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Wednesday, 17 Nov 2010
Safe-Haven-Währungen steigen mit erhöhter Risikoaversion
Anleger setzen derzeit auf sichere Währungen, die jedoch geringere Erträge abwerfen. Dieses Anlegerverhalten nimmt seit Tagen Einfluss auf die Hauptwährungspaare. USD und JPY zählen gegenwärtig als sichere Anlage. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage unter den Marktteilnehmern, die gerade einen großen Bogen um risikoreiche Investitionen machen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3600 | 1.5980 | 84.50 | 1.0075 | 0.9865 | 0.8600 |
| 1.3565 | 1.5935 | 84.05 | 1.0035 | 0.9825 | 0.8570 | |
| 1.3530 | 1.5900 | 83.75 | 1.0000 | 0.9800 | 0.8530 | |
| Support | 1.3470 | 1.5840 | 83.00 | 0.9945 | 0.9740 | 0.8455 |
| 1.3440 | 1.5810 | 82.70 | 0.9900 | 0.9710 | 0.8410 | |
| 1.3405 | 1.5785 | 82.35 | 0.9870 | 0.9675 | 0.8370 |
Wirtschafts News
USD - Dollar-Erholung setzt sich fort
Für den US-Dollar setzen sich die Aufwärtstendenzen am gestrigen Dienstag fort. Die US-Währung erreicht mittlerweile ein 7-Wochenhoch gegenüber einer Reihe von Hauptwährungen, während heftig fallende Aktienkurse und Rohstoffpreise die Attraktivität des USD als „sichere“ Anlage steigern. Händler flüchten vor dem Hintergrund der Schuldensorgen im Euroraum derzeit in die US-Währung. Infolgedessen beendete der USD den gestrigen Handelstag zum EUR mit plus 150 Punkten bei der Marke von 1,3490. Auch zum GBP setzt der US-Dollar seine Aufwärtstendenzen fort und schloss hier bei 1,5885.
Darüber hinaus besteht aktuell am Markt die Sorge um eine weitere Straffung der Geldpolitik in China. Als größtes Sorgenkind des Euroraums gilt nach wie vor der ehemalige „Keltische Tiger“ Irland. Noch immer hat die irische Regierung keinen Antrag auf Finanzhilfe aus dem Rettungsschirm der Euro-Länder gestellt.
Wichtigste zur Veröffentlichung ausstehende Konjunkturdaten aus den USA heute: Baubeginne/-genehmigungen (Oktober), Verbraucherpreise (Oktober) und Rohöllagerbestände (Woche). Händler, Augen auf! Sollten die Daten die Erwartungen der Experten übertreffen, könnte dies dem USD weiter Auftrieb bringen. Händler sollten darüber hinaus die für 15:15 Uhr angesetzte Rede des Präsidenten der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, bei einer Veranstaltung der Bank zum Thema staatliche Unternehmensförderung im Auge behalten. Anleger gehen von einer erhöhten Volatilität im Anschluss an die Rede aus. Händler sollten die Bewegungen der US-Währung demnach nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich weitere Dollar-Tendenzen noch bis zum Ende der Handelswoche bestimmen lassen.
EUR - EUR-Stärke kehrt in dieser Woche voraussichtlich nicht zurück
Der EUR fiel am Dienstag auf ein 7-Wochentief zum US-Dollar. Gegenwärtig steigt die Risikoaversion am Markt vor dem Hintergrund der wachsenden Haushaltsdefizite einiger EU-Mitgliedstaaten. Zu Handelsschluss begab sich der EUR gegenüber dem USD wieder auf Talfahrt. Das häufig gehandelte Währungspaar notierte bei 1,3490. Ähnliche Kursbewegungen konnten gegenüber dem JPY beobachtet werden. Hier schloss die Währung der 16 Nationen bei 112,40.
Insbesondere Irland gerät in Europa zunehmend unter Druck. Einige Euro-Länder drängen die Regierung in Dublin, Hilfen der EU/IWF in Anspruch zu nehmen. Die Schuldenkrise gefährdet den Euro. Darüber hinaus belasten wieder negative Nachrichten aus Griechenland die Märkte. Auf der Steuerseite erfüllt Griechenland nicht die Vorgaben, um die geplanten EU-Hilfen zu erhalten. Entsprechend wird die nächste, im Dezember fällige Tranche der Euro-Staaten zunächst auf Januar verschoben.
Das Britische Pfund Sterling sackte gestern zum US-Dollar auf ein neues Rekordtief ab, nachdem sich Zentralbankchef der Bank of England (BoE), Mervyn King, für Inflationsraten jenseits des 2-Prozent-Ziels aussprach. Wieder lässt sich die Bank bei ihrem Programm für Anleihenkäufe alle Optionen offen, sollte Notwendigkeit dazu bestehen. Das GBP fiel zum USD im Tief auf 1,5839, bevor es zu Handelsschluss bei 1,5885 notierte.
JPY - Zusätzliche Volatilität bei geringer Nachrichtenspanne aus Japan erwartet
Der Japanische Yen verbuchte gestern gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursgewinne und bewies damit, dass Japans Währung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei weitete der Yen seine Kursgewinne gegen den EUR aus und handelte hier um die Marke von 112,40 aus, nachdem viele Investoren ihre EUR-Anlagen verkauften. Auch zum GBP machte der JPY Boden gut und schloss hier bei 132,40.
Heute bleibt die asiatische Nation dem Wirtschaftskalender abwesend. Die Tendenzen des JPY-Kurses werden von den Entwicklungen seiner Kurspaare bestimmt werden. Allem Anschein nach erwartet USD und EUR heute ein recht volatiler Börsengang. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk auf Nachrichten aus den USA und Europa richten. Von besonderer Bedeutung sind dabei die US-Baubeginne/-genehmigungen im Oktober um 14:30 Uhr.
Rohöl - Ölpreise fallen um 3%
Die Ölpreise gaben am gestrigen Dienstag um rund 3% nach und markierten somit ein neues 2-Wochentief. Hauptsorge am Ölmarkt war auch gestern die Befürchtung, dass sich die anhaltende Kreditkrise in der Eurozone nachteilig auf die globale Energienachfrage auswirken wird. Zusätzlich bleiben die Preise aufgrund der Spekulationen auf eine weitere Straffung der Geldpolitik in der Volksrepublik China unter Druck. Auch die aktuelle Dollar-Stärke dämpfe die Nachfrage, so Marktbeobachter. Aktuell kostet das Fass US-WTI rund $82 und das Fass Nordsee-Brent $84,50.
Der Euro reagiert mit weiteren Kursabschlägen auf die Sorgen der Marktteilnehmer um das krisengeplagte Irland. Die Einheitswährung schwankt heute bisher um die Marke von $1,35 und verbleibt somit in der Nähe eines 7-Wochentiefs. Die Euro-Schwäche belastet wiederum den Handel an den Ölmärkten.
Noch am vergangenen Donnerstag hatten die Ölpreise ein 25-Monatshoch über der Marke von $88 pro Barrel markiert, dem höchsten Niveau seit Beginn der globalen Finanzkrise.
Technische News
EUR/USD
Für EUR/USD waren in den vergangenen Handelstagen überwiegend Abwärtstendenzen zu beobachten. Dieser Trend könnte jedoch mittelfristig bereits zu einem Ende kommen. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich das Paar inzwischen im überverkauften Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paares ebenfalls im überverkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Dies könnte ein Zeichen für bevorstehende Aufwärtsbewegungen sein. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Eine gute Strategie könnte sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald ein Brechen aufwärts erfolgt.
USD/JPY
Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich jedoch bereits im überkauftem Bereich, was bedeuten könnte, dass eine abwärts gerichtete Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
USD/CHF
Für USD/CHF ergaben sich in der letzten Handelswoche deutliche Aufwärtstendenzen. Hier könnte sich jedoch schon bald eine Trendwende einstellen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart beispielsweise signalisiert bereits eine Trendumkehr gen Süden. Ein Abwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Ölpreise sind gestern deutlich gefallen und erreichen mittlerweile die Marke von $82,50 pro Barrel. Der RSI der 8-Stunden-Chart bewegt sich jedoch bereits im überverkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine Kurskorrektur nach oben ergeben könnte. Hier bietet sich Forex -Anlegern möglicherweise eine großartige Gelegenheit, bei diesem Trend jetzt, zu einem äußerst frühen Zeitpunkt, einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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Household Spending







