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Thursday, 1 Sep 2011

Risikovermeidung nimmt zu während Beschäftigungsdaten zurückgehen

Die Wirtschaftsnachrichten dieser Woche versetzten Händler an den Märkten in eine pessimistische Stimmung. Es hat nur sehr wenige Nachrichten gegeben, die diesem Pessimismus an den Devisenmärkten etwas entgegensetzen können, so dass Händler nunmehr auf die Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag warten, bevor sie sich auf größere Investitionen einlassen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.49401.675081.500.85500.9080
1.4700 1.661580.200.83401.10800.8915
1.45401.643078.500.82701.08000.8890
Support1.4325 1.620075.940.80901.03150.8830
1.4260 1.61100.78000.99250.8690
1.39401.60000.70650.97000.8640

Wirtschafts News

USD - Bei allgemein rückläufiger Stimmung handelt USD seitwärts

Nach einem Tag durchwachsener Nachrichten aus den Weltwirtschaften handelte der US Dollar (USD) zum gestrigen Börsenschluss seitwärts. Die unterschiedlichen Risikostimmungslagen dieser Woche gerieten noch mehr durcheinander, als die Beschäftigungsdaten der USA Händler mit seltsam rückläufigen Ergebnissen enttäuschten.

Die Wirtschaftsnachrichten dieser Woche versetzten Händler an den Märkten in eine pessimistische Stimmung, obwohl der Handel zu Beginn der Woche sich so verhielt als ob sich kein Safe-Hafen finden ließe. Es hat nur sehr wenige Nachrichten gegeben, die diesem Pessimismus an den Devisenmärkten etwas entgegensetzen können, so dass Händler nunmehr auf die Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag warten, bevor sie sich auf größere Investitionen einlassen.

Da heute aus fast allen wichtigen Volkswirtschaften eine ganze Reihe von Wirtschaftspublikationen erwartet wird, dürften Händler ungewöhnlich hohe Volatilität beobachten, zusammen mit dem zögerlichen Investitionsverhalten von Investoren vor der Bekanntgabe der äußerst wichtigen Arbeitsmarktdaten (NFP) am Freitag. Nach den gestrigen pessimistischen Daten des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung auf dem Privatsektor dürften die heutigen Daten zu den Arbeitslosenansprüchen ein weiteres Puzzleteil zum Gesamtbild des Beschäftigungssektors der US Wirtschaft beitragen. Sollten diese Daten ebenfalls enttäuschen, werden Händler sich wohl vom USD ab- und sichereren Anlagen zuwenden bis sich die Lage merklich verbessert.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse während sich die rückläufige Stimmungslage verstärkt

Der Euro (EUR) handelte gestern mit größtenteils unterschiedlichen Ergebnissen, während Händler in der Region sich riskanteren Anlagen mal zu und mal abwandten. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro beim späten gestrigen Handel seitwärts, als Abwendungen vom Dollar, aufgrund der Unsicherheit auf dem US Beschäftigungssektor, dazu beitrugen, dass viele Marktteilnehmer sich für andere Wertedepots entschieden.

Die unterschiedlichen Berichte aus Europa scheinen Händler verwirrt zu haben, die eigentlich von durchgängig rückläufigen Ergebnissen ausgegangen waren. Obwohl die Schuldensorgen in der Region immer noch vorherrschen, hatten die optimistischen Daten doch einen dämpfenden Effekt auf die Verluste des EUR zu den anderen Haupt-Währungen. Da heute eine ganze Reihe Wirtschaftspublikationen erwartet werden, könnten Händler an den EUR Märkten mit zusätzlicher Volatilität rechnen.

Heute werden einige äußerst wichtige Wirtschaftsberichte aus der Schweiz und Großbritannien veröffentlicht, und auch die Eurozone trägt mit einigen nicht ganz so wichtigen Wirtschaftspublikationen zur Datenflut bei. Sollten sich die Daten als rückläufig erweisen, sollten wir uns in den vor uns liegenden Tagen und Wochen auf erhebliche Verlagerungen hin zu sicheren Anlagewerten einstellen. Das dürfte den EUR-Kurs langfristig drücken, da Händler das Risiko meiden.

AUD - Australische Daten werden wohl rückläufig ausfallen

Der australische Dollar (AUD) geriet gestern unter Abwärtsdruck, als Berichte von den Märkten generell Rückgänge verzeichneten. Zusätzlich zu den jüngsten Berichten über den schrumpfenden australischen Immobiliensektor zeigte die heutige Bekanntgabe der australischen Einzelhandelsumsätze weitere Rückgänge an, die mehrere Bereiche der australischen Wirtschaft betreffen.

Es war erwartet worden, dass die Einzelhandelsumsätze ein moderates Wachstum von 0,3% aufweisen würden, gegenüber einem Rückgang um 0,1% im Vormonat. Das tatsächliche Ergebnis führte allerdings dazu, dass sich viele Händler von australischen Dollar abwandten. Auch die negativen Immobilien- und Beschäftigungsdaten ließen viele Investoren das Interesse am einst boomenden AUD verlieren. All diese Daten, in Verbindung mit dem miserablen Hauspreisindex und dem Bericht über Baugenehmigungen drückten den Kurs des AUD, was sich auch die Woche über so fortsetzen dürfte.

Rohöl - Rohölpreis stabil im Mitte-$ 80-Bereich

Der Rohölpreis blieb am Mittwoch stabil als es an den weltweiten Aktienmärkten aufgrund von Spekulationen für eine Double-dip Rezession zu einem leichten Abwärtsknick kam. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA ließen viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und der Nachfrage auf dem Fertigungssektor nahe legten.

Ein erwarteter Aufschwung der Dollarkurse in dieser Woche, aufgrund der Risikomeidenden Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu größeren Kursgewinnen beim USD kam, hielt sich der Rohölpreis stabil. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zum Wochenende hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Die Kerze des vergangenen Freitag zeigte eine Aufwärtstendenz. Die EUR/USD-Paarung war dieser Kursbewegung gefolgt, durchbrach die vom Mai-Hoch abfallende Widerstandslinie und löste Stopps aus, die sich im Bereich von 1,4520 bewegten. Erster Widerstand für die Paarung findet sich bei 1,4540. Ein Handelsschluss über 1,4700 würde auf das Ende der seitlichen Kurs-Aktion hindeuten und die Tür zum nächsten Widerstandswert vom Mai-Hoch bei 1,4940 öffnen. Andererseits dürfte der Euro bei 1,4325, dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt, bereitwillige Käufer finden. Weitere Unterstützung findet sich bei 1,4260, der vom Juli-Tief ansteigenden Unterstützungslinie, sowie bei der langfristigen Trendlinie von 1,3940.

GBP/USD

Nachdem es der Paarung nicht gelungen war oberhalb des Widerstandswerts von 1,6550 zum Abschluss zu kommen, kam es zu Sterling-Verkäufen, die Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt nahe 1,6210 fanden. Der steigende Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet darauf hin, dass ein weiterer Test in der Spanne zwischen 1,6550 und 1,6615 erfolgen wird. Ein Durchbruch hier bietet noch Spielraum bis zum April-Hoch von 1,6745. Sollte der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt die Paarung nicht eingrenzen können, findet sich Unterstützung bei 1,6110, wo sich der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bewegt. 1,6000 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen.

USD/JPY

Die Umkehr der Doji-Kerze brachte dem Yen vorübergehenden Aufschub vom Verkaufsdruck beim Wert von 76 Yen, da es der Paarung nicht gelungen war sich am Rekord-Tief der vergangenen Woche zu versuchen. Allerdings deuten sinkende Slow Stochastics auf dem Wochen- und dem Monats-Chart auf weiteren Abschwung bei der USD/JPY-Paarung hin. Mangelnde Unterstützung auf den Charts gestaltet es schwierig eine anderweitige Zielsetzung zu finden. Bei einer Aufwärtsbewegung könnte sich Widerstand bei 77,70, dem Hoch der vergangenen Woche finden, gefolgt von 78,50 und dem Post-Interventions-Hoch von 80,20.

USD/CHF

Die Umkehr bei der USD/CHF-Paarung setzt sich fort, und das Paar zeigt weitere Anzeichen für einen Aufwärtsumschwung. Händler sollten den Abschluss der monatlichen Kerze im Auge behalten. So wie es momentan aussieht dürfte die Kerze in einer Hammer-Formation schließen, einem möglichen Umkehr-Muster, dass auf zusätzliche Kursgewinne hindeutet. Die Paarung versucht sich an der vom Februar-Hoch von 0,8090 abfallenden Trendlinie, und falls diese durchbrochen wird, könnte sich das in Unterstützung wenden, wie es oftmals bei durchbrochenen Trendlinien der Fall ist. Zusätzlicher Widerstand findet sich bei 0,8270, gefolgt vom 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8340.

Die Wild-Card

Silber

Ähnlich wie beim Gold hat sich der Silberpreis von seinem Tief nahe $ 38,70 pro Feinunze, auf das er von seinem Hoch bei $ 44,20 zurückgefallen war, leicht erholt. Allerdings, gegensätzlich zum Gold, durchbrach der Silberpreis nicht die steigende Trendlinie vom 1. Juli, was belegt, dass der gegenwärtige Aufwärtstrend weiterhin anhält. Forex-Händler sollten beachten, dass sich erster Widerstand bei $ 44,20 findet, gefolgt von einem Hoch nahe $ 50. Andererseits findet sich Unterstützung bei der Trendlinie nahe $ 39,00 und dem August-Tief von $ 37 pro Feinunze. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:18 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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