close
| |

Tuesday, 2 Mar 2010

Safe-Havens gewinnen weiterhin aufgrund hoher Risikoaversion

Sowohl USD als auch Japans Yen schlossen am Montag fester gegen die meisten Hauptwährungen. Angesichts einer neu aufkommenden Risikoaversion, reduzierten Investoren ihre risikoreichen Positionen. Händler verweisen auf die zunehmende finanzielle Besorgnis um einige EU-Mitgliedsländer sowie das schleppende Tempo der konjunkturellen Erholung weltweit als Beweggrund.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdownup
Wochentendenzdowndownupupdowndown
Resistance1.36851.515090.001.09500.90700.9150
1.36501.505089.751.09000.90400.9125
1.35901.499989.501.08700.90200.9095
Support1.35051.480089.001.07750.89350.9000
1.34501.475088.801.07500.89150.8950
1.34001.465088.551.07150.88800.8925

Wirtschafts News

USD - Produktionszahlen lassen USD aufwerten

Der USD wertete am Montag gegen die Mehrheit der Hauptwährungen auf. Zuvor wurden die Produktionszahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe in den USA veröffentlicht. Darüber hinaus belastete Athens finanzielle Instabilität erneut die europäische Gemeinschaftswährung. Als Ergebnis dessen beendete der USD den gestrigen Handelstag um ca. 200 Punkte höher zum GBP bei der Marke von 1,4216. Gegenüber dem EUR legte der USD ebenfalls zinsbullische Tendenzen an den Tag und schloss hier bei 1,3520.

Der nationale Index der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe der USA, ISM-Index, hat sich im Februar schlechter entwickelt als erwartet, jedoch, laut Analysten, bedeutete dies kein Ende des Konjunkturaufschwungs. Das Institute for Supply Management (ISM) gab am Montag einen Zählerstand von 56,5 Punkten aus. Experten hatten einen Rückgang auf 57,5 Zähler vorhergesagt.

Insgesamt verbesserte sich die Anlegerstimmung in den USA aufgrund positiver Wirtschaftsdaten in den vergangenen Wochen. Für den USD werden trotz Volatilität der Nicht-USD-Crosse erste Anzeichen von Stabilität deutlich. Für Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Wirtschaftsindikatoren aus den USA, Europa und Japan richtig zu deuten, um Investitionen korrekt zu bestimmen.

Händler sollten ihr Augenmerk heute auf das Kurspaar EUR/USD richten, das derzeit große Kursschwankungen erfährt, sich jedoch ebenfalls in absehbarer Zeit stabilisieren müsste. Dabei formen sich neue Unterstützungs- sowie Widerstandslevel. Die derzeitigen Preissprünge finden in diesem Umfang in der Regel nicht statt. Anleger könnten sich die extremen Kursbewegungen zu Nutze machen und hohe Profite erzielen.

EUR - GBP/USD auf 10-Monatstief

Der EUR fiel am Montag um mehr als 1% gegen den US-Dollar. Der Wertanstieg des USD ließ sich dabei hastigen GBP-Verkäufen der Anleger zuordnen. Ferner bleiben Händler in Bezug auf die Rettung des krisengeschüttelten Griechenlands skeptisch. Infolgedessen begab sich EUR/USD um mehr als 100 Punkte auf Talfahrt, bevor ein Erholungstrend bis zur Marke von 1,3520 einsetzte.
Das Pfund Sterling markierte ein neues 10-Monatstief zum USD sowie den tiefsten Sturz innerhalb eines Tages. Großbritanniens Währung stand am Montag unter Abwertungsdruck. Auslöser dafür war eine Wahlumfrage am Sonntag, nach der keine Partei in Großbritannien mit einer Mehrheit rechnen könnte. Die Aussicht auf unklare Mehrheiten im Parlament und eine wenig handlungsfähige Regierung wurde von den Händlern als gravierender Risikofaktor empfunden. Der massive Verkaufsdruck drückte ebenfalls den EUR. Beachtliche Refinanzierungsprobleme Griechenlands werden von vielen Anlegern weiterhin als Risikofaktor für den Zusammenhalt der Europäischen Wirtschaftsunion und damit für den EUR-Wert betrachtet.
Als wichtigster Indikator der Eurozone gelten heute die Eurostat-Daten zur Vorabschätzung der Verbraucherpreise in der Eurozone im Monat Februar. Experten erwarten keine Veränderung des Ergebnisses im Vergleich zur Vormessung. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk heute insbesondere auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den EUR kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus sollten Händler die für 10:30 Uhr angesetzte Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindexes für Bau und Konstruktion aus Großbritannien aufmerksam verfolgen, dessen Ergebnis die kommenden Tendenzen des GBP und seiner Crosse am heutigen Handelstag bestimmen könnte.

JPY - Steigende Risikoaversion lässt Yen aufwerten

m Mittwoch zählte der Yen zu den Gewinnern des Handelstages. Angesichts neu aufkommender Marktunsicherheiten, verlagerten Händler gestern ihre risikoreichen Positionen. Nutznießer waren Safe-Havens wie der JPY. Händler verwiesen dabei auf die zunehmende finanzielle Besorgnis in einigen EU-Mitgliedsländern sowie das schleppende Tempo der konjunkturellen Erholung weltweit als Beweggrund. Bis Handelsschluss kletterte der JPY zum GBP bis auf die Marke von 133,35. Der JPY legte ebenfalls zinsbullische Tendenzen gegenüber dem EUR an den Tag und schloss hier bei 120,70.
Ein erneuter JPY-Kursanstieg könnte sich bereits ergeben, sobald die übrigen Wirtschaftsnationen damit beginnen, ihren Leitzins zur Abwendung von Inflation wieder anzuheben. Dies könnte schwer auf Japans Wirtschaft lasten, indem sich der japanische Export im Vergleich zu ausländischen Ausfuhren verteuert.

Rohöl - Rohöl fällt aufgrund USD-Stärke

Am Montag gab Rohöl zuvor verbuchte Gewinne wieder ab und verlor angesichts eines starken USD an Wert. Zwischenzeitlich handelte der Rohstoff bei $80,60 pro Barrel und notierte letzten Endes um die Marke von $78,72 bei einem Verlust von grob $1,90. Die Überwindung der $80-Marke erwies sich für Rohöl bislang als äußerst schwierig.

Laut Marktbeobachter sei eine der größten Triebfedern am Ölmarkt nach wie vor der USD. Die Kursverluste zu Wochenbeginn ließen sich somit in erster Linie auf den festen Dollar zurückführen. Rohöl wird, wie viele andere Rohstoffe auch, in US-Dollar bepreist, so dass diese sich für internationale Investoren verteuern.
Momentan scheinen die Rohölpreise zu fallen, solange der USD seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Anleger sollten die Entwicklungen des USD sowie seiner Kurspaare unbedingt im Auge behalten, um die Tendenzen der Rohölpreise besser einschätzen zu können.

Technische News

EUR/USD

Die Stunden-Chart verdeutlicht bei diesem Paar aktuell mögliche Abwärtstendenzen für den heutigen Handelstag. Es ist zu erkennen, dass sich der RSI (Relative Strength Index) im „überkauften“ Bereich befindet und eine rückläufige Preisentwicklung wahrscheinlich ist. Händler sollten bei diesem Währungspaar heute vorzugsweise auf fallende Kurse setzen.

GBP/USD

Für dieses Währungspaar ergaben sich am gestrigen Handelstag Kursverluste. GBP/USD handelt aktuell um 1,4933. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bildet ein zinsbullisches Cross. Ein Aufwärtstrend kündigt sich an. Der RSI der Stunden-Chart zeigt, dass das Paar im „überkauften“ Bereich schwankt, was ebenfalls darauf deutet, dass die nächste Bewegung eine zinsbullische sein könnte. Heute bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist bei GBP/USD womöglich eine gute Wahl.

USD/JPY

Der heftige Abwärtstrend, der in den letzten Tagen zu beobachten war, scheint weiteres Potenzial in sich zu tragen. Der RSI der Stunden-Chart hat die 40-Marke überwunden, was bedeuten könnte, dass USD/JPY weiter fällt. Auch die rückläufige Bewegung des Slow Stochastic auf der 30-Minuten-Chart bestätigt diese Neigung. Der nächste Richtpreis könnte bei 88,80 liegen.

USD/CHF

Dieses Paar signalisiert seit eineinhalb Wochen zinsbullische Tendenzen und wird momentan um die Marke von 1,0809 gehandelt. Der RSI der 30-Minuten-Chart zeigt, dass sich USD/CHF inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Auch der MACD der Wochen-Chart stützt diese Tendenz. Bei diesem Trend zu einem frühen Zeitpunkt einzusteigen, könnte Forex-Anleger heute große Gewinne einbringen.

Die Wild-Card

GBP/AUD

Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Dies lässt sich auch an den Oszillatoren des Paares erkennen, die überwiegend im neutralen Bereich schwanken, was gewöhnlich vor einem Kurssprung zu beobachten ist. Der Trend weist deutlich auf eine rückläufige Preisbewegung in den kommenden Tagen hin. Forex -Anleger könnten von dieser Entwicklung profitieren, indem sie früh verkaufen, um den sich ankündigenden Abwärtstrend für sich zu nutzen.

Aktuelle Zeit: 02/14 02:08 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
02/14
00:01GBP+ RICS House Price Balance-16% --3
00:30AUD+ NAB Business Confidence3 --3
04:30JPY+ Revised Industrial Production m/m4.0% --1
07:45EUR+ French Prelim Non-Farm Payrollsq/q0.0% --3
09:30GBP+ CPI y/y4.2% --5
09:30GBP+ RPIy/y4.8% --3
09:30GBP+ Core CPI y/y3.0% --1
09:30GBP+ DCLG HPI y/y-0.3% --1
10:00EUR+ German ZEW Economic Sentiment-21.6 --5
10:00EUR+ Industrial Production m/m-0.1% --3
10:00EUR+ ZEW Economic Sentimentm/m-32.5 --3
10:00GBP+ CB Leading Index m/m-0.6% --1
13:30CAD+ New Motor Vehicle Sales m/m-1.0% --1
13:30USD+ Core Retail Salesm/m-0.2% --5
13:30USD+ Retail Sales m/m0.1%--5
13:30USD+ Import Pricesm/m-0.1% --3
15:00USD+ Business Inventoriesm/m0.3% --3
21:45NZD+ NZD Core Retail Sales q/q2.4% --5
21:45NZD+ Retail Sales q/q2.2% --3
23:30AUD+ Westpac Consumer Sentiment2.4% --4
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen