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Wednesday, 2 Jun 2010

Sorgen um Eurozonen-Instabilität und Chinas Wirtschaftswachstum bringen Gold Auftrieb

Die anhaltende Unsicherheit an den europäischen Märkten sowie die Abwertung des Euro bringen Gold Auftrieb. Entsprechend steuern Anleger den Rohstoff erneut als vermeintlich sicheren Hafen an. Darüber hinaus stützen positive Konjunkturdaten aus den USA sowie wieder auflebende Sorgen um die steigende Inflation in China den Goldkurs. Die chinesische Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs, aufgrund der drastischen Preissteigerungen befürchten Marktbeobachter mittlerweile, dass Peking Schritte zur Abkühlung der eigenen Wirtschaft unternehmen und somit das weltweite Wachstum bremsen könnte. Ergreift China möglicherweise in den nächsten Monaten Maßnahmen, um die Geldmarktpolitik zu verschärfen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupupnodowndown
Wochentendenzdownupupupdowndown
Resistance1.22701.476092.101.16650.83800.8390
1.22501.474091.901.16450.83600.8370
1.22201.471091.601.16150.83300.8340
Support1.21601.465091.001.15550.82700.8280
1.21301.462090.701.15250.82400.8250
1.21101.460090.501.15050.82200.8230

Wirtschafts News

USD - USD angesichts anhaltender Unsicherheit im Euroraum behauptet

Der USD wertete am Dienstag gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Zuvor stärkten positive Konjunkturdaten aus den USA das Vertrauen der Anleger, während die Sorgen um die Zukunft der Europäischen Gemeinschaft fortbestehen. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe des Institute for Supply Management (ISM) wurde für Mai mit 59,7 Zählern ausgegeben. Im Vormonat lag das Ergebnis zwar noch bei 60,4, übertraf in diesem Monat dennoch die Prognosen der Experten, die sich auf 58,7 beliefen. Ein Resultat oberhalb eines Niveaus von 50 Punkten indiziert laut Institute for Supply Management eine wachsende, verarbeitende Industrie, inmitten einer expandierenden Gesamtwirtschaft.
Zum japanischen Yen handelt der US-Dollar aktuell bei 91,63 Yen von 91,18 gestern Nacht. EUR/USD wiederum hat sich momentan um $1,2250 eingependelt, nachdem das Währungspaar im europäischen Handel am Dienstag ein neues 4-Jahres-Tief bei $1,2110 markierte.
Für große Aufregung an den Märkten sorgte Kanadas Notenbank, die ihren Leitzins gestern von einem Allzeittief bei 0,25% um 25 Basispunkte auf 0,5% anhob. Damit ist sie die erste Zentralbank unter den Notenbanken der großen Industrieländer, die ihren Schlüsselsatz seit Juli 2008 wieder erhöht hat. Im Begleitkommentar zum Zinsentscheid weist die Bank of Canada jedoch darauf hin, dass weitere Zinserhöhungen, angesichts der Unsicherheiten an den Märkten, vorsichtig abgewartet werden müssen und vom Tempo der globalen Konjunkturerholung abhängen. Zu später Handelsstunde am Dienstag handelte der US-Dollar zum Kanadischen Dollar fester und notierte bei C$1,0541 von zuvor C$1,0433 am Montag.

EUR - EUR erholt von 4-Jahres-Tief

Der EUR stürzte am Dienstagvormittag bis auf ein neues 4-Jahres-Tief gegen den USD, erholte sich jedoch in den Nachmittagsstunden, wie in der letzten Zeit bereits des Öfteren zu beobachten war, parallel zu den Aktienmärkten. Darüber hinaus kamen US-Konjunkturdaten des Tages, wie beispielsweise der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Mai, der über den Erwartungen der Experten lag, dem Außenwert des Euro zugute. Positive Konjunkturdaten wecken bei Marktteilnehmern weltweit Zuversicht.
Der EUR notierte am Dienstag bei $1,2236, von zuvor $1,2304 am Montag. Zwischenzeitlich war die Gemeinschaftswährung auf $1,2111, den niedrigsten Stand sei April 2006, gefallen. Zum japanischen Yen handelte der EUR bei 112,33 Yen. Das Pfund Sterling kletterte gestern bis auf $1,4730. Die britische Währung wertete gestern im Vorfeld eines möglichen Erwerbs einer Konzernsparte der American International Group Inc. (AIG) durch den britischen Versicherungskonzern Prudential plc auf. Mittlerweile hat Prudential plc, das Anfang März geschlossene Abkommen, am heutigen Mittwoch abgesagt. Zeitungsberichten zufolge war der Versicherungskonzern nicht in der Lage, den ursprünglich vereinbarten Kaufpreis zu drücken.

JPY - Regierungschef Hatoyama tritt zurück - JPY fällt

Der japanische Yen verzeichnete im asiatischen Handel heute deutliche Kursverluste, nachdem Japans Regierungschef Yukio Hatoyama am Mittwoch seinen Rücktritt bekannt gab. Auslöser für die politischen Unstimmigkeiten im Land war ein Streit um den Truppenstützpunk der US-amerikanischen Armee in Okinawa, dessen Schließung Hatoyama, wie von ihm im Wahlkampf vor knapp neun Monaten versprochen, nicht durchsetzen konnte. Dies belaste derzeit den Yen und setze seine Attraktivität als Safe-Haven-Währung am Markt ab, so Händler. Nicht weit entfernt, im Rohstoffland Neuseeland, stellte der Gouverneur der neuseeländischen Zentralbank Allan Bollard eine Zinserhöhung in Aussicht. Im Zuge der Finanzkrise hatte die Notenbank die Zinsen auf das Rekordtief von 2,5% gesenkt.
Gegen die Hauptwährungen verbuchte der Yen insgesamt Kursverluste. Im New Yorker Handel rutschte der JPY von 90,94 auf 91,60 US-Dollar ab. Zum EUR fiel Japans Yen gestern von 111,22 auf 112,25 EUR. Der neuseeländische Kiwi kletterte um 0,4 % auf 67,94 US-Cent. Der Australische Dollar wertete auf 83,73 US-Cents auf, nachdem er in den frühen Handelsstunden am Dienstag zunächst nachgab, da die Australische Notenbank erklärte, ihren Leitzins vorerst unverändert zu belassen.

Rohöl -

In einem volatilen Handel am gestrigen Dienstag verzeichnete Rohöl erneut Kursverluste. Zuvor gab HSBC Holdings und Markit Economics in China bekannt, dass der Einkaufsmanager-Index zum verarbeitenden Sektor für Mai von 55,7 Punkten im Vormonat auf 53,9 Zähler zurückgegangen ist. Marktbeobachter sind infolge der jüngsten Zahlen aus der Volksrepublik besorgt. Eine Importabschwächung würde sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken.
US-Rohöl im Juli-Kontrakt liegt im New Yorker Börsenhandel mit -$1,39, bzw. 1,9%, bei $72,58 pro Barrel.

Technische News

EUR/USD

EUR/USD hat im Laufe des letzten Monats einen deutlichen Abwärtstrend eingeschlagen und handelt aktuell um 1,2210. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt weitere Abwärtstendenzen für das Währungspaar. Der RSI der Wochen-Chart signalisiert wiederum, dass sich noch heute eine zinsbullische Trendwende einstellen könnte. Hier einzusteigen, sobald die Zeichen deutlicher werden, könnte eine gute Entscheidung sein.

GBP/USD

Für GBP/USD ergab sich gestern ein zinsbullischer Trend. Dieser könnte jedoch schon bald ein Ende finden. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich das Währungspaar inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Wahl sein.

USD/JPY

Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart wiederum scheint in Kürze aufwärts zu kreuzen, was eine künftige Kurskorrektur nach unten vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

USD/CHF

USD/CHF unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Deutlichere Signale auf den Stunden-Charts abzuwarten, könnte sich heute auszahlen.

Die Wild-Card

GBP/CAD

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat dieses Kurspaar letztendlich in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint das gegenwärtige Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten zu deuten. Forex -Händler bietet sich hier möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch der unteren Handelsspanne auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:48 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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