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Wednesday, 2 Jul 2008
Rohöl-Höchstkurse treiben den Abwärtstrend des USD voran
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5900 | 2.0030 | 106.80 | 1.0270 | 0.9990 | 0.8020 |
| 1.5870 | 2.0000 | 106.50 | 1.0240 | 0.9660 | 0.7980 | |
| 1.5840 | 1.9970 | 106.20 | 1.0210 | 0.9630 | 0.7950 | |
| Support | 1.5780 | 1.9900 | 105.60 | 1.0140 | 0.9560 | 0.7880 |
| 1.5750 | 1.9870 | 105.30 | 1.0110 | 0.9530 | 0.7850 | |
| 1.5720 | 1.9840 | 105.00 | 1.0080 | 0.9500 | 0.7820 |
Wirtschafts News
USD -
Gestern sah der USD eine fallende Tendenz gegenüber den meisten seiner Währungsrivalen. So fiel der USD um 34 Punkte gegenüber dem Euro und schloss bei einer EUR/USD-Rate von 1,5794. Gegenüber dem GBP fiel der USD ebenfalls und durchlief einen volatilen Handel gegenüber dem JPY.
Eine große Anzahl wirtschaftlicher Nachrichten erreichte uns gestern aus den USA. Der einflussreichste Indikator war der Manufacturing Index des Institute of Supply Management (ISM). Dieser Indikator misst den Aktivitätslevel von Einkäufern in der verarbeitenden Industrie. Liegt der Wert bei über 50 so lässt das auf wirtschaftliche Expansion schließen. Der Index stieg von 49,6 auf 50,2 und damit weit über den erwarteten Wert von 48,6. Die ISM Manufacturing Prices, welcher die von Herstellern wahrgenommene monatliche Inflationsrate misst, stieg im Juni ebenfalls von 87,0 auf 91,5. Zusätzliche Indikatoren waren die Monthly Construction Spending, die um 0,4% fielen, sowie die Domestic Vehicle Sales, die bei 9,7M notierten, gegenüber dem Vormonatswert von 10,3. Diese Indikatoren haben jedoch wenig Einfluss auf den Kurs des USD.
Heute wird wiederum ein wichtiger Tag für den US-Dollar sein. Vom sehr wichtigen Nonfarm Employment Change wird erwartet, dass er um 20K abfällt. Sollte dieses tatsächlich eintreten, so wird es sich mit Sicherheit mit fallenden Trends auf den USD auswirken. U.S. Factory Orders werden mit einem Abfall zum 0,4% Wert des Monats Mai vorausgesagt, nach einem Anstieg von 1,1% im Vormonat. Crude Oil Inventories könnten den Wert von -0.1M erreichen, gegenüber dem der Vorwoche von 0,8M. Der letzte wichtige Event des heutigen Tages wird um 16:00 GMT die Rede des US-Notenbank Chefs Frederic Mishkin sein, die er im Caesarea Forum des Israel Democracy Institute in Eilat halten wird. Die Rede ist betitelt: „Die globalen finanziellen Erschütterungen und die Weltwirtschaft“. Vielleicht sind in dieser Rede vereinzelte Hinweise auf die zukünftige Währungspolitik der USA zu finden. Händlern wird geraten die heutigen finanziellen Nachrichten aufmerksam zu verfolgen und auch ein wachsames Auge auf den Rohölpreis zu halten, da dieser einen großen Einfluss auf den Kurs des USD zu haben scheint.
EUR -
Gestern durchlief der EUR einen schwankenden Handel gegenüber den meisten Hauptwährungen. Der Kurs des EUR stieg gegen den USD, fluktuierte aber gegenüber dem GBP und dem JPY.
Gestern kamen die wichtigsten Nachrichten für den Euro von der deutschen Wirtschaft, der stärksten in der Euro-Zone. Die deutschen Einzelhandelsumsätze stiegen um 1,3% gegenüber April und um 0,7% im Jahresvergleich. Die deutsche Arbeitslosenzahl fiel um 38K gegenüber dem Vormonat. Ein weiterer Indikator der gestern veröffentlicht wurde ist der European Manufacturing Purchasing Manager's Index (PMI) der leicht anstieg auf 49,2 gegenüber 40,1 im Mai. Der PMI ist damit immer noch auf dem niedrigsten Wert seit Mai 2005, was darauf schließen lässt, dass dieser Sektor nach wie vor kontrahierend ist. Die europäische Arbeitslosenquote lag im Mai wie im April unverändert bei 7,2%. Obwohl die gestrigen Veröffentlichungen keine sonderlich positiven Nachrichten für die europäische Wirtschaft beinhalteten stieg der Kurs des EUR gegenüber dem USD. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass generell erwartet wird, dass die EZB am Donnerstag den Leitzins um ¼ % Punkt auf 4,25% erhöhen wird, was die Nachfrage nach Euro-dominierten Kapitalanlagen ansteigen lassen wird.
Heute wird der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet eine Rede vor der 15. Veranstaltung der Rencontres Finacueres Internationales in Paris halten. Händler sollten dieser Rede aufmerksam folgen, da jeglicher Hinweis auf zukünftige Zinssatzänderungen große Volatilität im Markt auslösen kann.
Heute wird der einzige Indikator der in der Euro-Zone veröffentlicht wird der Producer Price Index sein, der Änderungen in Endverbraucherpreisen bei Waren und Dienstleistungen misst. Analysten sagen voraus, dass der Index im Mai um 0,9% gestiegen ist, gegenüber einer Wachstumsrate von 0,8% im April. Aufs Jahr gerechnet ist das ein Anstieg um 6,7% gegenüber dem Vorjahres-Vergleichsmonat. Händler sollten auch auf die Führenden Indikatoren aus den USA achten, da sie im heutigen Handel eine wichtige Rolle spielen sollten.
JPY -
Der JPY verzeichnete gestern durchwachsene Ergebnisse gegenüber seinen Haupt-Währungspartnern. Der JPY stieg zunächst kräftig gegenüber dem USD, begünstigt durch die Tatsache, dass Anleger zur Risikovermeidung und aus Befürchtung weiterer globaler Börsenverluste lieber den Yen kaufen. Der JPY scheint an Unterstützung zu gewinnen wenn solche Risikovermeidungen auftreten, da Anleger dann Kreditaufnahmen des JPY zu niedrigen Zinssätzen vornehmen. Der USD/JPY Kurs stieg jedoch wieder, hauptsächlich aufgrund des positiven U.S. ISM-Berichts. Ebenfalls gestern wurden die Japanese Average Cash Earnings (durchschnittliches Nettoeinkommen) veröffentlicht. Diese stiegen um 0,2% gegenüber Vorjahr, niedriger als die erwarteten 0,7%, jedoch war es der fünfte monatliche Anstieg in Folge und steht im Vergleich zu einem 0,8% Anstieg im April. Das durchschnittliche Grundeinkommen in Japan stieg um 0,3% und es war der siebte monatliche Anstieg in Folge. Spät in der Nacht stieg der Japanese Monetary Base um 0,4% im Juni gegenüber dem Vorjahr und verzeichnete so den ersten Anstieg in vier Monaten. Dieser Index misst den Wert aller Währungen und Barvermögen der Öffentlichkeit. Heute wird der JPY vom wirtschaftlichen Kalender abwesend sein, und Händlern wird geraten weltweite wirtschaftliche Nachrichten und insbesondere die der U.S.-Wirtschaft aufmerksam zu verfolgen.
Rohöl -
Die Spitzenwerte des Ölpreises sind inzwischen keine Ausnahmeerscheinung, sondern vielmehr die Hauptausrichtung dieses Rohstoffs. Laut Prognosen wird die Ölnachfrage der Entwicklungsländer die der Industrienationen bis zum Jahre 2015 übertreffen. Im Grunde wurde die Steuer bereits übernommen: Die IEA berichtet, dass 90% des Nachfragezuwachses an Rohöl in den nächsten fünf Jahren aus Asien, dem Mittleren Osten sowie Lateinamerika kommen werden.
Seit ein paar Tagen haben sich die Rohölpreise um die $142-Marke pro Barrel konsolidiert. Der Markt scheint überkauft zu sein, und dennoch könnte sich der hohe Verkaufswert im Laufe des Tages noch weiter steigern, um sich nachfolgend wieder zurück zu entwickeln. Seien Sie achtsam.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar wurde eine ganze Zeit lang in einem stark schwankendem Kursbereich gehandelt. Heute setzt sich ein Abwärtstrend scheinbar fort. Dennoch findet auf der 4-Stunden-Chart leichte zinsbullische Bewegungen stellenweise statt. Heute könnte es ratsam sein, mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Nach einer relativ lang anhaltenden Phase mit zinsbullischer Tendenz, hat dieses Paar nun einen Einbruch erlitten. Dabei scheint sich ein Ausgangspunkt für einen starken Abwärtstrend herausgebildet zu haben. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt dieses Abwärts-Momentum. Daher scheint heute die richtige Strategie für dieses Paar zu lauten: Orientieren Sie sich in Richtung Verkauf.
USD/JPY
Die Tages-Chart lässt eine flach verlaufende Konsolidierung um die 106,00- Marke erkennen, dabei ohne eindeutige Preisausrichtung. Auf der 4-Stunden-Chart werden gemischte Signale deutlich, während die Tages-Chart im neutralen Bereich verweilt. Händlern sei empfohlen, etweder auf ein klares Anzeichen in jeglicher Richtung zu warten oder sich von diesem Markt am heutigen Tage fernzuhalten.
USD/CHF
Nachdem dieses Paar die Talsohle von 1,0130 erreicht hat, lassen sich auf der Tages-Chart Anzeichen einer Verbesserung erkennen. Die Slow Stochastic-Anzeige auf der 4-Stunden-Chart zeigt keine Kreuzkurse an und der RSI deutet auf den Ansatz einer Verbesserung hin. Allem Anschein nach steht ein Antesten der Schlüsselmarke Fibonacci Level (1,0350) bevor.
Die Wild-Card
Rohöl
Die absolut wichtige Widerstandsmarke von 144,00 rückt näher und, wie auch auf der Tages-Chart zu erkennen, scheint die zinsbullische Tendenz sich zu verlängern. Forex -Händlern bieten sich gute Handelsmöglichkeiten, diesem Markt vor dem großen Durchbruch beizutreten, um anschließend von einem zinsbullischen Momentum zu profitieren.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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