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Tuesday, 21 Dec 2010

Schuldenkrise belastet weiterhin den Eurokurs

Der Euro handelte im Vergleich zum Dollar nahe dem tiefsten Kurs seit zwei Wochen, da weiterhin Bedenken bestehen, dass die europäischen Nationen und Banken ausreichend Mittel bereitstellen können um der europäischen Schuldenkrise zu begegnen. Zum Schweizer Franken sank der Euro auf den tiefsten Stand aller Zeiten, wobei die Schweizer Währung, zusammen mit dem US-Dollar und dem japanischen Yen, in schwierigen Zeiten Nutznießer ihres vermeintlichen Safe-Hafen-Status sind.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonoupnonono
Wochentendenzdownupdowndownupdown
Resistance1.32801.567584.650.97351.00700.8575
1.32351.561584.250.96851.00350.8535
1.32001.558584.000.96500.99950.8500
Support1.31351.550583.350.96000.99250.8440
1.31001.547083.000.95700.98900.8400
1.30501.544082.700.95200.98600.8365

Wirtschafts News

USD - Dollar verzeichnet erneute Kursgewinne aufgrund der Sorgen um die Eurozone


Der US-Dollar setzte seine Kursgewinne zum EUR am Montag fort, da Anleger weiterhin sehr besorgt darüber sind, dass immer mehr Nationen der Eurozone letztlich anerkennen müssen welche Schwierigkeiten sie haben mit ihren Budgets auszukommen. Zum gestrigen Handelsschluss stieg der USD zum EUR und brachte den Kurs des oft gehandelten Währungspaares nahe an den Wert von 1,31.

Die irischen Schulden wurden im Rating herabgesetzt, und obwohl an den Märkten erwartet worden war, dass die Ratingagentur Moody's so verfahren würde, setzte das den Euro nichtsdestotrotz unter Druck. Einige Experten sind sogar der Meinung, dass noch Spielraum für einen weiteren Rückgang des Eurokurses bestehe.

Zudem haben Händler in jüngster zeit begonnen ihren Fokus auf mehr wesentliches zu verlagern, wie z.B. wirtschaftliches Wachstum und kurzfristige Zinssätze. Diese Umkehr, die eben erst begonnen hat, könnte in den kommenden Monaten dem immer stärker werdenden USD etwas von seinem Glanz nehmen. Eine stärkere Währung ist äußerst wichtig für die USA, da sie ausländische Anleger dazu verleitet in US Schatzanleihen zu investieren, die wiederum das Rekord-Haushaltsdefizit finanzieren. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass für Firmen die ihre Produkte weltweit vertreiben der Gewinnzuwachs beschränkt wird, wenn die US-Exporte teurer werden.

Was die nordwestliche Hemisphäre betrifft, so sind aus den USA heute keine großen Wirtschaftsdaten zu erwarten. In Kanada hingegen sieht man sehr gespannt der Bekanntgabe der Einzelhandelsumsätze entgegen, die vergangene Woche ziemlichen Wirbel beim USD und EUR verursachten. Wachstum bei kanadischen Verkäufen könnte den Loonie wieder in eine Aufwärtsrichtung versetzen, doch die Vorhersagen dafür sind äußerst zurückhaltend. Am Donnerstag dürften die US Zahlen für Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter und Verkäufe von Hausneubauten von entscheidender Bedeutung für den Dollarhandel sein, bevor es in die Weihnachtspause geht.

EUR - Sorgen über Spaniens Schuldenlage lassen Eurokurs sinken

Der Eurokurs war am Montag aufgrund von Befürchtungen weiterer Rating-Herabsetzungen in Europa auf breiter Front rückläufig. Die weltweiten Aktienmärkte verhielten sich schwankend da Anleger sich von riskanteren Anlagewerten auf sichere Werte wie Bonds und Gold verlegten. Folglich fiel der Kurs der 16-Nationen-Währung auf ein Handelstief unterhalb von $ 1,31, zumal auch die Ratingagentur Moody's bekannt gab die Ratings für einige spanische Banken herabzusetzen.

Auch zum Schweizer Franken und zum Australischen Dollar sank der Euro auf ein Rekordtief, da Händler wegen der europäischen Schuldenlage immer noch verärgert sind. Der Kurs der EUR/CHF-Paarung fiel auf 1,2633, dem niedrigsten Stand seit der Einführung des Euro in 1999. Anleger waren vergangene Woche schon sehr nervös als Moody's das Rating für Irland um ganze 5 Wertungspunkte herabsetzte. Spekulationen darüber, dass jetzt auch Frankreich und Belgien in den Sog der Kreditrating-Herabsetzungen geraten könnten verunsicherten sie umso mehr.

Investoren sollten darauf achten ob sich die ungewöhnliche Kurs-Volatilität der EUR/USD-Paarung fortsetzt, während das Paar sich bemüht stabiler zu werden und neue Unterstützungs- und Widerstandswerte zu finden. Große Kurssprünge wie die derzeitigen sind relativ ungewöhnlich und bieten großartige Gelegenheiten aus den Kursschwankungen Nutzen zu ziehen und große Gewinnmitnahmen zu verzeichnen.

JPY - Yen verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse verglichen zu den anderen Hauptwährungen

Der japanische Yen verzeichnete beim gestrigen Handel unterschiedliche Ergebnisse im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen. Die japanische Währung setzte ihre Kursgewinne verglichen zum EUR am Montag fort und handelte inmitten des eines allgemeinen Ausverkaufs des EUR um den Wert von 109,95. Der JPY erlebte aber auch Rückläufigkeit, da er im Vergleich zum AUD um über 50 Pips verlor und den Handel bei 83,20 schloss.

Es war erwartet worden, dass die japanischen Märkte heute einen größeren Einfluss auf den JPY im Vergleich zu seinen Haupt-Währungsrivalen haben würde, da während des asiatischen Handels der japanische Leitzins bekannt gegeben wurde.

Der Zinssatz blieb zwar unverändert, doch sollten Händler aufmerksam die Aussagen auf der Pressekonferenz der Bank of Japan (BOJ) verfolgen, die Erwartungen hinsichtlich der Zukunft der japanischen Wirtschaft zum Ausdruck bringen und auch Spekulationen über eine mögliche Abwertung des Yen beantworten könnten. Ein positives Statement der BOJ könnte einige Händler dazu verleiten zu glauben, dass Japan ein rosigeres finanzielles Klima bevorsteht. Andere befürchten das Gegenteil und dass geldpolitische Maßnahmen ergriffen werden müssen um direkten Einfluss auf die Währungskurse zu nehmen.

Rohöl - Rohölpreis steigt auf über $ 89 pro Barrel

Der Rohölpreis stieg am Montag an und schloss bei $ 89,20 pro Barrel, da das bitterkalte Wetter in Europa und den USA die Erwartungen hinsichtlich steigender Brennstoffnachfrage über die Weihnachtstage ankurbelte. Der Ölpreis stieg auch nachdem der Kongress vergangene Woche die Verlängerung der Steuererleichterungen der Arbeitslosenzahlungen verabschiedete, von denen Experten sich in 2011 Wirtschaftswachstum für die USA erwarten.

Präsident Barack Obama unterzeichnete die Gesetzesvorlage kurz nach Handelsschluss am Freitag.

Händler sollten die Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten und die wichtigsten wirtschaftlichen Indikatoren aus den USA und Europa im Auge halten, um die nächste Bewegung beim Ölpreis vorhersehen zu können.

Technische News

EUR/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bildet sich neuerlich ein zinsbullischer Cross, was besagt, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur bevorstehen könnte. Diese Annahme wird auch vom Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Es bildet sich beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart jedoch ein zinsbullischer Cross, was besagt, dass in nächster Zeit eine rückläufige Korrektur einsetzen könnte. Zu kaufen könnte sich als kluge Entscheidung erweisen.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren des 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/CHF

Diese Paarung erfuhr gestern heftige Rückläufigkeit und bewegt sich derzeit um den Wert von 0,9630. Die Oszillatoren auf den Tages-Chart geben Anlass zu der Vermutung, dass heute möglicherweise eine zinsbullische Korrektur einsetzen könnte. Diese Annahme wird auch vom Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als gewinnbringend erweisen.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Die AUD/NZD-Paarung hat in der zurückliegenden Woche einen Aufwärtstrend erfahren. Jedoch scheint es, als würde sich dieser Trend seinem Ende neigen. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass eine zinsbullische Umkehr bevorsteht. Forex -Händlern bietet sich die Gelegenheit auf einen Abwärtsdurchbruch auf den Stunden-Chart zu warten und dann bei der kommenden Bewegung zu verkaufen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:31 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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