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Friday, 22 Apr 2011

Rohölpreis über $ 112; ist weltweiter Nachschub tatsächlich ausreichend?

Gestern beobachteten Händler voller Verzweiflung den Preisanstieg beim Rohöl und waren verzagt darüber, dass Verlagerungen bei der Risikobereitschaft und der schwache vorösterliche Handel den Rohölpreis auf über $ 112 pro Barrel trieben. Sowohl US Präsident Barack Obama als auch Minister der Organisation Erdölexportierender Staaten (OPEC) bestätigten, dass der derzeitige Rohölnachschub ausreichend genug sei um die weltweite Nachfrage zu befriedigen. Sie vertraten die Ansicht, dass Spekulationen der ausschlaggebende Faktor gewesen sind, der den Ölpreis in jüngster Zeit so in die Höhe getrieben hat.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnoupnoup
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.46801.661082.900.89501.08300.8930
1.46501.658082.600.89201.08000.8900
1.46201.655082.200.88901.07800.8870
Support1.45501.647081.500.88101.07000.8790
1.45201.644081.200.87701.06600.8760
1.45001.640081.000.87400.06300.8740

Wirtschafts News

USD - USD den dritten Tag in Folge im Abschwung

Der US Dollar verlor weiterhin an Boden, als positive Wirtschaftsdaten für Risikofreudigkeit an den Weltmärkten sorgten. Viele sind der Ansicht, dass der Kursrückgang auch auf den niedrigen Leitzinssatz zurückzuführen ist, der mehr und mehr im Missklang zur öffentlichen Meinung zur Inflation steht.

Der USD ist in einer Abwärtsspirale gefangen seit die Rating Agentur Standard & Poor's der US amerikanischen Kreditwürdigkeit negative Aussichten bescheinigten. Die Agentur ließ durchblicken, dass eine Herabsetzung des AAA-Ratings vorgenommen werden müsse, falls in den kommenden zwei Jahren nicht entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, um der wachsenden Schuldenlage Herr zu werden. Die Tatsache, dass der Dollar sich seit dieser Bekanntgabe stetig im Abschwung befindet, zeigt, dass unter den weltweiten Händlern Pessimismus darüber besteht, dass solche Maßnahmen auch tatsächlich durchgeführt werden.

Es wurde viel über die ungleichen Geldmarktpolitiken zwischen den USA und Europa geschrieben, doch die gestrigen Äußerungen Jean-Claude Trichets, die Haltung der Europäischen Zentralbank hinsichtlich ihrer Haltung zum Leitzinssatz zu lockern, könnte darauf hinauslaufen, dass sich die USA in ihrer Haltung über kurz oder lang bestätigt fühlen.

Während Händler noch an den Äußerungen Trichets zu kauen haben, können sie sich schon mal auf einen korrigierenden Abschwung bei der EUR/USD-Paarung in der kommenden Woche einstellen. Da heute schon in vielen Teilen der Welt ein gesetzlicher Feiertag ist, sollten sich Händler auf heftige Volatilität gefasst machen, da eine schwache Marktlage gemeinhin große Kursschwankungen mit sich bringt.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse da die EZB ihre Haltung hinsichtlich des Leitzinssatzes lockert

Der EUR verzeichnete unterschiedliche Ergebnisse nachdem Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), sich dahingehend äußerte, dass die EZB ihre Haltung zur Geldmarktpolitik lockern könne. Daraus resultierend fiel die EUR/USD-Paarung von ihrem Widerstandswert von 1,4600 leicht zurück und handelt heute Morgen nahe dem Wert von 1,4590. Die schwache Marktlage, bedingt durch das Osterwochenende, wird den Kurs des Euro in keinerlei Richtung bewegen, und die gestrigen Äußerungen trugen auch nicht gerade zu einer Richtungsprognose bei.

Die schwache Marktlage sorgte auch für volatile Kursschwankungen beim britischen Pfund Sterling, und das Hin und Her bei den Carry Trades machte den Handel mit dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken ziemlich unberechenbar. Die gestrige Verlagerung zu riskanteren Anlagen verhalf Kurzzeit-Händlern zu ein wenig Normalität, obwohl sich Trichets Äußerungen nicht gerade als hilfreich erwiesen.

Abgesehen von dem Bericht über die italienischen Einzelhandelsumsätze ist der heutige Wirtschaftskalender völlig leer. Aufgrund des Karfreitags vor dem Osterwochenende sind heute die meisten Börsen geschlossen. Sollten die italienischen Einzelhandelsumsätze sich als positiv erweisen, könnte das dem Euro einen kleinen Anschub verleihen, doch dürften jegliche Veränderungen nur kurzzeitig sein, bis am Montag wieder Normalität an den Märkten einsetzen wird. Händler sollten in ihren Positionen auf der Hut sein, da aufgrund der schwachen Marktlage heute mit heftiger Volatilität und großen Kursschwankungen zu rechnen sein dürfte.

JPY - Aufgrund schwachen US Konjunkturbericht notiert japanische Yen bullisch zum Dollar

Der plötzliche kräftige Abfall beim US Philly Fed Manufacturing Index führte gestern zu einer Verlagerung zum japanischen Yen im Vergleich zum Dollar. Bei weltweit steigender Risikobereitschaft scheinen Händler eher dem Yen als dem US Dollar zugetan zu sein. Die gestrige unerwartete Lockerung der Haltung der EZB hinsichtlich der Geldmarktpolitik ließ viele Investoren sich von der der Eurozone abwenden, um in dieser ungewissen Zeit einen gewissen Grad an Sicherheit anderweitig zu suchen.

Die geringeren US Rohöllagerbestände wiesen auf positives Industriewachstum in den USA hin und auch die australischen Importpreise und Inflationsdaten stiegen stärker als erwartet, was dazu führte, dass viele mit einer Verschärfung der australischen Geldmarktpolitik rechnen. Die gestrigen Daten trugen zu einem Rückgang des Yen bei, doch halfen die EZB Äußerungen und der Philly Fed Manufacturing Index dem Yen beim Kurzzeit-Handel. Während die meisten anderen Börsen heute geschlossen bleiben, dürften Händler den japanischen Markt etwas genauer im Auge behalten, da sie dort während der Feiertage geöffnet sind.

Rohöl - Schwache Marktlage trägt zu weiterem Ölpreisanstieg bei

Gestern beobachteten Händler voller Verzweiflung den Preisanstieg beim Rohöl und waren verzagt darüber, dass Verlagerungen bei der Risikobereitschaft und der schwache vorösterliche Handel den Rohölpreis auf über $ 112 pro Barrel trieben. Sowohl US Präsident Barack Obama als auch Minister der Organisation Erdölexportierender Staaten (OPEC) bestätigten, dass der derzeitige Rohölnachschub ausreichend genug sei um die weltweite Nachfrage zu befriedigen. Sie vertraten die Ansicht, dass Spekulationen der ausschlaggebende Faktor gewesen sind, der den Ölpreis in jüngster Zeit so in die Höhe getrieben hat.

Eine Durchsicht vieler Analysen der jüngsten Zeit bestätigt diese Annahme, angesichts der Tatsache, dass die meisten von fortgesetzten Unruhen in der Middle East-North Africa (MENA) Region, bzw. dem Aufflackern neuer Konflikte anderweitig ausgehen. Diese Erwartungen ließen viele Großinvestoren auf steigende Ölpreise setzen, was den Ölpreis kräftiger ansteigen ließ, als das normalerweise der Fall gewesen wäre. Das entspricht genau dem, was Präsident Obama vor wenigen Tagen in seiner Rede in Virginia meinte. Falls das tatsächlich alles so ist, dürften Ölhändler in den kommenden Tagen mit einem weiteren Anstieg des Rohölpreises rechnen, da diese Spekulationen nicht so plötzlich über Nacht verschwinden werden.

Technische News

EUR/USD

Auf dem Tages-Chart hat sich ein sehr ausgeprägter zinsbullischer Channel gebildet, in dessen oberen Bereich sich diese Paarung bewegt. Da außerdem der MACD und der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zinsbullische Signale vermitteln, scheint es, als würde der Paarung heute ein weiterer ansteigender Trend bevorstehen, der das Potential hat den Wert von 1,4700 zu erreichen.

GBP/USD

Seit diese Paarung den Spitzenwert von nahe 1,6600 erreicht hatte korrigiert sich diese Paarung abwärts und handelt derzeit um den Wert von 1,6500. Da außerdem der RSI auf dem 4-Stunden-Chart abwärts deutet und dabei ist die 70-Linie zu überschreiten, sieht es so aus, als könne sich die rückläufige Korrektur fortsetzen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen scheint heute die richtige Vorgehensweise zu sein.

USD/JPY

Auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein sehr ausgeprägter rückläufiger Channel gebildet, in dessen Mitte sich diese Paarung derzeit bewegt. Momentan weisen alle technischen Oszillatoren abwärts, was die Annahme zulässt, dass weitere Rückläufigkeit zu erwarten ist. Zu verkaufen scheint heute die richtige Wahl zu sein.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung befindet sich weiterhin im freien Fall und handelt derzeit nahe dem Wert von 0,8860. Zurzeit zeigt sich beim Slow Stochastic und dem MACD auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross, was besagt, dass der Paarung heute ein weiterer rückläufiger Börsengang bevorstehen könnte mit dem Potential den Wert von 0,8750 zu erreichen.

Die Wild-Card

AUD/CAD

Die AUD/CAD-Paarung stieg in den vergangenen Tagen um über 200 Pips und handelt derzeit nahe dem Wert von 1,0220. Da außerdem der MACD auf dem 4-Stunden-Chart und der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zinsbullische Signale vermitteln scheint es, als könne diese Paarung noch vor dem Wochenende einen weiteren Anstieg verzeichnen. Hier könnte sich Forex-Händlern die gute Gelegenheit bieten sich einem sehr beliebten Trend anzuschließen. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:25 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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