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Thursday, 15 Jul 2010
Schwacher US-Einzelhandelsumsatz und gebremstes Wachstum erschüttern die Märkte
Trotz erster Erleichterung über eine positive Entwicklung bei den Unternehmenszahlen in den USA, fielen gestern die Aktienkurse an der Wall Street. Händler verwiesen unter anderem auf den Umsatz der US-Einzelhändler als Beweggrund. Dieser ging im Juni den zweiten Monat in Folge zurück und lag unter den Erwartungen der Experten. Der unerwartet hohe Umsatzrückgang im US-Einzelhandel drückte stark auf die Stimmung der Anleger. Der USD wertete erneut gegen den Euro ab. Hier stützten ebenso positive Fundamentaldaten aus dem Euroraum die europäische Gemeinschaftswährung.
Im weiteren Handelsverlauf wurde das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses vom 22./23. Juni sowie der Ausblick der Notenbank auf die Entwicklung der US-Wirtschaft veröffentlicht. Dabei diskutierte das Gremium über notwendige weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft. Zudem wurden die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in 2010 leicht nach unten revidiert. Ferner hieß es, dass die Zinsen in den USA voraussichtlich für lange Zeit niedrig bleiben werden. Die Wall Street gab im Anschluss an die Veröffentlichung des Protokolls nach.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2846 | 1.5369 | 89.04 | 1.0613 | 0.8892 | 0.8409 |
| 1.2815 | 1.5339 | 88.70 | 1.0582 | 0.8861 | 0.8388 | |
| 1.2780 | 1.5306 | 88.39 | 1.0550 | 0.8830 | 0.8365 | |
| Support | 1.2719 | 1.5244 | 87.84 | 1.0489 | 0.8780 | 0.8322 |
| 1.2691 | 1.5212 | 87.51 | 1.0457 | 0.8759 | 0.8298 | |
| 1.2660 | 1.5180 | 87.29 | 1.0420 | 0.8735 | 0.8269 |
Wirtschafts News
USD - US-Einzelhandel und FOMC-Protokoll drücken USD-Kurs
Die aktuellen Zahlen zum US-Einzelhandel sowie das gestern veröffentlichte FOMC-Protokoll belasteten den USD am Mittwoch. Das Cross EUR/USD setzte seinen jüngsten Aufwärtstrend der vorausgegangenen Handelstage fort. Frische Impulse lieferten Fundamentaldaten aus der Eurozone, die im Gegensatz zu den US-Indizes überraschend positiv ausfielen. Die enttäuschenden letzten US-Konjunkturwochen deuten wiederholt auf einen langsameren konjunkturellen Aufschwung in den Vereinigten Staaten als bislang erwartet. Analysten sprechen von einer wirtschaftlichen Abkühlung in der zweiten Jahreshälfte.
Der US-Dollar handelte heute Morgen mit 1,2750 zum EUR.
Auch heute stehen wieder kursbewegende Konjunkturindikatoren auf der US-Agenda. Darunter: US-Erzeugerpreise, US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und US-Industrieproduktion. Die Prognosen für vorgenannte Indizes fallen insgesamt negativ aus. Die USD-Abwärtstendenzen könnten sich somit auch am Donnerstag fortsetzen, so die Einschätzung der Händler.
EUR - Schwache US-Daten bringen Euro Auftrieb
Der Euro setzte seinen Aufwärtstrend gegenüber dem USD auch im gestrigen Mittwochshandel fort. Nach zunächst deutlichen Kursgewinnen stellten sich jedoch kurz vor Handelsschluss Kurskorrekturen ein. Der EUR kletterte im Laufe des Tages bis auf $1,2776. Die Marktteilnehmer mutmaßen gegenwärtig erneut über ein Nachlassen des Erholungstempos in der US-Wirtschaft. Die Kurskorrekturen nach unten ergaben sich für den Euro vor Handelsschluss, nachdem Analysten aufgrund der instabilen Konjunkturlage in der Eurozone erneuten Druck auf den Euro prophezeiten.
Gegen den GBP blieb der EUR-Kurs nahezu unverändert. Das Cross EUR/GBP handelt aktuell bei der Marke von 0,8342. Zum JPY wiederum wertete der EUR ab und notiert hier aktuell um 112,58. Anleger retten sich erneut in den sicheren Hafen japanischer Yen.
Die Eurozone veröffentlicht heute keine kursbewegenden Konjunkturdaten. Der Risikoappetit der Anleger wird vorwiegend von US-Indizes bestimmt werden. Sollten die Ergebnisse enttäuschen, wird der Abwärtstrend des Dollar gegen EUR und GBP voraussichtlich anhalten. Gegen den JPY könnten EUR und Pfund Sterling heute aufgrund des Yen-Status als „sichere“ Währung zum wiederholten Male verlieren.
JPY - Yen - nach wie vor beliebte Safe-Haven-Währung
Der JPY machte gestern Boden gegen den US-Dollar gut, während in den USA die Angst vor einem Double-Dip, dem Rückfall in die Rezession, wächst. Der japanische Yen wertete am Mittwoch insgesamt gegen die Mehrheit der Hauptwährungen auf, darunter britisches Pfund Sterling, EUR sowie Kanadischer und Australischer Dollar.
JPY-Händler sollten in Bezug auf USD/JPY die Unterstützung um die Marke von 88,00 gut im Auge behalten. Sollte diese unterschritten werden, könnte USD/JPY umso tiefer abrutschen. Einige Marktbeobachter rechnen mit einer Abwertung bis auf 85 in den kommenden Monaten.
Rohöl - Angst um einen Rezessionsrückfall setzen den Ölpreisen zu
Bereits den zweiten Tag in Folge tendieren die internationalen Ölpreise tiefer. Händler verwiesen auf die verhaltene Stimmung an den Aktienbörsen als Beweggrund für die schwächeren Rohölnotierungen. Ein Barrel der US- Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostete am frühen Mittwoch noch knapp über $77, notierte nach Veröffentlichung des FOCM-Protokolls der US-Notenbank Federal Reserve zu später Handelsstunde heute Morgen bei $76,86 und damit um 18 Cent weniger als am Vortag.
Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet aktuell rund $76,50. Die Abschläge ergaben sich insbesondere im Nachgang der am gestrigen Mittwoch veröffentlichten US-Lagerbestandsdaten. Laut Department of Energy sind die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 9. Juli im Vorwochenvergleich um etwas über 5 Mio. Barrel zurückgegangen, während Analysten einen Rückgang um lediglich 1.1 Mio. Barrel erwartet hatten. Dagegen stiegen die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl um 2,9 Mio. Hier wurde ein Anstieg um 0,8 Mio. Barrel prognostiziert. Die Vorräte an bleifreiem Superbenzin erhöhten sich um 1.6 Mio. Barrel.
Nach wie vor bringt die Angst um einen Rezessionsrückfall in den USA die Ölpreise unter Druck. Die Ölpreise entwickeln sich seit Dienstag zunehmend in einer verhältnismäßig engen Spanne seitwärts.
Technische News
EUR/USD
Im Laufe des gestrigen Handels markierte das Währungspaar EUR/USD ein Tageshoch bei 1,2776, scheiterte jedoch am Widerstand im oberen Bereich seiner aufwärts gerichteten Handelsspanne. Das Cross notierte zu Handelsschluss oberhalb des Widerstands bei 1,2750 und der Abwärtstrendlinie, die im Dezember 2009 einsetzte. Der nächste Richtpreis könnte beim Widerstand um 1,3100 angesetzt werden. Dieses Niveau entspricht gleichzeitig dem 76,4%-Fibonacci-Retracement-Level des starken EUR/USD-Aufwärtstrends von 2009.
GBP/USD
Dieses Währungspaar zog gestern ebenfalls deutlich an und scheiterte schließlich an seinem technischen Widerstand um 1,5300. Das gegenwärtige Preisniveau für GBP/USD wird von der Langzeit-T,endlinie (abwärts) gestützt, die sich im Juli 2008 herausbildete. Dieses Niveau entspricht gleichzeitig dem 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level desselben langfristigen Abwärtstrends. Eine Überwindung der Marke könnte das Cross kurzfristig in Richtung der Widerstände um 1,5380 und 1,5520 drücken. Langfristig liegt der Richtpreis bei 1,6425.
USD/JPY
Die kurzfristigen Kurskorrekturen dieses Währungspaares wurden gestern unterbrochen, als USD/JPY bis unter die bedeutende Widerstands-Marke von 88 fiel. Die fallende Tendenz des Momentums könnte das Cross noch tiefer drücken. Das 10-Tage-Momentum ist mittlerweie bis unter die 100-Marke abgerutscht. Darüber hinaus konnte der Preis die 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA) nicht überwinden. Der nächste Richtpreis dieses Paares könnte die Unterstützung bei 87 sein.
USD/CHF
Im gestrigen Handelsverlauf bewegte sich USD/CHF wieder zurück um die 61,8%-Fibonacci-Marke bei 1,0610, bevor der Preis bis auf das Tagestief von Dienstag abrutschte. Eine Überwindung der Unterstützung bei 1,0480 könnte das Cross weiter in Richtung 76,4%-Fibonacci-Retracement-Level des jüngsten Aufwärtstrends um 1,3050 drücken.
Die Wild-Card
Rohöl
Die steigenden Preise wurden gestern von einem zunehmenden 14-Tage-Momentum begleitet, das deutlich nach oben lief. Die Ölpreise kletterten am Mittwoch zwischenzeitlich bis auf ein Hoch bei 78,12. Im Anschluss setzten leichte Kurskorrekturen ein. CFD- Forex -Händler könnten bei Rohöl weiterhin bevorzugt auf steigende Kurse bei einem nächsten Richtpreis um $80 setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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