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Thursday, 18 Aug 2011
SNB handelt nicht; CHF steigt an
Der Schweizer Franken (CHF) handelte gestern mit größtenteils bullischen Ergebnissen als sich Händler weltweit von riskanteren Anlagewerten abwandten. Das erfolgte nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) ein recht zahmes Statement abgab, das weder geeignet war die Währungen seiner Nachbarn zu stützen, noch einen Tiefstpreis für die eigene in die Höhe schießende Währung zu setzen. Händler nahmen das Statement der SNB zum Anlass in den gestrigen frühen Handelsstunden kräftig in den Schweizer Franken zu investieren.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4700 | 1.6880 | 81.80 | 0.8550 | 1.1080 | 0.9150 |
| 1.4575 | 1.6745 | 80.20 | 0.8200 | 1.0800 | 0.9080 | |
| 1.4450 | 1.6550 | 78.50 | 0.8080 | 1.0590 | 0.8880 | |
| Support | 1.4400 | 1.6475 | 76.25 | 0.7800 | 1.0390 | 0.8760 |
| 1.4260 | 1.6350 | 0.7590 | 0.9925 | 0.8650 | ||
| 1.3945 | 1.6090 | 0.9700 | 0.8610 |
Wirtschafts News
USD - USD verzeichnet leichtes Minus während CHF ansteigt
Der US Dollar (USD) handelte nach einem Tag voller unterschiedlicher Nachrichten aus den Weltwirtschaften zum gestrigen Börsenschluss leicht im Minus. Die leichten Kursgewinne die der USD in dieser Woche verzeichnen konnte wurden gestern dadurch wettgemacht, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) nicht in der Lage war der zunehmenden Stärke des Schweizer Franken (CHF) Einhalt zu gebieten. Bislang führte das dazu, dass Investoren vermehrt in den CHF investierten, was den Safe-Hafen-Anreiz des USD unterminierte.
Die Wirtschaftsnachrichten der letzten Wochen ließen Händler den Markt mit Pessimismus betrachten, zumal auch der gestrige Handel so verlief wie ihn viele Analysten vorhergesehen hatten. Es gibt auch kaum Wirtschaftsnachrichten die dem Pessimismus an den Devisenmärkten eine Wende geben könnten, so dass Händler sich nunmehr auf den Rest des Monats August konzentrieren, um zu ermitteln was das dritte Quartal letztlich bringen wird.
Da heute eine ganze Reihe von Wirtschaftspublikationen aus den USA erwartet wird können sich Händler auf zusätzliche Volatilität einstellen, da die Berichte voraussichtlich große Kursschwankungen bewirken dürften. Nach den gestrigen besser als erwarteten Wachstumszahlen des Erzeugerpreisindex werden die heutigen Daten erhebliche Volatilität erzeugen, dieweil Investoren die Daten des Verbraucherpreisindex, der Produktion sowie der Eigenheimverkäufe bewerten. So der gegenwärtige Trend anhält, dürften zusätzliche negative Tendenzen bei den heutigen Nachrichten heftigere Abwendungen vom Risiko auslösen. Welchen Stand der CHF in dieser Situation einnimmt könnte der ausschlaggebende Faktor dafür sein, wie kräftig die Kursgewinne beim USD ausfallen werden.
CHF - Schweizer Franken im Aufschwung da die SNB nicht in der Lage ist dem Momentum Einhalt zu gebieten
Der Schweizer Franken (CHF) handelte gestern mit größtenteils bullischen Ergebnissen als sich Händler weltweit von riskanteren Anlagewerten abwandten. Das erfolgte nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) ein recht zahmes Statement abgab, das weder geeignet war die Währungen seiner Nachbarn zu stützen, noch einen Tiefstpreis für die eigene in die Höhe schießende Währung zu setzen. Händler nahmen das Statement der SNB zum Anlass in den gestrigen frühen Handelsstunden kräftig in den Schweizer Franken zu investieren.
Die gestrigen größtenteils negativen Wirtschaftsberichte aus Europa scheinen die Befürchtungen vieler Händler zu bestätigen, die von einer pessimistischen Grundstimmung an den Märkten ausgegangen sind. Die Schuldensorgen sind in den Randstaaten der Eurozone nach wie vor Thema Nummer eins, und auch die Ferienzeit in Europa bringt erhebliche Unsicherheit mit sich, da sich europäische Führungskräfte inmitten einer gewaltigen Krise im Urlaub befinden. All das gießt Öl ins Feuer unter dem CHF und trägt so zu dessen kometenhaftem Anstieg bei.
Heute erwarten die Händler eine ganze Reihe von Wirtschaftspublikationen aus den USA, jedoch keine aus der Schweiz oder der Eurozone. Viele Analysten richten nun ihr Augenmerk auf Deutschland, welches einen sehr großen Teil zur wirtschaftlichen Stärke der Eurozone beiträgt und dem als eines der wenigen Länder, welches nur sehr geringe wirtschaftliche Bedrängnis zu erleiden hatte, zusätzliche Verantwortung zufällt. Sollten die heutigen Wirtschaftsberichte neuerliche Schwäche in den USA aufweisen, besteht eine gute Chance, dass Händler noch mehr Schweizer Franken kaufen werden.
JPY - Da keine Interventionen seitens der BOJ in Aussicht stehen setzt der JPY seinen Anstieg fort
Der japanische Yen (JPY) erhielt gestern einen kräftigen Anschub, als Berichte vom Markt weitere Flucht in die Sicherheit belegten. Zusätzlich zu den jüngsten Berichten über die sinkenden japanischen Haushaltsausgaben zeigten die japanischen Handelsdaten einen Rückgang der Exporte, einhergehend mit einer zunehmenden Stärkung des Yen. Ungeachtet eines Treffens zwischen französischen und deutschen Ministern zum Thema wirtschaftlicher Zusammenarbeit, scheinen die pazifischen Staaten in ihren bullischen Bemühungen voranzupreschen, gegensätzlich zu den Marktaussichten unter den europäischen Nationen.
Die japanische Wirtschaft entwickelte sich sehr viel schlechter als noch vor einem Monat angenommen. Investoren wandten sich in großer Zahl dem JPY zu, dessen Reiz als Wertedepot erheblich zunahm. Während die Immobilienmarktdaten rückläufig sind und geldmarktpolitische Angleichungen in China und Neuseeland vorgenommen werden, profitieren die die Wirtschaften Japans und der Schweiz am meisten von den Schlägen die Europa einstecken muss. Sollte dieses Bombardement anhalten wird der JPY sehr wahrscheinlich seinen derzeitigen Aufwärtstrend fortsetzen.
Rohöl - Rohölpreis sinkt weiter ab
Der Rohölpreis sank am Mittwoch leicht ab, da die Herabsetzung der US Kreditwürdigkeit durch S&P in der vergangenen Woche die Nachfrage nach Rohöl erheblich senkte. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA brachten viele Investoren dazu sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuzuwenden, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der Industrieproduktion und den Verbraucherausgaben aufwiesen.
Das führte zu einem Rückgang beim Rohölpreis von über $ 100 pro Barrel noch vor ein paar Wochen auf den derzeitigen Preis nahe $ 85 pro Barrel. Ein erwarteter Aufschwung der Dollarkurse, aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage in dieser Woche führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu größeren Kursgewinnen beim USD kam, hielt sich der Rohölpreis stabil, wobei stetige Verluste eingepreist waren. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zum Wochenende hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.
Technische News
EUR/USD
Trotz zunehmender Volatilität handelt die EUR/USD-Paarung weiterhin innerhalb einer begrenzten Spanne zwischen 1,4400 und 1,4050. Der sinkende Slow Stochastic auf dem Monats-Chart legt die Vermutung nahe, dass bei Annäherung an die Werte von 1,4400 - 1,4500 Hineinverkäufe getätigt werden dürften. Erster Widerstand findet sich bei 1,4400, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von der fallenden Widerstandslinie vom Mai-Hoch bei 1,4450. Ein Abschluss über dem Wert von 1,4700 könnte auf ein Ende des Range-Trading-Umfelds hinweisen. Andererseits findet sich Unterstützung bei 1,4050, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3945 und der steigenden Trendlinie vom Juni 2010 bei 1,3875.
GBP/USD
Die Kursrückgänge der vergangenen Woche fanden Unterstützung nahe der zuvor durchbrochenen Trendlinie vom April-Hoch, und es sieht so aus, als könne die Paarung wieder ansteigen. Widerstand findet sich bei 1,6475, einem Wert den das Pfund Sterling schon dreimal nicht durchbrechen konnte. Sollte es dennoch zu einem Anstieg über diesen Wert kommen dürfte sich das technische Bild aufwärts wenden, mit weiterem Widerstand bei 1,6550 und 1,6745. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6090 könnte weitere Rückgänge im Zaum halten, gefolgt von weiteren Unterstützungswerten bei 1,6000 und 1,5935.
USD/JPY
Der Yen hat zwei Versuche unternommen das Mitte März erzielte Allzeit-Tief von 76,25 zu durchbrechen. Der steigende Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart deutet auf potentiale Kursgewinne der Paarung hin, allerdings besteht aufgrund kurzzeitiger Momentum-Studien noch Raum nach unten bevor der Druck nachlässt. Folglich ist ein Durchbruch von 76,25 erwünscht. Jenseits dieses Werts besteht ein Mangel an Unterstützung auf dem Monats-Chart. Andererseits findet sich erster Widerstand bei 78,50, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt vom Post-Interventions-Hoch von 80,20.
USD/CHF
In einem erstaunlichen Lauf hat sich die USD/CHF-Paarung vom freien Fall bis zum Handel oberhalb des 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt bewegt, hin zu einem Wert, den die Paarung seit Anfang Juli nicht mehr verzeichnen konnte. Nachdem der erste Widerstand bei 0,7800 überbrückt wurde könnte die Paarung bei 0,8080 Widerstand finden, was auch nahe der 38% Rückführung vom Februar-Hoch liegt, gefolgt von der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8200. Das dürfte Händlern bessere Wiedereinstiegswerte in einen langfristigen Abwärtstrend dieser Paarung bieten. Ein weiterer Widerstandswert findet sich bei 0,8550.
Die Wild-Card
Silber
Seit er die 61% Fibonacci Rückführung der Bewegung von Ende Juni bis Anfang August abgeschlossen hat ist der Silberpreis an 5 von 7 Handelstagen angestiegen und liegt derzeit oberhalb des Werts von $ 40 pro Feinunze. Forex-Händler sollten beachten, dass sich der nächste Widerstand für diesen Rohstoff bei $ 42,25 findet, gefolgt von $ 44,50. Unterstützung findet sich bei $ 38,60 und $ 37,00. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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