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Monday, 18 Oct 2010

Setzt sich die Dollar-Erholung von Freitag heute fort?

Am letzten Freitag ergaben sich für den USD leichte Erholungstendenzen. Das Währungspaar EUR/USD verzeichnete im Anschluss an eine Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke einige Kursverluste. Das beliebte Paar markierte zwischenzeitlich ein Tageshoch bei 1,4157. Im weiteren Handelsverlauf setzen sich die Abwärtsbewegungen des US-Dollar jedoch fort. Wichtige heute zur Veröffentlichung ausstehende US-Daten werden zeigen, ob der generelle Trend der US-Währung anhält und der Dollar zur sechsten Woche in Folge Verluste hinnehmen muss.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdownup
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.39501.601182.010.97140.99250.8786
1.39291.599081.790.96950.99040.8765
1.38961.595981.500.96630.98750.8737
Support1.38351.589780.900.96010.98140.8674
1.38041.586580.610.95700.97850.8646
1.37861.584680.400.95510.97640.8625

Wirtschafts News

USD - Dollar fällt 5. Woche in Folge

In der vergangenen Handelwoche handelte der US-Dollar bei großer Volatilität. Zum Wochenstart konnten zunächst leichte Aufwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen beobachtet werden. Zum Euro und zum Britischen Pfund ergaben sich sogar Kursgewinne von 200 Punkten. Bis zur Wochenmitte musste der USD die zuvor verbuchten Kursgewinne jedoch schon wieder abgegeben und markierte anschließend neue Tiefstände gegen übrige Großwährungen. Kurz vor dem Wochenende konnte die US-Währung einen Teil dieser Verluste zwar wieder korrigieren, schloss dennoch bei mäßigen Kursverlusten.

Händler verwiesen auf die freitägige Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke als einer der Hauptbeweggründe für die negative Dollar-Stimmung am Markt. Bernankes Rede gab zwar keine Hinweise über den Beginn der geplanten Ausweitung von Anleihenkäufen, der Notenbanker erklärte jedoch, die künftige Konjunkturentwicklung im Land abwarten zu wollen, um angemessene Maßnahmen bestimmen zu können. Darüber hinaus enttäuschten in der letzten Handelswoche erneut wichtige Fundamentaldaten aus den USA die Erwartungen der Experten. Wie das US-Handelsministerium mitteilte ist das Handelsdefizit in den Vereinigten Staaten im August um 8,8% auf $46,4 Mrd. gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Defizit von nicht mehr als $44 Mrd. gerechnet. Des Weiteren bleibt die US-Arbeitsmarktlage weiterhin wackelig. In den USA übertraf die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche mit 462.000 Anträgen die Prognose der Analysten, die sich auf 455.000 Antragsteller belief. Dabei fielen die Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung erstmals wieder unerwartet höher aus, so Analysten. Die Zahl der Erstanträge in der Woche zum 8. Oktober erhöhte sich um insgesamt 13.000 Ansprüche. Solange die Konjunkturdaten aus den USA enttäuschen, werden sich die Spekulationen um baldige konjunkturstützende Maßnahmen der US-Fed fortsetzen und der US-Dollar bleibt voraussichtlich zunächst weiter unter Druck.

Auch in dieser Woche stehen wieder wichtige Indizes auf der US-Agenda, die USD-Händler gut im Auge behalten sollten: TIC-Langzeit-Anschaffungen, US-Baubeginne/-genehmigungen, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Philadelphia-Fed-Index. Aufwärtstendenzen für den USD könnten sich unmittelbar aus positiven US-Konjunkturdaten ergeben und den Dollar davor bewahren, zur sechsten Woche in Folge abzuwerten.

EUR - Unterschiedliche Ergebnisse für EUR gegen Major-Währungen

In der letzten Handelswoche ergaben sich für den EUR unterschiedliche Handelstendenzen gegen übrige Hauptwährungen. Im Laufe der vergangenen Woche unterlag auch die europäische Gemeinschaftswährung hohen Kursschwankungen. Dabei markierte der EUR sowohl neue Höchst- als auch Tiefstände gegen die Majors und notierte vor dem Wochenende schlussendlich nahezu unverändert.

In die Woche startete der EUR bei insgesamt zinsbullischen Tendenzen, die sich überwiegend nach der Veröffentlichung positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone, insbesondere Deutschland, einstellten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im September im Vorjahresvergleich um 1,3%. Im August 2010 lag die Inflationsrate bei +1,0%. Des Weiteren ist die Industrieproduktion in der Eurozone im August stärker als zunächst von Experten erwartet gestiegen. Im Vormonatsvergleich steigerte sich die Produktion um 1,0%, so die europäische Statistikbehörde Eurostat. Analysten hatten einen Anstieg um 0,7% erwartet. Einen Teil der Euro-Kursgewinne gegen das Britische Pfund Sterling musste die Einheitswährung nach Veröffentlichung von über den Prognosen liegenden Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien im Monat September wieder abgeben.

Auch in dieser Woche sollten Händler weitere zur Veröffentlichung ausstehende Konjunkturdaten aus Deutschland besonders gut im Auge behalten. Aus dem größten Industrieland der Eurozone werden zwei marktbewegende Berichte erwartet: Der Index der Konjunkturerwartungen für Oktober am Dienstag sowie der ifo-Geschäftsklimaindex für Oktober am Freitag. Optimismus versprechende Ergebnisse können Hinweise darauf geben, dass sich die Konjunktur im Euroraum tatsächlich erholt und somit die europäische Gemeinschaftswährungen weiter stützen.

JPY - Sorgen um weitere BoJ-Interventionen gebieten JPY-Aufwertung Einhalt

Der JPY startete in der letzten Woche bei zinsbullischen Tendenzen auf breiter Front in den Handel. Zur Wochenmitte gab der JPY bereits einen Teil seiner verbuchten Gewinne wiederum ab. Insbesondere zum Euro und Pfund Sterling setzten Kurskorrekturen nach unten ein. Das Cross EUR/JPY handelt aktuell nach wie vor über der Marke von 113,00, während sich GBP/JPY um 130,00 bewegt.

Positive Konjunkturdaten aus Japan verliehen der Inselstaatwährung zusätzlichen Auftrieb. Dabei überraschte der deutliche Anstieg bei den Maschinenbestellungen in Japan und deutete auf positive Fertigungszahlen im Land. Gleichzeitig führt die anhaltende Unsicherheit am Markt zu einer Fortsetzung der Aufwertung des Yen. Insgesamt behält der Safe-Haven-Status des JPY seine Gültigkeit am internationalen Markt. Entsprechend setzen Investoren weiter auf Yen-Long-Positionen.

Dennoch sollten Händler nicht vergessen, dass die Bank of Japan (BoJ) über die JPY-Stärke und deren Auswirkung auf den japanischen Export nicht erfreut ist und sich somit bereits mittelfristig zusätzliche Interventionen ergeben können. Gegenwärtig scheint sich der JPY zu konsolidieren. USD/JPY stabilisiert sich derzeit oberhalb der 80-Marke, während JPY jedoch bereits erneut Boden gegenüber dem USD gutzumachen scheint.

Anleger sollten ihr Augenmerk in dieser Woche auf neue Aussagen aus Regierungskreisen in Japan richten. Diese können in dieser Woche stärkeren Einfluss auf die JPY-Tendenzen nehmen, als so mancher Indikator.

Rohöl - Rohöl büsst bis unter $81 pro Barrel ein

Am vergangenen Freitag fielen die Ölpreise auf ihr niedrigstes Niveau der letzten zwei Wochen und erreichten die Marke von $80,75 pro Barrel. Zum Wochenstart bewegte sich der Kurs des Rohstoffs noch um die $82,50-Marke pro Barrel. Im weiteren Wochenverlauf kletterten die Ölpreise in der Spitze sogar bis $84,10 pro Barrel.

Diesen generellen Kursrückgang setzen die Ölpreise auch heute fort. Im asiatischen Handel heute Morten kostete ein Fass US-WTI zur Auslieferung im November $80,76 und damit $0,49 weniger als am Freitag. Europäisches Nordsee-Brent wurde mit $0,54 weniger bei $81,91 gehandelt. Händler verwiesen unter anderem auf über den Erwartungen liegende US-Konjunkturdaten sowie die vorübergehende USD-Aufwertung als Beweggrund für die Verluste bei Rohöl. Des Weiteren brachte die Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke am letzten Freitag die Preise unter Druck. Bernanke bestätigte seine Bereitschaft für weitere Maßnahmen zur Belebung der US-Konjunktur. Gegenwärtig leidet der Euro nach wie vor unter Gewinnmitnahmen. Sollte sich der USD erneut auf Talfahrt begeben, fallen die Ölpreise möglicherweise bis zum Ende der Handelswoche noch unter die Marke von $80 pro Barrel.

In dieser Woche sollten Händler ihr Augenmerk wieder auf Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone richten, die aktuell den größten Einfluss auf die internationalen Ölpreise zu nehmen scheinen. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der sich stets unmittelbar auf den Rohölhandel auswirken kann.

Technische News

EUR/USD

Seitdem EUR/USD die 1,4155-Marke erreicht hat, wertet das Währungspaar kontinuierlich leicht ab und handelt mittlerweile um die Marke von 1,3890. Da der RSI der 4-Stunden-Chart bis unter die 30-Linie gefallen ist, wird es wahrscheinlich, dass sich die Abwärtstendenzen fortsetzen und EUR/USD womöglich schon bald bis auf 1,3800-Marke zurückgeht.

GBP/USD

Die technischen Indikatoren dieses Paares deuten auf ein Ende der jüngsten Abwärtstendenzen bei GBP/USD. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart signalisiert, dass sich in nächster Zukunft Kurskorrekturen nach oben einstellen könnten. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute bei diesem Paar eine gute Entscheidung sein.

USD/JPY

Die letzten Abwärtsbewegungen dieses Währungspaares sind schon längst verflogen. USD/JPY handelt aktuell bereits wieder über der Marke von 81,00. Der MACD der Wochen-Chart gibt klar rückläufige Signale aus und verdeutlicht, dass der Abwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt.

USD/CHF

Allem Anschein nach findet der Abwärtstrend dieses Paares langsam ein Ende, da USD/CHF bereits bis unter die 0,9460-Marke gefallen ist. Technische Indikatoren lassen erste Anzeichen einer Kurskorrektur nach oben erkennen. Auch das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt, dass ein nächste Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich sind. Kaufen könnte hier die richtige Wahl für heute sein.

Die Wild-Card

Gold

Nachdem die Goldpreise ein neues Hoch bei $1386 pro Feinunze markierten, setzten langsam Abwärtsbewegungen ein, so dass Gold aktuell bei $1360 gehandelt wird. Mittlerweile sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich die Kurskorrektur nach unten heute fortsetzt. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei einem vielversprechenden Trend jetzt einzusteigen. Auf fallende Kurse zu setzen, könnte sich heute also auszahlen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:44 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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