevor. Heutige Aufwärtstendenzen werden ebenfalls vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar jetzt auszahlen.
Die Wild-Card
Gold
Gold rutschte gestern deutlich ab und handelt mittlerweile um $1.189,15 pro Feinunze. Dennoch ist der im überverkauften Bereich schwankende RSI der Tages-Chart ein Zeichen dafür, dass eine Preiskorrektur nach oben ansteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend jetzt, zu einem äußerst frühen Zeitpunkt, einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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