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Friday, 28 Jan 2011
S&P senkt Japans Kredit-Rating; als Reaktion darauf fällt der Yen-Kurs
Die wichtigste Wirtschaftsnachricht des gestrigen Tages war eindeutig die Bekanntgabe, dass die Rating-Agentur S&P das Kredit-Rating für Japan von AA- auf AA gesenkt hat. Als Reaktion darauf verzeichnete der japanische Yen kräftige Kurseinbrüche zu den anderen Hauptwährungen. Zudem ließen enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA den Dollarkurs im Vergleich zum Euro und britischem Pfund Sterling sinken.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3795 | 1.5970 | 83.40 | 0.9525 | 0.9980 | 0.8710 |
| 1.3775 | 1.5950 | 83.20 | 0.9505 | 0.9960 | 0.8690 | |
| 1.3745 | 1.5920 | 82.90 | 0.9475 | 0.9930 | 0.8660 | |
| Support | 1.3685 | 1.5860 | 82.30 | 0.9415 | 0.9860 | 0.8600 |
| 1.3655 | 1.5830 | 82.00 | 0.9385 | 0.9830 | 0.8570 | |
| 1.3635 | 1.5810 | 81.80 | 0.9365 | 0.9810 | 0.8550 |
Wirtschafts News
USD - Dollar schwächelt aufgrund enttäuschender Wirtschaftsdaten
Der US Dollar verzeichnete beim Börsengang am Donnerstag Kursverluste zu den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen. Der Dollar fiel um etwa 60 Pips zum Euro, und die EUR/USD-Paarung erzielte einen Tages-Höchstwert von 1,3757. Zum britischen Pfund Sterling fiel der Dollar ebenfalls um etwa 60 Pips.
Der Rückgang des Dollar erfolgte gestern nach der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts, der auswies, dass die Zahl der Amerikaner die zum ersten Mal um Arbeitslosenunterstützung ersuchten in der vergangenen Woche um 51.000 auf 454.000 angestiegen war. Somit lag die tatsächliche Zahl weit über den prognostizierten 407.000. Außerdem sind im Dezember die Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter entgegen einem vorhergesagten Anstieg von 1,6% unerwarteterweise um 2,5% zurückgegangen.
Die Rückläufigkeit des Dollar wurde allerdings auch von einigen positiven Daten abgemildert. Die US Eigenheimverkäufe aus Bestand stiegen im Dezember um 2,0%, nachdem sie bereits im Vormonat um 3,1% zugelegt hatten. Positive Daten vom US Immobilienmarkt sind unerlässlich für die Wirtschaft, da dieser nach wie vor den schwächsten Sektor der Gesamtindustrie bildet. Des Weiteren waren im Dezember im zweiten Monat in Folge die Aufträge für US Kapitalanlagen gestiegen. Aufträge für Gerätschaften wie Computer und Kommunikationsausrüstung stiegen um 1,4% an, nachdem sie bereits im November einen Anstieg um 3,1% verzeichneten.
Heute dürfte die wichtigste Bekanntgabe aus der US Wirtschaft die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sein. Das BIP misst die Wertveränderungen aller Waren und Dienstleistungen, und seine Bekanntgabe hat für gewöhnlich großen Einfluss auf den Markt. Händler sollten heute unbedingt den Bericht über das Verbrauchervertrauen beachten, der von der Universität von Michigan veröffentlicht wird.
EUR - Euro zeigt Stärke nachdem EZB vor importierter Inflation warnte
Der Euro verzeichnete gestern Kursanstiege im Vergleich zu den meisten anderen Hauptwährungen. Die 17-Nationen-Währung legte zum US Dollar um etwa 60 Pips und zum britischen Pfund Sterling um etwa 30 Pips zu. Zum japanischen Yen stieg der Euro gar um 120 Pips.
Der gestrige Kursanstieg des Euro erfolgte nachdem zwei führende EZB-Offizielle sich warnend gegen die steigende Tendenz importierter Inflation aussprachen. Diese Warnung erfolgte nachdem bekannt wurde, dass die Inflationsrate im Dezember mit 2,2% zum ersten Mal seit über zwei Jahren den von der EZB bevorzugten Wert von knapp unter 2% übertraf.
Lorenzi Bini Smaghi, einer der sechs EZB-Vorstandsmitglieder, sagte, dass andauernde und wiederholte Preisanstiege bei Importgütern sich auch auf die Inflation in den Importstaaten, also auch der Eurozone, auswirken wird. Bini Smaghi fügte hinzu, dass sich die EZB des Problems der steigenden Inflation annehmen müsse, da ansonsten die geldpolitischen Maßnahmen sehr viel restriktiver als gedacht ausfallen müssen, was zu verlangsamtem Wachstum führen könnte.
Heute dürfte die wichtigste wirtschaftliche Nachricht aus der Eurozone die Veröffentlichung des M3 Geldmengen-Berichts sein. Dieser Bericht zeigt die Veränderungen in der Gesamtmenge der in Umlauf befindlicher und in Banken deponierter heimischer Währung an. Ein positives Ergebnis könnte den Kurs der 17-Nationen-Währung im Vergleich zu seinen Hauptrivalen weiter stützen.
JPY - Yen-Kurs fällt da S&P Japans Kredit-Rating senkt
Der japanische Yen verzeichnete gestern Kurseinbrüche zu all seinen Haupt-Währungspartnern. Der Yen fiel um etwa 90 Pips zum US Dollar und um etwa 120 Pips zum Euro. Zum britischen Pfund Sterling fiel der Yen sogar um etwa 150 Pips, und die GBP/JPY-Paarung stieg bis auf den Wert von 132,65.
Die japanische Währung erfuhr gestern einen Einbruch nachdem das Kredit-Rating für Japan von der Rating-Agentur Standard & Poor's zum ersten Mal in neun Jahren herabgesetzt wurde. Das Rating wurde von AA- auf AA gesenkt. Grund für diese Herabsetzung waren die anhaltende Deflation und die politisch festgefahrene Situation, die die Bemühungen die $ 11 Bio. Schuldenlast zu reduzieren, untergräbt. Folglich verzeichnete der Yen unverzüglich Kursrückgänge zu all den anderen Hauptwährungen.
Heute werden aus der japanischen Wirtschaft keine maßgeblichen Bekanntgaben erwartet. Händler sollten jedoch auf Äußerungen japanischer Regierungsoffizieller hinsichtlich der Herabsetzung des Kredit-Ratings achten, da eine jegliche Weiterentwicklung bei diesem Thema heute großen Einfluss auf die Kursentwicklung der japanischen Währung haben dürfte.
Rohöl - Rohölpreis fällt auf $ 85,10 pro Barrel
Der Rohölpreis setzte am Donnerstag seinen Abschwung fort. Der Handel begann gestern bei $ 87,50 pro Barrel. Im Laufe des Vormittags sank der Preis auf $ 86,30 was sich allerdings umgehend korrigierte. Gegen Mittag jedoch fand ein weiterer kräftiger Preiseinbruch statt, und der Rohölpreis sank bis auf $ 85,10 pro Barrel.
Der Rückgang des Rohölpreises erfolgte aufgrund von Bedenken, dass die Nachfrage nach Rohöl in den USA ins Stocken geraten könnte. Da die USA der weltgrößte Verbraucher von Rohöl sind, wirkt sich eine reduzierte Nachfrage negativ auf den Rohölpreis aus. Außerdem trug auch die Herabsetzung des japanischen Kredit-Ratings durch die Rating-Agentur Standard & Poor's zum Rückgang beim Rohölpreis bei.
Heute sollten Händler den führenden Wirtschaftspublikationen aus den USA und der Eurozone Beachtung schenken, da diese normalerweise großen Einfluss auf den Rohölpreis haben. Händler sollten auch die Entwicklung hinsichtlich der japanischen Krediteinschränkungen im Auge behalten, da diese beim heutigen Handel eine führende Rolle spielen könnte.
Technische News
EUR/USD
Auf dem 4-Stunden-Chart bildet sich ein sehr ausgeprägter zinsbullischer Channel, in dessen Mitte sich das Währungspaar bewegt. Zudem weist der MACD auf dem Tages-Chart weiterhin aufwärts, was darauf hindeutet, dass heute ein neuerlicher zinsbullischer Börsengang bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte heute die richtige Wahl sein.
GBP/USD
Dieses Paar unterliegt bereits seit 12 Tagen hohen Kursschwankungen und bewegt sich zwischen den Werten 1,5750 und 1,600. Nachdem die Paarung einen erneuten Fehlversuch unternommen hat den Wert von 1,600 zu durchbrechen, dürfte heute eine rückläufige Korrektur einsetzen, die potentiell bis auf 1,5800 zurückgehen könnte.
USD/JPY
Die USD/JPY-Paarung verzeichnete gestern einen kräftigen 100 Pips Anstieg, der bis zum Wert von 83,20 führte. Seitdem ist die Paarung dabei schrittweise die Kursverluste wettzumachen und handelt derzeit nahe dem Wert von 82,70. Da beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart soeben ein rückläufiger Cross erfolgte, sieht es so aus als würde sich diese rückläufige Korrektur heute fortsetzen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich heute als richtige Strategie erweisen.
USD/CHF
Die USD/CHF-Paarung hat sich in den zurückliegenden drei Tagen so gut wie kaum bewegt, und das Paar handelt nahe dem Wert von 0,9430. Da allerdings der RSI auf dem Tages-Chart nahe der 30-Linie liegt, scheint es als würde eine zinsbullische Bewegung bevorstehen. Zu kaufen könnte heute die bevorzugte Wahl sein.
Die Wild-Card
Gold
Seit der Goldpreis vor etwa drei Wochen bei $ 1.422 pro Feinunze seinen Höchststand erreicht hat bewegt er sich konstant abwärts und handelt derzeit nahe dem Wert von $ 1.310. Da außerdem der MACD und der RSI auf dem Tages-Chart rückläufige Signale vermitteln, scheint es als würde der Goldpreis heute weiter sinken. Hier könnte sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich diesem äußerst beliebten Trend anzuschließen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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