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Tuesday, 30 Nov 2010

Safe-Havens weiterhin wegen hoher Risikoaversion im Plus

Anleger setzen aktuell auf sichere Währungen, die jedoch geringere Erträge abwerfen. Dieses Verhalten nimmt großen Einfluss auf die Hauptwährungspaare. Dabei zählen USD und JPY als sicherste Anlage. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage unter den Marktteilnehmern, die gerade einen großen Bogen um risikoreiche Investitionen wie dem Euro machen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzdowndownupupupdown
Resistance1.36391.582185.311.01260.98970.8674
1.34011.570184.731.00680.97640.8562
1.32621.563684.491.00340.96970.8494
Support1.30231.558183.910.99760.95640.8383
1.29241.546283.570.99530.94980.8339
1.26851.534282.990.98950.93650.8228

Wirtschafts News

USD - Dollar-Erholung setzt sich fort

Der USD kletterte am Montag gegen EUR und JPY auf den höchsten Stand in zwei Monaten. Gegenwärtig steigt die Risikoaversion am Markt vor dem Hintergrund der wachsenden Haushaltsdefizite von Mitgliedstaaten in der EU. Zu Handelsende gestern schloss der USD zum EUR deutlich fester und drückte das oft gehandelte Cross bis auf 1,3110. Ähnliche Entwicklungen waren auch gegenüber dem JPY zu beobachten. Hier schloss die US-Währung bei 84,25.

Mit fortschreitender Stabilisierung der US-Konjunktur, richten die Marktteilnehmer ihre Handelsstrategien zunehmend nach den Ergebnissen von Fundamentaldaten und kurzfristigen Leitzinsraten aus. Diese Entwicklung könnte dem USD jedoch in den kommenden Monaten den Glanz wieder nehmen. Ein starker US-Dollar würde die US-Währung für internationale Anleger interessant machen, insbesondere hinsichtlich amerikanischer Staatsanleihen über die zum Teil das hohe Staatsdefizit der USA finanziert wird. Gleichzeitig wird jedoch das Gewinnwachstum von Unternehmen mit internationalem Vertrieb gebremst, da sich US-Exporte verteuern.
Der wichtigste heute zur Veröffentlichung ausstehende Konjunkturindikator aus den USA ist der um 16:00 Uhr erwartete Index des Verbrauchervertrauens des Conference Board für November. Hier gilt es für Anleger aufmerksam zu bleiben. Sollte das Ergebnis die Erwartungen der Experten übertreffen, könnte der USD kurzfristig weiter aufwerten. Darüber hinaus nimmt US-Notenbankchef Ben Bernanke am Fisher College of Business der Ohio State University an der geplanten Diskussionsveranstaltung „Conversation on the Economy“ mit Führungskräften der Wirtschaft teil. Diese beginnt um 21:00 Uhr. Marktbeobachter gehen von einer hohen Dollar-Volatilität im Anschluss an diese Veranstaltung aus. Anleger sollten die Bewegungen der US-Währung demnach nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich weitere Dollar-Tendenzen noch bis zum Ende des Handelstages bestimmen lassen.

EUR - EUR auf 2-monatigem Rekordtief gegen Dollar

Am Montag wertete der Euro gegen den Dollar bis auf ein 2-Monatstief ab. Die Verabschiedung des Hilfspakets für Irland durch die Europäische Union und den Internationalen Währungsfonds konnte die Märkte gestern kaum beruhigen. Händler haben nach wie vor Angst vor einer Ausweitung der Krise innerhalb Europas. Als Ergebnis dessen fiel das Paar EUR/USD bis auf 1,3063, seinem niedrigsten Stand seit September. Für die 16-Nationen-Währung konnten ähnliche Entwicklungen gegenüber dem JPY beobachtet werden. Hier schloss der Euro bei 110,49.

Zum Wochenstart hatten die EU-Finanzminister ein Rettungspaket für Irland in Höhe von 85 Mrd. Euro verabschiedet, wofür Irland ein Sparprogramm von 15 Mrd. Euro umzusetzen verspricht.

Das Irland-Rettungspaket beruhigt die Märkte jedoch nicht, so Händler. Der Euro zeigte sich am Montag erneut schwächer. Die Renditen auf irische Staatsanleihen fielen zwar zunächst, legten im Anschluss jedoch wieder zu. Renditen auf italienische, portugiesische und spanische Bonds kletterten auf neue Höchststände.

JPY - Yen: Gemischte Ergebnisse gegen Hauptwährungen

Der JPY beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptgegenwährungen. Dabei weitete der Yen seine Kursgewinne gegen den EUR am Montag aus und handelte hier um die Marke von 110,50, nachdem viele Investoren ihre EUR-Anlagen verkauften. Auch gegenüber dem NZD ergab sich für den JPY eine ähnliche Kurs-Entwicklung. Dieses Paar rutschte bis zum Ende des Tages von 63,19 auf 62,75 ab. Selbst zum USD gab der japanische Yen nach und schloss hier 84,07.

Ein starker Yen bringt Japans Exporteure eher Nachteile, da die Preise japanischer Ausfuhrprodukte für ausländische Abnehmer steigen, was die Gewinne im Ausland wiederum schmälert. Gegenwärtig verdeutlichen Wirtschaftsdaten aus Japan einen erneuten Rückgang der Produktionsaufträge infolge einer deutlichen Exportabnahme japanischer Güter.

Insgesamt entfernt sich Japans Währung in den vergangenen Wochen sukzessive vom zuvor markierten 15-Jahres-Hoch gegen den USD. Händler verweisen auf die gespannte Lage im Euroraum und die anhaltende Korea-Krise als Beweggründe für die letzten Yen-Entwicklungen.

Rohöl - Rohöl bewegt sich um $86-Marke pro Barrel

Am Montag kletterten die Ölpreise bis auf die Marke von $85,89 pro Barrel. Anleger nannten den ersten Wintereinbruch in diesem Jahr in Europa als Ursache für die Höhernotierungen. An den Rohstoffmärkten steige der Optimismus, so Händler.

Am frühen Montagabend kostete ein Fass US-WTI zur Lieferung im Januar $85,31 und damit $1,55 mehr als noch am Freitag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent erhöhte sich um $1,50 auf $87,08.
Heute sollten Rohstoff-Anleger ihr Augenmerk auf den Index des Verbrauchervertrauens des Conference Board richten, der stets Einfluss auf die Ölpreise, insbesondere kurzfristig gesehen, nimmt.

Technische News

EUR/USD

Bei EUR/USD konnten in den vergangenen 2 Wochen äußerst bärische Tendenzen beobachtet werden. Hier könnte sich jedoch schon bald eine Trendwende einstellen. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich das Paar inzwischen im überverkauften Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paares auch im überverkauften Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Wir empfehlen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald nach oben gebrochen wird.

USD/JPY

Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich USD/JPY um die Marke von 90,10. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich bereits im überkauften Bereich, was bedeutet, dass sich der jüngste Aufwärtstrend tatsächlich abschwächt und eine abwärts gerichtete Kurskorrektur bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute die richtige Wahl sein.

USD/CHF

Das Währungspaar USD/CHF zeigte sich in der letzten Woche äußerst zinsbullisch. Die technischen Daten bestätigen jedoch mögliche Abwärtstendenzen für heute. Der RSI der Tages-Chart verdeutlicht, dass USD/CHF inzwischen in den überkauften Bereich gedreht hat. Demnach kündigt sich hier eine Kurskorrektur nach unten bereits an. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich also jetzt auszahlen.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Ölpreise sind gestern wieder deutlich gestiegen und erreichen mittlerweile einen Preis von $85,89 pro Barrel. Jedoch bewegt sich der RSI der 8-Stunden-Chart bereits im überkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und sich in Kürze eine Abwärtsausrichtung ergeben könnte. Forex -Anlegern bietet sich hier eine gute Handelsgelegenheit, bei diesem Trend jetzt zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:30 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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