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Wednesday, 13 Apr 2011

Sinkende Rohstoffpreise drücken auf die Aktienmärkte

Die größten Bedenken an den Rohstoffmärkten gehen derzeit dahin, dass die weltweite Wirtschaft, bei einem Ölpreis von über $ 100 pro Barrel, nicht genügend Wachstum aufrechterhalten kann. Investoren sahen einen Preisrückgang beim Rohöl von über $ 113 vergangene Woche auf $ 106,50 heute Morgen. Dieser Rohölpreisrückgang wirkte sich auch auf die Aktienmärkte aus, und Rohöl-abhängige Firmen mussten entsprechende Verluste hinnehmen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdownnodownupup
Wochentendenznodowndowndowndownup
Resistance1.45551.634084.850.90501.05400.8985
1.45351.632084.650.90301.05200.8965
1.45051.629084.350.90001.04900.8935
Support1.44451.623083.750.89401.04300.8875
1.44151.620083.450.89101.04000.8845
1.43951.618083.250.88901.03800.8825

Wirtschafts News

USD - US Dollar in Mitleidenschaft, da US Haushaltsbilanz nicht den Erwartungen entspricht

Nach der gestern um 19:00 MGZ erfolgten Bekanntgabe der US Haushaltsbilanz traf der kurzfristige zinsbullische Lauf des US Dollar auf Widerstand. Die EUR/USD-Paarung fiel bis Dienstagmittag bis auf 1,4377, da Risikovermeidung in der globalen Wirtschaft für Kursanstieg bei USD und JPY sorgten. Als jedoch die US Haushaltsbilanz aufzeigte, dass das Haushaltdefizit in sehr viel geringerem Maße abnahm als erwartet, stoppte die Aufwärtsbewegung des Dollar und die EUR/USD-Paarung ging bis zum Börsenschluss wieder auf 1,4480 zurück.

Die an den Märkten vorherrschende Risikovermeidung sorgte gestern Vormittag für einen Kursanstieg beim USD. Zum Handelsschluss hatte der Dollar jedoch wieder eine rückläufige Position eingenommen, wohingegen andere Safe-Hafen-Währungen, wie Schweizer Franken und japanischer Yen, weiterhin Aufschwung verzeichnen konnten.

Der Wirtschaftsoptimismus in den USA scheint in den letzten Tagen auch etwas abgenommen zu haben, da der IBD/TIPP-Bericht das schlechteste Ergebnis seit Juli 2008 aufwies. Technischer Druck wirkte sich ebenfalls auf den Dollar aus, da viele Investoren zum Momentum des jüngsten Abwärtstrends beitrugen.

Heute könnte die Bekanntgabe der US Einzelhandelsumsätze dem Dollar etwas von der gestern verlorenen Stärke zurückgeben, jedoch scheint Risikovermeidung die weitaus größere Triebfeder für den Dollar zu sein. Da die heute aus den USA erwarteten Wirtschaftsdaten wahrscheinlich einen Rückgang bei den Einzelhandelsumsätzen und beim Wirtschaftsoptimismus aufzeigen werden, können sich Händler auf eine Fortsetzung des jüngsten Abwärtstrends des Dollar einstellen.

EUR - Trotz schwachem ZEW Konjunkturbericht zeigt sich EUR zinsbullisch

Trotz negativer Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone verzeichnete der Euro erhebliche Kursgewinne zu seinen Währungsrivalen. Der ZEW Konjunkturbericht für Deutschland und Europa enttäuschte gestern die Marktbeobachter, da er bei weitem nicht den Erwartungen entsprach.

Trotz der negativen Daten stieg der EUR zum GBP bis auf 0,8916 und schloss bei 0,8906. Zum US Dollar stieg der Euro bis auf 1,4480. Was die Inflation betrifft, scheint die Eurozone auf dem richtigen Weg zu sein, was den stetigen Kursanstieg der 17-Nationen-Währung miterklären könnte.

Die heutigen Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich könnten dem Kursanstieg des Euro zwar Einhalt gebieten, doch dürften sie kaum die Tageshändler beeinflussen. Der für heute Nachmittag erwartete Bericht über die Industrieproduktion dürfte sich allerdings stärker auf die Kursentwicklung auswirken als das in der Vergangenheit der Fall war.

Die anhaltende nukleare Krise in Japan und die rasch steigenden Ölpreise bereiten vielen Investoren große Sorgen hinsichtlich der Daten für weltweite Industrieproduktion. Europa bildet da keine Ausnahme. Sollten die Daten nicht den Erwartungen entsprechen könnte der Eurokurs einen leichten Rückgang verzeichnen, jedoch wird diese Ansicht nur von sehr wenigen vertreten.

JPY - Rückgang bei den Carry Trades kurbelt JPY an

Die zunehmende Risikovermeidung an den weltweiten Märkten scheint seit gestern für einen gleichmäßigen Kursanstieg beim japanischen Yen zu sorgen. Der gestrige Einbruch an den US Aktienmärkten, zusammen mit dem zunehmenden Pessimismus hinsichtlich der nuklearen Krise in Japan, führte dazu, dass viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen, wie dem Yen und dem Schweizer Franken, suchten.

Die japanische Währung ist seit gestern um knapp 1% zum US Dollar gestiegen und notierte bei 83,50 gegenüber dem Wert von 85,50 vom Mittwoch der vergangenen Woche. Was dem Kursanstieg des Yen weiteres Momentum verlieh, war der gestrige Rückgang bei Carry Trades, als Investoren meinten im Übermaß auf den Dollar gesetzt zu haben und wieder lieber in den JPY und CHF investierten. Da heute keine maßgeblichen Wirtschaftspublikationen aus Japan erwartet werden, sollten Händler auf ähnliche Entwicklungen wie die gestrige achten.

Rohöl - Der Abschwung an den Aktienmärkten sorgt für Rückgang beim Rohölpreis

Eine Abkoppelung von Ölpreis und US Dollar-Kurs zeigte sich gestern. Nach der Veröffentlichung der US Haushaltsbilanz verzeichnete der Dollar einen kräftigen Kursrückgang, doch auch der Rohölpreis fiel um rund $ 3 pro Barrel, da Spekulanten den jüngsten Preisanstieg beim schwarzen Gold neu bewerteten.

Die größte Sorge an den Rohstoffmärkten ist, dass die Weltwirtschaft nicht genügend Wachstum aufrechterhalten kann wenn der Rohölpreis über $ 100 pro Barrel verbleibt. Investoren sahen einen Preisrückgang beim Rohöl von über $ 113 vergangene Woche auf $ 106,50 heute Morgen. Dieser Rohölpreisrückgang wirkte sich auch auf die Aktienmärkte aus, und Rohöl-abhängige Firmen mussten entsprechende Verluste hinnehmen.

Derzeit liegen keine Nachrichten vor, die geeignet wären den Rohölpreis wieder ansteigen zu lassen, doch könnte ein Umschwung an den weltweiten Aktienmärkten Wirtschaftswachstum ankurbeln, was den Rohölpreis wieder in einen Aufwärtstrend versetzen könnte. Händler sollten deshalb die weltweiten Aktienmärkte im Auge behalten um ermessen zu können, wie sich der Rohölpreis in den kommenden Tagen entwickeln wird.

Technische News

EUR/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass heute eine Abwärtsbewegung einsetzen dürfte. Diese Annahme wird vom Relative Strength Index auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt, der sich derzeit im überkauften Bereich bewegt. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Entscheidung sein.

GBP/USD

Die GBP/USD-Paarung ist seit gestern rückläufig und steht derzeit beim Wert von 1,6255. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bestätigt, dass sich dieser Trend heute fortsetzen wird. Allerdings zeigt der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden—Chart, dass heute eine zinsbullische Umkehr einsetzen könnte. Bei dieser Paarung erst dann einzusteigen wenn die Zeichen eindeutiger sind, scheint heute eine kluge Entscheidung zu sein.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/CHF

Diese Paarung verzeichnete in den vergangenen Tagen ein erhebliches rückläufiges Verhalten. Die technischen Daten weisen jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend schon sehr bald umkehren könnte. So zeigt beispielsweise der RSI auf dem 8-Stunden-Chart, dass eine zinsbullische Umkehr bevorsteht. Ein Aufwärtstrend wird auch vom Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute auszahlen.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Die technischen Indikatoren vermitteln starke Signale, dass diese Paarung heute Abwärtsdruck ausgesetzt sein dürfte. Ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart und beim Relative Strength Index (RSI) auf dem 8-Stunden-Chart sind nur zwei Beispiele dafür, dass wahrscheinlich eine Abwärtskorrektur erfolgen wird. Forex -Händlern bietet sich die ausgezeichnete Gelegenheit bei einem guten Kurs zu verkaufen, bevor die Korrektur einsetzt.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:45 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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