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Thursday, 22 Dec 2011

Sind längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LRG) der EZB die Hintertür zu QE?

Der 1 ½ -tägige EUR Aufschwung endete nachdem die erste Runde der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LRG) zeigte, dass 523 Banken Kredite bei der EZB im Gesamtvolumen von EUR 489 Mrd. aufnahmen. Dieser Betrag lag am oberen Ende der Erwartungen von Analysten und verdeutlicht den Mangel an Liquidität europäischer Banken. Die Frage, die sich stellt, lautet: ist das ein Hintertürchen für die EZB für ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE)?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupup
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Resistance1.32751.592078.320.95101.03100.8562
1.32051.584778.200.94521.01950.8506
1.31601.576178.06093431.01040.8430
Support1.30701.567777.650.92751.00400.8374
1.30151.559077.300.91990.99250.8336
1.29651.551076.750.91170.98500.8330

Wirtschafts News

GBP - Das MPC Protokoll weist Bereitschaft für mehr QE auf

Das gestrige Protokoll des geldmarktpolitischen Komitees der BoE (MPC) zeigt, dass das Komitee einem neuerlichen quantitativen Lockerungsprogramm (QE) aufgeschlossen gegenübersteht. Die Inflationsrate liegt weiterhin über der 2% Zielvorgabe, dürfte aber sehr wahrscheinlich aufgrund temporärer Faktoren wie MwSt.-Erhöhung und steigender Rohölpreise unter Druck geraten. Die BoE prognostiziert, dass die Inflationsrate zurückgehen wird, wodurch das Risiko einer Deflation immer offensichtlicher wird. Folglich besteht in der Zukunft Potential für weitere Anlagewerte-Käufe (QE). Die Märkte erwarten, dass weitere Maßnahmen im Februar ergriffen werden, jedoch sollten Händler nicht vergessen, dass die BoE bereits im Oktober die Märkte mit Anleihe-Käufen überraschte.

Das Pfund Sterling verzeichnete Aufschwung bis die LRG Daten veröffentlicht wurden und die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5775, dem Hoch vom 30. November angestiegen war und sich dann umkehrte. Unterstützung findet sich wieder beim November/Dezember-Tief von 1,5410-20.

EUR - Sind längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LRG) der EZB die Hintertür zu QE?

Der 1 ½ -tägige EUR Aufschwung endete nachdem die erste Runde der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LRG) zeigte, dass 523 Banken Kredite bei der EZB im Gesamtvolumen von EUR 489 Mrd. aufnahmen. Dieser Betrag lag am oberen Ende der Erwartungen von Analysten und verdeutlicht den Mangel an Liquidität europäischer Banken. Die Frage, die sich stellt, lautet: ist das ein Hintertürchen für die EZB für ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE)?

Mit 523 an den Kreditnahmen teilnehmenden Banken sind die Zahlen der LRG recht beeindruckend. Die zuvor erwähnten Zahlen beinhalten nicht die 1-Wochen- und 2-Wochen-Auktionen, die sich insgesamt auf weitere EUR 38 Mrd. belaufen. Der EZB gelang es den Liquiditätsbedarf europäischer Banken zu befriedigen, obwohl die Finanzierungserfordernisse der Staaten immer noch nicht gesichert sind. Es wurde viel darüber geredet, dass europäische Banken die Gewinne der heutigen LRG in EU Anleihen reinvestieren würden, wobei das allerdings noch abzuwarten ist, da Banken weiterhin den Verschuldungsgrad reduzieren wollen, bevor die Basel III Regeln in Kraft treten.

Die Frage, die Investoren stellen sollte, lautet: bietet LRG ein Hintertürchen für ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE)? Da es der EZB untersagt ist Staatsdefizite zu finanzieren, verschafft die EZB Banken weiterhin zusätzliche Liquidität, was zu weiterem Rückgang beim EUR führen dürfte.

Nach dem ursprünglichen Anstieg auf 1,3200 fiel die EUR/USD-Paarung kräftig ab und findet nun Unterstützung beim Jahres-Tief von 1,2870. Widerstand findet sich bei 1,3200, der vom Oktober-Hoch abfallenden Trendlinie.

JPY - BoJ lässt Leitzinssatz unverändert

Die BoJ beließ den japanischen Leitzinssatz unverändert bei 0,0% - 0,1%. Die Entscheidung darüber war einstimmig, wie auch die Entscheidung den Betrag für Anlagen-Aufkäufe der Bank unverändert bei JPY 55 Bio. zu belassen. Im geldmarktpolitischen Statement der japanischen Zentralbank wies die BoJ auf ein nachlassen der japanischen Konjunktur hin. „Aufgrund der Auswirkungen des Rückgangs ausländischer Wirtschaften und der Aufwertung des JPY.“ Die BoJ stellte trotz gestiegener Inlandsnachfrage auch eine gedämpfte Stimmungslage der Wirtschaft fest. Die gestrigen Handelsdefizitdaten für den Monat November zeigten einen Anstieg auf JPY 684 Mrd., was einen neuen Rekord für den Monat darstellt. Die Daten deuten auf ein potentielles Leistungsbilanzdefizit für das 4. Quartal hin, was sich normalerweise negativ auf die Währung auswirkt.

Dow Jones berichtet, dass die japanische Regierung bereit sei ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt für dieses Jahr von 0,5% auf -0,1% zu senken. Für 2012 könnte das BIP von 2,7% auf 2,2% gesenkt werden.

Gold - Die Wechselwirkung zwischen Gold und EUR/USD wird stärker

Händler sollten die große Wechselwirkung zwischen der EUR/USD-Paarung und dem CRB Spot Commodities Index beachten. Laut Reuters verzeichnen diese beiden Anlagewerte eine 90-Tage rollierende Wechselwirkung von 0,55, wobei dieser Trend noch weiter ansteigen dürfte. Folglich, was die EUR/USD-Paarung betrifft gilt auch für den Goldpreis, oder anders gesagt, Händler sollten die Gold-EUR-Beziehung in Bezug zum USD betrachten. Normalerweise schwächelt der Goldpreis wenn der USD Stärke zeigt. Da sich die europäische Schuldenkrise weiter hinzieht, betrachten diejenigen, die der Meinung sind die Schuldenkrise werde sich zum Schlechteren wenden, die Aussichten für den Goldpreis immer weniger positiv.

Technische News

EUR/USD

Auf Wochenbasis hat die EUR/USD-Paarung einige wichtige technische Grenzen überschritten und kam unterhalb der steigenden Trendlinie von den Januar- und Oktober-Tiefs zum Börsenschluss. Der wöchentliche Schlusskurs von 1,3045 entsprach auch der 61% Fibonacci Rückführung des Aufwärtstrends in 2010 - 2011. Da die Paarung beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich derzeit im überverkauften Bereich bewegt, besteht auf dem Monats-Chart noch Spielraum für einen Abschwung. Kurzfristige Unterstützung findet sich beim Januar-Tief von 1,2870, mit zusätzlicher Unterstützung bei 1,2665 von den Tiefs in 2008 und 2010. Widerstand findet sich wieder bei 1,3140 und dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3275, gefolgt vom Dezember-Hoch von 1,3550.

GBP/USD

Das Pfund Sterling wurde durchweg zu früheren Widerstandswerten verkauft, und bei sinkendem Slow Stochastic auf den Wochen- und Monats-Charts könnte diese Strategie auch weiterhin bestehen. Erster Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,5560 und die Paarung dürfte noch Spielraum in der Spanne zwischen dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5740 und dem Tief von Ende November bei 1,5775 finden. Ein jeglicher Aufschwung könnte bei 1,5890, der von den August- und Oktober-Hochs abfallenden Trendlinie, gedeckelt werden. Der Test für Sterling-Shorts findet sich beim Oktober-Tief von 1,5270. Bei einem Durchbruch hier findet sich Unterstützung bei der von der vom Januar-Tief in 2009 abstammenden Trendlinie von 1,5100.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung greift über ihre Trendlinie des Hochs in 2007, welches bei 78,30 liegt. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Monats-Chart weist aufwärts, und ein Durchbruch oberhalb der Trendlinie dürfte das Post-Interventions-Hoch von 79,50 und das August-Hoch von 80,20 freilegen. Sollte es zu keinem Börsenschluss kommen, der erheblich über der Trendlinie liegt, dürfte die USD/JPY-Paarung sich am Dezember-Tief von 77,50 und dem November-Tief von 76,55 versuchen.

USD/CHF

Der Durchbruch der vergangenen Woche über dem Widerstandswert von 0,9330 öffnet die Tür zum diesjährigen Jahres-Hoch von 0,9782 sowie dem Dezember-Hoch von 1,0065. Die von der Trendlinie in 2003 abfallende Trendlinie liegt bei 1,1165 und dürfte ein langfristiger Widerstandswert sein. Andererseits findet sich jetzt Unterstützung bei 0,9330, gefolgt vom Tief von Ende November bei 0,9065 und dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8925.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Die EUR/JPY-Paarung ist ein lehrbuchhaftes Beispiel dafür, wie sich ein durchbrochener Unterstützungswert in einen Widerstandswert wandelt. Das November-Tief von 102,50 wurde von einer raschen Abwärtsbewegung überbrückt, obwohl die EUR/JPY-Paarung langsam zu diesem Wert zurückgeführt wurde. Gestern geriet das Paar zu diesem Preis unter Verkaufsdruck. Forex-Händler sollten jetzt auf den Unterstützungswert von 100,75 und das Tief von 2010 bei 99,90 achten. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:45 GMT
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05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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