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Friday, 18 Feb 2011

Schweizer Franken im Aufschwung da Investoren nach Safe-Hafen suchen

Eine Kombination aus den Spannungen im Mittleren Osten, erneuter Besorgnis über die Schuldenlage der Eurozone und schwachen US Arbeitsmarktdaten sorgten in den vergangenen 24 Stunden für erhebliche Kursgewinne beim Schweizer Franken. Es scheint, als könne der Safe-Hafen CHF solange im Aufwind bleiben, wie diese drei Faktoren die Schlagzeilen beherrschen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznoupdownnonono
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.37101.628584.350.96001.02250.8520
1.36751.623084.000.95551.01950.8480
1.36301.620083.650.95251.01550.8450
Support1.35751.615083.000.94501.00950.8375
1.35451.611582.700.94201.00500.8345
1.35001.607082.300.93801.00050.8310

Wirtschafts News

USD - Dollar dürfte zum Wochenschluss hin rückläufig bleiben

Nach der Bekanntgabe enttäuschender US Arbeitsmarktdaten verzeichnete der US Dollar gestern und beim Übernachthandel Kursverluste zu praktisch all seinen Haupt-Währungsrivalen. Die Verluste waren besonders ausgeprägt zum Schweizer Franken, der in letzter Zeit immer mehr an Zugkraft zugelegt hatte, da Investoren sich nach Safe-Hafen-Anlagen umsahen. Derzeit handelt die USD/CHF-Paarung um den Wert von 0,9500 und verlor somit über 100 Pips in den vergangenen 24 Stunden. Zum Euro verlor der Dollar gestern rund 70 Pips, bevor er beim asiatischen Handel eine leichte Korrektur verzeichnete. Momentan handelt diese Paarung knapp unter dem Wert von 1,3600.

Zum Wochenschluss hin dürften Händler ihre Aufmerksamkeit auf die Wirtschaftsnachrichten aus Großbritannien richten, um die Richtung des USD bewerten zu können. Es wird erwartet, dass die UK Einzelhandelsumsätze einen Anstieg von 0,6% aufweisen werden. Sollte das zutreffen, wäre das eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vormonat. Das Pfund Sterling konnte in letzter Zeit einen Kursanstieg zum Dollar verzeichnen. Sollte der heutige Indikator wie prognostiziert ausfallen dürfte sich dieser Trend sehr wahrscheinlich fortsetzen.

Händler sollten auch die für 13:00 MGZ geplante Rede des US Notenbankchefs beachten. Falls dieser in seiner Rede die gestrigen Arbeitsmarktdaten bewertet, ist es sehr wahrscheinlich, dass Investoren sich den Haupt-Rivalen des USD zuwenden werden. Es ist folglich höchst unwahrscheinlich, dass der Dollar noch vor dem Wochenende eine Umkehr erfahren wird.

EUR - Besorgnis über die Schuldenlage drücken auf Euro-Kurs

Während der Euro gestern mäßige Kursgewinne zum US Dollar verzeichnen konnte verhielt er sich zum japanischen Yen und zum britischen Pfund Sterling praktisch unverändert. Darüber hinaus musste er zum Schweizer Franken im Laufe des Tages sogar einen kräftigen Kursrückgang hinnehmen. Experten schreiben das Verhalten des Euro einer Verknüpfung unterschiedlicher globaler Ereignisse zu, die Investoren davon abhalten in riskantere Anlagen zu investieren. Hauptsächlich dürfte das die anhaltende Besorgnis darüber sein, dass die Eurozone nicht in der Lage sein wird die Schuldenkrise erfolgreich zu bewältigen.

Da heute aus der Eurozone keine bedeutsamen Wirtschaftsnachrichten erwartet werden ist es unwahrscheinlich, dass Investoren ihr Interesse wieder auf die 17-Nationen-Währung richten. Händler sollten jedoch aufmerksam die Rede des US Notenbankchefs verfolgen. Sollte er sich hinsichtlich der US Konjunkturbelebung pessimistisch äußern, könnte das zu einem Kursabfall beim Dollar führen. Das wäre die Gelegenheit für den Euro seinen jüngsten Aufwärtstrend zum Dollar fortzusetzen.

JPY - Der Yen verzeichnete beim gestrigen Börsengang unterschiedliche Ergebnisse

Nach den enttäuschenden US Arbeitsmarktdaten verzeichnete der Yen gestern einen moderaten Kursanstieg zum Dollar. Die USD/JPY-Paarung fiel um über 50 Pips und sank bis auf 83,15. Das Paar erfuhr beim asiatischen Handel jedoch eine leichte Aufwärtskorrektur und handelt derzeit knapp über dem Wert von 83,30.

Zum Schweizer Franken verhielt sich der Yen ausgesprochen rückläufig. Aufgrund diverser globaler Ereignisse hatten sich Investoren dem Franken als Safe-Hafen zugewandt. In den vergangenen 24 Stunden stieg die CHF/JPY-Paarung um nahezu 70 Pips und handelt momentan um den Wert von 87,70.

Heute sollten Händler der Rede des US Notenbankpräsidenten Aufmerksamkeit schenken. Obwohl man nicht genau weiß was er sagen wird, ist klar, dass eine jegliche negative Äußerung in Richtung US Beschäftigungssektor wahrscheinlich eine weitere Abwärtsbewegung der USD/JPY-Paarung nach sich ziehen dürfte.

Rohöl - Unruhen im Mittleren Osten lassen Rohölpreis steigen

Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen Anstieg als die Unruhen im Mittleren Osten die Befürchtungen verstärkten, dass Öllieferungen beeinträchtigt werden könnten. In den vergangenen 24 Stunden war der Rohölpreis um fast $ 2 gestiegen, und der Rohstoff handelt wieder einmal um den Wert von $ 89 pro Barrel.

Heute sollten Händler die Nachrichten aus dem Mittleren Osten aufmerksam verfolgen. Wichtige Erdöl produzierende Staaten wie Libyen und der Iran sind in den letzten Tagen von Demonstrationen erschüttert worden. Sollten diese Proteste anhalten könnte der Rohölpreis weiter ansteigen, da sich Investoren fortgesetzt um die Produktionsmöglichkeiten sorgen werden.

Technische News

EUR/USD

Die meisten technischen Indikatoren zeigen, dass sich diese Paarung im überkauften Bereich bewegt und dass in naher Zukunft eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart ist in den überkauften Bereich eingedrungen, während sich beim MACD auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat. Zu verkaufen dürfte heute eine kluge Wahl sein.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, was auf eine bevorstehende Abwärtsbewegung hindeutet. Diese Annahme wird auch vom Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt, der sich derzeit im weit überkauften Bereich bewegt. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Entscheidung sein.

USD/JPY

Die technischen Indikatoren vermitteln für diese Paarung unterschiedliche Signale. Während sich der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart im überkauften Bereich bewegt hat sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet. Händlern wird empfohlen heute erst einmal abzuwarten bis sich später ein klareres Bild abzeichnet.

USD/CHF

Praktisch alle technischen Indikatoren weisen darauf hin, dass sich diese Paarung im überverkauften Bereich bewegt, was besagt, dass in nächster Zukunft eine Aufwärtskorrektur erfolgen wird. Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart steht bei -90, während sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross bebildet hat. Zu kaufen könnte heute die bevorzugte Vorgehensweise sein.

Die Wild-Card

GBP/CHF

Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart bewegt sich derzeit im überverkauften Bereich, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeutet. Diese Annahme wird sowohl vom Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart und vom Relative Strength Index (RSI) auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Jetzt könnte für Forex-Händler der richtige Zeitpunkt sein eine Long-Position einzunehmen, bevor der Aufwärtsumschwung eintritt. Forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:40 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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