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Wednesday, 25 Nov 2009

Sorgen um Konjunkturerholung drücken USD-Stimmung

Der US-Dollar hat sich am Dienstag überwiegend in seiner jüngsten Handelsspanne zum EUR gehalten. Jedoch wurde die USD-Stimmung gedrückt, nachdem deutlich wurde, dass die US-Notenbank mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung in den USA im langsamen Tempo rechne. Laut den Protokollen der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses bleibt die Konjunkturerholung schleppend, während die Arbeitslosigkeit möglicherweise bis ins Jahr 2011 auf hohem Niveau verbleibt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupnodowndowndown
Resistance1.50501.672589.101.01600.93400.9082
1.50201.667588.901.01300.93050.9058
1.50001.665088.701.01100.92800.9040
Support1.49401.656088.201.00450.92200.8997
1.49201.653087.951.00300.91850.8970
1.48901.650087.601.00050.91500.8950

Wirtschafts News

USD - Dollar-Stimmung durch Fed-Anmerkungen unten

Für den USD setzte sich am Dienstag angesichts nachgebender Aktien- und Rohstoffkurse eine gemäßigte Kurssteigerung fort. Dennoch brachten die Protokolle des Offenmarktausschusses die US-Währung unter Druck. Die Mitglieder des geldpolitischen Gremiums erwarten eine langsame wirtschaftliche Erholung in den USA bei weiterhin hoher Arbeitslosigkeit. Dieses Ergebnis bestätigt die Erwartungen, nach denen die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins voraussichtlich über einen längeren Zeitraum niedrig halten wird.
Der Dollar-Index, der den Wert des US-Dollars mittels eines Währungskorbs aus sechs Währungen vergleicht, wurde gestern mit 75,116 ausgegeben. Am Montag lag dieser bei 75,130 und verblieb ohne deutliche Ausrichtung innerhalb des jüngsten Kursbereichs gegen übrige Hauptwährungen. Das niedrige Zinsniveau der US-Notenbank und die geldpolitischen Konjunkturprogramme des laufenden Jahres lasten stark auf der US-amerikanischen Währung. Dabei wurde die Ausweitung der Geldmenge durch das Anwerfen der Notenpresse und den Aufkauf von US-Staatsanleihen erreicht, was zusätzliches Geld in das Finanzsystem pumpte.
Zu Beginn des gestrigen Handelstages stützten den USD zunächst enttäuschende US-Konjunkturdaten. Die Erholung der US-Wirtschaft ist im 3. Quartal schwächer ausgefallen als zunächst angenommen. Das BIP stieg um annualisierte 2,8% gegenüber dem Quartal Juli bis September. Im 2. Quartal war die US-Wirtschaft um 0,7% geschrumpft. Das US-Handelsministerium hatte in einer ersten Einschätzung ein Plus von 3,5% für das 3. Quartal gemeldet. Dafür hellte die Stimmung unter den US-Verbrauchern im Monat November entgegen den Erwartungen auf. Laut Forschungsinstitut Conference Board stieg der entsprechende November-Index auf 49,5 Punkte und lag somit über den Prognosen. Im Oktober wurde das US-Verbrauchervertrauen bei 48,7 Punkten ausgegeben.
Auch heute stehen wieder wichtige Indizes auf der US-Agenda: Sowohl der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober, als auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) werden um 14:30 Uhr veröffentlicht. Um 16:00 Uhr erwartet die Händler das Ergebnis zu den US-Neubauverkäufen für Oktober.

EUR - King schickt Pfund mit Anmerkungen zur Wirtschaftslage auf Talfahrt

Der EUR notierte am Dienstag zum USD höher, nachdem laut gestrigen Fed-Protokollen die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die US-Regierung ihre staatlichen Anreizprogramme länger als andere Wirtschaftsnationen aufrechterhalten wird. Darüber hinaus erreichte der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex im Monat November einen neuen Rekordstand und überstieg dabei deutlich die Erwartungen der Investoren.
Zu später Handelsstunde am Dienstag notierte der EUR bei $1,4965, verglichen mit $1,4968 zu Handelsschluss am Montag. Zum japanischen Yen schloss die europäische Gemeinschaftswährung bei ¥132,49, von zuvor ¥133,22. Das Britische Pfund Sterling verbuchte zum USD leichte Kursverluste und rutschte auf $1,6586 von zuvor $1,6615 ab. Auch zum EUR wurde mit 90,25 Pence pro EUR ein Kursabfall von 0,2% des Pfund Sterling deutlicht. Diese Kursentwicklung war zu beobachten, nachdem Bank of England-Gouverneur Mervyn King gestern erklärte, dass er weiterhin mit „starken Herausforderungen“ für Großbritanniens Wirtschaft rechne. Anleger mutmaßen über eine Erweiterung der Anleihenkäufe der BoE.
Die 2. Veröffentlichung von Großbritanniens BIP-Daten zum 3. Quartal um 10:30 Uhr, soll leicht verbesserte Zahlen herausgeben. Sollte der gegenteilige Fall eintreten, könnte sich der GBP-Abwärtstrend verschärfen.

JPY - JPY fester gegen die meisten Hauptwährungen

Am Dienstag verzeichnete Japans Währung gegenüber 15 der 16 meistgehandelten Währungen und insbesondere dem USD Kursgewinne. Sowohl Yen als auch Dollar zählen zu beliebten Finanzierungswährungen („Funding Currency“) für Carry Trades, bei denen eine Kreditaufnahme in Niedrigzinswährungen mit anschließender Anlage in Hochzinswährungen erfolgt. Sobald Investoren diese auflösen, tendiert der Yen in der Regel gegen den US-Dollar aufzuwerten.
Wie das japanische Finanzministerium am Mittwochmorgen mitteilte, sind Japans Ausfuhren im Monat Oktober um 23,2% zurückgegangen. Experten hatten mit einem Exportrückgang von 26,8% gerechnet. Noch im Vormonat September wurde ein Rückgang von 30,6% gemeldet. Die erneuerte Nachfrage lässt sich auf einen Anstieg des Bedarfs aus China und weiteren Schwellenmärkten zurückführen. Insgesamt erreicht das Wirtschaftswachstum im 3. Quartal das schnellste Tempo in über zwei Jahren. Die Expansion geht auf das Konto erhöhter Exportzahlen.

Rohöl - Ölpreise auf tiefstem Stand seit 14. Oktober

In New York war am Dienstag ein Januar-Kontrakt für ein Barrel Rohöl für $76,02 erhältlich. Mit einem Rückgang von 2% notierte der Rohstoff an der weltgrößten Warenterminbörse bei einem neuen Tiefstand seit dem 14. Oktober. Im elektronischen Handel schloss Rohöl zu später Handelsstunde am Dienstag bei $75,73 pro Barrel und sackte somit um 0,4% ab, nachdem das API (American Petroleum Institute) wieder steigende Lagerbestände, 3,4 Mio. Barrel in der letzten Woche meldete. Zu Beginn des Quartals hatten sich die Vorräte etwas stabilisiert. Jedoch hatte die dürftige Nachfrage jegliche Form einer maßgeblichen Zurückführung des Überschusses bislang verhindert. Darüber haben die Zahlen des Bruttoinlandsprodukts der USA im 3. Quartal die Aussicht auf eine Preiserholung getrübt. Das US-Handelsministerium musste seine Prognose deutlich nach unten korrigiert. Die US-Wirtschaft wuchs um 2,8%, lag dabei jedoch weit unter der Prognose von 3,5%. Das Ergebnis der für heute um 16:30 Uhr erwarteten US-Rohöllagerbestände der Woche soll laut Voraussage einen erneuten Anstieg der Vorräte widerspiegeln. Sollten sich die Zahlen des US-Energieministeriums „Department of Energy“ bewahrheiten, könnten die Ölpreise zusätzlich unter Druck geraten.

Technische News

EUR/USD

Nach den gestrigen Aufwärtstendenzen bewegt sich dieses Paar nun im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine Abwärtsausrichtung gedeutet werden. Auch das jüngste rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 30-Minuten-Chart bestätigt diese Neigung. Wir empfehlen: Setzen Sie heute auf fallende Kurse bis die rückläufige Preiskorrektur beendet ist.

GBP/USD

Das Paar hat seinen zinsbullischen Trend wieder aufgenommen und steht vor dem Durchbruch der 1,6605-Marke. Sollte sich dieser tatsächlich ereignen, könnte die Abwärtstendenz von GBP/USD anhalten, wobei der nächste Richtpreis dann um 1,6650 liegt.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit Beginn der Handelswoche Kursschwankungen innerhalb einer rückläufigen Handelsspanne, ohne dass eine Überwindung dieser bislang erfolgte. Nach den gestrigen Abwärtsbewegungen, scheint sich der Kurs jedoch mittlerweile im unteren Bereich der aktuellen Handelsspanne eingefunden zu haben. Sollte sich ein Durchbruch dieses Kursbereichs ergeben, könnten Forex-Händler bald eine stark zinsbullische Bewegung beobachten. Gelingt der Durchbruch nicht, wird sich voraussichtlich innerhalb der Spanne eine Preiskorrektur nach unten vollziehen. Anleger können zunächst abwarten, ob der Durchbruch erfolgt, bevor sie ihre Positionen für dieses Paar eröffnen.

USD/CHF

USD/CHF hat den zinsbullischen Trend der letzten Tage wieder aufgenommen und wird derzeit um 1,0078 gehandelt. Das Währungspaar konnte jedoch die 1,014-Marke zuvor nicht überwinden. Seither haben sich Kursschwankungen ergeben. Sollte das Paar die 1,016-Marke noch durchbrechen, wird sich voraussichtlich eine deutliche Aufwärtsbewegung einstellen.

Die Wild-Card

NZD/JPY

Seitdem NZD/JPY bis unter die Marke von 64,25 gefallen ist, befindet sich das Paar inmitten eines äußerst starken bärischen Trends. Mittlerweile notiert das Währungspaar bei 64,25. NZD/JPY setzt die unaufhaltsame Abwärtsbewegung fort. Dabei wird über jedes Widerstandslevel hinweggesehen. Es gibt keine Anzeichen eines Stopps. Alle Oszillatoren der Tages-Chart geben nach wie vor rückläufige Signale aus, der Trend scheint weiteres Potenzial in sich zu tragen. Bei NZD/JPY heute auf fallende Kurse zu setzen, könnte die richtige Entscheidung für Forex -Anleger sein.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:52 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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