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Monday, 4 Jul 2011

Risikobereitschaft steigt während Wirtschaftspublikationen im Mittelpunkt des Interesses stehen

Nach der Verabschiedung des griechischen Sparhaushalts, den positiven US Daten des Einkaufsmanagerindexes aus Chicago und dem nationalen ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg die Risikobereitschaft merklich an. Allerdings schwächelten die Fertigungsdaten in Großbritannien, Europa und China. Der am Wochenende in China veröffentlichte enttäuschende Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen fiel von 61,9 auf 57,0, was die langsame Entwicklung der Weltwirtschaft verdeutlichte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.45841.608181.160.85221.08290.9071
1.45561.606981.000.85021.08000.9057
1.45441.606180.890.84901.07860.9051
Support1.45161.605080.730.84701.07580.9036
1.45001.604580.660.84631.07430.9027
1.44721.603480.500.84431.07140.9012

Wirtschafts News

USD - Die Wirtschaft weist sich verbessernde Daten auf

Vor dem Hintergrund der besser als erwarteten US Daten gegen Ende der vergangenen Woche (Chicago PMI und ISM) nahm der Dollar seine Rolle als Prügelknabe der Devisenmärkte wieder auf, und der Dollar-Index fiel auf den niedrigsten Wert seit Anfang Juni. Die gestiegene Risikobereitschaft wurde durch ermutigende US Wirtschaftspublikationen und die positive Entwicklung in Griechenland ausgelöst, was die USD Kursverluste ankurbelte. Ob die US Wirtschaftsdaten auch diese Woche ihre positive Tendenz beibehalten, können wird sich spätestens am Freitag mit der Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten (NFP) zeigen.

Für eine gewisse Geräuschkulisse wird auch das politische Spiel mit dem Feuer der Obama Administration sorgen, die versucht mit den Republikanern einen Deal über das US Schuldenlimit und das derzeitige Haushaltsdefizit zu vereinbaren. Obamas selbsternannter Stichtag, der 22. Juli, für das Anheben des US Schuldenlimits noch vor dem tatsächlichen Fristablauf am 2. August, nähert sich mit großen Schritten. Schuldverschreibungen verzeichnen ersten Anstieg, der bei US Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit sind bereits bei 3,20% liegt, obwohl das auch das Ergebnis des Abschlusses des 2. Quartals sein könnte, welches vergangene Woche endete.

Das technische Bild des Dollar zum Euro sieht ebenfalls trübe aus. Die wöchentliche Kerze schloss mit einem versenkten Kerzenmuster, was auf weitere Kursgewinne beim Euro hindeutet. Auf dem Tages-Chart bewegt sich die EUR/USD-Paarung langsam über das Dreiecks-Konsolidierungsmuster hinaus, die das Paar seit Ende Mai im Griff hält. Bei steigendem Momentum sieht es so aus, als könne der Widerstandswert von 1,4700 die nächste Zielsetzung sein.

EUR - Nach der Zusage der Griechenlandhilfe tritt dieses Thema aus den Schlagzeilen

Nach der Verabschiedung des Sparhaushalts im griechischen Parlament in der vergangenen Woche einigten sich die Finanzminister der Eurozone darauf, die 5. und letzte Tranche der Hilfszahlungen für Griechenland bereitzustellen. An den Devisenmärkten ist diese Maßnahme zur Abwendung eines Zahlungsverzugs Griechenlands bereits erwartet worden, allerdings bedarf es für die Freigabe der Mittel noch der Zustimmung des IWF. Ein weiteres Rettungspaket für Griechenland wird nicht vor September beschlossen werden. Interessanterweise jedoch hat der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, trotz der Ausarbeitung dieses neuen Rettungspakets für Griechenland, dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel gegenüber geäußert, dass Deutschland an Plänen für einen möglichen Zahlungsverzug arbeite.

Es wird erwartet, dass die EZB in dieser Woche den Refinanzierungssatz um 25 Basispunkte auf 1,50% anheben wird, da Trichet vergangene Woche zum Ausdruck brachte, dass die EZB „große Wachsamkeit“ walten lassen werde, wenn es darum geht der Inflation zu begegnen. Händler sollten am Dienstag ein Auge auf die Bekanntgabe des Einkaufsmanagerindexes für Dienstleistungen in der Eurozone halten, der belegen könnte, das im Monat Juni die Wirtschaft der Eurozone ein wenig geschwächelt hat.

Während der Euro weiterhin Kursgewinne zu verzeichnen hatte, war der Schweizer Franken am meisten betroffen, und die EUR/CHF-Paarung sank von seinem Rekordtief um sage und schreibe 4%. Der Paarung könnten noch weitere Kursgewinne bevorstehen, sollte die Risikofreudigkeit zusammen mit der Ruhe an der europäischen Schuldenkrisenfront weiterhin fortbestehen.

GBP - Nachlassende UK Wirtschaftsdaten deuten auf Risiken beim Pfund Sterling hin

Der letztwöchige Rückgang von 52,0 auf 51,3 beim Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wies auf ein Nachlassen des Wirtschaftswachstums in Großbritannien hin. Die Studie bemüht sich über dem Wert von 50 zu verharren, da das auf wirtschaftliche Expansion hindeutet. Das britische Bruttoinlandsprodukt stieg im 1. Quartal um schwache 0,5%, und es kann sein, dass Wirtschaftswissenschaftler ihre Prognosen für das 2. Quartal herabsetzen. Es wird übereinstimmend erwartet, dass der heutige Einkaufsmanagerindex für das Baugewerbe bei 53,6 liegen wird, gegenüber dem Ergebnis des Vormonats von 54,0. Angesichts der unterschiedlichen Haltungen unter den Mitgliedern des MPC, die entweder für ein Anheben des Leitzinssatzes oder dagegen sind, wird erwartet, dass die BOE am Donnerstag ihren Leitzinssatz unverändert belassen wird. Derzeit wird angenommen, dass die BOE erst im November eine Verschärfung der Geldmarktpolitik vornehmen wird, allerdings lassen die schwachen UK Wirtschaftsdaten eher auf einen späteren Zeitpunkt schließen. Was auf das Pfund Sterling zutrifft gilt auch für die Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB und selbst die ultra-zahme US Notenbank ließ durchblicken, dass das 3. Quartal nicht im Gespräch ist.

Gold - Goldpreis wieder unter $ 1.500 pro Feinunze

Der Goldpreis fiel auf den niedrigsten Wert seit sechs Wochen und schloss am Freitag unter dem Wert von $ 1.500 pro Feinunze. Der zunehmende Optimismus nach dem positiven Ausgang in Griechenland und den steigenden Aktienmärkten sorgte dafür, dass die Nachfrage nach Gold rückläufig war.

Der Rückgang des Goldpreises verschärfte sich nachdem im griechischen Parlament der Sparhaushalt mit Anlageverkäufen und zusätzlichen Haushaltskürzungen verabschiedet worden war. Die verbesserten US Wirtschaftsdaten sorgten vergangene Woche auch für einen Aufschwung an den Aktienmärkten. Das trug auch zur Risikobereitschaft bei, die keine Gewinne beim Gold bewirkt. Der Aufschwung an den US Aktienmärkten bescherte dem Dow Jones Industrials Average einen Anstieg um 5,4%, den besten prozentualen Wochenanstieg seit Juli 2009. Investoren sollten diesen Gewinn jedoch mit Vorsicht aufnehmen, da das Gesamt-Marktvolumen vergangene Woche um fast 12,5% unter dem Durchschnittswert lag. Das könnte sich positiv auf dem Goldpreis auswirken. $ 1.514 und $ 1.557 könnten die nächsten aufwärts gerichteten Zielwerte sein, wohingegen ein Durchbruch des Werts von $ 1.4662 pro Feinunze ein Nachlassen der positiven Stimmung beim Gold bewirken wird.

Technische News

EUR/USD

Das zinsbullische Muster auf dem Wochen-Chart verheißt nichts Gutes für weitere Kursgewinne dieser Paarung. Zusammen mit dem Anstieg des Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Tages-Chart spricht allerdings vieles dafür, dass es zu Kursgewinnen bei der EUR/USD-Paarung kommen wird. Der erste Widerstandswert der Paarung findet sich bei 1,4700 vom Juni-Hoch, wohingegen bei einem Anstieg darüber hinaus die Paarung beim Mai-Hoch von 1,4940 unter Verkaufsdruck geraten könnte. Andererseits dürfte sich der obere Grenzwert des Dreiecks-Konsolidierungsmusters bei 1,4515 als unterstützend erweisen, und zusätzliche Unterstützung findet sich bei 1,4440 und dem unteren Winkel des Dreiecks, der bei 1,4125 liegt.

GBP/USD

Das Monats-Chart zeigt einen möglichen Abschwung beim Pfund Sterling. Ein rückläufiger Stochastic deutet auf weitere Kursverluste bei dieser Paarung hin. Händler sollten darauf achten, ob die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5650 absinkt, einem Wert, der langfristige Unterstützung bietet. Der 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt liegt nahe diesem Wert, allerdings ist viel wichtiger, dass dieser Wert auch der fallenden Trendlinie von den Hochs 2007/2008 entspricht und das Pfund Sterling in diesem Bereich einen technischen Aufschwung erfahren könnte. Diesem Wert kommt weitere Bedeutung zu, da er mit den Tiefs von Oktober 2010 auf dem Tages-Chart übereinstimmt. Andererseits findet sich Widerstand bei 1,6150, dem Spitzenwert des derzeitigen Konsolidierungsmusters, sowie der vorigen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6280.

USD/JPY

Auf dem Tages-Chart hat sich ein Dreiecks-Konsolidierungsmuster gebildet, dessen Schenkel aus dem Mai-Hoch und dem Juni-Tief bestehen. Dem langfristigen Trend nach zu urteilen dürfte die USD/JPY-Paarung nach unten durchbrechen, wo sich Unterstützung bei 80,25 findet. Bei einem Durchbruch hier wird sich die Paarung sehr wahrscheinlich bei den Werten von 79,70 und 79,55 versuchen. Allerdings könnte es auch zu einer Aufwärtsbewegung kommen, und ein Durchbruch über dem ursprünglichen Widerstandswert von 81,10 könnte 81,75 zum Ziel haben.

USD/CHF

Nachdem ein Basiswert von 0,8300 gebildet wurde versuchte sich die Paarung an seiner fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch, welches bei 0,8535 liegt, nicht weit vom Widerstandswert von 0,8550. Weiterer Widerstand erwartet die Paarung beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung könnte sich in Richtung des Tiefs von Mitte Mai bei 0,8750 entwickeln.

Die Wild-Card

EUR/CHF

Die Paarung verzeichnete einen kräftigen 4% Anstieg über sein Rekordtief, trifft jetzt allerdings auf erhebliche Technische Werte. Die Paarung hat sich 38% von seiner April-Juni-Bewegung von 1,2350 zurückgeführt. Zusätzlicher Widerstand findet sich auch bei den Dezember- und März-Tiefs von 1,2400. Forex-Händler sind gut beraten abzuwarten, bis die Aufwärtsbewegung abgeschlossen ist, bevor sie wie auch immer geartete Verkäufe vornehmen. forex

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00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
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07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
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