| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Thursday, 6 May 2010
Schuldenlast im Euroraum drückt EUR auf 14-monatiges Rekordtief
Die Befürchtung einer Ausweitung der Griechenland-Schuldenkrise auf weitere konjunkturschwache Mitgliedsstaaten der Eurozone wie Spanien und Portugal sowie die Zweifel an der Qualifikation des geschnürten Rettungspakets, Athen wieder in die Zahlungsfähigkeit zurückzuführen, drückten den EUR zur Wochenmitte auf ein 14-monatiges Rekordtief gegen den USD.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2908 | 1.5197 | 94.78 | 1.1285 | 0.9112 | 0.8558 |
| 1.2877 | 1.5165 | 94.46 | 1.1153 | 0.9091 | 0.8535 | |
| 1.2846 | 1.5135 | 94.15 | 1.1212 | 0.9070 | 0.8512 | |
| Support | 1.2785 | 1.5074 | 93.54 | 1.1150 | 0.9024 | 0.8464 |
| 1.2754 | 1.5041 | 93.22 | 1.1119 | 0.9003 | 0.8441 | |
| 1.2722 | 1.5009 | 92.91 | 1.1089 | 0.8978 | 0.8419 |
Wirtschafts News
USD - USD wertet aufgrund negativen Marktsentiments auf
Die durch die wachsenden Sorgen um Griechenlands Schuldenlast herbeigeführte negative Marktstimmung brachte Safe-Haven-Währungen wie USD und JPY am Mittwoch Auftrieb. Anleger befürchten eine Ausweitung der Kreditkrise auf weitere Eurozonen-Länder. Während sich Investoren von Risikoanlagen wie Aktien, Rohstoffen und Währungen der Schwellenmärkte abwenden, sind USD und JPY, die gegenwärtig als „die sicherere Anlage“ eingestuft werden, verstärkt gefragt. Der USD handelt zum EUR aktuell bei $1,2839 und 93,83 zum Yen.
Trotz eines nachrichtenträchtigen Tages in der Eurozone, sollten Anleger folgende US-Konjunkturdaten nicht aus den Augen verlieren: 14:30 Uhr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die insbesondere angesichts der am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden Arbeitsmarktberichts NFP von Bedeutung sind, sowie eine Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke bei der 46. Jahreskonferenz der US-Notenbank von Chicago. Möglicherweise gibt Bernankes Ansprache Anhaltspunkte auf die künftige Leitzins- und Währungspolitik der USA.
EUR - EUR wertet um über 1% gegen USD ab
Der EUR markierte am gestrigen Mittwoch zum USD ein 14-monatiges Rekordtief bei unter 1,2800. Händler verweisen auf die sich verstärkende Angst vor einer Ausbreitung der Kreditkrise innerhalb der Eurozone. Die Proteste in Griechenland gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung eskalieren. Gleichzeitig befürchten Investoren, dass das 110 Mrd. Euro Hilfspaket nicht ausreichen wird, um Athen in die Zahlungsfähigkeit zurückzuführen. Darüber hinaus verstärkt sich die Sorge um konjunkturschwache Mitgliedsstaaten im Euroraum wie Portugal und Spanien. Am Mittwoch brachte die von der US-amerikanischen Ratingagentur Moody's ausgesprochen Warnung, das derzeit bei Aa2 stehende Rating Portugals um zwei Stufen herabzusetzen, den EUR zusätzlich unter Druck, der als Ergebnis auf seinen niedrigsten Stand seit März 2009 fiel.
Der EUR handelt aktuell bei $1,2837 und 120,39 zum japanischen Yen. Das Pfund Sterling schloss einen Tag vor den Parlamentswahlen in Großbritannien mit $1,5123. Nach wie vor scheint es in England auf ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse hinauszulaufen. Jüngsten Umfragen zufolge liegen die oppositionellen konservativen Torys mit David Cameron als ihrem Parteichef derzeit vorn. In diesem Zusammenhang könnte ein entscheidender Wahlsieg dem Pfund Sterling zunächst Auftrieb bringen.
Heute sollten EUR-Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die Pressekonferenz der EZB zum Ergebnis der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz um 14:30 Uhr richten. Da nicht von einer Änderung der Leitzinsrate ausgegangen wird, sollten Investoren zur begleitenden PK der Bank wachsam bleiben, um Informationen zur sich ausbreitenden Kreditkrise im Euroraum sowie neue Anhaltspunkte zur künftigen Marschrichtung in Sachen EZB-Sonderpolitik zu erfahren.
JPY - Yen schließt gegen Hauptwährungen fester
Der Yen wertete am Mittwoch angesichts der schlechten Marktstimmung im Euroraum auf, während Aktienkurse, Rohstoffe und höher verzinste Währung Federn lassen mussten. Das derzeit fehlende Anlegervertrauen brachte der Safen-Hafen-Währung JPY Auftrieb. Gegen den EUR wertete Japans Yen um 2,1%, gegen den USD um 0,9% auf.
Auch der NZD zog gestern kräftig an, nachdem der Gouverneur der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), Alan Bollard, erneut verlauten ließ, dass die Notenbank eine frühere Leitzinsanhebung als bislang geplant in Erwägung ziehe. Allem Anschein nach setzt sich der Wirtschaftsaufschwung in Neuseeland fort. Aktuellen Arbeitsmarktdaten zufolge ist die Arbeitslosenrate in Neuseeland im letzten Quartal gesunken.
Heute könnte es für den Yen bei weiteren Kursgewinnen gegen den EUR recht volatil werden, da die japanischen Märkte nach dreitägiger Handelspause wiedereröffnet werden, während die Marktstimmung in der Eurozone negativ bleibt.
Rohöl - Ölpreis fällt unter $80 pro Barrel
Der Ölpreis rutschte gestern angesichts der jüngsten Aufwärtstendenzen des USD bis unter die Marke von $80 pro Barrel, was zugleich die Attraktivität von Rohstoffanlagen herabsetzte. Darüber hinaus sind die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stärker gestiegen, als erwartet. Der Preis für Rohöl fiel im Laufe des Handelstages um 3,3%. Wie das Department of Energy (DoE) am Mittwoch mitteilte, sind die Bestände in den USA in der Woche zum 30. April im Vorwochenvergleich um 2,8 Mio. Barrel auf 360,6 Mio. Barrel angestiegen. Experten hatten mit einem Anstieg um lediglich 0,6 Mio. Barrel gerechnet. Damit markierten die Vorräte den höchsten Stand seit vergangenem Juni.
Im New Yorker Börsenhandel kostete das Barrel US-Rohöl somit im Juni-Kontrakt $79,97, $2,77, bzw. 3,5% weniger als zuvor, nachdem das Tagestief im untertägigen Handel mit $79,15 pro Barrel ausgegeben wurde. Aktuell handelt der Rohstoff um $80,20 pro Barrel.
Technische News
EUR/USD
Diese Paar setzt seinen freien Fall unerlässlich fort, hat mittlerweile die Unterstützungsmarke von 1,2880 überwunden und nähert sich somit der nächsten Unterstützung bei 1,2750. Das Paar handelt deutlich unterhalb seines 200-, 100-, 50-, 20- und 10-Tages Simple Moving Average mit Hinweis auf ein starkes Handelsumfeld. Für Händler könnte es sich auszahlen, bei einer nächsten Unterstützung um 1,6880 auf fallende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Die deutlichen Abwärtstendenzen dieses Kurspaares setzen sich parallel zur aktuellen USD-Aufwertung fort. GBP/USD hat inzwischen die Unterstützungsmarke um 1,5130 überwunden. Darüber hinaus ist der 14-Tages-RSI auf der Tages-Chart abwärts geneigt, was ein Zeichn dafür sein kann, dass das Momentum stark nach unten tendiert. Nächste Unterstützung für GBP/USD liegt bei 1,5015.
USD/JPY
Das abwärts gerichtete Momentum setzt seine Ausrichtung nach dem Durchbruch der 93,70-Unterstützungsmarke fort. Gestern ist der 14-Tages-RSI der Tages-Chart unter das 70-Level gefallen, was einem Verkaufssignal gleichkommt. Eine gute Strategie könnte es sein, bei einem ersten Gewinnmitnahme-Niveau um 92,50 auf fallende Kurse zu setzen.
USD/CHF
Dieses Paar hat den bedeutenden Widerstand bei 1,0900 nach oben durchbrochen und baut seine Kursgewinne kontinuierlich aus. In Übereinstimmung mit den übrigen Hauptwährungspaaren scheint der 14-Tages-RSI auf der Tages-Chart auch hier in den „überkauften“ Bereich gedreht zu haben. Dennoch könnte es sich für Händler lohnen, bei diesem Währungspaar weiterhin auf steigende Kurse zu setzen, bis der Indikator erneut unter die 70-Marke fällt. Der nächste bedeutende Widerstand für USD/CHF liegt bei 1,1425.
Die Wild-Card
Rohöl
Spot-Rohöl setzt seinen Abwärtstrend fort und ist mittlerweile bis unter die Unterstützung von $79 gefallen. Das MACD-Histogramm ist abwärts geneigt. Das Momentum nimmt bis unter die Nulllinie ab. Für CFD- Forex -Händler könnte es von Vorteil sein, bei einem Richtpreis um $78, der nächsten bedeutenden Widerstandsmarke auf der Tages-Chart, auf fallende Kurse zu setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







