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Thursday, 18 Dec 2008
Schwacher US-Dollar hilft Ölpreis, sich zu erholen
Der Ölpreis erholt sich zunächst als Reaktion auf die von der OPEC angekündigte Produktionskürzung in Rekordhöhe. Der Dollar wiederum setzte seinen Abwärtstrend fort und verliert immer weiter an Boden, den die US-amerikanische Währung während der ersten drei Monate der globalen Finanzkrise gutgemacht hatte. Der Dollar trug seinerseits einen Teil dazu bei, dass sich die Ölpreise zu später Handelsstunde gestern deutlich erholten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4530 | 1.5670 | 88.33 | 1.0726 | 0.7103 | 0.9344 |
| 1.4519 | 1.5656 | 88.15 | 1.0709 | 0.7088 | 0.9328 | |
| 1.4505 | 1.5629 | 87.97 | 1.0685 | 0.7062 | 0.9307 | |
| Support | 1.4460 | 1.5581 | 87.64 | 1.0637 | 0.7023 | 0.9271 |
| 1.4445 | 1.5545 | 87.30 | 1.0611 | 0.7009 | 0.9247 | |
| 1.4421 | 1.5527 | 87.17 | 1.0601 | 0.6985 | 0.9223 |
Wirtschafts News
USD - US-Leitzinssenkung bringt USD auf absteigenden Ast
Der Dollar stürzte im Anschluss an die überraschend drastische Leitzinssenkung des zuständigen Offenmarktausschusses tief. Am Dienstag hatte die US-Notenbank ihren Zinssatz bis auf 0,25% gesenkt. Experten erwarteten den neuen Referenzzinssatz bei 0,50%. Das Zeichen der US-Notenbank war deutlich, die Märkte mit ausreichender Liquidität zu versorgen. Der US-Leitzins liegt dementsprechend offiziell bei einer fluktuierenden Rate im Bereich zwischen null Prozent und 0,25%. Weitere Maßnahme der US-Notenbanker könnte der Aufkauf hypothekengestützter Wertpapiere in den nächsten Monaten sein, um die Lage auf dem angespannten Immobilien- und Hypothekenmarkt zu verbessern. Wichtigstes Ziel der US-Notenbanker sei es, global die Rückkehr zu einem nachhaltigen Wachstum zu fördern und die Preisstabilität zu wahren.
Das Kurspaar EUR/USD schloss am gestrigen Handelstag bei 1,4430, nachdem es die wichtige Schlüsselmarke von 1,4400 überwunden hatte. Aufgrund des nach wie vor bestehenden Liquiditätsbedarfs konnten gestern am frühen Morgen starke Kursschwankungen vor dem Hintergrund des sich nähernden Jahresende und der bevorstehenden Feiertagssaison beobachtet werden. GBP/USD notierte bei 1,5533, während der JPY bis auf ein 13-Jahreshoch bei 87,71 kletterte.
Um 13:30 MGZ werden heute wieder Arbeitsmarkzahlen aus den USA veröffentlicht. Experten erwarten eine erneute Verschlechterung. Anleger sollten die Entwicklungen des USD nicht aus den Augen verlieren. Möglicherweise erreicht die US-amerikanische Währung bis zum Ende des Tages die 1,4600-Marke. Die niedrigen US-Zinsraten könnten ein Anhalten der Dollar-Schwäche hervorrufen. Eine fluktuierende Rate im Bereich zwischen null Prozent und 0,25% bringt USD-Anlegern kaum Vorteile, den Dollar gegenüber anderen Hauptwährungen vorzuziehen.
EUR - EUR profitiert von US-Leitzinssenkung
Der EUR gilt als primärer Nutznießer der jüngsten US-Leitzinssenkung. Der Aufwärtstrend der europäischen Währung setzt sich zum 9. Tag in Folge fort. Weitere Ursache für die aktuelle Aufwärtstendenz ist die Veröffentlichung vermehrt enttäuschender Wirtschafsdaten aus den USA. Eine Serie negativer Arbeitslosenzahlen in Kombination mit einem eher pessimistischen Ausblick der US-Notenbank auf die US-Wirtschaft bringt das Kurspaar EUR/USD auf sein höchstes Level innerhalb von drei Monaten.
Darüber hinaus verhelfen die Liquiditätsengpässe der Währungsmärkte dem EUR zum Gewinnzuwachs. Mit dem Näherrücken des Jahreswechsels und den bevorstehenden Feiertagen tendieren die Währungsmärkte in der Regel zu einer Liquiditätsschwäche. Die bisherigen Kursgewinne des Dollars seit Beginn der globalen Finanzkrise veranlassten viele Marktteilnehmer auf die steigende Tendenz zu spekulieren. Nun reagieren die Anleger auf die Trendwende und kehren ihre Positionen um. Dieses Verhalten könnte den Marktumschwung noch verstärkt und EUR/USD um so höher getrieben haben. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das Kurspaar die 1,5000-Marke bald erreichen. Dieses Level konnte letztmals im August beobachtet werden, gerade einen Monat bevor sich die globale Finanzkrise einstellte.
Heute steht um 9:00 MGZ der Geschäftsklimaindex des Ifo, Institut für Wirtschaftsforschung, des Monats Dezember auf dem Wirtschaftskalender. Dieser Bericht ist ein vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, des größten Wirtschaftssystems innerhalb der Eurozone. Zur Bestimmung ihrer kurzfristigen Innertages-Handelsstrategien sollten Anleger die Veröffentlichung des Ifo aufmerksam prüfen.
JPY - Wird sich Japan Amerikas aggressiver Währungspolitik anschließen?
Die jüngste Zinssenkung der USA bringt das Kurspaar USD/JPY auf ein Tief bis unter das Level von 88 Yen. Leichte Erholung war gestern zu beobachten, als der JPY kurzfristig auf 87,12 kletterte. In fast 13 Jahren wurde dieses Level nicht erreicht. Der Yen stieg in diesem Jahr bereits um 25% zum Dollar an. Der zinsbullische Kurs des Yen hat so einige negative Auswirkungen auf die japanische Wirtschaft. Deutlich zu spüren ist eine Verschlechterung der japanischen Exportrate, die einen Großteil der Wirtschaftsaktivität ausmacht.
Aktuell liegt die US-Zinsrate unter dem Referenzzinssatz Japans. Die jüngste Leitzinssenkung der USA übt verstärkt Druck auf den JPY und die japanische Regierung aus, eine erneute Reduzierung ihres Zinssatzes in Betracht zu ziehen. Bislang zählte Japans Leitzins zum niedrigsten der Industrieländern. Demnach galten Carry Trades als äußerst einträgliche Handelsstrategie. Einige Wirtschaftswissenschaftler sprechen sich deutlich für eine weitere Leitzinssenkung Japans aus, um den Yen zu schwächen. Die Bank of Japan (BoJ) wird über eine solche Maßnahme und ihre zukünftige Zinspolitik am Freitag debattieren. Bis dahin könnten Anleger möglicherweise eine weitere Abschwächung des Kurspaares USD/JPY beobachten. Ein Erreichen der Marke von 87,00 ist nicht auszuschließen.
Laut eines japanischen Regierungssprechers erwägt Japan bereits ein Eingreifen am Devisenmarkt wegen der ausgeprägten Stärke des japanischen Yen. Noch scheinen die Märkte dies abzutun und es wird sich zeigen, welche finanzpolitische Maßnahmen Japan in Zukunft ergreifen will.
Rohöl - Produktionskürzung der OPEC löst zunächst Ölpreiserholung aus
Nach der gestrigen Einigung der OPEC auf eine massive Produktionssenkung konnte ein deutlicher Sprung des Ölpreises beobachtet werden. Das Kartell beschloss am Mittwoch in Algerien, seine Tagesförderung von Rohöl um weitere 2,2 Millionen Barrel zu senken. Die ist die größte Produktionsdrosselung aller Zeiten. Infolgedessen stieg der Ölpreis gestern Nacht gegen 23:00 MGZ um 450 Punkte auf $44,73 pro Barrel an. Experten gehen davon aus, dass nun auch erdölexportierende Nicht-Mitgliedstaaten, sich dieser Maßnahme anschließen werden.
Die Marktteilnehmer bleiben gespannt, ob sich eine deutliche Trendwende des Ölpreises tatsächlich bald einstellt. In den vergangenen zwei Monaten war dieser stärker gefallen als von Analysten erwartet. Ohne weitere grundsätzliche Unterstützungen, könnte sich der Ölpreis sogar auf die $30-Marke zubewegen. Die Preise mögen sich in den kommenden Monaten erholen, würde die Nachfrage steigen und weitere Produktionseinschränkungen vollzogen werden.
Auch der fallende Dollar verhilft derzeit dem Ölpreis zu Kursgewinnen. Wieder einmal verweisen Experten auf die Korrelation zwischen rutschendem US-Dollar und steigendem Ölpreis. Dem entsprechen stützte der jüngste USD-Abwärtstrend den kurzfristigen Anstieg des Rohstoffs am späten gestrigen Handelstag.
Technische News
EUR/USD
Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass sich dieses Paar nach wie vor in einer zinsbullischen Anordnung befindet. Dennoch bewegt sich der RSI bereits im "überkauftem" Bereich, was bedeuten könnte, dass auch hier eine Abwärtskorrigierung unmittelbar bevorsteht. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich GBP/USD um die 1,55-Marke. Der RSI der Stunden-Chart befindet sich bereits im "überkauften" Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine Abwärtskorrigierung bevorsteht. In diesem Fall könnte es richtig sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt dabei im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im "überkauftem" Bereich, was bedeuten könnte, dass eine zinsbullische Korrigierung bald stattfindet. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Der RSI der 4-Stunden- sowie der Tages-Chart erreicht seinen Höhepunkt mittlerweile im "überkauften" Bereich, was bedeutet, dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorstehen könnte. Sollte dieser Fall eintreten, könnte es bei diesem Kurspaar richtig sein, zu kaufen.
Die Wild-Card
Gold
Der Goldpreis ist innerhalb der letzten zwei Wochen deutlich gestiegen und erreicht mittlerweile $864 pro Feinunze. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im "überkauften" Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine Abwärtskorrigierung bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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