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Monday, 29 Nov 2010
Safe-Haven-USD ist zinsbullisch und profitiert von Sorgen um Europa und Korea
Mit dem von den Staatschulden einiger Mitgliedsländer der EU ausgelösten Kursabfall des EUR gegen den US-Dollar begannen Investoren in der vergangenen Woche rasch, sich an sicheren „Safen-Havens“ zu orientieren. EUR/USD gab im Wochenverlauf wieder deutlich nach und notierte am Freitag bei 1,3241, nachdem das Wochen-Hoch bei 1,3790 lag. Eine Kombination aus anhaltenden Sorgen im Euroraum und Drohungen Nordkoreas mit weiteren Militärschlägen gegen den Nachbarstaat Südkorea, hält auch die Finanzmärkte in Atem. Händler gehen lieber „Nummer Sicher“.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3320 | 1.5710 | 85.10 | 1.0115 | 0.9735 | 0.8575 |
| 1.3285 | 1.5675 | 84.75 | 1.0080 | 0.9700 | 0.8540 | |
| 1.3250 | 1.5640 | 84.40 | 1.0050 | 0.9670 | 0.8510 | |
| Support | 1.3180 | 1.5570 | 83.75 | 0.9980 | 0.9600 | 0.8435 |
| 1.3145 | 1.5535 | 83.40 | 0.9950 | 0.9565 | 0.8400 | |
| 1.3110 | 1.5500 | 83.10 | 0.9915 | 0.9530 | 0.8370 |
Wirtschafts News
USD - Koreakonflikt treibt USD-Handel an
Nach einer recht zinsbullischen Handelswoche für den Dollar, wertete die US-Währung am Freitag noch einmal kräftig auf. Nachdem Nordkorea seinen Nachbarstaat Südkorea zu Beginn der vergangenen Woche ohne Vorwarnung angegriffen hatte, befinden sich die beiden Staaten offiziell im Kriegszustand. Die Auswirkungen des Koreakonflikts, auch auf die weltweite Wirtschaft, sind deutlich zu spüren. Am Freitag notierte USD/JPY nahe der Marke von 84,10, nachdem das Währungspaar bei 83,50 in die Woche gestartet ist.
Mit dem von den Staatschulden einiger Mitgliedsländer der EU ausgelösten Kursabfall des EUR gegen den US-Dollar begannen Investoren rasch, sich an sicheren „Safen-Havens“ zu orientieren. EUR/USD gab in der vergangenen Woche wieder deutlich nach und notierte am Freitag bei 1,3241, nachdem das Wochen-Hoch bei 1,3790 lag. Eine Kombination aus anhaltenden Sorgen im Euroraum und Drohungen Nordkoreas mit weiteren Militärschlägen gegen den Nachbarstaat Südkorea, hält auch die Finanzmärkte in Atem. Händler gehen lieber „Nummer Sicher“.
Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten erwartet. Händler sollten bei EUR/USD auf die Marke 1,3200 achten, die dem Paar bereits in der Vergangenheit als wichtige Unterstützung gedient hat. Bei USD/JPY bedeutet die Handelsspanne zwischen 84,50-60 für das Währungspaar Druck.
EUR - EUR gibt Gewinne aufgrund anhaltender Kreditsorgen wieder ab
Mit einem verheißungsvollen Start in die letzte Woche konnte der EUR gegenüber dem USD etwas Boden gutmachen. Der Hilfsantrag Irlands an die EU-Kommission und den Internationalen Währungsfonds konnte die europäische Währung zunächst stützen und brachte dem Euro Kursgewinne. Gleich zu Wochenbeginn wertete EUR/USD um 50 Punkte auf. Ähnliche Kursbewegungen konnten bei EUR/JPY beobachtet werden. Dieses Währungspaar zog um rund 40 Punkte an. Zum britischen Pfund Sterling verbuchte der EUR einen Kursgewinn von nahezu 30 Punkten.
Eine Kombination aus den anhaltenden Sorgen um Schuldensünder im Euroraum und den Drohungen Nordkoreas mit weiteren Militärschlägen gegen den Nachbarstaat Südkorea, hielt jedoch auch die Finanzmärkte in den letzten Handelstagen in Atem. Europas Einheitswährung musste bis zum Wochenende einen Großteil seiner zuvor verzeichneten Kursgewinne wieder abgegeben. Am Freitag rutschte der EUR schließlich bis unter $1,3268 und notierte im asiatischen Handel heute Nacht um das Unterstützungsniveau bei $1,3124.
Aus dem Euroraum werden heute nur einige wenige Indikatoren veröffentlicht. Heute Morgen reagierten die Finanzmärkte zunächst mit Erleichterung auf die Verabschiedung des Hilfspakets für Irland durch die EU und den IWF. Dennoch halten die Unsicherheiten im Euroraum sowie in Bezug auf die Koreakrise an, die sich negativ auf die Anlegerstimmung auswirken. Händler sollten weitere Entwicklungen gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine optimale Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich im weiteren Tagesverlauf ergeben werden.
JPY - Koreakrise drückt Yen-Kurs gegen USD
Die Krisensituation zwischen Nord- und Südkorea hat einige asiatische Währungen unter Druck gebracht. Anleger entnehmen Kapital aus den asiatischen Märkten, insbesondere aus Südkorea, so dass andere Anlagen und Währungen davon profitieren. Der japanische Yen scheint aktuell eine bärische Position gegenüber den Hauptgegenwährungen einzunehmen. Diese Tendenz setzte bereits am vergangenen Freitag vor dem Wochenende ein und hält auch zum neuen Wochenstart weiterhin an.
USD/JPY machte im Laufe der vergangenen Handelswoche rund 60 Punkte gut. Das Paar notierte am letzten Montag noch bei 83,50 und schloss am Freitag schließlich bei der Marke von 84,10. Gegenüber dem Britischen Pfund Sterling verbuchte der Yen Kursgewinne und drückte das Paar somit von seinen letzten Höchstwerten um 134,18 in Richtung 131,12-Marke. Händler erwarten für den JPY heute, angesichts der zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten, zusätzliche Kursschwankungen.
Rohöl - Ölpreise schwankend zwischen $80-$86 pro Barrel
Die Ölpreise schwanken weiterhin zwischen $80 und $86 pro Barrel. Seit zwei Monaten handelt der Rohstoff innerhalb dieser Spanne. Auch für diese Woche zeichnet sich keine Trendveränderung ab. Zum heutigen Wochenstart verzeichnen die Ölpreise erneut leichte Kursaufschläge. US-WTI zur Auslieferung im Januar kostet aktuell $84,35 pro Barrel und damit $0,59 mehr als am Vortag. Nordsee-Brent kletterte um $0,55 auf $86,13 Dollar pro Barrel.
Sorgen um die Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum sowie der noch nicht beendete Koreakonflikt führen zu Preisabschlägen an den Warenterminbörsen. Heute Morgen reagierten die Ölmärkte jedoch zunächst mit Erleichterung auf die Verabschiedung des Hilfspakets für Irland durch die Europäische Union und den Internationalen Währungsfonds. Nach den feiertagsbedingten dünnen Umsätzen an den Ölmärkten vor dem letzten Wochenende, sollte sich der Rohstoffhandel mit dem Start in die neue Handelswoche wieder normalisieren.
Technische News
EUR/USD
Nach den anhaltenden letzten Abwärtsbewegungen, geben der RSI und der Slow Stochastic der Tages-Chart deutlich zinsbullische Signale aus. Dabei stellt die 1,3240-Marke eine wichtige Unterstützung dar. Eine Doji-Candlestick-Formation auf der Tages- und Wochen-Chart bestätigt die Annahme einer bevorstehenden Aufwärtsbewegung. Kaufen könnte bei EUR/USD heute von Vorteil sein.
GBP/USD
Aktuell scheint sich der Preis dieses Paares im überverkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart zu bewegen. Dies kann als Zeichen für wachsenden Aufwärtsdruck gedeutet werden. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt durch sein Aufwärtskreuzen diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die zu bevorzugende Strategie bei GBP/USD sein.
USD/JPY
Gegenwärtig scheint sich der Preis dieses Paares deutlich im überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart zu bewegen, was als zunehmenden Abwärtsdruck gedeutet werden kann. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart scheint kurz davor zu stehen, abwärts zu kreuzen und bestätigt somit diese Annahme. Verkaufen könnte hier heute von Vorteil sein.
USD/CHF
Der Slow Stochastic der Tages-Chart kreuzt abwärts, während der RSI mittlerweile in den überkauften Bereich gedreht hat und weiter abwärts tendiert. Hier könnte es für heute richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
Die Wild-Card
Silber
Aktuell hat der Silberpreis weit in den überkauften Bereich des RSI der Wochen-Chart gedreht. Dies signalisiert hohen Abwärtsdruck. Der Slow Stochastic der Tages- und Wochen-Chart, der bereits mehrmals abwärts gekreuzt hat, bestätigen die Theorie einer bevorstehenden Abwärtsbewegung. Forex -Anleger könnten von diesem sich ankündigendem Abwärtstrend profitieren, indem sie jetzt, vor Trendbeginn, auf fallende Kurse setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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