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Monday, 2 Aug 2010

Risikowährungen zu Markteröffnung auf Gewinnkurs

Risikowährungen wie EUR und Pfund Sterling konnten im Overnight-Geschäft zum Montag kräftig Kursgewinne gegen Yen und USD verbuchen. Eine neue Handelswoche einschließlich einer Reihe marktbewegender Konjunkturdaten bricht somit an. Bereits zum Wochenstart heute warten Anleger mit Spannung auf neue Hinweise zur Wirtschaftslage - insbesondere in den USA. Der wohl bedeutendste Index der Woche steht jedoch erst am Freitag auf der Agenda. Anleger sollten ihr Augenmerk zum Ende der Handelswoche auf den ADP-Arbeitsmarktbericht „Non-Farm Payrolls“ richten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdowndownupdown
Wochentendenznononononono
Resistance1.31751.582087.451.05000.91900.8420
1.31401.578587.101.04700.91550.8385
1.31101.575086.801.04400.91250.8355
Support1.30401.568086.151.03700.90550.8290
1.30051.565085.801.03350.90200.8260
1.29701.561585.501.03000.89900.8225

Wirtschafts News

USD - Dollar weiter unter Druck gegen europäische Währungen

Während der jüngste Abwärtstrend des USD gegen Japans Yen langsam ein Ende findet, verliert die US-Währung weiterhin an Boden gegen EUR und GBP. Mit Markteröffnung am Montagmorgen, zog das Währungspaar EUR/USD sprunghaft um 30 Punkte an und wird aktuell um die Marke von 1,3080 gehandelt. Den Kursabfall führen Händler nach wie vor auf die überwiegend negativen Konjunkturdaten aus den USA zurück. Mit dem Blick auf die für heute zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, ist von einem Anhalten des bisherigen Trends auszugehen.

Um 16:00 Uhr steht unter anderem der ISM-Index, verarbeitendes Gewerbe, (Juli) auf der US-Agenda. Laut Prognosen soll die Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage und Leistungsfähigkeit der jeweiligen Unternehmen von 56,2 Zählern im Juni auf 54,7 Punkte zurückgehen. Wieder wird das Anlegervertrauen voraussichtlich unter dem Ergebnis leiden. Für USD können sich zusätzliche Verluste ergeben.

Um 16:15 Uhr wird US-Notenbankchef Ben Bernanke bei der 64. Jahreskonferenz der Southern Legislative Conference eine Rede zum Thema: „Challenges for the Economy and State“ halten. Möglicherweise können Händler Hinweise zu zukünftigen geld- und währungspolitischen Maßnahmen der US-Regierung erhalten. Zum Zeitpunkt der Rede können sich hohe Kursschwankungen für den Greenback und seine Crosse einstellen. Sollte Bernankes Rede zinsbullisch geprägt ausfallen, kann der USD vorausgegangene Kursverluste gegenüber den Euro möglicherweise ausgleichen.

EUR - EUR baut Gewinne gegen USD aus

Mit Markteröffnung zum Wochenstart am Montagmorgen klettert der EUR kräftig gegen USD und Yen in die Höhe, während zum Australischen Dollar Kursverluste deutlich werden. EUR/USD und EUR/JPY machten bereits im frühen Morgenhandel 30, bzw. 40 Punkte gut. EUR/AUD rutschte bislang um nahezu 50 Punkte ab.

Viele Händler verweisen auf die aktuelle Konjunkturlage in den USA als Beweggrund für die jüngste EUR-Aufwertung. Diese lässt sich eher auf entmutigende US-Konjunkturdaten zurückführen als auf positive Indizes aus der Eurozone. Entsprechend könnten die Euro-Gewinne gegen Dollar und Yen vorübergehender Natur sein. Bei der hohen Anzahl an Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und den USA in dieser Woche, könnten sich für die europäische Einheitswährung hohe Kursschwankungen ergeben.

Am heutigen Montag sollten Händler insbesondere folgende Indikatoren gut im Auge behalten: 10:30 Uhr Großbritannien - Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe für Juli sowie 16:00 Uhr USA - ISM-Index verarbeitendes Gewerbe für Juli. Die Prognosen belaufen sich auf eine positive Entwicklung in Großbritannien und eine rückläufige in den Vereinigten Staaten. Entsprechend kann die Gemeinschaftswährung Euro ihre Kursgewinne womöglich ausbauen. Der Risikoappetit am Markt bleibt angesichts der angespannten Lage zunächst gedämpft.

JPY - Yen gibt Gewinne der letzten Woche ab

Der JPY büßt seine erst in der letzten Handelswoche erreichten Kursgewinne wieder ein und auch Japans Aktienmärkte weisen deutlich auf einen Mangel an Zuversicht in die japanische Währung. Das britische Pfund Sterling wertete im asiatischen Handel um fast 50 Punkte gegen den Yen auf. AUD/JPY zog zunächst um mehr als 60 Punkte an, bevor sich hier leichte Kurskorrekturen einstellten. USD/JPY bleibt vorerst stabil und wird sich voraussichtlich auf dem gegenwärtigen Niveau einpendeln.

JPY-Händler sollten heute auf den ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe aus den USA sowie die für den Nachmittag angesetzte Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke achten. Hier gibt es zwar keinen direkten Einfluss auf den Kurs des JPY, dennoch besteht ein Zusammenhang zum Status von Safe-Haven-Währungen.

Rohöl - Ölpreise weiter im Aufwärtstrend

Die Ölpreise sind im asiatischen Handel am Montagmorgen erneut leicht gestiegen. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im September kostete $79,11 und damit $0,16 mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zog um $0,10 auf $78,28 an. Die Risikobereitschaft der Händler am Ölmarkt sei etwas gestiegen, berichten Markbeobachter. Während die US-Währung weiterhin schwächelt, kann Rohöl voraussichtlich davon profitieren.

Die Nachfrage nach Rohstoffen steigt also und der zum USD gestiegene Eurokurs stützt die Ölpreise wie gewohnt. Noch am Freitag hatten die Kursverluste an den Aktienmärkten die Ölpreise belastet. Abzuwarten bleiben darüber hinaus, die Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke, der heute Nachmittag bei der 64. Jahreskonferenz der Southern Legislative Conference zum Thema „Challenges for the Economy and State“ sprechen wird.

Technische News

EUR/USD

Der Handel am Freitag brachte EUR/USD eine Doji-Candlestick-Anordnung. Die Abwärtstendenzen vor dem Wochenende wurden von der zinsbullischen Kurzzeit-Trendlinie belgeitet, die am 1. Juli einsetzte. Darüber hinaus hat sich ein steigendes Wedge-Pattern auf der Stunden-Chart gebildet. Händler könnten die obere Linie des Musters bei 1,3120 ansetzen.

GBP/USD

Dieses Paar setzt seinen Aufwärtstrend fort, während Anzeichen eines sich verstärkenden Trends deutlich werden. Darüber hinaus schwankt der ADX (14) um 45. Ein ADX über 40 weist auf ein starkes Handelsumfeld hin. Der 20-Tage Simple Moving Average (SMA) tendiert aufwärts. Für Händler könnte es sich lohnen, bei GBP/USD mit einem Richtpreis beim Widerstand um 1,5820 auf steigende Kurse zu setzen.

USD/JPY

Ein trendstarkes Handelsumfeld mit idealem Grad wird für USD/JPY immer deutlicher. Das Paar handelt stark unterhalb der 200-Tage-Linie des Simple Moving Average (SMA) gefolgt vom 100 SMA, 50 SMA, 20 SMA und 10 SMA, in idealer Anordnung. Entsprechend könnten Händler bei diesem Währungspaar auf fallende Kurse setzen und verkaufen. Seit Bildung des rückläufigen Flag-Patterns, hat USD/JPY die Unterstützung bei 86,25 unterschritten und ist bis auf 85,93 abgerutscht. Die nächste Unterstützung liegt beim Rekordtief aus dem November letzten Jahres um 84,90. Diese Marke kann Händlern als nächster Richtpreis dienen.

USD/CHF

Dieses Paar unterlag eine ganze Weile lang größeren Kursschwankungen. Für heute werden jedoch Aufwärtsbewegungen erwartet. Der Slow Stochastic kreuzt aufwärts auf der Stunden-Chart, während der RSI auf der 4- und 8-Stunden-Chart im überverkauften Bereich schwankt. Darüber hinaus befindet sich der MACD im unteren Bereich auf der 2- und 4-Stunden-Chart. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist möglicherweise die richtige Wahl für heute.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Nach einer deutlichen Aufwertung in den vergangenen Tagen, scheinen sich für AUD/NZD mittlerweile Kurskorrekturen einzustellen. Auf der 4- und 8-Stunden-Chart hat der RSI in den überkauften Bereich gedreht, während der Slow Stochastic der Tages-Chart abwärts kreuzt. Darüber hinaus ist die Überwindung der oberen Bollinger Bands auf der Tages-Chart ein weiteres Zeichen für eine sich ankündigende Abwärtsausrichtung. Forex -Händler könnten bei diesem Paar heute auf fallende Kurse setzen, um solide Profite erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:23 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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