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Wednesday, 26 May 2010

Sorgen um Bankensektor drücken Aktienkurse sowie EUR

Sowohl die Aktienkurse an der Wall Street, als auch die europäische Gemeinschaftswährung begaben sich am gestrigen Dienstag zwischenzeitlich auf Talfahrt. Händler verweisen auf die Verstaatlichung einer spanischen Sparkasse am Wochenende sowie die Befürchtung der Investoren, das Bankensystem weiterer Mitgliedstaaten der EU könnte ebenfalls betroffen sein, als Beweggrund für die jüngste Verunsicherung an den Märkten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndownupnoup
Wochentendenznononoupnoup
Resistance1.24001.450091.301.17000.83600.8550
1.23701.447091.001.16700.83300.8520
1.23401.443590.701.16400.83000.8585
Support1.22701.435590.001.15700.82300.8520
1.22401.432089.701.15400.82000.8490
1.22101.429089.401.15100.81700.8460

Wirtschafts News

USD - Kursgewinne beim Dollar nehmen zu

Der USD wertete am Dienstag kräftig auf. Angesichts einer wieder auflebenden Risikoaversion, reduzierten Investoren ihre risikoreichen Positionen und Risikowährungen kamen unter Verkaufsdruck. Insgesamt fielen die Aktienkurse weltweit, teilweise bis auf neue Tiefstände seit September 2009. In Europa drückt die Angst vor einer Ansteckung anderer Mitgliedsländer am anfällig gewordenen Bankensektor Spaniens die Stimmung, während global die Sorgen über die wachsenden Spannungen zwischen Nord- und Südkorea zunehmen. Anleger gingen also auch gestern lieber wieder auf Nummer sicher. Bis die größte Unruhe an den Märkten vorbei ist, verabschieden sich Händler vorerst von ihren risikoreichen Anlagen.

Dennoch erholten sich die Aktienkurse nach anfänglich deutlichen Einbussen im Schlussgeschäft.
Noch in der vergangenen Handelswoche konzentrierten sich Händler mit steigender Risikoscheu am Markt auf Staatsanleihen.

Ein Liquiditätsmangel am Markt gilt als eines der größten Hindernisse für das globale Wachstum. Investoren flüchten weiterhin in sichere Safe-Haven-Assets und wachstumsstarken Währungen, wie beispielsweise dem Australischen Dollar, wird der Boden entzogen.

EUR - EUR fällt zum 3. Tag aufgrund Bankenkrise

Der EUR verbuchte gestern zum dritten Tag in Folge Verluste. Die Anspannung an den Märkten, ausgelöst durch neue Sorgen um den spanischen Bankensektor, veranlasst Händler dazu, auf den „sicheren“ US-Dollar zurückzugreifen. Die Übernahme der angeschlagenen spanischen Sparkasse CajaSur durch Spaniens Zentralbank lastet seit dem Wochenende schwer auf der europäischen Einheitswährung.

Dennoch erholte sich der Euro bis Handelsschluss wieder leicht. Zuvor hatte das Forschungsinstitut Conference Board in den USA den neuesten Indexstand des US-Verbrauchervertrauens mit 63,3 Zählern veröffentlicht. Damit hat sich die Stimmung unter den US-Konsumenten im Mai weitaus stärker aufgehellt als von Volkswirten erwartet. Dies war die dritte Stimmungsverbesserung unter den US-Verbrauchern in Folge, der ein gehobener Wirtschaftsausblick vorausging. Der Index für die Erwartungen kletterte im Mai deutlich bis auf 85,3. Die positiven Konjunktursignale aus den USA werden weltweit als Optimismus versprechend eingestuft, so die Händler.

Der jüngste Abwärtstrend des EUR kam bei $1,2280 zu einem Ende und nähert sich somit dem Kursniveau von $1,1747 zu seiner Einführung im Jahre 1999. In exportstarken EU-Staaten wie beispielsweise Deutschland, wird die zunehmende Euro-Schwäche teilweise als regelrechtes Konjunkturprogramm für die Industrie angesehen. Manche Analysten halten selbst eine Euro-Dollar-Parität zum Jahresende für möglich.

JPY - Anleger minimieren ihr Risiko und Yen gewinnt fast 1% zum Australischen Dollar

Gegen den EUR rutschte der japanische Yen heute früh von 110,37 auf 111,98 pro Euro ab, nachdem Japans Währung noch am Vortag ein Tageshoch bei 108,84 markierte. Zum USD gab der JPY von 89,78 auf 90,49 nach. Die schwache Landeswährung steigert bei Rückführung den Wert der Auslandsumsätze japanischer Unternehmen.

Gleichzeitig wurde der japanische Yen um 0,6% fester gegen den Australischen Dollar gehandelt und notiert hier bei 73,87. Investoren in der Hedge-Fonds-Branche konnten sich bislang die ertragreichere Währung in diesem Jahr zunutze machen. Analysten gehen davon aus, dass sich AUD/JPY kurzfristig von seinem Rückschlag erholen wird, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass der Prozess, zu einem normalen Level bei den Zinsen zurückzukehren, noch nicht abgeschlossen ist.

Rohöl - Rohöl fällt um mehr als 2% pro Barrel

Am Dienstag fiel der Ölpreis um 2,1%, bzw. $1,46 auf $68,75 pro Barrel. Dabei schloss sich Rohöl dem gestrigen Abwärtstrend der globalen Aktienmärkte, des EUR und einer Reihe von Rohstoffanlagen, mit Ausnahme von Gold, an. Verunsicherte Marktteilnehmer und ihre Sorge um eine Ausbreitung der Kredit- und Bankenkrise im Euroraum wurden von Händlern als Beweggrund des drastischen Kursabfalls für Rohöl genannt.

Darüber hinaus begründeten Anleger den abermaligen Preisrückgang am Ölmarkt mit der gegenwärtig unablässigen Dollar-Stärke. Den höchsten Stand in diesem Jahr markierte Rohöl bislang mit $87,15 am 3. Mai. Zuletzt erreichte der Rohstoff dieses Niveau im Oktober 2008. Möglicherweise verbucht das schwarze Gold nun die größten Verluste innerhalb eines Monats seit dem Höhepunkt der Finanzkrise.

Technische News

EUR/USD

Ein Großteil der technischen Indikatoren gibt dieses Währungspaar im neutralen Bereich aus. Entsprechend könnte ein Handelstag mit geringer Volatilität heute zu neuen Preisbewegungen am Markt führen. Anleger sollten weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

GBP/USD

Auch hier bewegen sich die meisten Indikatoren momentan innerhalb einer neutralen Spanne. Welche nächsten Preisbewegungen sich für GBP/USD ergeben, ist schwer einzuschätzen. Auch bei diesem Paar könnten Händler zunächst abwarten und die kommenden Tendenzen aufmerksam beobachten.

USD/JPY

Für dieses Paar sind heute unterschiedliche Signale zu erkennen. Auf der Tages-Chart schwankt der RSI im „überverkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart kreuzt abwärts. Bei USD/JPY klare Signale abzuwarten, könnte heute von Vorteil sein.

USD/CHF

Auf der Stunden- und Tages-Chart kreuzt der Slow Stochastic abwärts. Der Tages-RSI bewegt sich bereits im „überkauften“ Bereich. Bei diesem Währungspaar könnte es heute eine gute Strategie sein, auf steigende Kurse zu setzen.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart scheint der RSI bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht zu haben. Auf denselben Charts kreuzt der Slow Stochastic abwärts. Forex -Anleger könnten bei diesem Paar heute auf fallende Kurse setzen und hohe Profite erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:47 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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