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Friday, 18 Jun 2010
Spanische Staatsanleihen treiben Euro an und Schweizer Franken legt zu
Die Auktion spanischer Anleihen sorgte gestern für Entspannung am Markt. Die starke Nachfrage nach den Staatsanleihen brachte der europäischen Einheitswährung am Donnerstag neuen Schwung und verhalf, das Vertrauen wieder herzustellen. Der Schweizer Franken wertete gegen den EUR wiederum auf, nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Leitzins unverändert bei 0,25% beließ und sich diesmal bei der den Zinsentscheid begleitenden Pressekonferenz nicht dafür aussprach, einer übermäßigen Aufwertung des Frankens entschieden begegnen zu wollen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2480 | 1.4905 | 91.60 | 1.1195 | 0.8770 | 0.8445 |
| 1.2460 | 1.4885 | 91.40 | 1.1175 | 0.8750 | 0.8425 | |
| 1.2430 | 1.4855 | 91.10 | 1.1145 | 0.8720 | 0.8395 | |
| Support | 1.2370 | 1.4795 | 90.50 | 1.1085 | 0.8660 | 0.8335 |
| 1.2340 | 1.4765 | 90.20 | 1.1055 | 0.8630 | 0.8305 | |
| 1.2320 | 1.4745 | 90.00 | 1.1035 | 0.8610 | 0.8285 |
Wirtschafts News
USD - Hohe Aktienkurse und schwächerer USD
Das Währungspaar EUR/USD markierte am gestrigen Donnerstag seinen höchsten Kurs seit dem 28. Mai. Händler verwiesen auf die erfolgreiche Emission spanischer Staatsanleihen als Beweggrund für die aufgehellte Stimmung am Markt. Darüber hinaus stützten den Euro unerwartet schwache US-Konjunkturdaten, die gleichzeitig die Anleger an der Wall Street verunsicherten. Erst kurz vor Handelsschluss retteten Gewinne bei Technologiewerten die US-Börsen ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,2% auf 10.434 Punkte. Der S&P-500 kletterte um 0,1% auf 1116 Zähler.
Der Eurokurs stieg vorübergehend über die Marke von $1,24. Der Dollar kostete gestern am Ende des Handelstages in New York €0,8089. Der zuletzt aufgekommene Konjunkturoptimismus wich am Donnerstag erneut auflebenden Sorgen um die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in den USA. Zum japanischen Yen wertete die US-Währung wiederum auf: USD/JPY handelte unterhalb der Unterstützung um 90,80 und schloss mit 90,84.
Insbesondere mit den enttäuschend ausgefallenen Konjunkturdaten hatten Anleger gestern zu kämpfen. Während der US-Verbraucherpreisindex entsprechend der Prognosen im Mai zum Vormonat um 0,2% fiel, blieb der Philly-Fed-Index mit einem Wert von 8 deutlich unter den Erwartungen der Experten, die 21 Zähler vorausgesagt hatten. Einstimmig mit dem eingetrübten Geschäftsklima in der Philadelphia-Region stiegen auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und versetzten der Anlegerstimmung einen deutlichen Dämpfer. Jedenfalls hat sich das Defizit in der US-Leistungsbilanz im 1. Quartal 2010 weniger stark ausgeweitet als erwartet. Laut US-Handelsministerium in Washington stieg der Fehlbetrag auf $109,0 Mrd. Volkswirte hatten mit einem Defizit von $120,7 Mrd. gerechnet.
Aus USD-Konjunkturdaten-Sicht bleibt es heute ruhiger als gewohnt. Händler sollten die US-Aktienmärkte aufmerksam verfolgen. Angesichts des deutlichen Rückgangs der Volatilität im US-Handel, rechnen Marktbeobachter mit einer weiteren Beruhigung vor dem sich ankündigenden Sommerloch. Abzuwarten bleibt, ob EUR/USD heute erneut in Richtung seines nächsten Widerstands bei 1,2450 klettert.
EUR - Schweizer Franken stark nach SNB-Äußerungen
Der Schweizer Franken wertete am Donnerstag gegen USD und Euro auf. Zuvor hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Leitzins unverändert bei 0,25% belassen. SNB-Chef Philipp Hildebrand und seine Währungshüter sprachen sich diesmal jedoch nicht für ein Eingreifen seitens der Zentralbank im Falle einer exzessiven Aufwertung des Franken aus. Für 2010 rechnet die Notenbank mit einem Wirtschaftswachstum von 2%, da sich die Konjunkturaussichten verbessern und die Deflationsgefahr zunehmend verschwindet.
Die SNB verzichtet also zunächst auf weitere größere Devisenmarktinterventionen. Der jüngst durch die europäische Kreditkrise entstandene Aufwertungsdruck auf der Landeswährung, kam einer Konjunkturbremse gleich, erhöhte das Deflationsrisiko und belastete die Exportwirtschaft.
Im Anschluss an die SNB-Äußerungen rutschte das Währungspaar USD/CHF charttechnisch bis unter seine bislang steigende Trendlinie auf ein Tief bei 1,1094. Auch für EUR/CHF ergaben sich kräftige Verluste, jedoch unterschritt das Kurspaar nicht die Unterstützung um 1,3740.
Rückhalt für den Euro entsprang gestern außerdem aus der Bereitschaft von Anlegern zum Kauf spanischer Staatsanleihen. Die erfolgreich verlaufene Platzierung der 10- und 30-jährigen Papiere brachte Spanien am Donnerstag nahezu €3,5 Mrd. In den Tagen vor der Auktion hatten Investoren wiederholt darüber spekuliert, ob nun auch Madrid, aufgrund der angeschlagenen Haushaltslage, Hilfen seitens der EU und dem IWF benötigen werde.
Heute wurden die Referenzkurse für ausländische Devisen gegen den Euro an den Devisenmärkten wie folgt festgelegt: 1,2398 USD, 0,8351 GBP, 1,3775 Schweizer Franken und 112,64 JPY.
JPY - Yen erreicht Unterstützung bei 90,80
Der Japanische Yen schloss am gestrigen Donnerstag uneinheitlich. Kursgewinne waren gegenüber US-Dollar und EUR zu beobachten, während die Inselstaatwährung zum britischen Pfund Sterling Verluste verbuchte. Ein Teil der Yen-Schwäche gegen Währungen aus Europa ergab sich womöglich aus Gewinnmitnahmen durch Anleger, die ihre Short-Positionen aufgrund der zunehmenden Risikobereitschaft am Markt schlossen. Händler retten sich weniger in den sicheren USD- und JPY-Hafen und setzen auf eine nachhaltige Marktstabilität.
Händler verwiesen ferner auf die erfolgreiche Emission spanischer Staatsanleihen und steigende Aktienkurse als Beweggrund für den Yen-Verkauf. Schwache US-Konjunkturdaten stützten den Yen wiederum gegenüber dem US-Dollar.
USD/JPY handelte unterhalb seiner aktuellen 90,80-Unterstützung und schloss bei 90,84. EUR/JPY kletterte auf 112,54, von zuvor 112,71 zu Markteröffnung. GBP/JPY stieg von 134,18 auf 134,62.
Nachdem USD/JPY an der Unterstützung bei 90,80 scheiterte, erwarten Händler eine Erholung bis zum nächsten Widerstand um 93,00.
Rohöl - Ölpreis fällt aufgrund uneinheitlicher US-Konjunkturdaten
Spot-Rohöl beendete den Handel am Donnerstag mit $76,57 pro Barrel und hatte zuvor mit $76,93 eröffnet. Dabei verzeichnete der Rohstoff zum zweiten Tag in Folge Kursverluste. Die teilweise enttäuschenden US-Konjunkturdaten belasteten die Ölpreise, so Händler.
Während der US-Verbraucherpreisindex entsprechend der Prognosen im Mai zum Vormonat um 0,2% fiel, blieb der Philly-Fed-Index mit einem Wert von 8 deutlich unter den Erwartungen der Experten, die 21 Zähler vorausgesagt hatten. Einstimmig mit dem eingetrübten Geschäftsklima in der Philadelphia-Region stiegen auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und versetzten der Anlegerstimmung einen deutlichen Dämpfer. Jedenfalls hat sich das Defizit in der US-Leistungsbilanz im 1. Quartal 2010 weniger stark ausgeweitet als erwartet. Laut US-Handelsministerium in Washington stieg der Fehlbetrag auf $109,0 Mrd. Volkswirte hatten mit einem Defizit von $120,7 Mrd. gerechnet.
Eine schwache Konjunkturerholung in den USA kann auch die Nachfrage noch Rohöl dämpfen, so Investoren. Analysten erklären, dass der Rohölpreis derzeit überwiegend von der Einschätzung der Marktteilnehmer zu weltweiten kurz- bis mittelfristigen Wachstumsperspektiven dominiert wird. Ein Mangel an Konjunkturdaten könnte heute dazu führen, dass sich an den Devisenmärkten nicht besonders viel bewegt. Händler könnten die wichtigsten US-Aktienindizes im Auge behalten, die in den letzten Tagen überwiegend mit Zuwächsen schlossen. Sollte Rohöl charttechnisch den Widerstand um $78,10 überwinden, würde dies den Ölpreis somit über die 200-Tage-Lage hieven.
Technische News
EUR/USD
Der Slow Stochastic steht kurz davor auf der Tages-Chart abwärts zu kreuzen und deutet damit auf eine Preiskorrektur nach unten in unmittelbarer Zukunft. Die fallende Tendenz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Sobald das Abwärtskreuzen erfolgt, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
In den letzten Handelstagen ergaben sich für GBP/USD äußerst zinsbullische Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch mittlerweile darauf schließen, dass sich möglicherweise bereits in naher Zukunft eine Trendwende einstellt. Beispielsweise deutet der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bereits auf einen sich ankündigenden Umschwung. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Wahl sein.
USD/JPY
Aktuell bewegt sich dieses Kurspaar im unteren Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Hier kündigt sich eine Kurskorrektur nach oben an. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte sich auszahlen.
USD/CHF
Für USD/CHF konnten in den vergangenen zwei Wochen deutliche Abwärtstendenzen beobachtet werden. Diese kommen jedoch womöglich mittelfristig zu einem Ende. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich das Paar inzwischen im „überverkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Die Wild-Card
NZD/USD
Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat NZD/USD letztendlich in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint das gegenwärtige Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten zu deuten. Forex -Anlegern bietet sich hier möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch der unteren Handelsspanne auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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