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Tuesday, 6 Dec 2011

SNB könnte agieren sollte der der schweizer Verbraucherpreisindex auf Deflation hinweisen

Um 8:15 MGZ werden die Märkte heute erst einmal die Daten des schweizer Verbraucherpreisindex für den Monat November zu verdauen haben. Es wird erwartet, dass der Bericht einen Anstieg der Inflationsrate um 0,1% aufweisen wird, gegenüber einem Rückgang von -0,1% im Oktober. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Bericht einen weiteren Rückgang bei den schweizer Preisen zeigen wird, was die SNB zwingen könnte zu agieren, um zu verhindern, dass deflationäre Kräfte sich in die schweizer Wirtschaft einschleichen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.38601.600080.200.97751.07500.8830
1.36101.589079.500.94601.04500.8760
1.35501.578078.700.93301.03400.8660
Support1.32601.552576.550.90651.00500.8515
1.31451.542075.560.89200.96600.8485
1.28701.52700.87600.93850.8355

Wirtschafts News

USD - Mit dem Arbeitsmarktbericht (NFP) war kein Staat zu machen

Mit den Daten des US Arbeitsmarktberichts (NFP) vom Freitag war kein Staat zu machen. Gleichwohl die Kerndaten mit einem Anstieg der Arbeitsplätze um 140.000 gegenüber einer Prognose von nur 120.000 über den Erwartungen lagen, waren die Daten des Berichts alles andere als ermutigend. Derzeit liegt der 12-Monats-Durchschnitt für neue Arbeitsplätze auf dem Privatsektor bei knapp unter einem Plus von 160.000, was weniger ist, als der jüngste Arbeitsmarktbericht ausweist. Der Rückgang der Arbeitslosenquote scheint zunächst recht viel versprechend, doch bei genauerer Betrachtung sieht es schon nicht mehr so gut aus. Bei genauer Durchsicht der Zahlen sieht man, dass 315.000 Arbeitsuchende aus dem Heer der Erwerbsbevölkerung ausgeschieden sind, was die Arbeitslosenquote von 9,0% auf 8,6% sinken ließ.

Die Arbeitsmarktdaten zeigen seit Anfang des Jahres zwar eine Verbesserung, doch deuten die Veröffentlichungen der letzten Woche auf nur langsames Wachstum der US Beschäftigungszahlen hin. Dieweil die US Notenbank (Fed) sich vorrangig um Preisstabilität zu sorgen hat, ist es auch ihre Aufgabe sich um Vollbeschäftigung in den USA zu kümmern. Da diese Aufgabe unerfüllt bleibt, besteht die Wahrscheinlichkeit eines zusätzlichen quantitativen Lockerungsprogramms (QE) durch die Fed.

CHF - Heute sind die Daten des Verbraucherpreisindex von ausschlaggebender Bedeutung

Um 8:15 MGZ werden die Märkte heute erst einmal die Daten des schweizer Verbraucherpreisindex für den Monat November zu verdauen haben. Es wird erwartet, dass der Bericht einen Anstieg der Inflationsrate um 0,1% aufweisen wird, gegenüber einem Rückgang von -0,1% im Oktober. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Bericht einen weiteren Rückgang bei den schweizer Preisen zeigen wird, was die SNB zwingen könnte zu agieren, um zu verhindern, dass deflationäre Kräfte sich in die schweizer Wirtschaft einschleichen. An den Märkten wurde darüber diskutiert, dass die SNB den Mindestkurs für die EUR/CHF-Paarung auf 1,25 oder gar auf 1,30 anheben könne. Allerdings ist es den Märkten, aufgrund der Erwartung einer weiteren Intervention durch die SNB, gelungen den Kurs der Paarung noch höher zu drücken. Vielleicht sollte die SNB das Ergebnis des EU Wirtschaftsgipfels am Freitag dieser Woche und die Reaktion der Märkte darauf abwarten, bevor sie ihre nächste Grundsatzentscheidung fällt.

Die EUR/CHF-Paarung findet Unterstützung bei seinem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,2220. Widerstand findet das Paar bei 1,2470 vom Oktober-Hoch. Indes könnte die USD/CHF-Paarung Aufwärtspotential aufweisen, sollte es ihr gelingen über das November-Hoch von 0,9330 anzusteigen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9375, gefolgt von 0,9780, dem Hoch in 2011. Unterstützung findet sich bei 0,9065, dem Tief der vergangenen Woche.

CAD - Leitzinsentscheidung der BoC steht bevor

Am Dienstag entscheidet die Bank of Canada (BoC) über ihren Leitzinssatz. Es wird allgemein angenommen, dass die BoC den Leitzinssatz bei 1,00% belassen wird, obwohl die jüngsten Wirtschaftsdaten unter den Marktprognosen lagen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im 3. Quartal um lediglich 0,2%. Da allerdings die BoC an ihrer Geldmarktpolitik festhält, könnte der CAD sich weiterhin als attraktiv erweisen. Unterstützt wird der CAD durch Erwartungen auf quantitative Lockerungen seitens der Fed, der EZB und der BoE, sowie einem Anstieg des Rohölpreises auf über $ 100 pro Barrel. Laut den jüngsten CFCT IMM Daten haben Händler rückläufige Wetten auf den CAD erhöht, bei gleichzeitigem Rückgang der Risikobereitschaft. Das könnte CAD Verkäufe unter Druck setzen, sollte eine Lösung der europäischen Schuldenkrise einen Umschwung der Stimmung an den Märkten herbeiführen. Die USD/CAD-Paarung könnte sich an der steigenden Trendlinie von den Juli- und Oktober-Tiefs bei 1,0090 versuchen, gefolgt vom Oktober-Tief von 0,9890. Erster Widerstand findet sich beim Dienstag-Tief von 1,0250.

Rohöl - Der Rohölpreis steigt weiter

Der Rohölpreis steigt weiter an, während Europa Schritte in Richtung engerer Integration und durchsetzbare Haushaltsregulierungen unternimmt. Nach den gestrigen Reden von Merkel und Sarkozy stieg der Rohölpreis auf den höchsten Wert seit Mitte November. Die Pressekonferenz der beiden Regierungschefs fiel zusammen mit der Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen, der bei 52,0 lag, gegenüber Erwartungen von 53,6. Obwohl die Daten unter den Markterwartungen lagen, deutet die Erhebung doch auf fortgesetztes Wachstum auf dem Dienstleistungssektor und einen Anstieg beim US Bruttoinlandsprodukt für das 4. Quartal hin. Für den Rest der Woche stehen keine namhaften Wirtschaftspublikationen auf dem Wirtschaftskalender, ausgenommen der Freitag, an dem der Konsumklimaindex der Universität Michigan und die Zahlen der Handelsbilanz erwartet werden. Widerstand für den Rohölpreis findet sich beim November-Hoch von $ 103,30 pro Barrel, während sich Unterstützung beim Hoch vom 28. November von $ 100,75 und beim Tief vom 25. November von $ 95,00 finden.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt, dass die Paarung in einer symmetrischen Dreiecksformation handelt, wobei die Widerstandslinie vom Mai-Hoch abfällt und die Unterstützungslinie vom Jahres-Tief. Erste Unterstützung dieses Chart-Musters findet sich diese Woche bei 1,3200. Ein Durchbruch hier dürfte wahrscheinlich nicht nur die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen, sondern ebenfalls zu 1,3050, der 61,8% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung von 2010 zu 2011. Das Januar-Tief von 1,2875 könnte eine zeitnahe Kurs-Aktion enthalten. Andererseits bildet das Hoch vom 18. November bei 1,3610 ersten Widerstand, gefolgt von der Mitte-November-Konsolidierung von 1,3860, bei der auch der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt. Der Spitzenwert der Dreiecksformation dürfte wahrscheinlich Aufwärtsbewegungen in Richtung 1,4230-1,2350 enthalten.

GBP/USD

Vergangene Woche fand die Paarung Widerstand bei 1,5780, einem Wert, der sich schon in der Vergangenheit als Widerstandswert erwiesen hat. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Oktober-Hoch von 1,6165. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart ist weiterhin rückläufig und so bildet das November-Tief von 1,5435 ersten Widerstand, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Die letzte Bastion der Unterstützung für die GBP/USD-Paarung findet sich bei der von den Tiefs in 2009 und 2010 ansteigenden Trendlinie deren Wert bei 1,0590 liegt.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung dehnt sich über die langfristige Trendlinie des Hochs in 2007 aus, deren Wert bei 78,70 liegt. Es bedarf eines Durchbruchs dieses Werts um den jüngsten Kursanstieg zu bestätigen. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart zeigt Aufwärtstendenz, so dass Händler weiteren Widerstand bei 79,50 vom Post-Interventions-Hoch finden dürften. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt ebenfalls knapp unter diesem Wert. Sollte die Paarung die langfristige Trendlinie nicht erreichen, dürfte sich der Stau zwischen 77,50-77,60 als unterstützend erweisen, während das Allzeit-Tief nahe 75,60 sich als letzte Unterstützung zeigt.

USD/CHF

Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt sich bereits rückläufig und auch der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart beginnt sich zu wenden. Das geschieht nachdem es der Paarung nicht gelungen ist einen Durchbruch oberhalb des Widerstandswerts von 0,9330 zu vollziehen. Folglich findet das Paar Unterstützungen bei 0,9065, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom November-Tief von 0,8760 und dem Oktober-Tief von 0,8565. Ein Durchbruch oberhalb des 0,9330 Widerstandswerts könnte Kursgewinne in Richtung des Jahres-Hochs von 0,9780 auslösen.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis stieß bei der Trendlinie der September- und November-Hochs von $ 1.754 pro Feinunze auf Widerstand. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim November-Hoch von $ 1,708. Forex-Händler sollten bedenken, dass, sollte die Trendlinie standhalten, der Goldpreis Unterstützung bei $ 1.700 dem Tief vom 30. November findet, gefolgt von $ 1.666 dem Drehpunkt vom 21. November. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:46 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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