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Tuesday, 8 Jul 2008
Schwankender Handel führt zu bedeutendem USD-Abstoss
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5810 | 1.9840 | 108.00 | 1.0720 | 0.9660 | 0.7850 |
| 1.5780 | 1.9810 | 107.70 | 1.0690 | 0.9630 | 0.7820 | |
| 1.5750 | 1.9780 | 107.40 | 1.0660 | 0.9600 | 0.7990 | |
| Support | 1.5670 | 1.9710 | 106.70 | 1.0580 | 0.9510 | 0.7920 |
| 1.5640 | 1.9680 | 106.40 | 1.0550 | 0.9480 | 0.7880 | |
| 1.5610 | 1.9650 | 106.10 | 1.0520 | 0.9450 | 0.7850 |
Wirtschafts News
USD -
Der USD durchlief gestern einen fallenden Handel. Obwohl keine beeinflussenden Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden war der USD doch von Spekulationen beeinflusst. Was sich auf den Dollar auswirkte waren die skeptischen wirtschaftlichen Vorausschauen von Offiziellen der US-Notenbank, sowie die Wahrscheinlichkeit weiterer finanzieller Schwierigkeiten der Federal National Mortgage Association (einer halbstaatlichen Hypothekenbank) auch bekannt als Fannie Mae und Freddie Mac - dem größten Firmengründer in Washington. Der Kurs des USD verlor im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen, am stärksten gegenüber dem EUR, wo der Handel sich wieder im Bereich über 1,57 bewegte.
Wie gestern schon erwähnt, wurden für den gestrigen Tag keine Wirtschaftsdaten veröffentlicht, jedoch gab es große Volatilität im Handel mit dem USD. Händler sahen einen recht dramatischen Abfall des Rohölpreises auf etwa $ 141 pro Barrel, doch das wirkte sich nicht stärkend auf den USD aus. Der Hauptgrund für die Schwäche des Dollars kann in einer Rede der Präsidentin der San Francisco Zentralbank, betreffend die US-Zinspolitik gefunden werden, in der sie feststellte, dass seit das Schlimmste für wirtschaftliches Wachstum durch aggressive Zinssenkungen der US-Notenbank abgewendet worden sein, man nunmehr, was die Zinspolitik betrifft, an einem Scheideweg stehe. Desweiteren stellte sie fest, dass die Inflationsrate in den nächsten Quartalen wahrscheinlich doch höher ausfallen wird als es wünschenswert wäre. Der Kurs des USD wurde auch negativ beeinflusst durch die Einschätzung der Analysten von Lehmann Brothers, dass Fannie Mae und Freddie Mac zusätzliches Kapital aufnehmen müssen, da sich die Kreditkrise fortsetzt.
Für heute werden wieder eine Anzahl wirtschaftlicher Daten und Bekanntgaben für die USA erwartet. Es beginnt mit einer Ansprache des US-Notenbank Präsidenten Bernake vor dem Federal Deposit Insurance Corporation's Forum on Mortgage Lending zum Thema „Finanzielle Regulatoren und Stabilität“. Die Volatilität wird sich nach Bernakes Rede fortsetzen, da erwartet wird, dass die Daten für Pending Home Sales negativ ausfallen werden, was sich wiederum ebenfalls negativ auf den USD auswirken wird. Wholesale Inventories (Großhandelsbestände) werden wahrscheinlich abnehmen, was dem USD helfen könnte, da Firmen mehr Einkäufe tätigen wenn ihre Lager entleert sind - aber da vom Konsumentenkredit erwartet wird, dass er abnimmt, wird das wiederum den Kursabfall des USD begünstigen. Alles in allem können Händler heute, aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Daten, die heute wahrscheinlich veröffentlicht werden, mit einem weiteren Abfall des USD gegenüber seinen Haupt-Währungsrivalen rechnen.
EUR -
Nachdem der EUR letzte Woche einen fallenden Handel durchlebte, startete er gestern in diese Woche mit Zuwächsen gegenüber den meisten anderen Währungen. In Bezug auf Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten waren die beiden gestrigen doch recht enttäuschend. Der EUR nutzte die Schwäche seiner Währungsrivalen und die zuversichtlichen Äußerungen von Finanzministern der Euro-Zone. Gegen den USD stieg der EUR wieder zurück über die 1,57 Marke und handelte gegenüber dem GBP im mittleren Bereich um die 0,79.
Der Sentix Investor Confidence, welcher das Vertrauen von Anlegern in die Wirtschaft der Euro-Zone misst wurde mit einem negativen Wert veröffentlicht, obwohl ursprünglich ein positiver erwartet worden war. Die Zahlen für deutsche Industrieproduktionen erlebten die gleiche Enttäuschung und wurden mit -2,4% bekannt gegeben. Andererseits gewannen EUR-Händler Vertrauen durch die Schwäche ihrer Rivalen und dem kämpferischen Ton beim Treffen der EU-Finanzminister und EZB-Präsident Trichet. Juncker sagte, die Euro-Zone müsse „vermeiden, zweitklassige Maßnahmen durchzuführen, die zu einer inflationären Spirale führen könnten“ und dass die Entscheidung der EZB, den Leitzins zu erhöhen demzufolge „nicht kritisiert wird“.
Für heute werden aus der Euro-Zone keine Wirtschaftsdaten erwartet. Alle Aufmerksamkeiten sind auf Bernakes Rede und die Pending Home Sales gerichtet, da beide große Volatilität für den USD verursachen und entsprechend auch den EUR beeinflussen. Eine weitere Wildcard wird der Rohölpreis sein, der gestern um nahezu $4 fiel.
JPY -
Nach langsamem Start schloss der JPY beim gestrigen Handel positiv gegenüber den meisten seiner Währungspartner. Die Stärke des Yen wurde ausgelöst durch den jährlichen M2+CD Money Supply-Bericht. Der JPY erhielt seine Stärke aus diesen Daten, die besser ausfielen als vorausgesagt. Das bestätigte die weit verbreitete Theorie, dass überhöhte Währungslevel wirtschaftliches Wachstum begünstigen und einen inflationären Effekt haben, was zu höheren Zinssätzen führt. Der Fall des Rohölpreises half der japanischen Wirtschaft ebenfalls, und da sowohl EUR als auch GBP sich mit enttäuschenden Wirtschaftsdaten abgeben mussten, vertrauten Händler auf die Stärke des JPY. Um diesen Trend jedoch fortsetzen zu können, muss der Economy Watchers Current Index, dessen Veröffentlichung für heute 5:00 GMT erwartet wird, seine negative Vorhersage ins Positive wenden.
An Veröffentlichungen für den JPY steht für heute der monatliche Core Machinery Orders an. Verglichen mit dem vorangegangenen Wert von 5,5% wird für diesen Monat ein Abfall auf 1,1% erwartet, was darauf schließen lässt, dass Hersteller den Kauf von Maschinen reduziert haben und dass sich die verarbeitende Industrie in einer langsameren Wachstumsphase befindet. Händler des japanischen Yen sollten auch ein wachsames Auge auf den Rohölpreis halten, da der Yen durch einen Abfall in diesem Preis an Stärke gewinnen wird. Es scheint jedoch, dass der JPY heute eine fallende Tendenz zeigen wird, da der einflussreichste Faktor die Core Machinery Orders Daten sein werden, die mit ebenfalls mit fallender Tendenz vorhergesagt werden.
Rohöl -
Das Öl sank gestern bis auf fast $141 pro Barrel. Die Bedeutung dieser Einbußen wurden jedoch von der Sorge um den Konflikt zwischen dem Iran und der westlichen Welt in Bezug auf das iranische Atomprogramm überschattet. Am Samstag schwor der Iran, seiner Urananreicherung weiterhin nachzugehen mit der Angabe, er hätte keine Absichten über "sein Recht zur Urananreicherung" zu debattieren. Eine solche Aussage schürt in der Tat die ohnehin bereits angespannte politische Lage und führt zusätzlich zu Versorgungsängsten.
Die geopolitische Besorgnis unterstützen weiterhin die aktuelle Situation der Ölpreise. Über das Thema Iran hinaus, hängen die Ölpreise stark von den Entwicklungen des US-Dollars und des Niveaus der US-Aktienmärkte ab. Solange der US-Dollar niedrig bleibt, ist eine Beruhigung der angespannten Ölpreise eher unwahrscheinlich.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar begann, nach einer Währungsabwertung der letzten Woche, seinen Wert wieder zu steigern. Auf der 4-Stunden-Chart geben die Indikatoren gemischte Signale aus. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart zeigt jedoch ein zinsbullisches Momentum an. Mit eng gesetzten Stops zu kaufen, könnte eine gute Strategie für den heutigen Tag darstellen.
GBP/USD
Der Abwärtstrend, den dieses Paar eingeschlagen hat, setzt sich mit Hochdruck fort. Auf der Tages-Chart bleibt das abfallende Momentum unberührt, während sich das Paar in dessen mittleren Spanne bewegt. Auch die Stunden-Charts bestärken diese Entwicklung. Nichtsdestotrotz deutet der RSI-Indikator darauf hin, dass der anhaltende Rückgang dieses Paares in naher Zukunft bereits ein Ende finden kann. Händlern wird empfohlen, sich diese Abwärtstendenz noch zu Nutze zu machen.
USD/JPY
Die sich klar abzeichnende zinnsbulische Handelsspanne auf der Tages-Chart hält ohne Anzeichen einer Unterbrechung an. Der Slow Stochastic zeigt eine Dreichfach-Hoch-Formation (Triple-Top) mit positiver Neigung, was ein Zeichen für eine mögliche Fortsetzung dieses Trends sein kann. Kaufen - scheint heute ein richtiger Zug zu sein.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart schwankt dieses Paar innerhalb einer engen und fallenden Handelsspanne weiterhin, ohne dass ein bedeutender Durchbruch zu verzeichnen ist. Das negative Gefälle des Slow Stochastic, erkennbar auf der 4-Stunden-Chart, weist auf ein Andauern eines Abwärtstrends innerhalb der Handelsspanne hin. Die bevorzugte Strategie für heute könnte lauten: Mit engen Stops zu verkaufen.
Die Wild-Card
Silber
Auf der Tages-Chart deuten alle Indikatoren auf eine fallende Tendenz hin. Der Slow Stochastic der Stunden-Charts lässt erkennen, dass für das Silber noch Potential hinsichtlich dieser Entwicklung besteht. Forex -Händlern bieten sich gute Handelsmöglichkeiten, wenn sie diesem Markt beitreten und aus dem restlichen Momentum, mit Tendenz fallend, Profit schlagen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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